DEP0047445DA - Verfahren zur Herstellung von Butter - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Butter

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DEP0047445DA
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butter
cream
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gaseous
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Expired
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English (en)
Inventor
Georg Filter
Original Assignee
Bergedorfer Eisenwerk AG., Astra-Werke, Hamburg-Bergedorf
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Description

3»Ausfertigung«
Abt.P.Rs/F. Hambxirg-Bergedorf, den 25-Juni 1949*
Verfahren zur Herstellung von Butter.
Die Erfindung besieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung Ton Butter, "bei dem zunächst der Eahm der Vollmilch auf einen mittleren Fettgehalt angereichert, so darm auf den jeweils gewünschten Fettgehalt der Butter unter Luftabschluß konzentriert und schließlich dieses Konzentrat durch Abkühlung in Butter umgewandelt wird. Die zur Durchführung dieses Verfahrens dienende Anlage besteht im allgemeinen aus einer Zentrifuge, welche die ihr zugeführte Vollmilch zu einem Rahm von einem Fettgehalt von etwa 25 bis 30f° anreichert und der ein Rahmerhitzer - gegebenenfalls mit Kühlabteiluiigen - angeschlossen sein kann, aus einer zweiten Zentrifuge, die den Rahm auf den Fettgehalt der Butter, z.B. auf 8Q^ konzentriert, sowie aus einem Kühler, in dem die Abkühlung des Rahmes und dadurch seine Umwandlung in Butter vorgenommen wird* Da es für den Butterungsvorgang von Bedeutung ist, das Rahmkonzentrat luftfrei zu gewinnen, verwendet man für die Konzentration eine Zentrifuge, die unter Luftabschluß arbeitet»
Dieses Butterungsverfahren hat sich bereits in der Praxis bewährt; es liefert eine geschmacklich einwandfreie und allen übrigen Anforderungen entsprechende Butter, und zwar, wie nach dem Gange des Verfahrens nicht anders zu er?/arten, eine Süßrahmbutter. Diese findet bekanntlich nicht überall Anklang, vielmehr wird häufig der Geschmack der Sauerrahmbutter bevorzugt. Außerdem kann das in Rede stehende Butterungsverfahren noch in der Richtung vervollkommnet werden, daß man bei seiner Durchführung gewissen Schwankungen Rechnung trägt, die sich vor allem aus örtlich, klimatisch und jahreszeitlich bedingten Unterschieden insbesondere in der fütte-
rung des Milchviehs ergeben "und den "biologischen Charakter der Tollmilch und damit auch die Eigenschaften der Butter "b e einfluss en,
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diesen weiteren Anforderungen an das erwähnte Butterungsverfahren zu entsprechen? dies gelingt erfindungsgemäß grundsätzlich dadurch, daß der Gehalt des Butterungsgutes an gasförmigen Bestandteilen durch Zuführung oder Entziehung geregelt wird. In Durchführung dieses TorSchlages hat es sich gezeigt, daß man der Butter durch Einführung von Luft in das Butterungsgut den Geschmack der Sauerrahmbutter geben kann; andererseits konnten gewisse Geschmacks- und Eonsistenz-Schwankungen, denen die Butter aus den oben erwähnten örtlichen, klimatischen und jahreszeitlichen Ursachen unterworfen ist, ebenfalls durch Zuführung von Luft ausgeglichen werden* Dies kann man dadurch erklären, daß infolge der Peinverteilung der Luftbläschen den gelockerten Fettkügelchen eine bessere und anders geartete Einwirkung auf die G-eschmackspapillen der Zunge möglich ist. Die gleiche Lockerung der Fettkügelchen dürfte auch die Konsistenz beeinflussen.
Die Einführung von Luft in das Butterungsgut kann erfindungsgemäß an verschiedenen Stellen und durch verschiedene Maßnahmen erfolgen. Es hat sich als geeignet erwiesen, die Luft dem Sahm im Bereiche der ersten Schleuderstufe, also bei der Anreicherung seines Fettgehaltes zuzuführen» Dies kann in der Weise geschehen, daß man bereits der Tollmilch vor dem Eintritt in die Zentrifuge Luft zusetzt» Ist letzterer eine Förderpumpe vorgeschaltet oder verwendet man eine nicht unter Luftabschluß arbeitende Zentrifuge, so kann man diesen beiden Einrichtungen das Ansaugen der beizumischenden Luft übertragen» Hierbei
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kann es zweckmäßig sein, den G-ehalt des Rahmes an gasförmigen Beimengungen zu begrenzen, indem man ihm deren über schlissige Me ng ei entzieht, was auch für den störungsfreien Betrieb eines nachgeschalteten Rahmerhitzers von Vorteil sein kann. Zu diesem Zwecke schließt man an die von der Zentrifuge zum Erhitzer führende Rahmleitung ein Vakuumgefäß mit einem Regelorgan für den Unterdruck oder die Luftmenge an» Es besteht indessen auch die Möglichkeit, die gasförmigen Beimengungen dem Rahm erst nach dem Austritt aus dem Erhitzer» jedoch vor dem Eintritt in die Eonzentrationszentrifuge zuzuführen, ohne deren unter Luftabschluß erfolgende Arbeitsweise zu beeinträchtigen,, Man kann aber auch die Luft in das Hochkonzentrat kurz vor, während oder nach der Butterung einführen, wenn dies in gegebenen Fällen eine technisch einfachere Lösung verspricht.
Verwendet man auch für die Anreicherung des Rahmes eine unter Luftabschluß arbeitende Zentrifuge, so hat man es in der Hand, dem Butterungsgut die gasförmigen Beimengungen, in erster Linie Luft, von vornherein in der gewünschten Dosierung zuzusetzen, und zwar kann dies wahlweise oder nacheinander an verschiedenen Punkten des Verfahrensganges erfolgen» Wählt man hierfür die vom Rahmkonzentrafc zum Umwaridlungskühler führende Leitung, so muß man darauf achten, daß man mit Rücksicht auf die gute Verteilung der Luft in dem dickflüssigen Rahmkonzentrat die Einführung unter dem erforderlichen, zweckmäßig regelbaren Drucke vornimmt. Die Menge der in der Butter enthaltenen gasförmigen Beimischung richtet sieh im Einzelfalle nach dem Vorhandensein der eingangs näher bezeichneten Bedingungen. Dem kann man mit der Erfindung dadurch entsprechen, daß man dem Butte-•rungsgute an den verschiedenen Punkten seiner Behandlung die gasfä? migen Bestandteile in genau regelbarer Menge sowohl zuführt als axich gegebenenfalls entzieht,
In dieser Regelbarkeit mit der Möglichkeit der feinsten Einstellung des Gehaltes an gasförmigen Bestandteilen der Butter liegt die besondere mit der Erfindung erzielbare Wirkung j daß man der Gesohmacksgebung sowie der Haltbarkeit der Butter unter allen praktisch vorkommenden Verhältnissen Rechnung tragen kann»
Als gasförmige Beimengungen kommen in erster Linie Luft, daneben aber auch andere Gase, z„B, Kohlensäure, in Betracht, und zwar je nach ihrer Einwirkung auf das Butterungsgut in den der Erfindung zugrundeliegenden Mchtungen.
Es kann vorteilhaft .sein, die beizumengenden gasförmigen Bestandteile einer Reinigung beaw.Sterilisation zu unterziehen O

Claims (3)

Patentansprüche %
1. Verfahren zur Herstellung von Butter, bei dem angereicherter Rahm auf den Fettgehalt der Butter konzentriert und das Eahmkonzentrat einem Abkühlungsvorgange unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet f daß der Gehalt des But t erdung s gut es an gasförmigen Bestandteilen durch Zuführung oder Entziehungygeregelt wird,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vollmilch bezw» dem Rahm vor, während oder nach der Anreicherung seines Fettgehaltes gasförmige Beimengungen zugeführt oder entzogen werden,
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung des G-ehaltes an gasförmigen Bestandteilen nach der Konzentration des Rahmes vorgenommen wird.
BERGEDORFER EISENWERK
AKTIENGESELLSCHAFT
ASTRA-WERKE

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