DEP0046511DA - Dampfwasserableiter mit durch Schwimmer betätigtem Absperrorgan - Google Patents
Dampfwasserableiter mit durch Schwimmer betätigtem AbsperrorganInfo
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Description
Dampfwasserableiter mit Schwimmer sind bekannt. Sie arbeiten meist mit einem einfachen Hebel, an dessen Ende der Schwimmer sitzt, während nahe dem Drehpunkt das Absperrorgan wie Schieber oder Ventil angelenkt ist. Die Übersetzung wird möglichst gross gewählt, damit der Schwimmer die durch den Druck des Dampfwassers gegebene Anpressung des Schiebers bezw. Ventilkegels auf seinen Sitz und Reibung beim Öffnen überwinden kann. Nachteilig bei dieser üblichen Ausführungsform der Dampfwasserableiter ist die Abhängigkeit der Grösse des Absperrorganes vom Druck des Dampfwassers. Je höher der Druck des Dampfwassers ist, desto kleiner muss die Öffnung des Absperrorganes gewählt werden, damit der Auftrieb des Schwimmers zur Überwindung der der Öffnung widerstehenden Kräfte ausreicht, während eine grosse Öffnung mit Rücksicht auf die Leistung des Dampfwasserableiters erwünscht wäre. Man kommt damit zu einer Vielzahl von Absperrorganen für jede Dampfwasserableiter-Grösse, und jeder Dampfwasserableiter ist ohne Auswechselung des Absperrorganes nur für eine eng begrenzte Druckstufe verwendbar. Ein anderer Weg wäre die Vergrösserung des Schwimmers oder die Verlängerung des Hebels; beide Massnahmen führen zu grossen sperrigen Gehäusen und damit zu grösseren Wärmeverlusten und zu höheren Preisen.
Es sind deshalb zahlreiche Vorschläge gemacht worden, die alle auf eine Vergrösserung der Leistung der Dampfwasserableiter bei gegebenen Abmessungen abzielen. Bekannt ist beispielsweise, den Schieber mit einem an den Schwimmerhebel angelenkten zweiten Hebel beim Ansteigen des Schwimmers zu kippen, wodurch der Schieber vom Druck des Dampfwassers entlastet wird, um ihn dann erst von der Öffnung des Absperrorganes wegzuziehen.
Erfindungsgemäss wird dieses Problem dadurch gelöst, dass zwischen einem Festpunkt am Gehäuse und dem Absperrorgan eine mehrteilige oder elastische Verbindung besteht, an der der Schwimmer angreift, wobei die dem Angriffspunkt des Schwimmers benachbarten Glieder der Verbindung miteinander einen Winkel von beinahe 180° und mit
der Richtung der Schwimmerkraft vorzugsweise einen rechten Winkel bilden, so dass bei der Betätigung des Absperrorganes durch den Schwimmer in der Verbindung eine Längskraft entsteht, die um ein Vielfaches höher ist als die Schwimmerkraft.
Die Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der hohen Zugspannung. Die Öffnung des Absperrorganes kann gross gewählt werden. Das bedeutet höhere Leistung des Dampfwasserableiters für jede einzelne Druckstufe oder bei gleicher Leistung kleinere Gehäuse-Abmessungen, geringeres Gewicht und niedrigerer Preis. Dabei wirkt sich vorteilhaft aus, dass der Dampfwasserableiter gemäss der vorliegenden Erfindung mit einem vergleichsweise geringen Schwimmerhub bereits die Öffnung des Absperrorganes ganz freigibt. Der Dampfwasserableiter kann auch so gebaut werden, dass jede Type mit einem bestimmten Absperrorgan für einen grossen Druckbereich verwendbar ist und dass dennoch Ersparnisse an Platzbedarf, Gewicht und Preis möglich sind.
Anstelle des Schwimmers kann auch ein an und für sich bei Dampfwasserableitern bekannter Thermostat, z.B. ein mit leicht siedender Flüssigkeit gefüllter Faltenbalg oder irgendeine andere auf Wasserstand, Druck oder Temperatur des Dampfwasser ansprechende Kraftquelle verwandt werden, wobei wiederum der geringe erforderliche Hub von Nutzen ist.
Des weiteren soll gemäss dieser Erfindung das Absperrorgan als Dampfsperre ausgebildet werden. Erfahrungsgemäss werden die Absperrorgane aller Dampfwasserableiter durch Verunreinigungen leicht undicht, was zu erheblichen Dampfverlusten führen kann. Die an sich bekannten Dampfsperren haben die Eigenschaft, Wasser ungehindert durchzulassen, während Dampf wegen seines durch Entspannung zunehmenden Volumens nur in geringem Masse durchtreten kann. Die Dampfsperre kann auch getrennt von dem Absperrorgan hinter diesem an beliebiger Stelle des Dampfwasserstromes angeordnet werden.
Abbildung 1 zeigt eine mögliche Ausführungsform. Die Lasche a ist an einem Ende an einen Ausleger des Gehäuses c angelenkt, während sie am anderen Ende mit einem Gelenk, an dem zugleich der Schwimmer d angreift, mit der Lasche b verbunden ist. Die Lasche b trägt am anderen Ende das Absperrorgan e, das als Ventilkegel gezeichnet ist. Dieses wird zweckmässig der Länge nach einstellbar ausgeführt,
damit Ungenauigkeiten in der Bearbeitung oder durch Nachschleifen des Absperrorganes verursachte Änderungen der Abmessungen ausgeglichen werden können. Der Ventilsitz f ist gleichzeitig die erste der Drosselscheiben g, die mit der Düse h als Dampfsperre wirken. Das Dampfwasser tritt durch einen Stutzen k in üblicher Weise ein und durch den Stutzen i aus. Eine Kappe m umschliesst den Schwimmer und sichert gute Zugänglichkeit zu allen bewegten Teilen.
Zweckmässig wird das Gehäuse des Dampfwasserableiters so ausgebildet, dass zwischen Eintritts- und Austrittsstutzen ein Umführungskanal gelegt wird, der in bekannter Weise durch ein Ventil absperrbar ist. Das Ventil kann als Mehrwegeventil derart ausgebildet werden, dass mit dem gleichen Ventil der Dampfwasserableiter druckseitig absperrbar ist, und dass somit die Kappe während des Betriebes abgenommen und das Absperrorgan gereinigt werden kann. Schliesslich ist die Anbringung von ein oder zwei Schaugläsern möglich, durch die das Arbeiten des Dampfwasserableiters während des Betriebes kontrolliert werden kann.
Claims (7)
1. Dampfwasserableiter mit einem durch Schwimmer betätigten Absperrorgan, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem Festpunkt am Gehäuse und dem Absperrorgan eine mehrteilige oder elastische Verbindung besteht, an der der Schwimmer angreift, wobei die dem Angriffspunkt des Schwimmerns benachbarten Glieder der Verbindung miteinander einen Winkel von beinahe 180° und mit der Richtung der Schwimmerkraft vorzugsweise einen rechten Winkel bilden, so dass bei der Betätigung des Absperrorgans durch den Schwimmer in der Verbindung eine Längskraft entsteht, die um ein Vielfaches höher ist als die Schwimmerkraft.
2. Dampfwasserableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kraftschlüssige Verbindung in ihrer Länge einstellbar ist.
3. Dampfwasserableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle des Schwimmers auch ein an und für sich bei Dampfwasserableitern bekannter Thermostat, z.B. ein mit leicht siedender Flüssigkeit gefüllter Faltenbalg oder irgendwie andere auf Wasserstand, Druck oder Temperatur des Dampfwassers ansprechende Kraftquelle verwandt wird.
4. Dampfwassserableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrorgan einen Teil einer auf Drosselwirkung beruhenden Dampfsperre bildet.
5. Dampfwasserableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Absperrorgan getrennt von diesem im Zuge der Dampfwasserströmung eine auf Drosselwirkung beruhende Dampfsperre folgt.
6. Dampfwasserableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in das Gehäuse zwischen ein- und Austrittsstutzen eine durch Ventil absperrbare Umführung eingebaut ist.
7. Dampfwasserableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse oder an der Kappe ein oder zwei Schaugläser angebracht sind, die eine Kontrolle des Absperrorganes während des Betriebes ermöglichen.
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