DEP0038397DA - Anordnung zur Erzeugung von Glockenklängen auf elektroakustischem Wege. - Google Patents

Anordnung zur Erzeugung von Glockenklängen auf elektroakustischem Wege.

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DEP0038397DA
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Germany
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electro
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Fridrich Dr. Dipl-Ing. Spandöck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Publication date

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Description

Siemens & Halske München, den 15-3*1949
Aktiengesellschaft .
Berlin-Siemensstadt EA 9/52C/12
Briefanschrifti
München L
Dienerstr* 15/16
Anordnung zur Erzeugung νη Glockenklängen auf elektre-
alrustischem Wege«,
Die Erfindung "bezieht sich auf elektroakustische Anlagen als Ersatz für Eirchenglockengeläute«, Es ist vorgeschlagen worden, hierfür L«iutspreche2Panlagen zu benutzen^ über die ein auf Tonträger, ζ·Β* Schallplatten, aufgenommenes natürliches GIockengeläute übertragen wird-. Der Nachteil solcher Anlagen "besteht im wesentlichen darin, dass untragbare Unterbrechnungen auftreten? wenn die Schallplatte abgelaufen ist und auf den Anfang umgeschaltet werden muss. Man hat äeshalb auch schon vorgeschlagen, die Glok— kentöne mit Hilfe angeschlagener JJtäbe nu erzeugen, deren Schwingungen über elektroakustische Tonabnahmeglieder abgetastet werden· Da das jprequenzspeltbrum einer natürlichen flocke jedoch eine sehr charakteristische Frequenz— ■verteilung aufweist, bestehen beträchtliche Schwierigkeiten, eine Nachbildung mit Hilfe einfacher Stäbe zu verwirklichen. Die Erfindung schlägt deshalb eine neuartige Anordnung für die Erzeugung derartiger !Föne vor, die von diesen Nachteilen weitestgehend frei? ist« Es werden erfindungsgemäss mehrere gleichzeitig angescHlagen© und durch Tonabnahmeglieder abgetastete schwingende Körper mit verschiedenen Tonhöhen benutzt, z„Be Stimmgabeln, die in Eusammenwirkung das Frequenzspektirum einer Glocke aus Teiltönen nachbilden^ es brauchen dabei nicht alle Teil— töne einer natürlichen Glocke nachgebildet werden, um eine "ferauohbarB Wirkung· ?u pvrielev "Die Amplitude xand/
oder die Dämpfung der Teiütone sind zweckmassig unabhängig -von einander regelbar0 Man kann hierdurch ©infaelne besonders charakteristische Teiltöne herausheben oder schwächen* Durch Regelung des Dämpfungsdekrementes der Teiltb'ne hat man es ferner in der Hand, die Abklingzeiten Terschieden einzustellen« Als Tonabnahmeglieder eignen sich an sich bekannte elektroakustische oder elektromechanische Elemente? Z9Br solche? die zur Abtastung von Schallplatten dienen« Bei Verwendung von Stimmgabeln zur Erzeugung der Teiltöne sind als Tonabnahme glieder die Magnetsysteme von Telephonen besonders geeignet, vor deren Magnetpol anstelle der Telefonmembran der eine Schenkel der Stimmgabel schwingt =, Die Amplitudenregelung erfolgt dabei zweckmässigerweise durch "Verstellung des luftabständes zwischen den Btfagnetpolen und der Stimmgabel·
Die Erfindung und dazugehörige Einzelheiten sind anhand der Abbildung beispielsweise erläutert«
In der Erfindung sind auf einer Grundplatte 1, z.B. vier Stimmgabeln 2? 3? 4? 5 Verschiedener GrSsse angeordnet» Jede besitzt einen eigenen Anschlaghammer 6, J9 8, 9, die alle gemeinsam über den,Schaltkontakt 10, der einen Stromkreis von der Batterie U über die Erregerspulen 12, 13y 14? 15 schliesst? betätigt werden. An den gegenüberliegenden Schenkeln der Stimmgabel sind die Tonabnahmeglieder 16? 17f 18? 19 angebracht, die alle zusammen in S-erien- oder Parallelschaltung mit, dem Eingangdes Verstärkers 20 verbunden sind* an dessen Ausgang der Lautsprecher 21 angeschlossen ist. Die Tonabnahmeglieder 16, 17, 18, 19 sind zweckmassig Telefonsysteme, deren Membrane entfernt sind« Die Stimmgabeln schwingen vor den Magnetpolen mit einem gewissen Luftspalt· Die Tonabnahmeglieder sind auf dem gemeinsamen Träger 22 befestigt, der vorzugsweise mittels der Federn 23 und 24 auf der Grundplatte 1 gelagert und durch die Schwungmassen 25 und 26 in seiner Masse1 vergrössert ist,- Zwischen den Sohenkeln der Stimmgabeln sind die Filzpfropfen 27, 28, 29» 30 verschiebbar angeordnet, um-die Dämpfung und die Abklingzeit der Schwingungen zu regelnd Es können dafür auch Stücke aus ähnlichem Dämpfungsmaterial wie *Ί1ζ verwendet werden«
Die Wirkungsweise der Anordnung besteht im Prinzip darin, dass das nachzubildende Frequenzspektrum einer Glocke durch die Teiltöne der verschieden abgestimmten Stimmgabeln zusammengesetzt wirdo Jede Stimmgabel erzeugt einen im wesentlichen sinusförmigen !gon, ohne bevorzugte Oberschwüngungen· Zusammen ergeben diese Teile aber bei sinnvoller Dirnensionierung das nachzubildende IPrequenzspekt'rum mit beliebiger Vollkommenheit wieder» Die Amplitude der Teiltöne ist regelbar, z,B» durch !luftspaltänderung, indem man die Telefonsystems mehr oder weniger dicht an die Stimmgabeln heranbringt„ Die Abklingzeiten der Teiltöne werden durch die Filzpfropfen mit verlangtem Klangbild entsprechend eingestellt» Der federnde Träger auf dem die Tonabnahmesysteme 16? 17» 18, 19 befestigt sind» bewirkt ein gewisses Yibrieren der Töne, "wie es auch beim natürlichen Glockengeläute auftritt» Die St-ärke und die Frequenz des Vibrierend kann durch Vergrössern oder Verkleinern der Schwungmassen 25? 26 eingestellt werdene
Die Erfindung kann im Rahmen des Grundprinzips in gewissem Maße abgewandelt werdenj man kann z.B. anstelle der Stimmgabeln auch anders geformte schwingende Körper verwenden, z.B. Stäbe,- Rohre j Saiten oder Schienen. Man kann ferner auch Systeme mit einer grösseren Anzahl von Teil— tönen benutzen. Das Anschlagen erfolgt gegebenenfalls mit Hilfe von Relais, an deren Anker ein Hammer befestigt istj es ist jedoch auch eine rein mechanische Anordnung für das Anschlagen geeignet=. Sofern Hin aus vielen Glocken bestehendes Gelaute nachgebildet werden soll, ist für jede Glocke ein Mehrfachsystem der geschilderten Art erforderlich. Die Anordnung ist im üfcrigen nicht ausschließliufhauf 'die elektroakustische Erzeugung von Glockenklängen beschränkt, sie eignet sich vielmehr auch gang allgemein zur Nachbildung bestimmter Tonspektren«
1 Blatt. Zeichnungen
7 Patentansprüche

Claims (6)

Pat entansprüche
1. Anordnung zur i-rzeugung -von GlockenSängen auf elektroakustischem Wege, dadurch gekennzei chnet, dass mehrere gleichzeitig angeschlagene und durch Tonabnahmeglieder (12? 13? 14» 15) abgetastete schwingende Körper mit verschiedener Tonhöhe, z.B. Stimmgabeln (2-, 3t 4, 5)» das Frequenzspektrum einer G-locke aus Teiltönen nachbilden-
2* Anordnung nach Anspruch I7 dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude und/oder die Dämpfung der Teiltöne unabhängig voneinander regelbar sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfung durch verschiebbare Stücke (27, 28, 29p 30) aus Filz oder ähnlichem Dämpfungsmaterial regelbar ist, welche Stücke (27» 28, 29» 30) bei Verwendung von Stimmgabeln (2? 3? 4, 5) vorzugsweise zwischen deren Schenkeln eingeklemmt sind,
4· Anordnung nach einem der Ansprüche 1 — 3» gekennzeichnet durch Telephonsysteme (16? 17? 18, 19) als Tonabnahmeglieder, vor deren .Magnetpollen der schwingende Körper, z.B. ein Schenkel einer Stimmgabel mit gewissem Luftspalt angeordnet istu
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grosse des luftspaltes zur Amplitudenregelung einstellbar ist«
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 - !>, dadurch gekennzeichnet, dass die Tonabnahmeglieder (l6f 17» 18, 19) auf einem gemeinsamen, gegenüber den Schwingenden Körpern (2» 3» 4? 5) beweglich gelagerten, vorzugsweise gefederten Träger (22), befestigt sind.
7« Anordnung nach Anspruch 6T gekennzeichnet durch am Träger (22) der Tonabnahme glieder (16 s 17, 18, 19) befe·* stigte Schwungmassen (2§o26)c

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