DEP0044652DA - Schall- und wärmedämmender Körper mit einem schall- und wärmedämmenden Überzug und Verfahren zur Herstellung dieses Überzuges - Google Patents
Schall- und wärmedämmender Körper mit einem schall- und wärmedämmenden Überzug und Verfahren zur Herstellung dieses ÜberzugesInfo
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Description
Die bisher durch Aufspritzen oder Anstriche erzeugten Überzüge für Gegenstände aller Art, beispw. Baukörper, Maschinenteile, Wände oder auch ganze Räume, haben im wesentlichen die Aufgabe, die überzogenen Gegenstände vor Korrosion durch Witterungsbeeinflussung, Temperaturveränderung o.dgl. zu schützen, und sie auch dem Auge gefälliger zu machen. Es sind auch schon schalldämmende Überzüge vorgeschlagen worden, die durch Aufspritzen lackgebundener Textilfasern erzeugt werden. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß durch die Fasern die Spritzpistolen sehr leicht verstopft werden.
Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, einen schall- und wärmedämmenden Überzug für alle Arten von Gebrauchsgegenständen auf einfachste Weise herzustellen, bei dem diese Übelstände vermieden werden und bei dem ausserdem eine hohe Schall- und Wärmedämmung erzielt wird.
Die Erfindung kann mit Vorteil nicht nur für Baukörper, also Bauelemente, wie Platten aller Art aus beliebigem Werkstoff, Maschinenteile, wie beispw. Motorhauben, Karosserien, sondern auch für die Wärme- und Schallisolierung ganzer Räume, insbesondere von Raumwänden in Theatern, Kinos, Telefonzellen, Krankenhäusern usw. Verwendung finden.
Zur Herstellung von dickeren Überzugschichten wird ein mehrmaliges, hintereinander erfolgendes Aufspritzen der Überzugmasse vorgenommen, wobei die Aufbringung der jeweilig nachfolgenden Überzugschicht nach teilweise oder völliger Trocknung der vorgespritzten Schicht erfolgen kann.
Die Grösse der Dämmung bzw. der Schallabsorption kann durch die verwendete Grösse der Korkschrotteilchen abgestimmt werden. Werden beispielsweise Wände von Räumen, beispw. Kinos, mit einem Überzug versehen, so empfiehlt es sich, ein gröberes Korkschrot zu verwenden, wodurch eine körnige Oberfläche entsteht.
Insbesondere ist es von Vorteil, zur Herstellung des spritzfähigen Überzuges sogenanntes expandiertes Korkschrot zu verwenden. Beispielsweise kann zu diesem Zwecke der Korkschrot speziell präpariert werden. Durch eine Auflockerung wird dabei ferner eine schwammige, aufgelockerte Korkmasse erzielt, die für diese Zwecke mit Vorteil Verwendung finden kann.
Die Erfindung besteht auch in dem schall- und wärmedämmenden Körper, beispw. Baukörper, Platten, Maschinenteile o.dgl., die eine aus Korkschrot und Klebemitteln bestehende Überzugschicht aufweisen.
In der Praxis hat es gezeigt, daß die in dieser Weise aufgebrachten Korkteile - das Verfahren zeichnet sich auch durch seine Einfachheit und wirtschaftlich leichte Durchführung aus - ausserordentlich schalldämmend und gegen Kälte und Wärme isolierend wirken. Es wird eine gute Hemmung des Wärmeüberganges erreicht.
Insbesondere werden aber in dieser Weise mit einer Überzugschicht versehene Maschinenteile, Maschinenabdeckungen, Wagenkästen, Motorhauben u.dgl. am Mitschwingen gehindert. Geräuschbildungen werden also am Ursprung abgedämmt.
Bei Verwendung von gröberem Korkschrot, wodurch, wie oben erwähnt, eine körnige Oberfläche erzielt wird, wird die Schallreflexion ausserordentlich vermindert, so daß sich besonders diese Ausführung in Räumen eignet, in denen Schallreflexe störend wirken.
Die Erfindung bezieht sich sowohl auf das Verfahren zur Herstellung von schall- und wärmedämmenden Überzügen, als auch auf mit schall- und wärmedämmendem Überzug versehene Körper an sich, die also eine entsprechende Überzugsschicht aufweisen.
Die Erfindung besteht darin, daß der zu isolierende Körper mit einem klebenden Überzug versehen wird, auf den vor der Trocknung Korkschrot, beispielsweise durch Aufspritzen, aufgebracht wird.
Weitere Erfindungsmerkmale bestehen in der gleichzeitigen Aufbringung des spritzbaren Klebemittels und Korkschrotes, in der Art, dickere Überzugsschichten zu erzielen und in der Art des verwendeten Korkschrotes.
Die Erfindung läßt sich in verschiedener Weise durchführen. Nachstehend sind einige Ausführungsbeispiele beschrieben.
Der mit einem schall- und wärmedämmenden Überzug zu versehene Gegenstand, beispielsweise ein zu isolierender Körper, eine Wand, beispielsweise auch Metallwand, welcher Erschütterungen ausgesetzt ist, insbesondere auch flächenförmige Körper, wie Platten, die den Schall nicht reflektieren sollen, überhaupt schalldämmend wirken sollen, wird zunächst mit einem klebenden Überzug versehen. Dieser kann beispielsweise aufgespritzt werden. Vor endgültiger Trocknung dieses Überzuges wird auf diesen Korkschrot aufgebracht, beispielsweise aufgespritzt oder aufgeworfen. Nach endgültiger Trocknung ist eine innige Verbindung des klebenden Überzuges mit dem Korkschrot, teilweise auch durch Diffusion, bewirkt, und damit auch eine haltbare Befestigung des in erster Linie isolierend wirkenden Korkschrotes erreicht. Es hat sich gezeigt, daß dies insbesondere auch auf glatten Metallwänden mit gutem Erfolg zu erreichen ist.
Eine anderen Ausführungsform des Verfahrens ist die, daß man dem spritzbaren Klebemittel Korkschrot beimischt, wobei auf eine weitgehende innige Vermischung von klebendem Medium und Korkschrot Wert zu legen ist. Als Klebemittel kann beispielsweise ein klebender Lack Verwendung finden, der dem jeweiligen Verwendungszweck entsprechend durch Beimischung von Farbe gefärbt sein kann. Das Überzuggemisch ist also von vornherein gefärbt, und es wird dann anschliessend verspritzt, so daß also eine gemeinsame Verspritzung von Klebemitteln auch schon stattfindet.
Claims (7)
1) Schall- und wärmedämmender Körper, beispielsweise Baukörper, Platte, Maschinenteil o.dgl., aus beliebigem Werkstoff, beispielsweise Steinmassen, Holz, Metall o.dgl., gekennzeichnet durch eine aus Klebemitteln und Korkschrot bestehende Überzugschicht.
2) Verfahren zur Herstellung eines schall- und wärmedämmenden Überzuges für Gegenstände aller Art, beispielsweise Baukörper, Wände, Maschinenteile o.dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zu isolierende Körper mit einem klebenden Überzug versehen wird, auf den vor der Trocknung Korkschrot, beispielsweise durch Aufspritzen, aufgebracht wird.
3) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem spritzbaren Klebemittel Korkschrot beigemischt und diese Masse zur Bildung einer Überzugschicht auf den zu isolierenden Körper aufgebracht, beispielsweise aufgespritzt wird.
4) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Überzugsgemisch gefärbt ist.
5) Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Herstellung einer dickeren Überzugsschicht ein mehrmalig hintereinander erfolgendes Aufbringen, insbes. Aufspritzen der Überzugmasse, gegebenenfalls nach teilweiser oder völliger Trocknung der vorgespritzten Schicht, erfolgt.
6) Verfahren nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Grösse der Dämmung, insbesondere Schallabsorption, durch die verwendete Grösse der Korkschrotteilchen abgestimmt wird.
7) Verfahren nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung des spritzfähigen Überzuges expandiertes Korkschrot, das eine schwammige, aufgelockerte Korkmasse bildet, Verwendung findet.
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