DEP0046671DA - Federnde Radaufhängung für Straßenfahrzeuge - Google Patents
Federnde Radaufhängung für StraßenfahrzeugeInfo
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Description
Wenn der Schwerpunkt der Last eines Fahrzeuges ziemlich hoch über der Achse des letzteren liegt, so werden bei den bisherigen Konstruktionen die Federungen der Radaufhängungen in scharfen Kurven in starkem Masse ungleich belastet, bzw. zusammengedrückt, so dass das Fahrzeug mit der Last sich in gefährlicher Weise nach aussen neigt. Aehnliches tritt auch auf, wenn das eine Rad der Achse in ein Loch der Strasse gerät.
Die Erfindung bezieht sich auf eine federnde Radaufhängung für Strassenfahrzeuge, insbesondere für Anhänger, die obige Nachteile behebt. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass sie für die federnde Aufhängung der beiden Räder einer
Achse einen gemeinsame Torsionsstab aufweist, der an seinen Enden je einen Arm trägt, an welchen die Fahrzeugräder angeordnet sind.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Darin ist
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Radaufhängung mit Schnitt durch die Torsionsstabanordnung und
Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
Bei diesem Beispiel handelt es sich um die Achse eines Anhängers für Strassenfahrzeuge, von welchem nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Teile dargestellt sind.
Auf einer an den Rahmenwangen 2 des Anhängers befestigten Profileisentraverse 1 sind Bügel 3 verschraubt, welche symmetrisch zur Längsmittelebene des Anhängers zwei gleichachsig angeordnete Lager 4 teilweise umgeben und ausser diesen auch alle weiter unten erwähnten Teile halten, von welchen Lagern nur das eine beschrieben wird.
Im Innern dieses Lagers 4 ist eine zylindrische Lagerbüchse 5 aus plastischem Material, z.B. aus synthetischem Kautschuk angeordnet, in welcher eine hohle Achse 6 ruht. Die Büchse 5 aus plastischem Material dient zugleich zur Dämpfung. Sie kann durch die Bügel 3 beliebig stark zusammengedrückt werden. Bei Verschleiss kann die Büchse auch nachgezogen werden. Die hohle Achse 6 nimmt die Vertikalkomponenten
der auf die Räder wirkenden Kräfte auf. Sie hat an ihrem äusseren Ende einen Flansch 7, an welchem eine Büchse 8 mit vierkantigem Loch angeflanscht ist, auf welcher die Nabe 9 eines Armes 10 festgekeilt ist. Der Zapfen 11 dieses Armes nimmt das nicht dargestellte Anhängerrad auf.
In das vierkantige Loch der Büchse 8 ist das eine vierkantige Ende 12' der einen Hälfte eines Torsionsstabes 12 eingesetzt, dessen anderes vierkantiges Ende in eine Hülse 13 eingepasst ist, die zwei axiale Verlängerungen 14 aufweist, deren Innen- und Aussendurchmesser denjenigen der hohlen Achse 6 gleich sind. Anstelle der Vierkante 12' können Verzahnungen treten. Die Hülse 13 ist fest mit einem Arm 15 verbunden, dessen freies Ende sich auf einer Schraubenfeder 16 abstützt, die mit Spiel in einer am Fahrzeugrahmen befestigten Kapsel 17 untergebracht ist. Entsprechende Teile der federnden Radaufhängung auf der andern Seite der Mittellinie x-x sind gleich bezeichnet.
Wenn eines der auf den Zapfen 11 laufenden Räder z.B. durch ein Loch in der Strasse einem Stoss unterworfen wird, so übt es auf die entsprechende Hälfte des Torsionsstabes 12 eine reine Torsionsbeanspruchung aus. Die dabei auftretende Verdrehung des Stabes wird nicht nur auf die Hülse 13 und von dieser auf die Feder 16, sondern auch über die von der entgegengesetzten
Seite in die Büchse eingesetzte Stabhälfte 12 auf das gegenüberliegende Rad übertragen. Der Torsionsstab besorgt also gleichzeitig Abfederung und Ausgleich. Obschon also die beiden Räder voneinander unabhängig gefedert sind, können sie sich doch gegenseitig beeinflussen, was bei starken Kurven und Schlaglöchern in der Strasse von grossem Vorteil ist. In einer scharfen Kurve neigt sich das Fahrzeug aus obigen Gründen viel weniger als ein solches mit bisheriger Einzelfederung der Räder.
Während sich das obige Beispiel auf einen einachsigen Anhänger bezieht, so liesse sich die erfindungsgemässe federnde Radaufhängung auch auf Fahrzeuge mit zwei oder mehr Achsen anwenden.
An Stelle der Feder 16 könnte eine ein- oder mehrfache Blattfeder (Halbelliptikfeder) treten, die an der Hülse 13 befestigt ist und sich am Rahmen abstützt.
Claims (6)
1. Federnde Radaufhängung für Strassenfahrzeuge, insbesondere für Anhänger, dadurch gekennzeichnet, dass sie für die federnde Aufhängung der beiden Räder einer Achse einen gemeinsamen Torsionsstab aufweist, der an seinen Enden je einen Arm trägt, auf welchen die Fahrzeugräder gelagert sind.
2. Radaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Torsionsstab (12) in einer hohlen Achse (6) untergebracht ist, welche die Vertikalkomponenten der auf die Räder wirkenden Kräfte aufnimmt.
3. Radaufhängung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die hohle Achse (6) in einer Lagerbüchse aus plastischem Material (5) abgestützt ist.
4.) Radaufhängung nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Torsionsstab in zwei gleichachsig angeordnete Einzelstäbe unterteilt ist, die an der Trennstelle in eine gemeinsame Hülse (13) einmünden.
5.) Radaufhängung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (13) einen Arm (15) trägt, der die auf die Torsionsstäbe ausgeübte Torsionsbelastung über eine Feder (16) auf den Fahrzeugrahmen überträgt.
6. Radaufhängung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (13) fest mit einer Blattfeder verbunden ist, die die auf die Torsionsstäbe ausgeübt Torsionsbelastung auf den Fahrzeugrahmen überträgt.
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