DEP0043976DA - Pflugschar mit der Nebenfurche arbeitendem Untergrundlockerungsschar - Google Patents

Pflugschar mit der Nebenfurche arbeitendem Untergrundlockerungsschar

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DEP0043976DA
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Inventor
Heinrich Clausing
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Description

Die Erfindung betrifft Pflugschare, bei denen am Scharkörper ausser Schar und Streichblech ein Untergrundlockerungsschar befestigt ist. Die Verwendung derartiger Pflugschare mit gleichzeitiger Untergrundlockerung, d.h. mit am Scharkörper angebautem Untergrundschar hat erhöhte Bedeutung gewonnen, da die Entwicklung im Scharbau dahin geht, zwecks besserer Bodenkrümelung schmale Schare zu verwenden. Hiermit verringert sich der Abstand des Schwerpunktes des Untergrundschares vom Grindel und damit das auf diesen und auf den Scharkörper ausgeübte Drehmoment. Grindel und Scharkörper können leichter gebaut werden. Die vom Untergrundschar herrührenden Drehmomente und auch der Kraftbedarf eines solchen Pflugschares können erfindungsgemäss weiter dadurch erheblich herabgesetzt werden, dass das Untergrundschar so weit an das Hauptschar herangebracht wird, dass seine Schnittkante in entsprechend tieferer Lage etwa die Fortsetzung der Schnittkante des Hauptschares bildet. Hiermit ist gewährleistet, dass der Untergrund der Nebenfurche gelockert wird, bevor er von dem vom Streichblech herabfallenden gewendeten Boden bedeckt wird. Es entfällt so der Kraftaufwand für das nochmalige Anheben des Bodens, der Widerstand des Untergrundschares wird kleiner.
Wesentlich für das Heranbringen des Untergrundschares an das Hauptschar ist die erfindungsgemässe Verwendung eines schrägliegenden, innerhalb des Streichbleches angeordneten Scharstieles für das Untergrundschar und die Ausbildung der den Stiel tragenden Teile des Scharkörpers derart, dass bei geringem Werkstoffaufwand die auftretenden Kräfte und Drehmomente aufgenommen werden.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist die schwenkbare Lagerung des Scharkörpers am Grindel nahe dem unteren Grindelende. Diese ermöglicht, die Schnittkanten der Schare in ihrer Winkellage zum Grindel einstellen zu können. Das ist wichtig zwecks Ausgleichs mehrerer Scharkörper an einem Pflug oder auch zum Nachstellen eines abgenutzten Schares.
Vorstehend genannte sowie weitere Merkmale der Erfindung sind im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben, in dieser zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Pflugschar gemäss der Erfindung,
Fig. 2 eine Aufsicht und
Fig. 3 eine Rückansicht des gleichen Schares.
Am Grindel 1 ist der Scharkörper 2 auf einem im Grindelende sitzenden Bolzen 3 drehbar gelagert, am Scharkörper 2 sind in üblicher Weise das Schar 4 und das Streichblech 5 befestigt. Weiter sind am Scharkörper und zwar an seiner Seitenwand unter einem Winkel zwei Stege 6 und 7 angeschweisst, die durch ein schrägliegendes Flacheisen 8 miteinander verbunden sind, die Teile 6, 7 und 8 bilden einen Lagerbock für den Stiel 9, der das Untergrundschar 10 auf seinen unten rechtwinklig abgebogenen Ende trägt. Der Stiel 9 liegt schräg innerhalb des Streichbleches 5, er ist soweit nach vorn gedrückt, dass die Schnittkante des Untergrundschares 10, in der Aufsicht der Fig. 2 gesehen, in Richtung der Schnittkante des Schares 4 verläuft. Durch diese Lage beider Schare zueinander wird in der Nebenfurche der Untergrund gelockert, bevor er von der vom Streichblech herabfallenden Erde zugedeckt wird. Die Schräglage des Stieles ist ausser für das Vorziehen des Untergrundschares auch insofern vorteilhaft, als die Schräglage des Stieles dem Bodenausbruch der Furche Rechnung trägt.
Die Befestigung des Stieles 9 am Flacheisen 8 ist in der Höhe einstellbar. Zu diesem Zweck sind im Stiel mehrere Löcher 11 angebracht, die wahlweise durch die Schrauben 12 mit dem Flacheisen 8 verbunden werden können.
Der Bock aus den Teilen 6, 7 und 8 und die Seitenwand des Scharkörpers 2 sind durch eine senkrecht zu ihnen stehende Platte 13 verschweisst, die eine Bohrung für eine Stellschraube 14 aufweist. Der Kopf dieser Schraube umfasst einen im Grindel 1 sitzenden Bolzen 15. Die Stellschraube 14 kann durch die vor bzw. hinter der Platte sitzenden Muttern 16, in ihrer Länge zwischen Bolzen 15 und Platte 13 gerechnet, geändert werden. Hierdurch wird der Scharkörper 2 mit den Scharen um den Bolzen 3 im Grindel 1 geschwenkt, wodurch die Scharspitzen in Bezug auf den Grindel 1 angehoben oder gesenkt werden. Auf diese Weise können abgenutzte Schare wieder in die richtige Arbeitslage gebracht oder verschieden arbeitende Schare desselben Pfluges auf gleiches Arbeiten eingestellt werden. Die beiden Gegenmuttern verhindern ausserdem, dass sich der Pflugkörper bzw. die Pflugscharspitze beim harten Aufschlagen auf den Boden am Grindel nach der einen oder anderen Richtung hin verstellt.
Die Anordnung der Stellschraube 14 vor dem Grindel 1 hat ferner den Vorteil, dass der Hebelarm für die am Untergrundschar angreifenden Kräfte verkürzt wird. Hierdurch wird eine Entlastung des Scharkörpers erreicht.
An der Aussenseite des Scharkörpers 2 ist in üblicher Weise die Pflugsohle 17 befestigt. Auf dieser Sohle sitzt landseitig neben der Seitenwand des Scharkörpers 2 eine Versteifungsplatte 18, die mit dem Scharkörper vernietet und verschweisst ist. Hierdurch wird die Festigkeit des Scharkörpers wesentlich erhöht.

Claims (7)

1. Pflugschar mit in der Nebenfurche arbeitendem Untergrundlockerungsschar, dadurch gekennzeichnet, daß das Untergrundschar (10) hinter und unterhalb des Hauptschares (4) in der Weise angeordnet ist, daß in der Arbeitsstellung des Pfluges die Schnittkante des Untergrundschares (10) in der lotrechten Ebene etwa die Verlängerung der Schnittkante des Hauptschares (4) bildet.
2. Pflugschar nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (9) des Untergrundschares (10) schräg zum Scharkörper (2) und innerhalb des Bereiches des Streichbleches (5) auf einem mit dem Scharkörper (2) verbundenen Bock (6, 7, 8) befestigt ist.
3. Pflugschar nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (9) des Untergrundschares (10) in der Höhe einstellbar am Pflugkörper (6, 7, 8) befestigt ist.
4. Pflugschar nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bock für die Befestigung des Stieles (9) aus einem parallel zum Stiel (9) gestellten Flacheisen (8), aus zwei senkrecht oder annähernd senkrecht hierzu gestellten, mit dem Flacheisen (8) und Scharkörper (2) verschweißten Stegen (6, 7) und einer senkrecht zu den genannten Teilen stehenden und mit ihnen verschweißten Blechplatte (13) besteht.
5. Pflugschar insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Scharkörper (2) mit Pflugsohle (7) nahe dem Grindelende schwenkbar am Grindel (1) gelagert ist.
6. Pflugschar nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Festlegung der Winkellage des Scharkörpers (2) zum Grindel (1) durch einen zwischen Grindel (1) und Streichblech (5) liegenden Schraubenbolzen (19) erfolgt, der an der Blechplatte (8) des den Stiel (9) tragenden Bockes (6, 7, 8) verschraubt und mit einem im Grindel (1) sitzenden Schraubenbolzen (3) verbunden ist.
7. Pflugschar nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß landseitig mit dem Scharkörper (2) ein auf der Pflugsohle (17) aufsitzendes, vor dem Streichblech (5) endendes Versteifungsblech (18) starr verbunden ist.

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