DEP0050210DA - Spannbügel für knochenchirurgische Extensionsdrähte - Google Patents

Spannbügel für knochenchirurgische Extensionsdrähte

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DEP0050210DA
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DE
Germany
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wire
clamping bracket
bracket according
ball bearings
clamp
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Hans Dr.med. Husum Sachse
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Description

Dr* med. HASS SACHSE9
Husum, .Gfrogstr», ,24»,
SPAltHBÜ&BL FilH SiocBBB-O1HlHlJBaiSCFJI ESTSNSIOHSBRftHTB.
Gegenstand der Erilndung ist ein SpaimMgel für knochenciiirurgische Extensionsdrähte *
Zur Behandlung gebrochener Knochen bedient man sieh u«a. dee sogenannten Draht-Extensionsrerfahrens. Bei diesem Verfahren wird ein Draht von 1 "bis 2 im. Stark© durch den Knochen geführt , um an ihm einen Zug mit exakten Angriffspunkten ausüben zu können. Der Exte ns ions draht v?ird durch einen Sparmbilgel straff gespannt und über Schnur und Holle mit Gewichten belastet.
Da das Durchtreiben des Drahtes durch den Knochen unvermeidliche Verletzungen zur Folge hat, ist es wesentlich, sie so zu behandeln, daß sie nicht infiziert werden, Dasu gehört vor allem eine derartige Festlegung dee Gliedes gegenüber dem Draht, daß relative Verschiebungen zwischen beiden auf ein Kindestmaß beschränkt bleiben, am besten aber ganz vermieden werden. Wird der Draht durch den Knochen hindurohgebohrt, so ist die Infektionsgefahr besondere groß, weil durch das Bohren einerseits Wärme entwickelt wird, die als solche schon die Wand des Bohrkanals schädigt, andererseits der Draht auch ziemlich locker zu sitzen kommt, sodaß er gegenüber dem Gllede seine Stellung ändert und dadurch eine Infektion begünstigt»
Vm dem abzuhelfen, wurde schon vorgeschlagen, den Üxtensionsdraht durch den Knochen mit Hilfe geeigneter Instrumente hindurch— zunageln« Der Draht eitst dann im lüoeheji erheblich fester und neigt nicht so sehr zum Verrutschen in seitlicher Richtung» Dennooh ist die ETagelmotliode noch nicht vollkommen, weil der Draht noch die Möglichkeit hat» sieh um seine Achse su drehen, denn sowohl beim Anbringen der Esrt ensi onsvorriehtungen als aach bei späteren Manipulationen am gebrochenen Cfliede mit dem Mpanhbügel, der in diesen. Fällen als Handgriff dient, sowie bei federn Umbetten und Bewegen des Gliedes wird der Draht auf Drehung beansprucht« Iiaoh dem Bohzw verfahren angelegt* dreht er sich spielend mit jeder Bewegung dee Bügele, in welchen er eingespannt ist, um seine eigene Aehse} aber selbst der fester sitzende, durehgenagelte und angespannte DraM Ssaim sich mit dem Mgel drehen, sieh dadurch lockern und dann seitlich verrutschen mit der unerwünschten folge der Infelction· Dies* Gefahr besteht besonders, wenn der Draht bei der Dauerzugbehendlung einige Soeben gelegen hat, und die Wand des Dr&htkanal« durch biologische Oewebsreaktionen ihre festkleoaende Wirkung alliaählieh einbüßt.
Man hat zwar schon versucht, die tmerwünschte Drehbeanapru— chvaiQ de© Drahtes aus2uschalten, indea man sich beispielsweise eines zweiten Bügele bediente, der an dem mit dem Hauptbügel gespannten Drahte angreift« Aber auch die bekannten Hilfskonstruktionen vermögen die Drehung des BstensionsdrahteB nicht wirksam srci verhindern, wenn der Hauptapannbilgel etwa unbeabsichtigt bewegt wird« Abgesehen davon ist solche Hilfskonstruktion wegen ihre« Gewichtes und Umfanges unhandlich«
Die Erfindung schafft demgegenüber eine Vereinfachung und schließt die durch Selativbewegungen des Drahtes gegenüber dem gebrochenen Gliede möglichen Infektionsgefahren aus« Die Erfindung besteht darin«, daß der durch den m behandelnden Knochen durchgeführte Draht im Spannbügel selbst so gelagert ist, daß er nur auf Zug und Biegung, nicht aber auf Drehung beansprucht wird* Dennach ist der Spannbügel gemäß Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß seine Schenkel gegenüber dem eingespannten Draht drehbeweglich sind» Dasu können die Schenkelenden mit Kugellagern versehen sein, welch« die Drehung des Bügels um den Extensionsaraht als feste Achse gestatten« Bei einer besonderen Ausführungsform der Brfinäung sind die Kugellager als Drucklager ausgebildet, gegen die sich die Drahtspannung auswirkt« Dabei kann die Drahtspannung von den Kugellagern
fiber kngelgelenltartlge Klemisstücke auf genommen werden.
Bie Erfindung ist auf der Zeichnung am einem AusfUhrungsfceispiel veranschaulicht*
1 ist eine Ansicht mXt teilweisem Längsschnitt durch einen Spannttttgel, dessen Bügelenden gemäß Erfindung ausgebildet sind»
Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie II - II der Pig. 1 Pig. 3 ist ein Grundriß des Sp^rju^Sgöla.
Der - in Flg· 1 andeutungsweiee »ledergögebene - Enoehen % ist von den Extensionsdraht 2 durchzogen, mit Hilfe deeeen auf Aea Knoclien ein Zug aungeiürt werden soll. Us definierte Angriffspunkte für die Zugkraft zu schaffen, iet der Draht 2 mit Eilfe des ami dem Joch 3 und den daran angelenkten Schenkeln 4, 4* bestehenden Spannbügels a tr äff gespannt. "Die Spannung wird bei der dargestellten an sich "bekannten Ausfuhr ungßf oris durch SpreiEwng der Schenkel 4, 4' mittels einer mit Gleithaclcen oder -rollen 5,5' versehenen, in Bichtung der langem, ttelachse verschieblichen Queretange 6 herbeigeführt, in der ein Gewindezapfen 7 befestigt ist, der, durch das Joch 3 und einen Abstandring 8 geführt, mit Hilfe des Muttergriff cr 9 durch Drehung des letzteren in seiner Stellung verändert Vierden kann. Die Zugkrafts die durch an Schnüre angehängte Gewiehte ausgeübt wird, greift unmittelbar aa Haken 10 des Gevdndezapfena f oder als mittelbare Komponente über däe Locher 11 is Handgriff 9 en*
Brfindungs gemä2 ist der durch den eu behandelnden Knochen 1 hind ur angeführte Ext ene 1 one draht 2 im SpaimMgel selbst so gelagert, daß er nur auf Zng und Biegung, nicht aber auf Drehung beansprucht wird. Baß soll dadurch geschehen, daß die Schenkel 4, 4f des SpannMcels gegenüber dom listens t ons draht 2 drehbeweglich elnd» Zu diesem Zwecke haben die Schenkel 4, 4* beim dargestellten Aasfiihrungsbelepiel an ihren Enden als Drucklager ausgebildete Kugellager 11, 11*, durch deren sentrale Bohrungen 12, 12» der Draht 2 hindurchgeht, und welche jede Drehung des Bügels vsa den Esrtenelonsdraht als feste Achse ermöglichen, ohne daß letzterer eine Drehbewegung auszruführen braucht* Der Draht 2 iet beiderseits in Hesastlicke 13, 13*, welche sich gegen den frei beweglichen äußere» f«Ü des Kugellagers $&äQT Seite beim Spreizen des Biigels anstemmen, ein·» gespannt und wird in ihnen durch die FlUgelschrauben ο«dgl· 14,14* gehalten. Die Klemrostucke 13» 13* sind zweckmäßig in Dichtung auf
die Kugellager 11, 11' abgerundet, sodaß sie mit deren Außenbohrungen eine Art Kugelgelenk bilden. Dadurch werden etwaige Seaief-Stellungen des Spannbügels auageglichen, eodaJ der DreJit von unzulässigen Beanspruchangen entlastet ist·
Bs ist ersichtlich, daß der Draht hei jeder Dreiaung des Bügels gegenüber dem Knocben βeine Stellung beibehält« Selbst bei den verhältnismäßig weichen, epoiigicJsen Tnoeiien bewegt er sich nicht, weil die Kugellager die Srehbe^ejungen des Spann1Mlgala aufnehmen· 3>ie Briindung ist bon der Bauart des Spannbügels im Einzelnen naabhängig« Er kann also auch anders als geseicJmet konstruiert sein, V/esentlich ist nur, daß die Lagerung des Drahtes im Bügel eine frei bewegliche ist. Man ist natürlich auch nicht an die dargestellte Kugellagerform gebunden, obwohl diese sich als zweelaaaßig erwiesen hat» Ebenso kann die Gestaltung der JCLejamstuci:« 13, 13* andere sein als dargestellt*

Claims (5)

Patentansprüche*
1.) SpannMgel für fenochen-chirurgischc Dxtensionsdrähte, dadurch gekennzeichnet, daß der durch den su behandelnden Knochen hindurchgeführte Draht im Spannbügel eelbst so gelagert ist, daß er nur auf Zuc nnd Biegung, aber nicht auf Drehung beansprucht wird.
2·) Spannbügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß seine Schenkel gegenüber den eingespannten Ex te ns i onsdraht drehbeweglich β Ind.
3.) Spannbügel nach den Ansprächen 1 und 2, dadurch gekenm&e lehnet, daß die Schenfeelentien mit Kugellagern versehen sind, welche die ISrehung des Bügels um den Bxtensionodraht ale feste Achse gestatten»
4*} Spannbügel nach den Ansprüchen 1 biß 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugellager als Drucklager ausgebildet sind, gegen die sich die Bralrtßpaxmung auswirkt.
5.) Spannbügel nach den Ansprüchen 1 bis A9 dadurch gekennzeiehnet, daß die Drahtspannong von den Kugellagern über kugelgelenkartige Kienmstiicke aufgenommen wird.

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