DEP0054409DA - Bremsvorrichtung für Zweitakt-Fahrzeugbrennkraftmaschinen - Google Patents
Bremsvorrichtung für Zweitakt-FahrzeugbrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf gemischverdichtende Zweitakt-Fahrzeugbrennkraftmaschinen, die durch eine vordere Ladepumpe gespeist werden.
Die Zweitakt-Motoren haben bekanntlich eine sehr geringe Bremswirkung bei Talfahrten. Diese nachteilige Erscheinung hat zur Folge, dass das Fahrzeug trotz eines niedrigen Ganges im Gefälle fast dauernd mit der Fuss- und Handbremse verzögert werden muss, was einen starken Verschleiss der Bremsbeläge und, vor allem bei Passfahrten, eine Ueberhitzung der Bremsen verursacht, die dadurch in ihrer Wirkung stark nachlassen. Zudem besteht die Gefahr des Ueberdrehens des Motors im zweiten oder ersten Gang. Dies kann unter Umständen zu Schäden führen, da der mit Mischungsschmierung arbeitende Motor bei diesem anormalen Betriebszustand nur eine minimale Schmierölmenge erhält.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Bremsvorrichtung für gemischverdichtende Zweitakt-Fahrzeugbrennkraftmaschinen, die durch eine vordere Ladepumpe gespeist werden. Sie ist gekennzeichnet dadurch, dass ein vom Lenkrad aus mittels eines Handgriffes verstellbares Ventil am Zylinderkopf vorgesehen ist, das in dem Sinne verstellt wird, dass bei ausgeschalteter Zündung das Gemisch während des Verdichtungshubes aus dem Zylinderraum entweichen kann.
Im Verbrennungsraum herrscht nun während einer vollen Kurbelwellendrehung kein Ueberdruck mehr. Dagegen wirkt der beim Aufwärtsgang des Kolbens im Kurbelgehäuse entstehende Unterdruck, sowie der beim Abwärtsgang entstehende Ueberdruck auf die Kolbenunterseite. Die Kolbenbewegung wird dadurch verzögert und der Motor im Masstab dieser negativen Kolbenkräfte gebremst.
Die Bremsvorrichtung für Einzylindermaschinen ist gekennzeichnet dadurch, dass das Ventil mit der Aussenluft in Verbindung steht, gegebenenfalls durch ein das Ventil mit der Auspuffleitung ver-
bindendes Rohr.
Die Bremsvorrichtung für Zweizylindermaschinen ist gekennzeichnet dadurch, dass jeweils die Ventile von zwei entgegengesetzt arbeitenden Zylindern durch einen Ueberströmkanal (i) miteinander verbunden sind in dem Sinne, dass das Gemisch jeweils beim Auswärtsgang des Kolbens in den Zylinder mit einwärtsgehendem Kolben überströmt.
Es ist nun ohne weiteres möglich, die beschriebene Bremsvorrichtung für Zweizylindermaschinen konstruktiv einfacher zu gestalten, indem nach vorliegender Erfindung der Ueberströmkanal (i) mit dem Zylinderdeckel zu einer Einheit gegossen ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für Zweizylindermaschinen schematisch im Längsschnitt B-B und in einem Schnitt A-A quer zur Längsachse dargestellt.
Unter dem Lenkrad befindet sich der Griff a mit der Hülse b und dem Kabelzug c. Der Griff a ist in der Hülse b, welche an der Lenksäule mit der Schraube d befestigt ist, so gelagert, dass er längs einer, in die Hülse b gefrästen Spirale eine Dreh- und Längsbewegung ausführen kann.
Wird der Griff a von der Stellung 2 in die Stellung 1 gebracht, so öffnet der Kabelzug c über das Hebeldrehsystem e die zwei Ventile f. Sobald sich der Kolben q nach oben, bezw. der Kolben o nach unten bewegt, wird das Gemisch vom Zylinder p durch den Ventilkörper g über den Austrittsschlitz h in den Ueberströmkanal i und durch das zweite Ventil in den Zylinder n geschoben. Sobald sich der Kolben o nach oben, bezw. der Kolben q nach unten bewegt, strömt das Gemisch in umgekehrter Richtung vom Zylinder n in den Zylinder p.
Die beiden Druckfedern k schliessen die Ventile f selbsttätig, sobald der Griff a von der Stellung 1 in die Stellung 2 gebracht wird.
Durch diese Anordnung ist es dem Fahrzeuglenker möglich durch einfaches Umlegen des Griffes a unter dem Lenkrad und gleichzeitiges Ausschalten der Zündung die Motorbremse zu betätigen.
Claims (4)
1) Bremsvorrichtung für gemischverdichtende Zweitakt-Fahrzeugbrennkraftmaschinen, die durch eine vordere Ladepumpe gespeist werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom Lenkrad aus mittels eines Handgriffes verstellbares Ventil am Zylinderkopf vorgesehen ist, das in dem Sinne verstellt wird, dass bei ausgeschalteter Zündung das Gemisch während des Verdichtungshubes aus dem Zylinderraum entweichen kann.
2) Vorrichtung nach Anspruch 1 bei einer Einzylindermaschine, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil mit der Aussenluft in Verbindung steht, gegebenenfalls durch ein das Ventil mit der Auspuffleitung verbindendes Rohr.
3) Vorrichtung nach Anspruch 1 bei einer Zweizylindermaschine, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die Ventile von zwei entgegengesetzt arbeitenden Zylindern durch einen Ueberströmkanal (i) miteinander verbunden sind in dem Sinne, dass das Gemisch jeweils beim Auswärtsgang des Kolbens in den Zylinder mit dem einwärtsgehenden Kolben überströmt.
4) Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ueberströmkanal (i) mit dem Zylinderdeckel zu einer Einheit zusammengegossen ist.
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