DEP0053517DA - Anordnung zur Führung eines Magnettonbandes - Google Patents
Anordnung zur Führung eines MagnettonbandesInfo
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Description
Das Magnettonband, das mit gleichmässiger Geschwindigkeit vor einem oder mehreren Spielköpfen vorbeilaufen soll, wird bei bekannten Anordnungen beiderseits eines oder mehrerer Sprechköpfe über die Rolle geführt und gespannt gehalten. Da aber das geringste Flattern des Bandes für eine einwandfreie Wiedergabe oder auch für das Aufsprechen störend ist, lässt man das Band meist über die Kernbleche der Spielköpfe schleifen. Dies hat den Nachteil, dass sowohl das Band, wie auch die Spielköpfe dem Verschleiss unterliegen und ist vor allem bei solchen Tonbändern, die in beiden Richtungen angetrieben werden können gefährlich für Klebestellen im Tonband, da diese Stellen besonders leicht beschädigt werden.
Erfindungsgemäss wird das Tonband auf seiner Rolle aufliegend reibungslos an einem oder mehreren Spielköpfen vorbeigeführt. Das aufliegende Tonband kann dann an der Abtaststelle oder Aufspielstelle nicht flattern. Es entstehe ferner keine Reibung zwischen Band und Spielkopf, wodurch bei beiden Teilen jeglicher Verschleiss fortbleibt und dadurch werden vor allem auch Klebestellen im Tonband genau so glatt und ruhig geführt, wie nicht geklebte Bandlängen. Man kann die Aufliegefläche, beispielsweise eine Rolle, welche das
Band etwa zur Hälfte seiner Breite oder beispielsweise von beiden Kanten her trägt, zusammen mit den Spielköpfen einschleifen und erhält dadurch die geringste Abhebung des Bandes vom Sprechkopf beim Betrieb der Einrichtung, ohne dass deswegen eine Reibung zwischen Band und Sprechkopf in Kauf genommen werden muss.
Die Führungsanordnung für das Magnettonband nach der Erfindung besteht vorteilhafterweise aus einer Rolle, auf welcher das Band mit der Hälfte seiner Breite oder weniger breit aufliegt. Zur Führung des Bandes ist es zweckmässig, wenn diese Rolle einseitig einen Führungskranz aufweist. Die nicht aufliegende Bandbreite bildet den Krümmungsradius dieser Rolle entsprechend einem Bogen, der in sich so steif ist, dass diese Bandhälfte nicht im geringsten flattert, die aber andererseits das Band von beiden Seiten her über diese Breite zugängig sein lässt. Man kann die Köpfe auf der Aussenseite oder auf der Innenseite dieses vom Band gebildeten Bogens anordnen. Die Anordnung auf der Innenseite hat den besonderen Vorzug, dass der Abstand des Bandes vom Sprechkopf stets genau der gleicht bleibt, weil der Sprechkopf mit seiner vordersten Fläche dem Rollendurchmesser entsprechend bis dicht an das Band heran verlegt sein kann. Eine Anordnung der Sprechköpfe auf der äusseren Seite würde Rücksicht auf etwaige Klebestellen nehmen müssen. Man wird deshalb einen oder mehr Spiel- und Löschköpfe, vorzugsweise im Innern der Rollen anordnen. Die Rolle kann gleichzeitig zur Sicherung eines gleichzeitig zur Sicherung eines gleichmässigen Bandlaufes als Schwungscheibe ausgebildet sein. Diese Schwungscheibe braucht keinen besonderen Antrieb, sondern wird durch das Tonband selber angetrieben, sofern dieses die Rolle mit einem genügend grossen Winkel umschlingt.
Vorzugsweise für Tonbänder mit doppelter Tonspur wird die Rolle doppelteilig ausgebildet. Die spiegelbildlich zueinander angeordneten Hälften einer solchen Doppelrolle lassen zwischen sich einen gewissen Ringspalt frei, innerhalb dessen die Kernbleche der Spielköpfe untergebracht sind. Das Ton-
band kann durch äussere Lenkungsmittel wahlweise auf der einen oder auf der anderen Rolle laufen, wodurch die eine oder andere Tonspur vor den Spielköpfen vorbeigeführt wird. Wenn man, wie angegeben, die Rolle als Schwungmasse ausgebildet und durch Reibung des Tonbandes auf der Rolle antreibt, ist es zweckmässig, die Rolle möglichst leicht laufend, d.h. auf Kugeln zu lagern.
Ein Ausführungsbeispiel zur Erläuterung der Erfindung ist in zwei Figuren dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 zeigt schematisch die Gesamtanordnung in Draufsicht. Auf Einzelheiten der Darstellung soll die Erfindung nicht beschränkt sein.
Die in Fig. 1 dargestellte Rolle ist eine doppelteilige Rolle mit den Rädern 11 und 21; diese sind auf einem feststehenden Teil 4 mittels Kugellager 2 leicht laufend angebracht. Die beiden Rollen 11 und 21 sind im Ausführungsbeispiel als Schwungräder ausgebildet und haben infolgedessen eine erhebliche Wandstärke- und Masse. Als Laufbahn für das Tonband 6 ist beim Rad 11 der schmale Kranz 12 und beim Rad 21 der schmale Kranz 22 vorgesehen. Auf dem einen oder dem anderen dieser beiden Kränze läuft das Tonband 6. Wenn es auf dem Kranz 12 läuft, ist seine untere Breitenhälfte frei, wenn es auf dem Kranz 22 läuft, ist seine obere Breitenhälfte frei. Die Umschaltung des Bandes von dem einen Rad auf das andere kann mechanisch durch einen Führungshebel oder ein ähnliches Mittel bewirkt werden. Die freie Bandhälfte befindet sich dann vor dem Ringspalt 7 zwischen den beiden Rädern. In diesen Ringspalt hinein ragen die Kernbleche des Sprechkopfes und der Löschköpfe 3. Es wird somit, je nachdem ob das Band 6 auf der Rolle 11 oder auf der Rolle 21 läuft, die Tonspur auf der oberen oder auf der unteren Hälfte des Bandes wiedergegeben oder aufgesprochen bzw. gelöscht. Die Köpfe 3 sind mit dem stillstehenden Kernteil 4 der Rollenanordnung fest verbunden; die Zuleitungen gehen durch den Kernteil 4.
In Fig. 2 erkennt man den Lauf des Tonbandes 6. Durch zwei Führungsrollen 5 ist ein grosser Umschlingungswinkel
gesichert, sodass das Tonband die Rollen 11 oder 21 praktisch ohne Gleiten mitnimmt. Innerhalb des Umschlingungsbogens, zwischen den beiden Umlenkrollen oder Andrückrollen 5 sind die drei Köpfe zum Sprechen oder zum Löschen für die eine oder andere Laufrichtung verteilt untergebracht. Die Laufflächen 12 und 22 werden zusammen mit den vorderen Flächen der Sprechköpfe angeschliffen, wodurch ein genau eingehaltener geringst möglicher Laufspalt zwischen Band und Sprechkopf bei reibungsfreiem Lauf des Tonbandes gesichert ist, ohne dass das Tonband flattern kann. Es ist auch möglich, das Tonband an beiden Seitenkanten aufliegend laufen zu lassen, und die Tonspur im Mittelteil des Bandes abzuspielen oder aufzusprechen.
Claims (7)
1. Anordnung zur Führung eines Magnettonbandes vor dem oder den Sprechköpfen, dadurch gekennzeichnet, dass das Tonband auf einer Rolle aufliegend reibungslos an einem oder mehreren Spielköpfen vorbeigeführt wird.
2. Führungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tonband mit der Hälfte seiner Breite auf einer, zweckmässigerweise einseitig mit einem Führungskranz versehenen, Rolle läuft, während die andere Hälfte der Bandbreite zum Abspielen oder Aufspielen frei ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Aufspielen oder Abspielen freie Bandhälfte an einem oder mehreren innerhalb der Rollen angeordneten Spielköpfen vorbeiläuft.
4. Anordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrolle als Schwungscheibe ausgebildet ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle durch das Tonband angetrieben wird.
6. Anordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, vorzugsweise für Tonbänder mit doppelter Tonspur, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandführung aus zwei Rollen in spiegelbildlicher Anordnung besteht und dass die Sprechköpfe im Ringspalt zwischen den beiden Rollen angeordnet sind.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Tonband durch äussere Lenkungsmittel wahlweise auf der einen oder anderen Rolle läuft und mit der einen oder anderen Tonspur reibungslos vor den Spielköpfen vorbeigeführt wird.
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