DE468887C - Luftschallsender - Google Patents
LuftschallsenderInfo
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R1/00—Details of transducers, loudspeakers or microphones
- H04R1/20—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics
- H04R1/22—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics for obtaining desired frequency characteristic only
- H04R1/225—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics for obtaining desired frequency characteristic only for telephonic receivers
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10K9/00—Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers
- G10K9/12—Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers electrically operated
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf luftakustische Apparate beliebiger Art (Telephone,
Mikrophone, Grammophone, Megaphone, Hupen u. dgl.), und zwar insbesondere auf solche, bei denen zur Übertragung oder Aufnahme
des Schalles an die Luft oder aus derselben ein besonderes Schwingungsorgan (Membran o. dgl.) vorhanden ist. Bei luftakustischen
Apparaten im allgemeinen, besonders aber bei solchen der zuletzt geschilderten Art, hat es sich bisher als unmöglich
erwiesen, eine so große Dämpfung der schwingenden Gebilde zu erzielen, daß eine völlig
einwandfreie Übertragung und Wiedergabe des gesprochenen Wortes gleichzeitig mit
einem möglichst hohen Wirkungsgrad des Apparats erreicht werden könnte.
Die Erfinder haben zur Lösung dieses Problems ein Mittel darin gefunden, für die
Übertragung der Sprache einen abgestimmten Luftraum (Helmholzscher Resonator) zu verwenden,
der bei Apparaten mit besonderem Schwingungsorgan (Membran) mit diesem gekoppelt
wird. Es können naturgemäß auch mehrere Resonatoren in einem Apparat verwendet werden.
Die Verwendung von abgestimmten Lufträumen in Verbindung mit schwingenden
Membranen war an sich bereits mehrfach vorgeschlagen, aber stets in einer Form, welche die Wirkung des Resonators selbst
praktisch zunichte machte, indem z. B. die Resonatorwäiide unstarr ausgebildet oder der
Innenraum des Resonators mit anderen Teilen des Apparats zum Teil ausgefüllt wurde.
Demgegenüber bezieht sich die Erfindung naturgemäß nur auf wirkliche Resonatoren,
deren nicht für die Schwingung bestimmte Wandteile starr und deren Innenraum völlig
frei ist.
Die Zwischenschaltung derartiger Resonanzräume zwischen diejenige Stelle, an der
letzten Endes die eigentliche Erzeugung oder Energieumwandlung des Schalles stattfindet,
und das übertragende Medium gibt ein Mittel an die Hand, den Betrag der ausgestrahlten
und aufgenommenen Energiemenge beliebig genau zu regulieren, unabhängig von allen
sonstigen Anforderungen, die etwa an die schwingenden Gebilde des akustischen Apparats
zu stellen sind. Sie ermöglicht es, bei Empfängern den Betrag der sogenannten
Strahlungsdämpfung, d. h. derjenigen Energiemenge, die vom Apparat oder genauer von
seinen strahlenden Teilen auf das Medium übertragen werden, so zu bemessen, daß
dieser Teilbetrag der Gesamtdämpfung des Apparats in die gleiche Größenordnung gebracht
werden kann wie die Dämpfung der schwingenden Gebilde durch die übrigen an So der Schallübertragung und Weitergabe beteiligten
Konstruktionselemente des Apparats, soweit dieser letztere Betrag eine sogenannte
Nutzdämpfung veranlaßt.
Betrachtet man beispielsweise die Mikrophonkapsel eines Fernsprechapparats in ihrer
akustischen Wirkungsweise, so ergeben sich folgende Erscheinungen:
Die Membran wird durch die auffallenden Sprechwellen in Schwingungen versetzt. Es
ist also in ihr jeweils ein bestimmter Energiebetrag vorhanden, der sich wie folgt verteilt:
Ein Teil wird in dem auf der Membran befestigten Mikrophon in elektrische Wechselströme
umgewandelt, ein anderer Teil wird jedoch, da ja die Membran mindestens auf
der Außenseite, oft zum Teil auch auf der ίο Innenseite, an Luft grenzt, wiederum von ihr
auf die umgebende Luft übertragen, d. h. zurückgestrahlt. Würde man das Mikrophon
ganz außerordentlich klein bauen, so würde es nicht in der Lage sein, nennenswerte Energie
aus der Membran herauszuziehen. Würde man es extrem groß bauen, so würde es die Membran festhalten und überhaupt am
Schwingen verhindern. In beiden Grenzfällen sieht man, daß eine nennenswerte Erzeugung
so von elektrischen Wechselströmen nicht stattfindet;
sowohl in dem FaEe, wenn die Nutzdämpfung sehr klein ist gegenüber der Strahlungsdämpfung,
als auch in dem Falle, wo sie sehr groß ist, ist also der Wirkungsgrad eines solchen Apparats sehr schlecht, woraus
folgt, daß diese Kurve des Wirkungsgrades relativ zum Verhältnis der Strahlungsdämpfung
zur Nutzdämpfung zwischen beiden Extremen einen optimalen Wert haben muß. Rechnung
und Erfindung stimmen darin überein, daß dieses Optimum unter Vernachlässigung sonstiger kleiner schädlicher Dämpfungen
dann erreicht wird, wenn die Strahlungsdämpfung gleich der Nutzdämpfung gemacht werden kann. Ein Mittel hierzu ist, wie gesagt,
die Verwendung der oben geschilderten Resonatoren.
Bei Sendern liegt ebenfalls meist die Bedingung vor, gewisse Dämpfungen zu haben.
Will man diese nicht durch schädliche Dämpfungen, also unter Einbuße des guten Wirkungsgrades,
erreichen, sondern durch Nutzdämpfung, d. h. in dem Falle des Senders
durch Strahlung, so werden gemäß der Erfindung hierzu die Resonatoren verwendet.
Man hat zwar bereits derartige Apparate zu irgendwelchen Zwecken mit Lufträumen versehen; dabei hat man aber in keiner
Weise berücksichtigt, daß zur Erreichung des gewünschten Zieles die Abstimmung der
Lufträume mit dem Schwingungsorgan, d. h. also der Charakter des Resonators und ihre
entsprechende Kopplung mit dem Schwingungsorgan (Membran), erforderlich ist. Daß
diese Bedingungen bei den in der Praxis eingeführten Apparaten dieser Art, z. B. bei
den handelsüblichen Telephonen, bisher nicht erfüllt waren, kann ohne weiteres experimentell
nachgewiesen werden. Die der obigen Forderung entsprechende Beschaffenheit des Luftraums läßt sich entweder
experimentell bestimmen oder rechnerisch ermitteln. Es genügt für irgendeinen Typ eines beliebigen solchen luftakustischen
Apparats, an einem Modell durch Einschaltung verschieden großer und verschieden abgestimmter
Lufträume oder eines in seinen Abmessungen veränderlichen Luftraums durch Dämpfungsmessungen mit und ohne Luftraum
die richtigen Abmessungen des letzteren zu ermitteln. Natürlich kann man bei gegebener
Größe durch Variation der Öffnung des Resonators auch die richtige Abstimmung einstellen.
Außerdem sind alle diese Dinge mit Hilfe von geeigneten Formeln der Rechnung zugänglich.
Ist der Luftraum das einzige Schwingungsgebilde mit ausgesprochener Eigenperiode in
dem gesamten vorhandenen System, dann wird er selbst und allein auf die aufzunehmende
oder auszusendende Schallfrequenz abgestimmt. Das gilt ebenso, wenn er mit einem
an sich zwar elastischen Gebilde zusammenwirkt, aber so, daß beide zusammen nur als
ein Schwingungsorgan aufzufassen sind. Ist er
mit einem Schallorgan, z. B. mit einer Membran, gekoppelt, so werden beide zweckmäßig
auf seine Frequenz oder, wenn eine ganze Gruppe von Frequenzen aufgenommen oder ausgestrahlt werden soll, auf eine innerhalb
dieser- Gruppen liegende Frequenz abgestimmt. Es ergeben sich dann, je nach dem Kopplungsgrad
der beiden Schwingungsgebilde, mehr oder weniger weit auseinanderliegende Kopplungsschwingungen, die sich über das in
Frage kommende Frequenzgebiet verteilen. Bei Sprechapparaten wird man diesen Frequenzbereich
vorteilhaft mit dem der Sprache möglichst zusammenlegen. So wird man beispielsweise
bei solchen Apparaten Membranen und Resonatoren etwa auf die Frequenz 700 bis 750 abstimmen und sie so miteinander
koppeln, daß die Kopplungsschwingungen in dem Gebiet unter 700 und über 800 liegen,
so daß das Gebiet von etwa 500 bis ι 000 Schwingungen in der Sekunde von den
Resonanzfrequenzen des Apparats überdeckt wird. Die richtige Dämpfung wird dann bei
konstant bleibender Abstimmung des Resonators durch Berechnung oder experimentelle
Bestimmung der erforderlichen Größe desselben eingestellt. -
Statt eines einzigen Resonators können deren naturgemäß auch mehrere Verwendung
finden. Auch kann man bei weit ausgedehntem Frequenzbereich des zu übertragenden
Tongemisches zu dem Hilfsmittel greifen, gewisse höhere Schwingungen der Schwingungssysteme
des Apparats heranzuziehen, wie sie z. B. erhalten werden können durch ungleichmäßige
Verteilung der Massen in den Sthwingungsgebilden, Änderung ihrer Ein-
spannung und ähnliche Mittel, oder man kann durch solche Mittel die höheren Harmonischen
willkürlich an solche gewünschte Stellen verlegen.
In den Abb. ι bis 5 sind rein schematisch ausgeführte Beispiele der Erfindung dargestellt,
und zwar stellt dar:
Abb. ι ein Telephon,
Abb. 2 ein Mikrophon,
Abb. ι ein Telephon,
Abb. 2 ein Mikrophon,
Abb. 3 die in Frage kommenden Teile eines Grammophons,
Abb. 4 und 5 Megaphone, sämtlich unter Verwendung des Resonators.
Im Falle der Abb. 1 und 2 ist der Resonator ι vor eine Membran 2 geschaltet, die einerseits
durch das Magnetsystem 3 erregt bzw. von ihm abgedämpft oder anderseits durch ein
Mikrophon 4 ausgenutzt wird.
Im Falle der Abb. 3 ist ebenfalls Luftraum und Membran in der angegebenen Zusammenstellung
vorhanden, wobei jedoch die Membran in üblicher Weise mit einem Hebel 5 in Verbindung steht und der Luftraum auf
einen Schalltrichter 6 wirkt.
Im Falle der Abb. 4 ist der Resonator zwischen dem Mundstück 7 und dem Innenraum
des Megaphontrichters 8 eingeschaltet, während im FaUe der Abb. 5 durch das Mundstück
7 zunächst wiederum eine Membran 2 besprochen wird, die ihrerseits den Resonator
ι erregt. Von da aus geht der Schall weiter in den Megaphontrichter 8.
Die Erfindung ist in ihrer Anwendung naturgemäß nicht auf die dargestellten oder
erwähnten Beispiele beschränkt, sondern der Resonator kann in einfacher oder mehrfacher
Anwendung bei Schallapparaten beliebiger Art und für beliebige Zwecke als Mittel zur Einstellung
und Abgleichung der Strahlungsdämpfung Verwendung finden.
Claims (2)
1. Luftschallsender mit einem aus festem Material (Metall o. dgl.) bestehenden und
durch elektrische Kräfte erregten Schwingungsgebilde (Membran) und einem die Energie zwischen diesem Schwingungsgebilde und dem Außenmedium übermittelnden
Resonator, dadurch gekennzeichnet, daß das erwähnte mechanische Schwingungsgebilde
einen Teil der Resonatorwandung bildet, die im übrigen starr gegenüber den verwendeten Schallfrequenzen
ausgebildet ist, und daß alle übrigen Teile des schallerzeugenden Organs (Elektromagnet,
Anker usw.) außerhalb des Resonatorraums liegen.
2. Luftschallsender nach Anspruch 1 mit zwei miteinander gekoppelten Resonatoren,
dadurch gekennzeichnet, daß der eine Resonator als geschlossener, durch eine Öffnung mit dem zweiten verbundener
Resonator mit im übrigen starren Wänden, der zweite Resonator als Schalltrichter
ausgebildet ist, und daß die beiden Resonatoren dieselbe Eigenfrequenz besitzen wie das mit dem geschlossenen
Resonator zusammenwirkende mechanische Schwingungsgebilde.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54614D DE468887C (de) | 1920-10-28 | 1920-10-28 | Luftschallsender |
| FR545516D FR545516A (fr) | 1920-10-28 | 1921-10-25 | Système oscillant à compartiments et ses modes d'utilisation |
| AT96235D AT96235B (de) | 1920-10-28 | 1921-10-25 | Schallapparat. |
| DES61368D DE545758C (de) | 1920-10-28 | 1922-11-11 | Luftschallsender |
| AT101803D AT101803B (de) | 1920-10-28 | 1924-07-24 | Luftakustischer Apparat zur Aufnahme oder Übertragung der Schallenergie aus der Luft oder auf dieselbe. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54614D DE468887C (de) | 1920-10-28 | 1920-10-28 | Luftschallsender |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE468887C true DE468887C (de) | 1928-11-27 |
Family
ID=7489916
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES54614D Expired DE468887C (de) | 1920-10-28 | 1920-10-28 | Luftschallsender |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT96235B (de) |
| DE (1) | DE468887C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1012641B (de) * | 1954-04-27 | 1957-07-25 | Akg Akustische Kino Geraete | Anordnung an Schallwandlern zur Glaettung der Frequenzcharakteristik |
-
1920
- 1920-10-28 DE DES54614D patent/DE468887C/de not_active Expired
-
1921
- 1921-10-25 AT AT96235D patent/AT96235B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1012641B (de) * | 1954-04-27 | 1957-07-25 | Akg Akustische Kino Geraete | Anordnung an Schallwandlern zur Glaettung der Frequenzcharakteristik |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT96235B (de) | 1924-03-10 |
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