DEP0038536DA - Gewebeartiger Körper, insbesondere in Bandform zu Kraftübertragungs- und Förderzwecken - Google Patents
Gewebeartiger Körper, insbesondere in Bandform zu Kraftübertragungs- und FörderzweckenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen gewebeartigen Körper, der für die verschiedensten Zwecke benutzt werden kann, insbesondere aber die Aufgabe hat, in bandartiger Form als Kraftübertragungsmittel und zu Förderzwecken zu dienen.
Die bisher zu diesen Zwecken bekannt gewordenen Lösungen, wie Riemen aus Leder, Gurtgewebe, Gummibahnen mit Einlagen aus Geweben der verschiedensten Art können nicht befriedigen. Neben der für viele Zwecke ungenügenden Festigkeit ist insbesondere nachteilig, dass sich die bekannten bandartigen Körper im Betrieb längen. Diese Erscheinungen konnten bisher nicht beherrscht werden, da die meistens vorgesehenen Nachstellmittel der Auflagen- bzw. Antriebskörper nicht nur teuer und umständlich in Herstellung und Betrieb sind, sondern ihre Aufgabe auch nur unvollkommen erfüllen.
Besonders schwierig gestalten sich diese Verhältnisse in der Fördertechnik mit Förderbändern. Hier ist es bisher mit den bekannten, Gewebeeinlagen aufweisenden Gummibändern nur möglich, kurze Förderstrecken zu überbrücken, denn das Längen der Bänder konnte nur bei kurzen Wegen notgedrungen in Kauf genommen werden. Auch verschleißen solche Bänder bei dem meist rauhen Betrieb
sehr rasch, beispielsweise beim Bewegen von Erdmassen, Gestein und namentlich von Kohle im Bergbau. Dabei soll ganz abgesehen sein von dem Umstand, dass nur verhältnismäßig geringe Zugkräfte erzielt und übertragen werden können. Auch die Belastungsmöglichkeit ist daher nicht groß und bedingt außerdem den Einbau einer großen Zahl nahe beieinanderliegender Unterstützungs- bzw. Laufrollen. Auch der Vorschlag, Stahlbänder zu verwenden, konnte sich nicht durchsetzen.
Die vorliegende Erfindung stellt eine wesentliche Bereicherung der Technik insofern dar, als erstmalig ein gewebeartiger und insbesondere bandartiger Körper mit ausreichenden und beliebig zu steigernden Zug- bzw. Druckfestigkeitswerten vorgeschlagen wird, der dabei die ganz besondere Eigenschaft hat, sich praktisch nicht zu längen.
Erreicht wird dies erfindungsgemäß durch eine Anzahl in Längsrichtung etwa parallel nebeneinanderliegenden Litzen oder Seile, deren gegenseitige Lage längs und quer zum bandartigen Körper durch beliebige Mittel, insbesondere durch Einweben oder Einschlagen gesichert ist, wobei die Litzen oder Seile keinerlei Veränderung erfahren, also im Anlieferungszustand Verwendung finden.
Das Anordnen nebeneinanderliegender Litzen oder Seile ermöglicht zunächst eine beliebige Steigerung der Festigkeit des bandartigen Körpers durch Wahl der Anzahl der tragenden Litzen oder Seile, deren Stärke und Material. Andererseits wird durch die Verwendung von Seilen und Litzen als Trag- bzw. Zugkörper ein Längen praktisch ausgeschlossen, sodass nunmehr Bandlängen erzielbar sind, die bisher nicht möglich waren.
Da die gegenseitige parallele Lage der nebeneinanderliegenden Litzen und Seile sichernden Mittel können diese stellenweise nach außen überfassen und dabei unmittelbar Teile der Oberfläche bilden oder auch mittelbar als Unterlage für weitere Auflagen aus beliebigen Stoffen dienen.
Die tragenden Elemente bestehen aus metallischen Drähten, die zu einfachen Drahtbündeln oder zweckmäßig zu Litzen oder Seilen zusammengedreht sind. Die zur Sicherung der gegenseitigen Lage derselben vorgesehenen Mittel sind ebenfalls zweckmäßig metallische Drähte. Die Seile und Webdrähte können aus Stahl, Buntmetall, gegebenenfalls Aluminium bestehen, auch Überzüge aller Art aufweisen, beispielsweise Überzüge aus Gummi, Lacken, Korrosionsschutz und ähnlichen, aber auch aus verzinktem Draht bestehen.
Es ist auch möglich, zur Sicherung der gegenseitigen Lage der tragenden Elemente und/oder zu Überzugszwecken nichtmetallische Stoffe, beispielsweise Textilien oder Kunststoffe, etwa in Form von Fäden, Litzen, Bändern oder dgl. zu verwenden. Es ergeben sich so mannigfaltige Möglichkeiten auch die Oberfläche des bandartigen Körpers auszugestalten und den verschiedensten Zwecken anzupassen. Auch können auf diese Weise besondere Körper, Absatzleisten, Mitnehmereinrichtungen, Stahlbandstreifen und ähnliche Mittel vorgesehen werden, beispielsweise zur Verstärkung der Mitnahme etwa zu transportierender Güter, zur Sicherung guter Laufeigenschaften, zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit usw.
Wesentliche Vorteile bietet der bandartige Körper gemäß der Erfindung insbesondere dann, wenn Gummi- oder
Gummiersatzstoffe aufgebracht bzw. einvulkanisiert werden. Hier ergeben sich große Möglichkeiten zur Verbesserung, Vereinfachung und Verbilligung der bekannten Gummiförderbänder. Die an Stelle der bekannten Gewebeeinlagen nunmehr vorgeschlagenen Tragkörper aus in Bandrichtung nebeneinanderliegenden und durch Einweben o.dgl. in Längs- und Querrichtung in ihrer Lage gesicherten Drahtseile oder Drahtlitzen ermöglichen die Übertragung wesentlich höherer Zugkräfte und hoher Belastungsmöglichkeit. Von besonderer Bedeutung ist der Umstand, dass sich ein solches Band praktisch nicht längt. Es sind also einmal wegen der hohen Zugfestigkeit und zum anderen Mal wegen der praktisch ausgeschlossenen Längenstreckung im Betrieb große Förderstrecken mit einem solchen Band zu überbrücken, ein Umstand, der für die Fördertechnik von überragender Bedeutung ist.
Es gelingt also nicht nur die Überbrückung großer Förderstrecken bei verhältnismäßig weitem Abstand der Unterstützungs- bzw. Laufrollen, sondern auch eine Steigerung der Förderleistung durch höhere Grundkörper, insbesondere durch die beim Einweben eintretende Umschlingung der beiden äußersten Seile der jeweiligen Bandbreite eine hohe Sicherheit gegen das gefürchtete Einreißen der Bänder von den Rändern aus gegeben, und damit eine ganz wesentliche Steigerung der Haltbarkeit. Das Umlenken macht keine Schwierigkeiten, da die Grundkörper ebenso wie ihre Hauptbestandteile, die Seile oder Litzen, schmiegsam sind. Aus dem gleichen Grund ist es möglich, dem Band eine Muldenform zu geben, wenn das erforderlich ist.
Für die Anordnung der in Längsrichtung des band-
artigen Körpers nebeneinanderliegenden Seile und für das Einweben zur Sicherung der gegenseitigen Lage ergeben sich je nach dem Zweck die verschiedensten Möglichkeiten.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein solches Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt in Draufsicht;
Fig. 2 einen Längsschnitt und
Fig. 3 den Querschnitt, jeweils in vergrößertem Maßstab.
Mit 1 sind die in Längsrichtung parallel nebeneinanderliegenden Drahtseile bezeichnet, die von den dazu senkrecht verlaufenden, übergreifenden Drähten 2 und den untergreifenden Drähten 3 umfasst werden. Weitere Drähte 4 über- und untergreifen abwechselnd wieder die Drähte 2 und 3, sodass die gegenseitige Lage der Drahtseile 1 in Längs- und Querrichtung gesichert ist, und der bandartige Körper ein in sich gut verwebtes Ganzes ergibt, das in vorzüglicher Weise, beispielsweise mit Gummi vulkanisiert, als Förderband dienen kann. Dabei ist wichtig, dass die Seile 1 keinerlei Veränderung ihrer Struktur und der Oberfläche erfahren, also Verwendung finden, wie sie angeliefert werden.
Claims (3)
1.) Gewebeartiger Körper, insbesondere in Bandform zu Kraftübertragungs- und Förderzwecken, gekennzeichnet durch eine Anzahl Litzen oder Seile, die in ihrer gegenseitigen Lage quer und längs zum bandartigen Körper durch beliebige Mittel, insbesondere durch Einweben oder Einschlagen, gesichert sind.
2.) Gewebeartiger Körper nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, dass die zur Sicherung der gegenseitigen parallelen Lage der nebeneinanderliegenden Litzen oder Seile vorgesehenen Mittel die Litzen oder Seile stellenweise nach außen überfassen und dabei unmittelbar Teile der Oberfläche bilden oder auch mittelbar als Unterlage für weitere Auflagen aus beliebigen Stoffen dienen, insbesondere Gummi- oder Gummiersatzstoffen.
3.) Gewebeartiger Körper nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die parallel nebeneinanderliegenden Litzen oder Seile aus Bündeln metallischer Drähte bestehen oder aus solchen zusammengedreht sind und die zur Sicherung der gegenseitigen Lage derselben vorgesehenen Mittel aus eingewebten metallischen Drähten bestehen.
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