DEP0051401DA - Walzenstuhl-Speisevorrichtung - Google Patents
Walzenstuhl-SpeisevorrichtungInfo
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Description
Damit bei der Vermahlung von Getreide zu Mehl die hierfür besonders bearbeiteten Walzen einwandfreie Arbeit leisten können, muss ihnen das Mahlgut über die ganze Walzenlänge gleichmässig verteilt schleierförmig zugeführt werden. Die zugeführte Mahlgutmenge muss regelbar sein, und zwar vom dünnsten Schleier bis zum starken Strom. Im Laufe der Entwicklung ist man hier zu den verschiedensten Lösungen gekommen. Die Speisevorrichtung, die heute allgemein zur Anwendung kommt, ist nachfolgend unter Bezugnahme auf Abb. 1 und 2 beschrieben.
Oberhalb der Mahlwalzen befindet sich die grobgezahnte Walze a. Davor liegt eine etwas kleinere Walze b. Die Umfangsgeschwindigkeit der ersteren verhält sich zur letzteren etwa wie 1 : 2. Die hintere Speisewalze a ist die Zugwalze, die vordere b die Verteilerwalze. Beide bewegen sich in gleicher Richtung. Über der hinteren Speisewalze befindet sich der Aufnahmetrichter für das Mahlgut. An der Vorderseite dieses Trichters befindet sich der Schieber c, der sich der Höhe nach genau einstellen lässt. Dadurch entsteht zwischen Zugwalze a und Schieber c der Spalt e, durch den das Mahlgut hindurch befördert wird. Die Höhe des Spaltes bestimmt die Menge des zur Verarbeitung gelangenden Mahlgutes. Hinter der Zugwalze a ist gewöhnlich noch die Schrägwand d angebracht. Während Vorderwand und Rückwand trichterförmig zusammenlaufen, sind die
anderen beiden Trichterwände rechts und links der Speisewalze lotrecht. Das von der Speisewalze a aus dem Trichter herausgeführte Mahlgut fällt auf die davor liegende Verteilerwalze b, durch deren drehende Bewegung es gleichmässig verteilt mitgenommen und schleierförmig zwischen die darunter befindlichen Mahlwalzen befördert wird.
Dieser Art Speisevorrichtung hängen noch wesentliche Mängel an. Die Technik hat bisher mit mehr oder weniger Erfolg diese zu beseitigen versucht. Restlos konnten sie aber nicht behoben werden. Die wesentlichsten Mängel sind folgende:
1.) Da der Mahlspalt e nur ganz wenig geöffnet werden darf (etwa 1 1/2 -2 mm, meistens noch weniger), so muss die Zugwalze das Mahlgut mit Hilfe ihrer tiefen Riffelung durch diesen Spalt hindurchreissen und der Verteilerwalze zuführen.
2.) Grössere Fremdkörper, wie z. B. Mottennester und dgl., können diesen Spalt nicht passieren. Sie legen sich infolgedessen vor den Spalt und bewirken eine ungleichmässige Führung des Mahlgutstromes.
3.) Das Mahlgut, das gegen den Schieber drückt, rutscht infolge der Reibung auf der schrägen Fläche zögernd nach, wodurch ein unregelmässiges Abreissen des Mahlgutstromes auf der gesamten Walzenlänge die Folge ist.
4.) Die seitlichen lotrechten Wände des Trichters hemmen durch die hier auftretende Reibung ein genügend schnelles Nachsacken des Mahlgutes, wodurch das Mahlgut mengenmässig in der Mitte der Speisewalze schneller läuft als an den Seiten.
5.) Ein besonders fühlbarer Nachteil besteht darin, dass man gezwungen ist, sowohl durch entsprechende Riffelung der Zugwalze als auch durch besondere Formgebung des Speiseschiebers die Speisevorrichtung auf die Struktur der einzelnen zu vermahlenden Produkte einzustellen. Es fehlt ihr also die universale Anwendbarkeit.
Durch die Erfindung werden die vorstehend aufgeführten Mängel durch eine Walzenstuhl-Speisevorrichtung mit am unteren Ende des Mahlgutzuführungstrichters angeordneten Speisewalzen und einem den Austritt des Mahlgutes aus dem Trichter regelnden, in der Höhe einstellbaren Schieber vermieden, bei welcher der vor der geriffelten hinteren Speisewalze a angeordnete Schieber sich mit der Unterkante hinter eine Brücke f schieben lässt, die sich zwischen den beiden Walzen a, b befindet und die Aufgabe hat, das zwischen Speisewalze und Schieber auftretende Mahlgut der vorderen Speisewalze b zuzuleiten. Die neue Speisevorrichtung ist nachstehend unter Bezugnahme auf Abb. 3 und 4 beschrieben.
Wie bei der alten Speisung sind auch bei dieser zwei Speisewalzen vorhanden, eine grössere, stark geriffelte hintere Walze a und davor in einem etwas grösseren Abstand eine kleinere, fein geriffelte Walze b. Zwischen beiden befindet sich eine Brücke f, hinter die sich der Schieber c schiebt, wenn er den Speisetrichter vollständig abschliesst. Im Innern des Trichters ist gegen die vordere Wand ein Führungsblech g angebracht, und an beiden Seiten der hinteren Speisewalze konzentrisch zu dieser sind zwei dünne Blechscheiben h vorgesehen, welche in ihrem Durchmesser über die Speisewalze einige Millimeter hinausragen. An der Rückwand des Trichters befindet sich die Schrägwand d. Ferner ist die untere Kante des Speiseschiebers c mit einer groben Verzahnung versehen.
Bei der Betätigung der Speisevorrichtung wird der Schieber c hochgezogen und entsprechend eingestellt. Würde die untere Kante des Schiebers glatt sein, so müsste er bei heilem Korn mindestens so hoch eingestellt werden, dass zwischen Brücke f und Schieber c auch das dickste Korn hindurchschlüpfen kann. Wie die Praxis aber erwiesen hat, ist in diesem Fall die Mahlgutmenge so gross, dass die Mahlwalzen bei Vorhandensein einer nur geringen Antriebskraft die Zuflussmenge nicht vorschriftsmässig verarbeiten können. Um allen auftretenden Verhältnissen und Ansprüchen gerecht zu werden, musste die
Möglichkeit geschaffen werden, den Zufluss bis auf die geringste Menge, ja sogar bis auf einzelne Körner drosseln zu können. Dieses ist durch die grobe Verzahnung der Unterkante des Schiebers c (Abb. 5) gelungen. Es ist damit die Möglichkeit geschaffen, die einzelnen Zahnlücken der unteren Kante des Schiebers c so klein einzustellen, dass nur noch einzelne Körner hindurchschlüpfen können.
Die auf diese Weise geregelte Zuflussmenge rutscht auf der vor dem Schieber c befindlichen Brücke f gegen die vordere Walze b, die aber so hoch liegt, dass ein selbsttätiges Weiterfliessen unterbunden ist. Das Mahlgut wird deshalb mittels der auf dieser Walze b befindlichen Riffeln über die Walze selbst hinübergehoben und fällt ungehindert zwischen die darunter befindlichen Mahlwalzen.
Die sich mit der hinteren Walze drehenden Blechscheiben h (Abb. 4) haben die Aufgabe, die durch die Reibung entstehenden seitlichen Hemmungen des Zuflusses aufzuheben und dem Mahlgut eine Geschwindigkeit zu verleihen, welche der in der Mitte der Walze entspricht.
Das Führungsblech g (Abb. 3) hat am unteren Ende eine bestimmte Form, die unter Berücksichtigung des Durchmessers der hinteren Walze a dem Mahlgutstrom angepasst ist. Infolge der dachförmigen Anordnung wird die Reibung des Mahlgutes zwischen Walze und Führungsblech fast aufgehoben, indem es durch das Eigengewicht bestrebt ist, sich von dem Führungsblech abzulösen. Hierdurch wird ein fast hemmungsloser Durchfluss des Mahlgutes durch den Zuführungsspalt erreicht.
Auch ist die Wirkungsweise der hinteren Speisewalze a bei der neuen Anordnung eine ganz andere als früher. Während sie in der alten Anordnung die Aufgabe hatte, das hinter dem Schieber c vorhandene Mahlgut durch den Spalt hindurchzuziehen (daher auch Zugwalze genannt), so hat sie jetzt lediglich die Aufgabe, dem Mahlgutstrom eine gewisse Geschwindigkeit zu verleihen. Infolge dieser Bewegung dringt der Mahlgutstrom nun selbsttätig unter dem Schieber c durch und schiebt sich gegen
die vordere Walze b. Der Spalt zwischen hinterer Speisewalze a und dem davorstehenden Schieber c ist so gross, dass eine teilweise Verstopfung desselben durch Mottennester o. dgl., wie das bei der alten Speisevorrichtung häufiger der Fall ist, ausgeschlossen ist. Diese fliessen ungehindert mit dem Mahlgutstrom der vorderen Walze b zu.
Durch die beschriebenen Neuerungen wurde erreicht, dass sich diese Walzenstuhlspeisung gleich gut für alle Produkte eignet, die für die Vermahlung in der Walzenstuhl-Müllerei in Betracht kommen.
Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass gegenüber dem Darstellungsbeispiel der Zeichnung Abänderungen in der Ausführung und in den Maßverhältnissen der einzelnen Teile der neuen Walzenstuhl-Speisevorrichtung nach Wunsch oder Bedarf vorgenommen werden können, ohne den Rahmen der Erfindung überschreiten zu müssen.
Claims (4)
1. Walzenstuhl-Speisevorrichtung mit am unteren Ende des Mahlgutzuführungstrichters angeordneten Speisewalzen und einem den Austritt des Mahlgutes aus dem Trichter regelnden, in der Höhe einstellbaren Schieber, dadurch gekennzeichnet, dass der vor der geriffelten hinteren Speisewalze (a) angeordnete Schieber (c) sich mit der Unterkante hinter eine Brücke (f) schieben lässt, die sich zwischen den beiden Walzen (a, b) befindet und die Aufgabe hat, das zwischen Speisewalze und Schieber auftretende Mahlgut der vorderen Speisewalze (b) zuzuleiten.
2. Walzenstuhl-Speisevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Kante des Schiebers (c) eine grobe Verzahnung aufweist, deren Lücken durch die Verschiebung des Schiebers hinter die Brücke (f) so eingestellt werden können, dass durch sie nur einzelne Körner hindurchfallen können.
3. Walzenstuhl-Speisevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Riffel-Walze (a) an ihren beiden Enden Blechscheiben (h) trägt, die den Durchmesser der Walze um einige Millimeter überragen.
4. Walzenstuhl-Speisevorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Vorderwand des Mahlgutzuführungstrichters, an dessen Aussenseite der Schieber (c) vorgesehen ist, ein Führungsblech (g) angeordnet ist, dessen unterer Teil einen Einzugspalt mit der hinteren Walze (a) bildet und dann, einen kurzen Bogen schlagend, zur Oberkante der Vorderwand herangeführt wird.
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