DEP0041319DA - Herstellung von Reinigungsmitteln aus Kondensationsprodukten höherer Fettsäuren und Eiweißabbauprodukte - Google Patents

Herstellung von Reinigungsmitteln aus Kondensationsprodukten höherer Fettsäuren und Eiweißabbauprodukte

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DEP0041319DA
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DE
Germany
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products
fatty acids
higher fatty
fek
cleaning agents
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English (en)
Inventor
Helmut Dr.-Ing. Konstanz v. Zeppelin
Original Assignee
Zeppelin-Chemie Konstanz Dr. Helmut v. Zeppelin, Konstanz
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Description

Es ist bekannt, oberflächenaktive Stoffe, wie Fettalkoholsulfonate sowie Kondensationsprodukte aus höheren Fettsäuren und Eiweissabbauprodukten, wie sie bekannterweise beispielsweise durch Umsatz von alkalisch abgebauten Eiweisslösungen mit Fettsäurechloriden erhalten werden, - im folgenden kurz FEK-Produkte genannt - als Reinigungsmittel für Haut und menschliche Haare zu benutzen.
Indessen haben die bisher erzeugten Produkte meist den Nachteil, daß sie allzu stark entfetten und ausserdem ist man aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften häufig genötigt, sie in flüssiger Form zu verwenden, sodass ihr Gebrauch die umständliche Verpackung in Glasflaschen erfordert. Ferner ist das Schmutztragevermögen dieser oberflächenaktiven Stoffe mangelhaft.
Es wurde nun gefunden, daß man auf zweierlei Wegen zu pasteusen Haar- und Hautreinigungsmitteln gelangen kann, welche keiner Abfüllung in Glasflaschen bedürfen, sondern beispielsweise in Aluminiumtuben zum bequemen und praktischen Gebrauch verpackt werden können und überdies von den in vorliegender Schrift angeführten Nachteilen der bisherigen Produkte frei sind.
Gemäss der einen Ausführungsform der Erfindung verwendet man ein verhältnismässig angereichertes FEK-Produkt (Trockengrad bei 100°) und setzt beschränkte Mengen Fettsubstanz wie beispielsweise Vaseline oder Wollfett, oder Ölen in Mengen von 0,5 bis etwa 50 Gew.-% zu. Hierdurch wird erstens eine geeignete pasteuse Konsistenz und darüber hinaus eine wesentliche Verbesserung der Reinigung dahingehend erzielt, dass die zu reinigenden Körperteile zwar tadellos gereinigt aber mit einer so gründlich verteilten und sauberen Fettschicht versehen aus dem Reinigungsprozess hervorgehen, dass sie eine überraschend angenehme Weichheit aufweisen und vom Nachteil einer allzu starken Entfettung frei sind. Das Schmutztragevermögen ist trotz des Zusatzes von Fett (welches an sich selbst eine Schmutzsubstanz ist) verbessert. So wird auch ein Absitzen bzw. Obenaufschwimmen des fettigen Anteiles, wie es bei den bisher üblichen flüssigen Produkten beim Lagern über kurz oder lang eintreten würde, bei den Produkten gemäss Erfindung vermieden. Gemäss der anderen Ausführungsform dieser Erfindung kommt man zu demselben Ergebnis, wenn man die FEK-Produkte von den natürlichen Begleitstoffen wie z.B. von Eiweissabbauprodukten u. Neutralsalzen, beispielsweise auf bekannte Art durch Säurefällung, befreit und soweit konzentriert, dass sie einen Gehalt von mindestens 50% FEK-Trockenprodukt (Trocknungsgrad bei 100°C) aufweisen, und dann mit Fetten wie z.B. Vaseline, Wollfett oder Lanolin in beschränkter Menge (etwa 0,5 - 50 Gew.-%) mischt.
Wird ein gewöhnliches FEK-Produkt, welches eine zähflüssige Konsistenz aufweist, mit Wasser gemischt, so tritt eine auffällige und ausgeprägte Verdickung ein. Es bedarf einer verhältnismässig langdauernden Behandlung mit weiteren Wassermengen bis sich das Produkt in Wasser löst und seine Reinigungswirkung voll entfalten kann. Von diesem Nachteil sind die Erzeugnisse gemäss Erfindung völlig frei. Dieser Effekt war von vornherein nicht zu erwarten, es wäre eher zu erwarten gewesen, dass Zusätze von Fetten, die in Wasser bekanntlich unlöslich sind, die Wasserlöslichkeit der Produkte herabsetzen würden. Insbesondere ist es überraschend, dass man auf diesem Wege zu glatt mit Wasser verdünnbaren und löslichen Konzentraten von z.B. 50 oder 67% Gehalt Trocken-FEK-Produkten und noch höheren von ansprechender pasteuser Beschaffenheit kommen kann. Die bisher üblichen FEK-Produkte pflegen einen Gehalt von nicht mehr als höchstens etwa 15-35 Gew.-% FEK-Produkte zu enthalten.
Gegenüber Fettalkoholsulfonaterzeugnissen haben die Produkte gemäss Erfindung den Vorteil, dass sie vermöge ihrer Eiweisskomponente besonders milde sind und schon aufgrund ihrer chemischen Verwandtschaft zur Haut- und Haarsubstanz für die geschilderten Zwecke besonders geeignet erscheinen.
Beispiel:
Ein FEK-Produkt, welches durch Umsetzung einer alkalisch abgebauten Leimlösung mit Knochenfettsäurechlorid hergestellt worden war, wurde auf an sich bekannte Weise durch Ausfällen mit Hilfe von Schwefelsäure gereinigt und unter Zugabe von Alkali wieder in ein neutrales Alkali-FEK-Produkt mit einem Gehalt von 50% Trocken-FEK-Produkt überführt. 100 Gewichtsteile dieses Konzentrates wurden mit 10 Gewichtsteilen einer Mischung von Vaseline und Wollfett bei gelinder Wärme vermischt.
Es werden 110 Teile Fertigerzeugnis von pasteuser Beschaffenheit erhalten. Das Erzeugnis ergibt mit Wasser ohne Schwierigkeit eine Reinigungslösung von hoher Reinigungskraft.

Claims (2)

1. Herstellung von Reinigungsmitteln, beispielsweise für Haut- und Haarreinigung, sowie Rasiercrems aus Kondensationsprodukten höherer Fettsäuren und Eiweissabbauprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass solchen Kondensationsprodukten - im folgenden kurz FEK-Produkte genannt - mit einem Gehalt von mindestens etwa 25% trockener FEK-Produkte, Fette oder Öle, wie z.B. Vaseline, Wollfett zugesetzt werden, und zwar in Mengen von etwa 0,5 bis 50 Gew.-%.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Kondensationsprodukte aus höheren Fettsäuren und Eiweissabbauprodukten verwendet werden, die vorher von begleitenden Stoffen wie Neutralsalzen und Eiweissabbauprodukten gereinigt worden sind, z.B. in an sich bekannter Weise durch Fällen mit Hilfe von Säuren.

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