DEP0040712DA - Belastungseinrichtung für Druckwalzen an Streckwerken. - Google Patents

Belastungseinrichtung für Druckwalzen an Streckwerken.

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DEP0040712DA
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Inventor
Mario Curdomo Quarenghi
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Description

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Belastungseinrichtung für Druckwalzen an Streckwerken von Spinnmaschinen und dergleichen.
Wie bekannt, werden solche Einrichtungen verwendet, um einen geeigneten Druck zwischen Oberwalzen und Unterwalzen des Streckwerks während des Ganges der Maschine zu erzeugen.
Bei Maschinen dieser Art wurde schon aus Gründen der Vereinfachung vorgeschlagen, eine einzige Belastungseinrichtung für je zwei aufeinander folgende Druckwalzen vorzusehen.
Gleichwohl haben die bekannten, einen Drucksattel aufweisenden Einrichtungen dieser Art, den Nachteil, dass bei Veränderung des Abstandes zwischen den Walzen, was beispielsweise bei Änderung der verarbeiteten Faserqualität, insbesondere Faserlänge, der Fall ist, der von den Walzen ausgeübte Druck und/oder das Verhältnis der auf zwei aufeinander folgenden Walzen ausgeübten Drücke, die durch die Einwirkung ein und desselben Druckmittels erzeugt werden, mitverändert wird, was unerwünscht ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Belastungseinrichtung für Druckwalzen an Streckwerken zu schaffen, bei welcher der über einen Drucksattel auf die Walzen ausgeübte Druck unverändert bleibt, wenn der Abstand zwischen den Walzen verändert wird.
Zu diesem Zweck besteht bei der Belastungseinrichtung gemäss der Erfindung der Drucksattel aus zwei zueinander parallelen und gegeneinander verstellbaren Druckgliedern, von denen jedes einer Druckwalze zugeordnet ist und eine schiefe Ebene aufweist, die die schiefe Ebene des anderen Gliedes unter einem Winkel kreuzt, der kleiner als 180° ist, wobei die Zugstange an der Kreuzungsstelle der beiden Druckglieder des Sattels angreift.
Zweckmässig bestehen die beiden Druckglieder des Sattels aus zwei Armen, die teleskopartig gegeneinander verstellbar und an einem Ende je mit dem Zapfen der zugeordneten Druckwalze gekuppelt sind.
Wird bei einer derartigen Einrichtung eine Walze im Verhältnis zur anderen zum Zwecke der Veränderung des Abstandes zwischen beiden verlagert, wobei der auf der genannten Walze aufliegenden Druckarm mitverlängert wird, dann verschiebt sich die Zugstange längs der schiefen Ebene de Arme, bis sie wieder am Scheitel der Schnittlinie der genannten Ebene anlangt, so dass dass Verhältnis zwischen den zwei Hebelarmen der Zugstange zu den beiden Walzen unverändert bleibt. Um es kurz zu sagen, die Belastungseinrichtung zentriert sich selbst und unterhält automatisch einen konstanten Druck auf die Druckwalzen.
Nach der Erfindung ist ferner die Zugstange an der Gewichtshebelübersetzung an einem Punkt angebracht, der in Abhängigkeit vom Abstand der Walzen verstellbar ist, für den Fall, dass die beschriebene Belastungseinrichtung bei erheblicher Änderung des Walzenabstandes einen konstanten Druck nicht mehr automatisch sichern kann.
Die Erfindung wird nun nachstehend beispielsweise in einer Ausführungsform unter Hinweis auf die beiliegende Zeichnung beschrieben:
Figur 1 ist ein Schnitt durch das Streckwerk einer Spinnmaschine zum Verspinnen von langen Fasern, mit der Belastungseinrichtung gemäss der Erfindung.
Figur 2 zeigt im Längsschnitt bei vergrössertem Masstabe den Drucksattel der erfindungsgemässen Belastungseinrichtung.
Die Figuren 3, 4 und 5 sind in Vorder-, bezw. Seitenaufriss, bezw. ein Grundriss des linksseitigen Bestandteils des in Figur 2 dargestellten Drucksattels.
Die Figuren 6, 7 und 8 sind ein Vorder-, bezw. ein Seitenaufriss, bezw. der Grundriss des rechtsseitigen Bestandteiles des in Figur 2 dargestellten Drucksattels.
Die Figur 9 ist eine Seitenansicht der Zugstange und Figur 10 zeigt den Drucksattel des Figur 2 in einer Stellung, die einen veränderten Abstand zwischen den Druckwalzen entspricht.
In Figur 1 ist 1 die Streckwerkbank, mit der die Stanze 2 für den Streckwalzensatz verbunden ist, wobei die genannte Stanze zwei Arme 3 und 4 und eine Gleitbahn 5 aufweist, auf der verstellbare Lagerschlitten 6 für die Unterwalzen 7 - 13 montiert sind, die mit den Oberwalzen 14 - 20 zusammen arbeiten. Die letzteren sind mittels Zapfen 21 innerhalb von Haltern 22 auf der die Halter tragenden Stange 23 verstellbar gelagert, die sich über die ganze Länge des Streckwalzensatzes erstreckt und an dem einen Ende durch den Arm 24 mit der Gleitbahn 5 verbunden und am anderen Ende in irgendeiner bekannten (nicht dargestellten) Weise gesichert ist.
Die Einrichtung, durch welche der verlangte Druck auf die Oberwalzen übertragen wird, umfasst ein Gewicht 25, das verstellbar am Ende des längeren Armes eines Hebels 26 und 27 auf der Bank schwingend montiert ist, und eine Uebersetzung, die ein Zugstange 28 enthält, welche an einem Ende bei 29 an dem Hebel 26 und am anderen Ende bei 30 an einem zweiten Hebel 31 angelenkt ist. Der letztere Hebel hat an seinem längeren Arm im Punkt 32 einen Bügel 33 angelenkt, der mit dem Zapfen 21 der vorderen Oberwalze 14 verbunden ist und so den notwendigen Druck zwischen den beiden Walzen 14 und 7 des vorderen Paares sichert. Ein Stellhebel 34, der mittels Zapfen mit dem Ende des kürzeren Armes des Hebels 31 verbunden ist, überträgt die durch das Gewicht 25 hervorgebrachte Kraft auf zwei ein Stück bildende Arme 35, 36 die mittels Bolzen 37 bezw. 38 mit den Enden des Stellhebels verbunden sind. Um eine Verstellung der Gelenkgruppe 37 und 38 der Arme mit dem Stellhebel 34 zu ermöglichen, hat dieser an einem Ende Bohrungen 40, 38 und 42 und am entgegen gesetzten Ende einen Schlitz 43, so dass bei Verlagerung des Bolzenstiftes bei 38 von einer Boh- rung zur anderen, sich der Bolzenstift 37 im Schlitz 43 frei bewegt. An den Punkten 44 bezw. 45 und am Punkte 39 sind durch Bolzen mit den Armen 35 und 36 drei Zugstangen 46, 47 und 48 verbunden, wobei letztere als Bügel ausgeführt ist und direkt auf den Zapfen der hinteren Druckwalze einwirkt. Die Arme 35 und 36 haben Bohrungen 60, 61, 62 und 63 für die Verstellung des Gelenkpunktes der Zugstangen 46 und 48.
Die Zugstangen 46 und 47 bilden einen Teil der Belastungseinrichtung gemäss dieser Erfindung und sind an ihrem freien Ende mit einer offenen Öse 48´versehen, durch die zwei Arme 49 und 50 hindurch gehen, die auf den Zapfen 21 zweier benachbarten Oberwalzen, z.B. der Walzen 18 und 19 ruhen.
Wie aus den Figuren 2 bis 9 klar ersichtlich ist, besteht der Arm 49 aus einem Kopf 51, von dem sich ein Stiel 52 erstreckt, auf dem eine Rippe 53 aufmontiert ist, deren obere Kante eine schiefe Ebene 54 darstellt. In dem unterem Teil des Kopfes 51 ist eine Rille 55, die das Aufliegen des Kopfes auf den Zapfen 21 des Zylinders ermöglicht. Der andere Arm 50 (Figur 7) besteht aus einem Formstück, das einen Schlitz 56 enthält, dessen Breite der Stärke der Rippe 53 entspricht und mit einer zylindrischen Bohrung 57 versehen ist, mit dem gleichen Durchmesser wie jener des Stiels 52. Das Formstück weist oben eine schiefe Ebene 58 auf, deren Neigung gleich und entgegengesetzt jener der Ebene 54 ist und an dem Ende auf einer Seite einer Querrille 59 hat, die seine Auflage auf den Zapfen der benachbarten Walze ermöglicht.
Bei einer betrachteten Spinnmaschine arbeiten die Walzen 8, 15 einfach als Gleitwalzen zur Führung der Fasern und üben keinen anderen Druck aus als jenen, der dem Gewichte der Walze 15 selbst entspricht.
Die beschriebene Belastungseinrichtung arbeitet in der folgenden Weise:
Entsprechend der Kraft, die durch das Gewicht 25 mit Hilfe der dargestellten Übersetzung ausgeübt wird, wirken die Zugstangen 46 und 47 ständig gegen die Arme 49 und 50 in jenem Punkte, wo deren schiefe Ebene 54, 58 einander kreuzen. Sie üben dadurch einen Zug nach abwärts auf die genannten Arme aus, und, infolge der Verbindung der Arme mit den zugehörigen Walzen, auch auf die Walzen selbst, die so den geforderten Druck auf das Faserband übertragen, das zwischen den Walzenpaaren hindurch geht.
Wenn es erforderlich ist, das Streckwerk auf das Verziehen eines Faserbandes, dessen Faserlänge von jener des vorher behandelten Faserbandes verschieden ist, umzustellen, wird der Abstand der Walzenpaare in der üblichen Weise abgeändert. So würde die Entfernung zwischen den Walzen 16 und 17 oder 18 und 19, die von dem gleichen Drucksattel gemäss der Erfindung belastet sind, ebenfalls geändert werden. Nichtsdesto weniger wird der Angriffspunkt der Zugstangen 46 und 47 auf die Arme 49 und 50 immer im Kreuzpunkt der beiden schiefen Ebenen der Arme bleiben und die Komponenten der auf die Druckwalzen übertragenen Kräfte werden daher unverändert bleiben. Tatsächlich folgen bei jeder Veränderung des Abstandes zwi- schen den beiden Walzen die Arme eines jeden Sattels, die sich gegeneinander bewegen, den Zapfen der zugehörigen Druckwalzen, und die Zugstangen drehen sich um ihren Gelenkpunkt mit den Armen 35 oder 36, wirken über die schiefen Ebenen 54 und 58 und behalten ihre Lage auch weiter im Kreuzungspunkt der genannten schiefen Ebene bei.
Die Einrichtung stellt sich also selbst ein und von den Druckwalzen ausgeübte Druck bleibt praktisch konstant.
Figur 10 zeigt eine Stellung, in der der Abstand zwischen den Walzen 11 und 12 grösser ist als der Abstand gemäss Figur 2. Es ist ersichtlich, dass die Zugstange 47 in der gleichen Lage zu den beiden Walzen bleibt.
Bei beträchtlichen Verstellungen, bei denen die vorgenannten Bedingungen gleichmässigen Drucks nicht mehr länger wegen der betrieblichen Neigung, die den Zugstangen bei deren Drehung verliehen wird, aufrecht erhalten werden können, ist Vorsorge getroffen, die Gelenkpunkte zwischen den Zugstangen und den Armen 35 und 36 mittels der Bohrungen 60 und 62 in den genannten Armen zu verlegen. Eine solche Anordnung kann durch eine Verstellung der Angriffspunkte der Arme 35 und 36 am Stellhebel 34 vervollständigt werden, was infolge vorsorglicher Anordnung der Bohrungen 40 - 42 und des Schlitzes 43 möglich ist.
Endlich kann die gesamte Belastungeinrichtung, einschliesslich des Gewichtes 25 parallel zu sich selbst längs eines Schlitzes 64 in der Platte 65 verlagert werden, durch die sie an das Winkeleisen 66 befestigt ist. Zu diesem Zwecke genügt es, den Bolzen 67 zu lösen.
Die vorhin beschriebene Belastungseinrichtung ist besonders geeignet für Spinnerei-Maschinen zum Verspinnen langer Fasern, wie Wolle, Kunstwolle, und dgl.
Obgleich nur eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben worden ist, ist es klar, dass mancherlei Veränderung angebracht werden können, ohne dass man sich von dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung zu entfernen braucht.

Claims (7)

1. Belastungseinrichtung für Druckwalzen an Streckwerken mit einem auf zwei Druckwalzen wirkenden Drucksattel und einer an diesem angreifenden Zugstange, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucksattel zwei zueinander parallele und gegeneinander verstellbare Druckglieder aufweist, von denen jedes einer Druckwalze zugeordnet ist und eine schiefe Ebene aufweist, die die schiefe Ebene des anderen Gliedes in einem Winkel kreuzt, der grundsätzlich kleiner ist als 180°, und dass die Zugstange an der Kreuzungsstelle der beiden Druckglieder des Sattels angreift.
2. Belastungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Druckglieder des Sattels aus zwei Armen bestehen, die teleskopartig gegeneinander verstellbar und an einem Ende mit dem Zapfen der zugeordneten Druckwalzen verbunden sind.
3. Belastungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der eine der beiden Arme um wesentlichen als ein Stiel mit einer darauf sitzenden, eine der schiefen Ebenen bildenden Rippe ausgebildet ist, während der andere Arm im wesentlichen aus einem mit einer schiefen Ebene versehenen Formstück besteht, das in einem Schlitz und einer Oeffnung Rippe und Stiel des anderen Armes aufnimmt.
4. Belastungseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Arm an seinem mit der Druckwalze verbundenem Ende mit der Rille versehen ist, mit der er auf dem Zapfen der zugehörigen Walze aufliegt.
5. Belastungseinrichtung nach den Ansprüchen 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstange eine Öse aufweist, in welche die freien Enden der zwei Sattelarme eingreifen, wobei die Zugstange gegen die Arme mittels der oberen Kante der Öse einwirkt.
6. Belastungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstangen der Gewichtshebelübersetzung an einem Punkte angelenkt sind, der in Abhängigkeit vom Abstand der Walzen verstellbar ist.
7. Belastungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie in ihrer Gesamtheit in Abhängigkeit vom Abstand zwischen den Walzen in jenem Sinne verstellbar ist, in welchen der Walzenabstand verändert wird.

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