DEP0048742DA - Elektrischer Zeitschalter, insbesondere für photographische Zwecke - Google Patents
Elektrischer Zeitschalter, insbesondere für photographische ZweckeInfo
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Description
Zeitschalter und Schaltuhren mit Federwerk, auch z. B. für photographische Zwecke, z. B. für Kopiergeräte, sind in verschiednen Ausführungsformen bekannt. Jedes dieser Geräte muß einzeln geeicht und genau überwacht werden. Die mit ihnen erreichbare Genauigkeit der Schaltzeiten ist nicht sehr groß. Im allgemeinen war man auch bisher der Ansicht, daß es bei photographischen Vorgängen, insbesondere Kopieren und Vergrößern nicht auf die Erzielung höchster Genauigkeit ankäme, sondern mehr oder weniger geringe Abweichungen zulässig seien.
Diese Auffassung ist unrichtig. In vielen Fällen, besonders bei Verwendung von hartem Kopierpapier, sind die ungenauen Schaltzeiten von viel größerem Nachteil, als bisher angenommen wurde, und führen zu viel Ausschuß. Wesentlich genauer als mechanische arbeiten elektrische Synchronuhren. Bei ihnen ist die einstellbare Zeit zwischen Anfang und Ende der Schaltung in hohem Maße uhrgenau, läßt sich stets mit der gleichen Genauigkeit wiederholen und ist von der Bedienungssorgfalt unabhängig.
Grundsätzlich soll die Erfindung nun darin bestehen, daß eine Zeigerwelle, insbesondere die Sekundenwelle einer elektrischen Synchronuhr durch Betätigung einstell-
barer Kontakte zur Steuerung von Arbeitszeiten, insbesondere photographischer Belichtungszeiten, dient. Die Umlaufzeit der Sekundenwelle und damit auch der Minuten- und Stundenwelle ist an den Frequenztakt der Wechselspannung gebunden und unverändert gleich, nämlich 60 Sekunden bzw. 60 Minuten oder 12 Stunden. Im wesentlichen beruht daher der Erfindungsgedanke auf der Erkenntnis, daß jedwede gewünschte Zeitunterteilung in aller Strenge genau dem Umlaufwinkel der entsprechenden Zeigerwelle proportional ist. Die Schaltzeit kann daher mit höchster Genauigkeit in Abhängigkeit von diesem Umlaufwinkel festgelegt werden. Auch eine für Kopiervorgänge besonders günstige logarithmische Stufung der Schaltzeit ist mit Leichtigkeit und dabei höchster Genauigkeit durch Berechnung der zugehörigen Winkel erzielbar und dauernd gewährleistet. Die gewählte, z. B. einer logarithmischen Reihe entsprechende Zeitstufung ist, ebenso wie jede andere, in der erfindungsgemäßen Weise auf einer drehbaren Einstellungsscheibe durch Kontaktrasten festlegbar, deren gegenseitiger Abstand dem Winkelsollwert entspricht. Mit einer solchen Zeitschaltvorrichtung lassen sich Schaltzeiten von 1 Sekunde bis 12 Stunden einstellen, je nachdem, welcher Zeiger zur Zeitsteuerung benutzt wird. So können z. B. chemische Vorgänge, wie Galvansierbäder, oder mechanische Arbeiten, wie Automatenlaufzeiten, mit der Stunden- bezw. Minutenwelle und photographische Vorgänge mit der letzteren ist noch folgendes zu beachten.
Bei der Beurteilung des Bildeindruckens photographischer Kopien nach der etwa gewünschten helleren oder dunkleren Qualität legt man sich nicht sie Frage vor, wieviel
Sekunden weniger oder mehr man zu belichten hat, sondern man schätzt das Verhältnis, zum Beispiel: doppelt so dunkel, oder: 50% dunkler, oder: 25% heller usw. Dieses geschätzte Verhältnis bringt man dann in Beziehung zu der Belichtungszeit der beurteilten Probe, indem man z. B. zu 5 Sekunden noch 25% hinzurechnet und dann auf 6,25 Sekunden kommt. Einerseits ist das Ausrechnen lästig und andererseits treten Ungenauigkeiten auf, weil man Sekundenbruchteile nicht gut einstellen kann.
Bei einer logarithmischen Staffelung der Zeitsprünge, z. B. um den Betrag von <Nicht lesbar> 0,1 pro Stufe, findet eine verhältnisgleiche Zeitstufung um je 26% je Stufe statt. Diese Größenordnung ist praktisch gerade richtig. Eine feinere Stufung ist nicht erforderlich, eine gröbere unzureichend. Die Sekundenbruchteile sind bei der logarithmischen Stufung auf das genaueste miterfaßt. Es ist offenbar auch praktisch bequemer, um eine oder zwei "Stufen" länger oder kürzer zu belichten, als erst ein gewünschtes Prozentverhältnis schätzen und ausrechen zu müssen. Das Abschätzen der gewünschten Qualitätsänderung nach Stufen ist auch wesentlich leichter zu treffen, als nach willkürlicher Zeitveränderung.
Für die praktische Verwirklichung dieses Grundgedankens gibt es nun verschiedene Möglichkeiten. Wesentlich ist dabei, daß ein besonderer Schaltkreis angeordnet ist, durch dessen Schließen und Öffnen die Bewegung eines Teils derart geleitet ist, daß durch Schließen zum Beginn der Schaltzeit der Teil in mitnehmbare Verbindung mit der gleichmäßig umlaufenden Welle gebracht und festgehalten, und durch Öffnen zu Beendigung
der Schaltzeit von ihr gelöst wird.
Das Lösen der Verbindung zwischen Welle und beweglichem Teil wird am besten in der Weise bewerkstelligt, daß der Teil selbst nach Zurücklegung eines eingestellten Umlaufwinkels einen zweiten Stromkreis schließt, wodurch der erste Schaltkreis geöffnet und die Verbindung infolgedessen getrennt wird.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist eine Anordnung vorgesehen, daß nach Lösen der Verbindung der bewegliche Teil sofort in seine Ausgangsstellung zurückgebracht wird.
In ihrer bevorzugten Ausführungsform ist die Erfindung beispielsweise zur Anwendung für die Kopiertechnik in der folgenden Gestalt verwirklicht.
Am unteren Ende der Sekundenwelle einer elektrischen Synchronuhr ist eine Scheibe aus magnetisch weichem Material aufgebracht. Ein wenig darunter ist eine gleiche Scheibe auf einem von einer Spule umgebenen Wellenstumpf derart angeordnet, daß beim Schließen des Spulenstromkreises die zweite Scheibe gegen die erste gepreßt und während der Dauer des Stromschlusses an dieser festgehalten und von ihr mitgenommen wird. Die zweite Scheibe ist mit einem Stift versehen, welcher im Ruhezustand einen auf einer von Hand drehbaren Einstellscheibe angebrachten Anschlag berührt. Dieser Stift schließt bei Mitnahme der zweiten Scheibe durch die Sekundenwelle nach Zurücklegung des eingestellten Umlaufwinkels einen Stromkreis, welcher die Spule stromlos macht. Infolge dieses Stromlosmachens fällt die zweite Scheibe von der ersten Scheibe wieder ab und wird dann sofort von einer an dem Wellenstumpf befestigten Feder in ihre Ausgangsstellung unter Anlegung des Stifts an den Anschlag der Einstellscheibe zurückgedreht.
Offensichtlich ist bei dieser Anordnung die Einstellung einer dem Umlaufwinkel proportionalen Zeitstufe auch während des ununterbrochenen Umlaufes der Uhr möglich, sodaß die Uhr bei Wahl einer Schaltzeit nicht stillgesetzt und wieder angeworfen werden muß. Vielmehr sind die Schaltzeichen in der erfindungsgemäßen Weise durch eine von Hand zu drehende und z. B. mit einem Zeiger versehene Einstellscheibe einstellbar, wobei der Zeiger jedes Mal genau in dem vorausberechneten Winkelpunkt einrastet. Die Rastpunkte sind unveränderlich vorgesehen. Die einem jedem Rastpunkt entsprechende Zeit ist also stets und ständig genau die gleiche und durch den Frequenztakt verbürgt.
Zu Beginn der Arbeit wird des Laufwerk in bekannter Weise angeworfen, nachdem die Schaltzeit auf die gewählte Rast eingestellt ist. Die Einstellung kann während des Laufes der Uhr beliebig verändert werden. Die Uhr selbst läuft während der ganzen Arbeitszeit ohne Unterbrechung und liefert die genauste Schaltzeit. Der Anlauf der gewählten Zeit kann durch Druck auf einen Knopf oder durch die Deckelschließung des Kopiergeräts eingeschaltet werden. Ebenso kann die Einstellung des Schaltzeit mit der Deckelöffnung verbunden sein.
Anhand der Zeichnung soll die Erfindung an dem Beispiel eines Zeitschalters für photographische Zwecke noch weiter erläutert werden.
Die Zeichnung stellt ein Schaltungsschema mit perspektivischer Wiedergabe einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zeitschalters dar.
Auf dem unteren Ende der Sekundenwelle W der elektrischen Synchronuhr mit dem Antriebsstromkreis G ist eine Scheibe A befestigt. Ein kleines Stück darunter sitzt auf einem Wellenstumpf V eine zweite entsprechende
Scheibe B, welche mit einem aus ihr herausragenden Stift K versehen ist. Der untere Teil der Welle V ist von einer Spule F umgeben, welche in dem Stromkreis für die Lichtquelle liegt. An der Welle V greift die Feder H an, deren anderes Ende an dem Stift T befestigt ist. Unter der Scheibe B ist eine Stellscheibe M angeordnet, welche von Hand dreh- und verstellbar ist. Diese Scheibe M ist mit einer Zeiteinteilung versehen, wobei die verschiedenen Zeitabstände als Umfangwinkel aufgetragen sind. Auf Scheibe M ist ein Anschlag C für Stift K an einer solchen Stelle abgebracht, daß beim Einstellen der Scheibe M mittels des Index U beispielsweise auf die Zeitstufe 1 nach Ablauf dieser Zeit der außerhalb des Umfangs der Stellscheibe M angeordnete Kontakt D, der in der Zeichnung nur schematisch angeordnet ist, bei Berührung durch Stift K einen Stromkreis schließt, in welchem die Spule J liegt, die ihrerseits den Kontaktstift S mit Druckknopf L umgibt.
Die Wirkung ist folgende.
Nach Einstellung der Scheibe M auf die gewünschte Zeitspanne wird durch Herabdrücken von Knopf L der Schalter E und dadurch der Lichtstromkreis geschlossen, wodurch gleichzeitig die Spule F stromführend, die Welle V magnetisch und die Scheibe B gegen Scheibe <Nicht lesbar> gedrückt, also die Welle V mit der Sekundenwelle W der elektrischen Synchronuhr gekuppelt wird. Dies ist der Beginn der Schaltzeit. Scheibe B wird nun von Scheibe A so weit mitgenommen, bis der Stift K den Kontakt D schließt. Dadurch bekommt die Spule J Strom, wodurch der Stift S nach unten bewegt, der Lichtstromkreis unterbrochen, die Spule F stromlos gemacht und hierdurch die Scheibe B von Scheibe A getrennt. Hiermit ist die Schaltzeit beendet. Gleichzeitig mit dem Herabfallen der Scheibe B, wodurch der
Strom bei D wieder unterbrochen ist, wird die Scheibe B durch Feder H ihre Ausgangsstelle zurückgebracht, sodaß dann durch Druck auf Knopf L das Spiel wieder von neuem beginnen kann.
Claims (6)
1.) Elektrischer Zeitschalter, insbesondere für photographische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zeigerwelle, insbesondere die Sekundenwelle einer elektrischen Synchronuhr, durch Betätigung einstellbarer Kontakte zur Steuerung von Schaltzeiten, insbesondere photographischer Belichtungszeiten, dient.
2.) Elektrischer Zeitschalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch das Vorhandensein mindestens eines besonderen Schaltkreises und eines beweglichen, durch Schließen und Öffnen dieses Kreises zum Beginn der Schaltzeit in mitnehmbare Verbindung mit der umlaufenden Zeigerwelle gebracht bezw. zur Beendigung der Schaltzeit von ihr gelösten Teiles, dessen mit der Zeigerwelle zurückgelegter Umlaufwinkel einstellbar ist und zur Festlegung der Schaltzeit dient.
3.) Elektrischer Zeitschalter nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösen der Verbindung zwischen Zeigerwelle und beweglichen Teil von diesem Teil selbst nach Zurücklegung des eingestellten Umlaufwinkels durch das Schließen eines zweiten Stromkreises erfolgt.
4.) Elektrischer Zeitschalter nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anordnung, vorzugsweise eine Feder (H), zum Zurückführen des beweglichen Teils in seine Ausgangsstellung vorhanden ist.
5.) Elektrischer Zeitschalter nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende der Zeigerwelle eine Scheibe A aus magnetisch weichem Material angebracht und ein wenig darunter eine etwa gleiche Scheibe (B) auf einem von einer Spule (F) umgebenen Wellenstumpf derart angeordnet ist, daß beim Schließen des Spulenstromkreises die zweite Scheibe gegen die erste gepreßt und von ihr mitgenommen wird, und daß die zweite Scheibe mit einem Stift (K) versehen ist, welcher im Ruhezustand einen auf einer von Hand drehbaren Einstellungsscheibe (M) angeordneten Anschlag (C) berührt und bei Drehung der zweiten Scheibe nach Zurücklegung des eingestellten Umlaufwinkels einen Stromkreis schließt, welcher die Spule stromlos macht, und daß ferner eine am Wellenstumpf befestigte Feder (N) die nach dem Stromlosmachen der Spule von der ersten Scheibe wieder getrennte zweite Scheibe in ihrer Ausgangsstellung zurückzieht.
6.) Elektrischer Zeitschalter nach den vorherigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Einstellscheibe eine logarithmische Unterteilung der Schaltzeiten durch Rasten, in welche ein von außen zu bestätigender Stellenzeiger (U) einschnappt, vorhanden ist.
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