DEP0054370DA - Metall- und Salzbadofen - Google Patents
Metall- und SalzbadofenInfo
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Description
■Metall- and Salzbadofen.
I"ür grössere Metall- und Salzbäder, insbesondere für Verzinkungsbäder, haben sich bei den bisher bekannten Beheizungs—
arten mit gasförmigen, flüssigen und staubförmigen Brennstoffer vielfach Schwierigkeiten dadurch ergeben, dass das Einschmelzen
und das Warmhalten der Bäder in Siegeln aus Eisen oder Metall auf die Dauer nicht alle betrieblichen Anforderungen
erfüllte*. Bei Verzinkungsbädern kommt hinzu,dass die Beheizung und die führung der ^euergase den chemischen Vorgängen im Bad
angepasst sein muss um einen vorzeitigen Verschleiss der Eisentiegel zu verhindern»
■^ei den bekannten Öfen dieser Art sind die Brenner in der Regel am oberen Teil der Tiegelwände in waagerechter Lage entweder
parallel zu den Wänden oder senkrecht dazu angeordnet. Um dabei eine allzu nachteilige Einwirkung auf die Tiegelwand
zu verhindern, werden äie üblicherweise die Tiegelwände durch keramische Schutzplatten oder durch Steinkatalysatoren
geschützt. Um solche wärmehemmende Sehutzverkleidungen zu vermeiden* jedoch die auf die Tiegellängswände einwirkenden
Feuergastemperaturen auf ein Höchstmaß zu begrenzen, wurden in den letzten Jahren auch ^euergasumwälzheizungen angewandt,
insbesondere für die Beheizung von ^erzinkungsbädern. Sie sind jedoch in ihrem Aufbau verwickelt und von geringerem
Wärmewirkungsgrad.
Alle bisher angewandten ^euerungs- und Beheizungsarten haben die betrieblichen Anforderungen nur mehr oder weniger gut
erfüllt, ohne jedoch besonders für Verzinkungsbäder das allgemein geforderte Endziel auf die Dauer mit Sicherheit zu
erreichen, so u.a. die gleichmässige Erwärmung von längeren Bädern in ganzer Tiegellänge.
Dieses seit langer 2eit angestrebte ideale Ziel wird durch Feuerungsanlagen und mit Öfen nach der Erfindung erreicht.
In einem Ofen gemäss der Erfindung wird der Tiegel in vorbildlicherweise erwärmt. Dabei ist es gleichgültig, ob der
Tiegel einen rechteckigen, runden oder sonstwie gestalteten
Grundriss besitzt«. .Bei dem neuen Ofen werden die Feuergase zunächst im Abstand von der Tiegelwand aufwärts geführt, im
Oberteil des Ofens mit der Tiegelwand in Berührung gebracht und darauf längs der ungeschützten Tiegelwand nach unten geführt.
Eine einfache Aasführungsform des Ofens enthält eine auf der Ofensohle im Abstand zur Tiegelwand angeordnete Ab—
schirnraand, die den Baum zwischen Ofeninnenwand und Brennermündungen einerseits und der Tiegelwand andererseits teilt.
Dadurch entsteht zwischen der Ofeninnenwand und der Abschirmwand ein aufwärtsführender Zag, in dessen unterem Teil die
Brennermündung liegt. Die Abschirmwand ist oben dort zu Ende bezw. mit Durchlässen versehen, wo die Feuergase die Tiegelwand
zuerst beaufschlagen sollen. Sie streichen dann in dem durch die Tiegelwand und die Rückseite d.Abschirmwand gebildeten
abwärts führenden Zag nach unten und werden schliesslich zum Abgaskanal bero., mehreren Abgaskanälen geführt.
Es hat sich als besonders zweckmässig erwiesen, einen Teil des an der Tiegelwand abwärts geführten Feuergases in den Aafwärtszug
zurückzuführen. Za diesem ^weck wird der abwärtsführende Zug unten mit dem aufwärtsführenden Zag verbunden, z.B. mit
Hilfe von zweckentsprechend© bemessenen Durchbrüchen durch den unteren Teil der Abschirm^wand. Die überschüssigen Abgase können
mit Vorteil unter dem Tiegelboden entlang geführt werden und gelangen schliesslich in einen oder mehrere Abgassammeikanäle. Es
empfiehlt sich,die Gasdurchlässe unter dem Tiegel so zu bemessen, dass im Abwärtszug längs der Tiegelwand ein Stau entsteht.
Eine Unterstützung der Gasabfuhr durch Kaminwirkung ist zulässig, jedoch nicht notwendig* Weiterhin ist es vorteilhaft,
wenn dafür gesorgt ist, dass jeder Brenner das ^euergas in einem getrennten Raum entwickelt. Stattdessen kann man auch Brennergruppeni
in getrennte Räume arbeiten lassen.
an
Die Erfindung istAeinem schematischen Aasführungsbeispiel erläutert.
In Fig. 1 ist ein Tiegelbad i$. Querschnitt, in Fig. 2 im Schnitt H-II der Fig.l
dargestellt. Der Tiegel 1 ist mit den Seitenwänden 2 freistehend
im Ofenraura angeordnet and auf Bänken 3 der Ofensohle gelagert. Vor diesen Tiegelseitenwänden 2 ist im geringen Abstand eine
ff. Steinwand 4 angeordnet, welche den Flammenentwicklungsraum gegenüber den Tiegelseitenwänden 2 abschirmt* Die Brenner 6 entwickeln
die Feuergase senkrecht nach oben in die abgeschirmten Flammenentwicklungsräume 5 und führen die Feuer^ase zwangsläufig
über den nicht bis oben durchgehenden Abschirmwämden 4 den oberen Tiegelseitenwänden zu., um hier die Hauptwärme in das
Bad überzuleiten.
In der Folge wird die darunterliegende Tiegellängswand durch die senkrecht nach unten umkehrenden Feuerungsgase mit abnehmender
Wärme beheizt. Die Durchbrüche 7 im unteren Teil der Abschirmwand 4 lassen die so abgekühlten Feuergase im kreislauf
den Brennerflammen zuströmen und sorgen durch diese Feuea? rungsgasbeimischung zu den Brenner!atomeη dafür, dass auch die
oberen Tiegellängswände selbst bei Verzinkungsbädern ohne feuerhemmende ff. Schutzverkleidungen bleiben können.
Bodenbrenner 6 arbeitet in getrennte Flammenentwicklungsräume 5 j um einmal die Standfestigkeit der freistehenden
Abschirmwände 4 zu erhöhen und zum anderen Mal jede nachteilige Beeinflussung in der Funktion durch benachbarte Brenner
auszuschalten. Durch diese unterteilten Feuergasentwicklungsräume wird weiter die Wärmezufuhr in das Bad besser regelbar
gestaltet. Die Feuerungsabgase werden schliesslich in Kanälen 8 unter dem Tiegelboden zu 3ammelkanälen 9 übergeleitet.
Die Vorzüge der Öfen gemäss der Erfindung sind offensichtlich. ^s ist einerseits dafür gesorgt, dass die Wärmezufuhr zum oberen
Teil des Tiegels besonders kräftig ist, wo sie beim Einschmelzen der Bäder nach -Betriebsruhen und wegen der erheblichen
Abstrahlung der ungeschützten Badoberfläche und der Wärmeabgabe an die eingetauchten Werkstücke besonders benötigt
wird. Gleichzeitig ist aber die Wärmeeinwirkung nicht darart schroff, dass es unumgänglich wäre, den Oberteil des Tiegels
keramisch zu schützen.
Bei der Feuerverzinkung von Stahlteilen in "Verzinkungsbädern mit ca. 44o - 47o° C Badtemperatur ist weiter zu beachten,
dass das sich bildende Hartzink stets im flüssigen Bad nach unten sinkt und auf einer unteren Bleibadschutzfüllung
schwimmend aufgefangen wird, um das Hartzink von eit zu Zeit ausschöpfen zu können. Die Tiegelseitenwände im Bereich der
sich ansammelnden Hartzinkschicht sind erhöhten chemischen Einwirkungen ausgesetzt und es dürfen daher in diesem Bereich
keine zu hohen Feuergastemperaturen auf die Tiegelwämde einwirken. Auch die darüberliegenden Tiegelseitenwände dürfen
nur bestimmten max. Feuergastemperaturen ausgesetzt werden, wenn ein vorzeitiger Tiegelverschleiss besonders durch die
Einwirkungen dee Bades von innen her ausbleiben soll. All diesen Forderungen ist bei den Öfen gemäss der Erfindung in fortschrittlicherweise
Heohnung getragen.
Claims (7)
1.) Metall- und Salzbadöfen aller Art mit Tiegeln aus Eisen oder Metall bezw. deren Legierungen, gekennzeichnet
durch senkrecht verlaufende Feuergas— umzüge, durch welche die ^euergase zunächst im Abstand
von der Tiegelwand senkrecht nach oben, und nachdem sie dort die ungeschützte Tiegelwand beaufschlagt
haben, an dieser Wand entlang nach unten geführt werden»
2») Ofen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Abschirmwand, die auf der Ofensohle im Afastand von
der Tiegelwand zwischen dieser und den Brennermündungen angeordnet ist und oben den Zutritt der Feuergase
zur Tiegelwand gestattet»
3.) Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der an der Tiegelwand abwärts führende Zug unten
zwecks Rückführung eines Teiles der Feuergase mit dem aufwärts führenden Zug verbunden ist.
4.) Ofen nach einem der Ansprüche 1 - 3* dadurch gekennzeichnet, dass der aufwärts fühBnde Zug unterteilt
ist, vorzugsweise so, dass jeder Brenner das Feuergas in einem getrennten Raum entwickelt.
5.) Ofen nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Tiegelboden Durchlassöffnungen
angeordnet sind zur Abfuhr der ^euergase aus dem abwärts führenden Zug in mindestens einen Abgassammelkanal.
6.) Ofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassöffnungen unter dem Tiegelboden einen
geringeren ^esamtquerschnitt besitzen als der längs der Tiegelwand abwärts führende Zug»
7.) Ofen nach einem der Ansprüche 1 -6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasabfuhr aus den Abgaskanälen
durch den Gasdruck ohne Unterstützung durch Kaminzug erfolgt.
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