DEP0052026DA - Vorrichtung zur Entfernung des Filterkuchens aus den Verstärkungsorganen bei Drehfiltern - Google Patents
Vorrichtung zur Entfernung des Filterkuchens aus den Verstärkungsorganen bei DrehfilternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entfernung des Filterkuchens aus den Verstärkungsorganen bei Drehfiltern. Es ist bekannt, während der Filtration einer Suspension auf einem Drehfilter in den Kuchen Verstärkungsorgane (Schnüre, Ketten, Siebe usw.) einzufiltern, die an der Kuchenabnahmestelle von der Filtertrommel abgeführt werden und den Kuchen als geschlossenes Band mitnehmen.
Bei genügender Stärke und nicht zu klebrigen Eigenschaften des Kuchens bricht dieser vollkommen oder wenigstens fast vollkommen an einer Umlenkwalze aus den Schnüren heraus. Ein Kamm, durch den die Schnüre vor ihrer Zurückführung auf die Filtertrommel laufen, besorgt sie restliche Reinigung. Es ist auch bekannt, den Kamm durch ein Kreuzen der Schnüre nach Passieren der Umlenkwalze zu ersetzen.
Sobald der Kuchen dünner und evtl. dazu noch klebrig ist, gelingt eine Entfernung an der Umlenkwalze nicht. Der Kuchen verbleibt vielmehr bis zum Kamm oder bis zur Kreuzungsstelle an den Schnüren. An den Kamm sammelt sich dann der Kuchen an und fällt erst ab, wenn die dort zurückerhaltene Kuchenmasse ein entsprechendes Gewicht bekommen hat. Die Schnüre müssen durch diese Kuchenmassen hindurchgezogen werden und tragen Teile davon zwischen die Kammzinken. Dadurch verringert sich der freie Querschnitt zwischen den Zinken, so dass sie stets etwas stäkeren Verbindungsstellen der Schnüre sehr stark beansprucht werden. Dadurch ist einmal ein erhöhter Kraftbedarf bedingt und zum anderen besteht die Gefahr, dass auf diese Weise Kuchenteile auf das Filtertuch gelangen und diese verschmieren.
Durch die Erfindung werden die Mängel der bekannten Anlagen rechtslos behoben, indem erfindungsgemäss ein
in Richtung des Kuchenlaufes zwischen die Verstärkungsorgane fassendes Abnahmeorgan zum Herausnehmen des Kuchens vorgesehen ist. Vorzugsweise ist die Arbeitsgeschwindigkeit des Abnahmeorganes grösser, als diejenige der Verstärkungsorgane.
Mit besonderem Vorteil kann das Abnahmeorgan auch als eine, den Filterkuchen als geschlossenes Band auf ein nachfolgendes Transportband oder Trockenaggregat auflegende Übertragungseinrichtung ausgebildet sein. Besonders zweckmässig ist die Ausbildung dann, wenn das Abnahmeorgan als Walze ausgebildet ist, die im Abstand der Verstärkungsorgane ringförmige Vertiefungen trägt, in welche sich die Verstärkungsorgane einlegen, während der Filterkuchen auf dem äusseren Umfang der Abnahmewalze aufläuft. Zur Vermeidung des Anklebens des Kuchens kann die Abnahmewalze auf dem äusseren Umfang entweder flache Rillen tragen oder mit Gewebe, Schwammgummi oder einem ähnlichen Material überzogen oder beheizbar sein.
Die Wirkung der Abnahmenvorrichtung lässt sich noch durch in die Rillen der Abnahmewalze einfassende Schaber, Abstreifer o. dgl. unterstützt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den anliegenden Zeichnungen wiedergegeben und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den infrage kommenden Teil der Anordnung und
Fig. 2 einen Teilschnitt durch die Abnahmewalze.
In dem die Filtermasse aufnehmenden Trog läuft die Filtertrommel 1 um, die der Abnahme des Kuchens dient. Für die Abnahme der Kuchenschichten sind nebeneinanderliegende Schnüre 2 vorgesehen, die in ihrer Gesamtheit ein Verstärkungsorgan für den Filterkuchen 3 bilden. Der von den Schnüren von der Filtertrommel 1 übernommene Kuchen wird auf ein Transportband 4 abgegeben, auf welchem er zu einem nicht dargestellten Trockner gelangt.
Für das Abheben des Filterkuchens 3 von den Verstärkungsorganen 2 ist eine Abnahmewalze 5 vorgesehen, welche auf ihrem Umfang Rillen 6 aufweist, in welche sich die Schnüre 2 einlegen. Die Schnüre 2 treten hierbei in die Vertiefungen ein, während der Kuchen über den äusseren Umfang der Abnahmewalze 5 hinwegläuft. Auf ihrem äusseren Umfang kann die Walze 5 mit Rillen 7 (Fig.2), Einkerbungen oder Vertiefungen versehen sein, so dass nur eine Punkt- oder Linienberührung zwischen der Walzenoberfläche und der Kuchenschicht besteht. Mit Hilfe von Schabern 8, die notfalls in die Vertiefungen der Abnahmewalzen hineinfassen, wird die Kuchenschicht 3 als geschlossenes Band von der Abnahmewalze abgenommen.
Zusätzlich sind noch besondere Abstreifer 9 vorgesehen, die in die Vertiefungen der Walze 5 ebenfalls einpassen und diese laufend von etwaigen Kuchenresten säubern. Die Schnüre 2 werden dann im gereinigten Zustand wieder über eine Einführungswalze 10 an die Filtertrommel herangebracht, wobei die Einführungswalze ebenfalls mit einem eigenen Abstreifer 11 ausgestattet ist.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Beim Eintauchen der Schnüren 2 in die Rillen 6 der Abnahmewalze 5 läuft die Kuchenschicht auf den äusseren Umfang der Abnahmewalze 5 auf. Die Unterschiede zwischen Aussendurchmesser der Walze und dem Innendurchmesser am Grunde der Vertiefungen werden durch die Eigenart des Kuchens bestimmt. Beim Auflaufen der Kuchenschicht auf den grösseren Aussenumfang der Abnahmewalze 5 erhält der Kuchen infolge der grösseren Umfanggeschwindigkeit der Walze eine Beschleunigung, wobei er aus den Schnüren herausgehoben bzw. herausgezogen oder herausgeschoben wird. Gleichzeitig wird ein Stauchen des Kuchens vor der Walze 5 verhütet. Ein Festkleben des Kuchens auf dem Umfang der Walze 5 kann durch Verwendung eines Feuchtigkeits- oder Dampffilters zwischen der Walze 5 und dem Kuchen 3 vermieden werden.
Zu diesem Zweck kann die Walze 5 mit einem Gewebe, mit Schwammgummi oder einem ähnlichen Material überzogen sein. Gegebenenfalls kann die Walze auch besonders beheizt werden. Das geschlossene Kuchenband 3 gelangt unmittelbar hinter der Abnahmewalze 5 auf das Transportband 4 und wird auf diesem getrocknet oder nach einem Trockner gefördert. Gegebenenfalls kann die ganze Anordnung auch in Verbindung mit einem Walzentrockner oder mit Trockeneinrichtungen anderer Bauart arbeiten.
Claims (6)
1.) Vorrichtung zur Entfernung des Filterkuchens aus den Verstärkungsorganen bei Drehfiltern, gekennzeichnet durch ein, in Richtung des Kuchenlaufes zwischen die Verstärkungsorgane fassendes Abnahmeorgan zum Herausnehmen des Kuchens.
2.) Vorrichtung zur Entfernung des Filterkuchens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsgeschwindigkeit des Abnahmeorganes grösser ist als diejenige der Verstärkungsorgane.
3.) Vorrichtung zur Entfernung des Filterkuchens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abnahmeorgan als eine, den Filterkuchen als geschlossene Bahn auf ein nachgeordnetes Transportband oder Trockenaggregat auflegende Übertragungseinrichtung ausgebildet ist.
4.) Vorrichtung zur Entfernung des Filterkuchens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abnahmeorgan als Walze ausgebildet ist, die im Abstand der Verstärkungsorgane ringförmige Vertiefungen o.dgl. trägt, in die sich die Verstärkungsorgane einlegen, während der Filterkuchen auf den äusseren Umfang der Abnahmewalze aufläuft.
5.) Vorrichtung zur Entfernung des Filterkuchens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abnahmewalze zur Vermeidung des Anklebens des Kuchens auf ihrem äusseren Umfang flache Rillen, Riffelungen, Einkerbungen, Vertiefungen o.dgl. trägt oder mit Gewebe, Schwammgummi oder ähnlichem Material überzogen oder beheizbar ist.
6.) Vorrichtung zur Entfernung des Filterkuchens nach Anspruch 4 und 5, gekennzeichnet durch einen in die Rillen der Abnahmewalze einfassenden Schaber, Abstreifer o. dgl.
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