DEP0049184DA - Ofentrocknender Isolierlack, insbesondere zur Drahtisolation - Google Patents

Ofentrocknender Isolierlack, insbesondere zur Drahtisolation

Info

Publication number
DEP0049184DA
DEP0049184DA DEP0049184DA DE P0049184D A DEP0049184D A DE P0049184DA DE P0049184D A DEP0049184D A DE P0049184DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
insulating varnish
resins
film
oven
wire insulation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
LICENTIA Patent-Verwaltungs-GmbH, Hamburg
Publication date

Links

Description

Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf ein ofentrocknenden Isolierlack, der unter Verwendung von stickstoffhaltigen Kunstharzen hergestellt wird. Insbesondere handelt es sich um einen Isolierlack nach Art der Drahtemaille, dessen Trockenkörper aus modifizierten stickstoffhaltigen Kunstharz-Kondensationsprodukten mit einem Zusatz von hochmolekularen Karbonsäuren besteht. Die synthetischen Isolierlacke auf dieser Kunstharzbasis haben den grossen Vorteil, dass sie sich, ähnlich wie die Öllacke, in Form von niedrigviskosen, hochprozentigen Lösungen mit den üblichen Lackierautomaten zu Lackdrähten verarbeiten lassen, ohne dass es irgendwelcher besonderer technischer Hilfsmittel bedarf. Sie zeichnen sich durch gute elektrische und mechanische Eigenschaften aus und gestatten auch, Aluminiumdrähte mit einem wärmebeständigen Isolationsüberzug zu versehen.
Als Grundstoffe für die Lackherstellung kommen insbesondere modifizierte Harnstoff- bzw. Thioharnstoff-Formaldehydkondensate, gegebenenfalls auch säureamidartige Kondensationsprodukte, in Betracht. Für den Zusatz an hochmolekularer Karbonsäure erwiesen sich vor allem die in den natürlichen Harzen auftretenden Harzsäuren als besonders günstig, wobei die Harzsäuren nicht rein dargestellt zur Anwendung kommen brauchen. Sie können vielmehr unmittelbar als Naturharze benutzt werden.
Gemäss der Erfindung wurde gefunden, dass eine Verbesserung der Eigenschaften eines derartigen Isolationsüberzuges, insbesondere hinsichtlich der thermischen Beanspruchung, erzielt wird durch einen Zusatz von filmbildenden Kunstharzen, insbesondere von Phenol- und/oder Kresolformaldehydharzen. Dabei ist es zweckmäßig, den Zusatz dieser filmbildenden Harze auf etwa 10 - 50 %, bezogen auf die Gesamtmenge der Lackgrundstoffe, zu bemessen.
Für die Herstellung eines Lackes gemäß der Erfindung kann beispielsweise ein Carbamidharz verwendet werden, das in Gegenwart von geringen Mengen Säure in Butanol gewonnen wurde. Ein Lack auf dieser Basis setzt sich wie folgt zusammen:
Beispiel 1
80 % modifiziertes Carbamidharz mit einem etwa 20 %-igen esterartigen Weichmacher, z. B. eines Adipinsäureesters,
14 % spritlösliches Phenolharz,
6 % Abietinsäure.
Die einzelnen Harzkomponenten werden zunächst für sich zur Lösung gebracht, und zwar das Carbamidharz in Butanol, das Phenolharz in Pyrenton und die Abietinsäure in Aethanol. Die gelösten Komponenten werden nach Filtration in einem Rührkessel bei Raumtemperatur innig miteinander vermengt.
Je nach dem Verwendungszweck werden 30 - 40 %-ige Lacklösungen hergestellt, wobei sich das folgende Lösungsmittelgemisch als besonders geeignet erwies: 50 Teile Butanol, 30 Teile Xylol und 20 Teile Solventnaphta. Die Mitverwendung der höhersiedenden Lösungsmittel hat sich bei der Verarbeitung zur Erzielung eines guten Lackverlaufes als zweckmäßig erwiesen.
Eine 30 %-ige Lacklösung gemäß der Erfindung, wie sie zum Lackieren von 0,3 - 0,5 mm starken Kupferdrähten verwendet wird, zeichnet sich durch eine für die Verarbeitung günstige niedrige Viskosität aus. So beträgt die Auslaufzeit, gemessen im DIN-Becher bei 20°C etwa 25 - 30 ''.
Eine derartige Lacklösung wird in den üblichen Lackierautomaten im Durchziehverfahren auf die zu isolierenden Drähte aufgebracht und bei einer Temperatur von 280 - 320°C eingebrannt. So werden beispielsweise 0,3 mm starke Kupferdrähte in einem 2 m langen Heizofen mit einer Abzugsgeschwindigkeit von etwa 8 m/min und fünfmaligem Tauchen lackiert, wobei der fertige Lackdraht im Durchschnitt nur 2 bis höchstens 3 Isolationsfehler, gemessen an 15 m Drahtlänge, aufweist. Bezüglich der dielektrischen Eigenschaften eines solchen Lackdrahtes ergibt sich ein spez. Isolationswiderstand von 5 x 10(exp)14 Ohm x cm, ein dielektrischer Verlustfaktor tg <Nicht lesbar> von etwa 0,01, eine Dielektrizitätskonstante von 2,9 und eine Durchschlagsfestigkeit von 140 kV/mm.
Bei den mechanischen und physikalischen Prüfungen wie Dehnungsprüfung, mehrstündige Wickellockenalterung bei 130°C, kurzfristige Spannungsprüfung unter Druck bei 150°C, zeigt der Isolierlack recht gute Eigenschaften. Auch die Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln wie Benzin, <Nicht lesbar> u. a. werden von diesem Isolierlack erfüllt. Er besitzt sowohl gegenüber Kupfer als auch gegenüber
Aluminium ein gutes Haftvermögen.
Bei Verwendung von plastifizierten Phenol- und/oder Kresolharzen hat der Lack zweckmäßig etwa folgende Zusammensetzung:
Beispiel 2
52 % modifiziertes Carbamidharz mit einem etwa 20 %-igen esterartigen Weichmacher, z. B. eines Adipinsäureesters,
45 % plastifiziertes Phenolharz,
3 % Kolophonium.
Beispiel 3
Zu einem Isolierlack, der sich durch besondere Haftfestigkeit, Quell- und Lösungsmittelbeständigkeit u. a. bei gutem elektrischen Isoliervermögen auszeichnet, gelangt man, wenn man einen Teil des Carbamidharzes gemäß der Erfindung in Form einer 60 %-igen Butanollösung mit etwa einem Teil eines Kondensationsproduktes aus Xylolformaldehydharz mit einem polymeren Adipinsäureester in Form einer 50 %-igen Toluollösung vermischt.

Claims (4)

1.) Ofentrocknender Isolierlack, insbesondere zur Drahtisolation, auf Basis modifizierter stickstoffhaltiger Kunstharze, denen hochmolekulare Karbonsäure vor dem Einbrennen des Lackes beigefügt sind, gekennzeichnet durch einen Zusatz an filmbildenden Harzen.
2.) Isolierlack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz an filmbildenden Harzen aus Phenol- und/oder Kresolformaldehydharzen besteht.
3.) Isolierlack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als filmbildende Harze Kondensationsprodukte aus Xylolformaldehydharzen mit polymeren Adipinsäureestern zur Anwendung gelangen.
4.) Isolierlack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz an filmbildenden Harzen etwa 10 - 50 %, bezogen auf die Gesamtmenge der Lackgrundstoffe, beträgt.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2439386C3 (de) Wäßriger Einbrennlack und dessen Verwendung als Drahtlack
DE1490295A1 (de) Verbesserte emaillierte Magnetdraehte
US2191581A (en) Insulating resinous compositions and electrical conductors coated with the same
DEP0049184DA (de) Ofentrocknender Isolierlack, insbesondere zur Drahtisolation
DE1720838A1 (de) Verfahren zur Herstellung von homogenen,waessrigen Polymerloesungen
DE702088C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten
US2328398A (en) Coating composition
DE734408C (de) Elektrischer Isolierstoff
DE2032075B2 (de) Mehrschichtisolierstoffe
DE1494536A1 (de) Hochhitzebestaendige Elektroisolierlacke,insbesondere Drahtlacke
DE1065118B (de) Fuer die Elektroisolation bestimmte Drahtlacke
DE1795596B2 (de) Bis-Trimellithsäureimid des 4,4&#39;-Diaminodiphenylmethans. Ausscheidung aus: 1445263
AT233831B (de) Verfahren zur Herstellung von beständigen Dispersionen vernetzbarer Mischpolymerisate
DE2135157C3 (de) Verfahren zur Isolierung von elektrischen Leitern mit Polyesterimidharzschmelzen
DE960488C (de) Hochhitzebestaendige, elastische UEberzuege ergebender Lack auf Grundlage von Polysiloxanen
DE2522386C3 (de) Elektroisolierlack
AT314696B (de) Verfahren zur Herstellung eines Drahtlackes
DE1570280C3 (de) Verfahren zur Herstellung von hitzehärtbaren Kondensationsprodukten
AT229457B (de) Verfahren zur Herstellung von Überzügen aus Polyestern der Terephthalsäure
DE765211C (de) Elektrische Kupfer- und Aluminiumlackdraehte
US3130062A (en) Sealing composition and a process of making it
DE1490295C (de) Isolierter elektrischer Leiter
DE720515C (de) Elektrisches Isolationsmaterial
DE626582C (de) Phenolharzlack
DE751576C (de) Elektrischer Leiter mit einem durch Auftragen eines Isolierlackes erzeugten Isolierueberzug