DEP0051321DA - Lötverfahren, insbesondere zur Verbindung von Muffen und Rohren an Fahrradrahmen - Google Patents
Lötverfahren, insbesondere zur Verbindung von Muffen und Rohren an FahrradrahmenInfo
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Description
Zum Löten ineinandergesteckter Rohre, insbesondere von Muffenverbindungen an Fahrradrahmen, bedient man sich vielfach des sogenannten Flammenlötverfahrens. Bei diesem Verfahren wird das in die Muffe einzusetzende Rohrstück mit Einkerbungen zur Aufnahme eines Messingringes oder von Messingplättchen versehen und nach dem Zusammenbau die Verbindung so lange erhitzt bis die Messingeinlagen geschmolzen sind und das flüssige Messing sich durch Kapillarwirkung im Spalt zwischen Muffe und Rohr genügend verteilt hat. Nun hat dieses Flammenlötverfahren aber eine Reihe von Nachteilen, die zunächst darin bestehen, daß man beim Einsetzen des Rohres in die Muffe nicht selten die Messingeinlagen abstreift. Dabei wirkt sich die Tatsache besonders unangenehm aus, daß eine Kontrolle der Lötung selbst praktisch kaum möglich ist. Bekanntlich muß nämlich außer dem Messing auch genügend Flußmittel auf die zu verbindenden Wandungen aufgebracht werden. Um nun sicher zu gehen, daß das geschieht und die Lötung richtig wird, wendet man im allgemeinen sehr große Löthitze an, die dann wieder zu einer starken Zunderbildung und unter Umständen auch zum Verzug führt.
Aus diesem Grunde wird das Flammenlötverfahren häufig gegen das Tauchlöten ausgetauscht, dessen Nachteile darin bestehen, daß die Lötstelle immer tief in das flüssige Messing gesteckt werden muß und sich somit auch an den außerhalb der Muffe befindlichen Rohrstellen Flugmessing bildet, das durch Schleifen oder dergl. wieder entfernt werden muß. Der Verzug ist bei diesen Verfahren nicht geringer als beim Flammenlöten und der Messingverbrauch äußerst hoch.
Gegenstand dieser Erfindung ist nun ein Lötverfahren, insbesondere für Muffen und Rohre von Fahrradrahmen, das sich durch besondere Einfachheit und eine hohe Güte der Lötstelle auszeichnet. Das Verfahren besteht darin, daß zum Löten in der Muffenwandung zwei oder mehr Bohrungen, zweckmäßigerweise von runder oder dreieckförmiger Gestalt, angebracht werden, von denen sich wenigstens zwei gegenüberliegen. Nach dem Einstecken des zu verlötenden Rohrendes in die so beschaffene Muffe wird die Lötstelle auf Löttemperatur erhitzt und die Lötung nunmehr durch eine der Bohrungen in der Muffenwandung bewirkt. Dabei wird ein mit dem Flußmittel behafteter Messingschweißstab in eines der ausgesparten Dreiecke hereingehalten. Unter Löthitze verflüssigt sich zunächst das Flußmittel, das sich dann zwischen Rohr und Muffe einsaugt. Etwa zur gleichen Zeit kommt auch das Messing zum Schmelzen, das unter der Kapillarwirkung dann zwischen Rohr und Muffe fließt und sich hier gleichmäßig verteilt. Nachdem genügend Messing durchgelaufen ist, wird der Messingstab aus der Muffenöffnung herausgenommen.
Man sieht, daß das erfindungsgemäße Verfahren von besonderer Einfachheit ist. Ein großer Vorteil besteht hier in der unbedingt sicheren Beobachtung, die, bekanntlich die Qualität der Lötstelle entscheidend beeinflußt. Der die Lötung herstellende Arbeiter kann nämlich jederzeit feststellen, ob das in die Ausnehmung hereingeschmolzene Messing auch tatsächlich abfließt und weiterhin an der gegenüberliegenden Ausnehmung beobachten, ob es auch bis dorthin durchgelaufen und verteilt worden ist. Das bequeme Einbringen des Lötmessings in die Ausnehmung der Lötstellen macht das Verfahren nach der Erfindung weiterhin deswegen besonders wirtschaftlich, weil es jetzt möglich ist, das Löten mehrerer Lötstellen eines Fahrradrahmens durch einen einzigen Mann überwachen zu lassen. Da die Lötwärme unmittelbar auf die Lötstelle gestrahlt werden kann, ist ein Verzug des Rahmens unbedingt sicher ausgeschlossen. Auch die gefürchtete Zunderbildung wird praktisch unterbunden. Nach dem Verfahren gemäß dieser Erfindung gelötete Fahrradrahmen sind daher nach dem Aufbringen des Rostschutzes unmittelbar lackierfertig.
Claims (3)
1) Lötverfahren, insbesondere zur Verbindung von Muffen und Rohren an Fahrradrahmen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand der Muffe zwei sich gegenüberliegende, durchgehende Bohrungen aufweist und Flußmittel und Lötmittel eines Lötstabes mindestens in eine der beiden Bohrungen eingeschmolzen wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Muffenwandung mehr als zwei Bohrungen angebracht werden.
3) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen rund, dreieckig oder von anderer Querschnittsform sind.
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