DEP0053118DA - Antrieb des Luftverdichters für die Druckluftbremse von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Antrieb des Luftverdichters für die Druckluftbremse von KraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Antrieb des Luftverdichters für die Druckluftbremse von Kraftfahrzeugen und auf eine hierfür geeignete Ausbildung des Bremsluftverdichters selbst. Man hat bisher den Bremsluftverdichter als eine für sich unabhängig von der Fahrzeugantriebsmaschine entwickelte und hergestellte Baueinheit behandelt, die nachträglich an die Antriebsmaschine angefügt und von dieser meist zusammen mit anderen Zusatzaggregaten bspw. durch Gummikeilriemen angetrieben wurde. Es ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, durch organische Eingliederung des Bremsluftverdichters in die Konstruktion der Antriebsmaschine zugleich mit einer wesentlichen Platzersparnis eine erheblich Senkung der Herstellungskosten bei erhöhter Betriebssicherheit des Verdichters zu erzielen.
Die Erfindung besteht darin, daß der Arbeitskolben des Verdichters durch die Ventilsteuerwelle der Antriebsmaschine angetrieben wird. Zu diesem Zweck kann der Verdichterkolben mit einem Stößel und einer Rückführungsfeder versehen und auf der Ventilsteuerwelle der Antriebsmaschine ein mit dem Stößel zusammenarbeitender Nocken angeordnet sein. Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist der Verdichterzylinder seitlich am Kurbelgehäuse der Antriebsmaschine des Fahrzeugs mit quer zur Längsachse derselben in der Quermittelebene eines Zylinders der Maschine liegender Längsachse und der zugehörige Antriebsnocken zwischen den Ventilsteuernocken des betreffenden Zylinders der Maschine ange-
ordnet. Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels derselben anhand der Zeichnung. In dieser zeigen
Abb. 1 einen quer zur Längsachse der Antriebsmaschine durch den Verdichterzylinder und die Antriebsvorrichtung seines Arbeitskolbens geführten lotrechten Schnitt,
Abb. 2 einen waagerechten Schnitt nach der Linie 2 - 2 der Abb. 1.
Der Arbeitszylinder 3 des Bremsluftverdichters ist seitlich am Kurbelgehäuse 4 der als Antriebsmaschine für das Fahrzeug dienenden Brennkraftmaschine quer zur Längsachse 4a derselben in der Quermittelebene 4b eines Zylinders 5 der Maschine liegende angeordnet. Der Zylinderkopf 6 des Verdichters ist in der üblichen Weise mit hier im einzelnen nicht weiter dargestellten selbsttätigen Luftein- und -auslaßventilen und mit Anschlußstutzen 7, 8 für den Luftein- und -austritt versehen. Mit dem in dem Arbeitszylinder 3 dicht gleitend geführten Verdichterkolben 9 ist ein hohler, zylindrischer Stößel 10 fest verbunden, der seinerseits in der Stößelführung 11 gleitet und an seinem inneren Ende 12 eine auf dem Hohlzapfen 13 leicht drehbar gelagerte Rolle 14 trägt. Diese Stößelrolle wird durch eine Schraubenfeder 15 in ständiger enger Berührung mit dem Antriebsnocken 16 der Welle 17 gehalten. Zu diesem Zweck stützt sich die Feder 15 mit ihrem einen Ende gegen den Boden 18 des Hohlstößels, mit ihrem anderen Ende gegen einen die Stößelführung 11 quer durchdringenden, in der Wandung des Arbeitszylinders 3 bei 19 befestigten Zapfen 20. Durch in der Wandung des Hohlstößels angeordnete Längsschlitze 21 wird dem Stößel einerseits die nötige Bewegungsfreiheit in der Richtung seiner Längsachse gewährt, andererseits aber ein Verdrehen desselben um diese Achse verhindert.
Die Welle 17 ist die Steuerwelle der Brennkraftmaschine. Sie wird von der bei 22 gelagerten Kurbelwelle derselben in bekannter Weise durch Zahnräder o.dgl. angetrieben und
weist für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine zwei Steuernocken 23 auf, die auf die Stößel 24 der Ein- und Auslaßventile dieses Zylinders in der Weise einwirken, daß die Ventile zu den gewünschten Zeitpunkten geöffnet werden. Der Antriebsnocken 16 für den Verdichterkolben 9 liegt zwischen den beiden Ventilsteuernocken 23 und ist so bemessen, daß er einerseits dem Verdichterkolben einen ausreichend großen Hub erteilt, andererseits aber die aus der Beschleunigung des Kolbens resultierenden Massenkräfte in tragbaren Grenzen hält und einen ungehinderten Ein- und Ausbau der Nockenwelle durch die Lageröffnungen 25 hindurch ermöglicht. Sollte unter diesen Umständen ein einzelner Verdichterzylinder für die Lieferung der benötigten Druckluftmengen nicht ausreichen, so können ohne weiteres mehrere Zylinder in der Längsrichtung der Arbeitsmaschine hintereinander angeordnet werden, wobei jeder Verdichterzylinder hinsichtlich seiner Lage einem Zylinder der Brennkraftmaschine bzw. dessen Ventilsteuerung in der beschriebenen Weise zugeordnet wird.
Die Wirkungsweise des Verdichters und seines Antriebs dürfte nach dem Gesagten ohne weiteres klar sein: Während je zweier Umdrehungen der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine wird der Verdichterkolben 9 durch den Nocken 16 einmal nach außen und durch die Feder 15 wieder nach innen zurück bewegt. Beim Einwärtshub saugt der Verdichterkolben durch die selbsttätigen Einlaßventile äußere Luft in den oberhalb des Kolbenbodens liegenden Raum 26 des Verdichterzylinders 3 hinein, um sie beim darauffolgenden Auswärtshub in diesem Raum zu verdichten und nach Erreichen des gewünschten Druckes durch die ebenfalls selbsttätig arbeitenden Auslaßventile des Verdichters in den Vorratsbehälter für die Bremsluft zu fördern.
Die praktische Anwendung des Grundgedankens der Erfindung ist nicht auf die nur als Beispiel dargestellte und beschriebene Ausführungsform beschränkt. So kann der Verdichterzylinder auch so angeordnet werden, daß seine Längs-
achse zwischen zwei Zylindern der Fahrzeugantriebsmaschine liegt. Der Antriebsnocken für den Verdichterkolben kann auch mit zwei Erhebungen versehen sein, so daß der Verdichterkolben bei jeder Umdrehung der Ventilsteuerwelle zwei Arbeitshube ausführt. Schließlich kann die Rückführungsfeder für den Verdichterkolben auch außerhalb des Kolbenstößels angeordnet sein.
Claims (8)
1. Einrichtung zum Antrieb des Luftverdichters für die Druckluftbremse von Kraftfahrzeugen durch die Fahrzeugantriebsmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskolben des Verdichters durch die Ventilsteuerwelle der Antriebsmaschine angetrieben wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einem Stößel (10) und mit einer Rückführungsfeder (15) versehene Arbeitskolben (9) des Verdichters durch einen auf der Ventilsteuerwelle (17) der Antriebsmaschine angeordneten Nocken (16) angetrieben wird.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder (3) des Verdichters seitlich am Kurbelgehäuse (4) der Antriebsmaschine mit quer zur Längsachse (4a) derselben in der Quermittelebene (4b) eines Zylinders (5) der Maschine liegender Längsachse und der Antriebsnocken (16) des Verdichterkolbens (9) zwischen den Ventilsteuernocken (23) des betreffenden Zylinders der Maschine angeordnet ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am inneren Ende (12) des Kolbenstößels (10) eine Rolle (14) leicht drehbar gelagert ist, welche durch die Rückführungsfeder (15) in ständiger Berührung mit dem Antriebsnocken (16) der Steuerwelle (17) gehalten wird.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnete, daß die Rückführungsfeder (15) im Inneren des hohlen Kolbenstößels (10) angeordnet ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Rückführungsfeder (15) mit ihrem einen Ende gegen den Boden (18) des Hohlstößels (10), mit ihren anderen Ende gegen einen die Stößelführung (11) quer durchdringenden Zapfen (20) stützt.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung des Hohlstößels (10) Führungsschlitze (21) für den Zapfen (20) vorgesehen sind.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Längsrichtung der Antriebsmaschine mehrere Verdichterzylinder (3) in Reihe hintereinander angeordnet sind, wobei jeder Verdichterzylinder der Ventilsteuerung eines der Zylinder (5) der Antriebsmaschine zugeordnet ist.
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