DEP0053178DA - Heizofen, insbesondere für Saunabadbetrieb - Google Patents
Heizofen, insbesondere für SaunabadbetriebInfo
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Description
Das Saunabad verlangt von der hierzu erforderlichen Ofen-Einrichtung Saunabaderaum-Temperaturen von 80-90°C im Dauerzustand und zur Erreichung von Wärme- und Dampfstössen sind in einer muffelartigen Nische im Ofen Granitsteine mittelbar auf etwa 500-700°C zu erwärmen, die ihre Speicherungswärme je nach Bedarf wiederum an den Saunabaderaum abgeben, wobei die Dampfstösse durch Aufguss von Wasser in kleinen Mengen herbeigeführt werden.
Die erforderliche Wärmemenge zur Warmwasser-Bereitung für Bade- und Duschzwecke ist ebenfalls vom Ofen zu erzeugen und bei Anlagen, bei denen die Raumbeheizung nicht gesondert erfolgt, werden auch diese Wärmemengen vom Ofen verlangt.
Der Wärmebedarf im Gesamten ist also ausserordentlich vielseitig, abhängig vom Badebetrieb als solchem, vom Nacht-, Sonntags- und Feiertagsbetrieb und von der jeweils herrschenden Aussentemperatur.
Bekannt sind Ofeneinrichtungen, bei denen die Heizregister für Warmwasserbereitung und Warmwasser-Raumbeheizung im Ofen unmittelbar in der Feuerung untergebracht sind. Bei dieser Anordnung nun kann die Erzeugung der Wärmemengen dem laufend ausserordentlich wechselnden Wärmebedarf nicht in vollem Umfang nach oben und unten folgen, sodass mit wenig Ausnahme fast stets zu viel oder zu wenig Wärme vorhanden ist und der Ofenbetrieb dadurch unwirtschaftlich wird.
Die neue Erfindung nun ermöglicht es, allen wärmetechnischen Anforderungen bei jeder Inanspruchnahme des Saunabades, der Warmwasser-Versorgung sowie der Raumbeheizung gerecht zu werden, so daß eine höchste Wirtschaftlichkeit des gesamten Ofenbetriebes bzw. der gesamten Wärmeerzeugung erreicht wird.
Die Zeichnungen I, II und III nun zeigen die Bauart und Heizgasführung des Saunabadofens im Schema.
Figur 1 stellt einen Schnitt durch die Feuerung bzw. den Feuerungsraum dar, Figur 2 zeigt den Ofen im Schnitt a-a, Figur 3 im Schnitt
b-b, Figur 4 im Schnitt c-c und Figur 5 im Schnitt d-d und aus sämtlichen Figuren sind die verschiedenen Heizgasführungs-Möglichkeiten je nach Bedarf in den einzelnen Kanälen ersichtlich. Ein einzelnen Arten der Heizgasführung sind folgende:
a) Beim Aufheizen des Ofens vom kalten Zustand aus ist Regelorgan 1 geöffnet, 2 geschlossen und 3 ebenfalls geöffnet, sodass die von der Feuerung 4 kommenden Heizgase auf schnellstem und soweit als möglich widerstandslosestem Wege in Richtung 5 nach dem Kamin 12 ziehen können. Dadurch wird zunächst der Kamin 12 so weit angewärmt, um den genügenden Zug für die erforderliche Heizgasführung bei den verschiedenen sonstigen folgenden Regelorganstellungen zu erhalten.
b) Ist der genügende Schornsteinzug erreicht, so erfolgt die Umstellung der Regelorgane zur eigentlichen Aufheizung des Saunabaderaumes und zwar Regelorgan 1 und 2 geschlossen, während 3 geöffnet ist.
Dadurch nehmen die Heizgase von der Feuerung 4 aus den Verlauf in Richtung 6 und es erfolgt die Aufheizung der gesamten Ofenwände nach dem Saunabadraum zur Erreichung der Badtemperatur zwischen 80-90°C und die Granitsteine 11 in der muffelartigen Nische befindlich werden auf Temperaturen von 500-700°C gebracht, womit die Bedürfnisse des Saunabadbetriebes allein zunächst gedeckt sind.
c) Nach erfolgtem Aufheizen des Ofens zum eigentlichen Saunabadbetrieb tritt nun ein verminderter Wärmebedarf zum laufenden Halten der Badtemperatur ein, sodass die überschüssigen Heizgase durch das noch allein offen zu haltende Regelorgan 2 bei geschlossenen Regelorganen 1 und 3 in Richtung 7 ziehen. So werden diese Heizgase dann zur Warmwasserversorgung benützt und dadurch die erforderliche Warmwassermenge zum Badebetrieb erzeugt.
d) Ist nun noch die Raumbeheizung für Neben- und Wohnräume als Warmwasser-Heizungsanlage angeschlossen, so nehmen die Heizgase den gleichen Verlauf von der Feuerung 4 aus in Richtung 7.
e) Bei Nacht, Sonntag und Feiertagen, bei denen der Saunabadebetrieb nicht stattfindet, aber eine Warmwasserbereitung und gegebenenfalls auch Raumbeheizung notwendig wird, verlaufen die Heizgase in Richtung 8 bei geöffnetem Regelorgan 1 und 2 von der Feuerung 4 aus, Regelorgan 3 geschlossen, so daß der Ofen in diesem Falle als reiner Heizungskessel arbeitet.
f) Die verschiedenen Arbeitsweisen des Ofens unter a) bis e) sind in ihrer Wirkung jeweils einzeln beschrieben, die miteinander und zueinander je nach Bedarf durch die verschiedenartige Regel- und Einstellungs-Möglichkeit dem jeweiligen Wärmebedarf entsprechend mit den Regelorganen 1-3 gesteuert jedem Wärmebedürfnis gerecht werden und die Wärmeverwertung stets wirtschaftlich gestalten.
Während beispielsweise beim geringsten Wärmebedarf im Hochsommer nur der Saunabadebetrieb und die Warmwasserbereitung zu betreiben sind, also die Heizgase von der Feuerung 4 aus in Richtung 6 bzw. 7 ziehen, nehmen diese beim höchsten Wärmebedarf im Winter von der Feuerung 4 aus ihren Verlauf in den Richtungen 6, 7 und 8 gleichzeitig, wobei in diesem Falle die Regelorgane 1, 2 und 3 jeweils entsprechend geöffnet sind. So lässt sich auch jeder Wärmebedarf zwischen niedrigster und höchster Notwendigkeit gelegen durch die Regelorgane steuern.
Daraus geht hervor, dass die Anordnung gerade der Regelorgane 1 und 3 eine ganz besondere Rolle spielen, einmal um den bekannten sog. Kurzschluß zwischen Feuerung 4 und Kamin 12 zur Aufheizungs-Möglichkeit des Ofens überhaupt zu erreichen und dann, um den Wärmebedürfnissen für die Warmwasserbereitung und Raumbeheizung neben dem Saunabadebetrieb bei hoher und höchster Inanspruchnahme nachzukommen.
Durch die Eigenschaft der Heizgase, stets den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen ist es möglich, durch entsprechende Einstellung ganz besonders der Regelorgane 1 und 3 sie aus der Feuerung 4 nach Bedarf in die verschiedensten Richtungen innerhalb des Ofens zu schicken, wobei wie vorstehend erwähnt stets nur so viel Brennstoff aufzuwenden ist, wie tatsächlich ohne Verluste über das un-
bedingt erforderliche Maß hinaus notwendig ist, also die Anlage fortlaufend mit dem besten Wirkungsgrad arbeitet.
Um diese Möglichkeit erreichen zu können, müssen grundsätzlich die Register für die Wasseraufheizung im Heizgaszug liegen, der je nach Bedarf durch die Regelorgane 1 bis 3 gesteuert wird.
Zur Regelung der Warmwasser-Temperatur für Warmwasser-Erzeugung und Raumbeheizung über die Zeit, in der der Saunabadebetrieb ruht, ist im System der Heizregister nach ebenfalls bekannter Art ein Regler 9 eingebaut, der auf eine besondere Luftklappe 10 wirkt und so stets die jeweils eingestellte Vorlauftemperatur im Warmwasserheizungssystem hält.
Claims (2)
1.) Heizofen, insbesondere für Saunabadbetrieb,
dadurch gekennzeichnet, daß die Heizgase durch drei Regelorgane entsprechend dem jeweiligen Wärmebedarf in verschiedene Heizgaszüge derart leitbar sind, daß wahlweise die Außenwände des Ofens mit den Steinen (11) und die Register für die Wasseraufheizung beheizt werden, wobei das eine Regelorgan vorzugsweise unmittelbar am Feuerraumaustritt, während die anderen in den Kanälen außerhalb des Ofenbetriebes angeordnet sind.
2.) Heizofen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Register für die Wasseraufheizung außerhalb des Feuerraumes in den Heizgaszügen angeordnet sind.
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