DE820528C - Anordnung zur Erzeugung von Glockenklaengen auf elektroakustischem Wege - Google Patents
Anordnung zur Erzeugung von Glockenklaengen auf elektroakustischem WegeInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10H—ELECTROPHONIC MUSICAL INSTRUMENTS; INSTRUMENTS IN WHICH THE TONES ARE GENERATED BY ELECTROMECHANICAL MEANS OR ELECTRONIC GENERATORS, OR IN WHICH THE TONES ARE SYNTHESISED FROM A DATA STORE
- G10H3/00—Instruments in which the tones are generated by electromechanical means
- G10H3/12—Instruments in which the tones are generated by electromechanical means using mechanical resonant generators, e.g. strings or percussive instruments, the tones of which are picked up by electromechanical transducers, the electrical signals being further manipulated or amplified and subsequently converted to sound by a loudspeaker or equivalent instrument
- G10H3/14—Instruments in which the tones are generated by electromechanical means using mechanical resonant generators, e.g. strings or percussive instruments, the tones of which are picked up by electromechanical transducers, the electrical signals being further manipulated or amplified and subsequently converted to sound by a loudspeaker or equivalent instrument using mechanically actuated vibrators with pick-up means
- G10H3/20—Instruments in which the tones are generated by electromechanical means using mechanical resonant generators, e.g. strings or percussive instruments, the tones of which are picked up by electromechanical transducers, the electrical signals being further manipulated or amplified and subsequently converted to sound by a loudspeaker or equivalent instrument using mechanically actuated vibrators with pick-up means using a tuning fork, rod or tube
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Description
- Anordnung zur Erzeugung von Glockenklängen auf elektroakustischem Wege Die Erfindung bezieht sich auf elektroakustische Anlagen als Ersatz für Kirchenglockengeläute. Es ist vorgeschlagen worden, hierfür Lautsprecheranlagen zu benutzen. über die ein auf Tonträger, z.13. Schallplatten, aufgenommenes natürliches Glockengeläute übertragen wird. Der Nachteil solcher Anlagen besteht im wesentlichen darin, daB untragbare Unterbrechungen auftreten, wenn die Schallplatte abgelaufen ist und auf den Anfang umgeschaltet werden mini. N1an hat deshalb auch schon vorgeschlagen, die Glockentöne mit Hilfe angeschlagener Stäbe zu erzeugen, deren Schwingungen über elektroakustische Tonabnahmeglieder abgetastet werdcn. Da (las Fre(luenzspektrum einer natürlichen Glocke jedoch eine sehr charakteristische Fre(luenzverteilung aufweist, bestehen beträchtliche Schwierigkeiten, eine Nachbildung mit Hilfe einfacher Stäbe zu verwirklichen. Die Erfindung schlägt deshalb eine neuartige Anordnung für die Erzeugung derartiger Töne vor, die von diesen Nachteilen weitestgehend frei ist. Es werden erfindungsgemäß mehrere gleichzeitig angeschlagene und durch Tonabnahmeglieder abgetastete schwingende Körper mit verschiedenen Tonhöhen benutzt, z. B. Stimmgabeln, die in Zusammenwirkung das Fre(luenzspektrum einer Glocke aus Teiltönen nachbilden; es brauchen dabei nicht alle Teiltöne einer natürlichen Glocke nachgebildet werden, um eine brauchbare Wirkung zu erzielen. Die Amplitude und/oder die Dämpfung der Teiltöne sind zweckmäßig unabhängig voneinander regelbar. Man kann hierdurch einzelne besonders charakteristische Teiltöne herausheben oder schwächen. Durch Regelung des Dämpfungsdekrementes der Teiltöne hat man es ferner in der Hand, die Abklingzeiten verschieden einzustellen. Als Tonabnahmeglieder eignen sich an sich bekannte elektroakustische oder elektromechanische Elemente, z. B. solche, die zur Abtastung von Schallplatten dienen. Bei Verwendung von Stimmgabeln zur Erzeugung der Teiltöne sind als Tonabnahmeglieder die Magnetsysteme von Telephonen besonders geeignet, vor deren Magnetpol an Stelle der Telephonmembran der eine Schenkel der Stimmgabel schwingt. Die Amplitudenregelung erfolgt dabei zweckmäßigerweise durch Verstellung des Luftabstandes zwischen den Magnetpolen und der Stimmgabel.
- Die Erfindung und dazugehörige Einzelheiten sind an Hand der Abbildung beispielsweise erläutert.
- In der Erfindung sind auf einer Grundplatte i z. B. vier Stimmgabeln 2, 3, 4, 5 verschiedener Größe angeordnet. jede besitzt einen eigenen Anschlaghammer 6, 7, 8, 9, die alle gemeinsam über den Schaltkontakt io, der einen Stromkreis von der Batterie i i über die Erregerspulen 12, 13, 14, 15 schließt, betätigt werden. An den gegenüberliegenden Schenkeln der Stimmgabel sind die Tonabnahmeglieder 16, 17, 18, i9 angebracht, die alle zusammen in Serien- oder Parallelschaltung mit dem Eingang des Verstärkers 2o verbunden sind, an dessen Ausgang der Lautsprecher 21 angeschlossen ist. Die Tonabnahmeglieder 16, 17, 18, i9 sind zweckmäßig Telephonsysteme, deren Membrane entfernt sind. Die Stimmgabeln schwingen vor den Magnetpolen mit einem gewissen Luftspalt. Die Tonabnahmeglieder sind auf dem gemeinsamen Träger 22 befestigt, der vorzugsweise mittels der Federn 23 und 24 auf der Grundplatte i gelagert und durch die Schwungmassen 25 und 26 in seiner Masse vergrößert ist. Zwischen den Schenkeln der Stimmgabeln sind die Filzpfropfen 27, 28, 29, 30 verschiebbar angeordnet, um die Dämpfung und die Abklingzeit der Schwingungen zu regeln. Es können dafür auch Stücke aus ähnlichem Dämpfungsmaterial, wie Filz, verwendet werden.
- Die Wirkungsweise der Anordnung besteht im Prinzip darin, daß das nachzubildende Frequenzspektrum einer Glocke durch die Teiltöne der verschieden abgestimmten Stimmgabeln zusammengesetzt wird. jede Stimmgabel erzeugt einen im wesentlichen sinusförmigen Ton, ohne bevorzugte Oberschwingungen. Zusammen ergeben diese Teile aber bei sinnvoller Dimensionierung das nachzubildende Frequenzspektrum mit beliebiger Vollkommenheit wieder. Die Amplitude der Teiltöne ist regelbar, z. B. durch Luftspaltänderung, indem man dieTelephonsysteme mehr oderweniger dicht an die Stimmgabeln heranbringt. Die Abklingzeiten der Teiltöne werden durch die Filzpfropfen mit verlangtem Klangbild entsprechend eingestellt. Der federnde Träger, auf dem die Tonabnahmesysteme 16, 17, 18, 19 befestigt sind, bewirkt ein gewisses Vibrieren der Töne, wie es auch beim natürlichen Glockengeläute auftritt. Die Stärke und die Frequenz des Vibrierens kann durch Vergrößern oder Verkleinern der Schwungmassen 25, 26 eingestellt werden.
- Die Erfindung kann im Rahmen des Grundprinzips in gewissem Maße abgewandelt werden; man kann z. B. an Stelle der Stimmgabeln auch anders geformte schwingende Körper verwenden, z. B. Stäbe, Rohre, Saiten oder Schienen. Man kann ferner auch Systeme mit einer größeren Anzahl von Teiltönen benutzen. Das Anschlagen erfolgt gegebenenfalls mit Hilfe von Relais, an deren Anker ein Hammer befestigt ist; es ist jedoch auch eine rein mechanische Anordnung für das Anschlagen geeignet. Sofern ein aus vielen Glocken bestehendes Geläute nachgebildet werden soll, ist für jede Glocke ein Mehrfachsystem der geschilderten Art erforderlich. Die Anordnung ist im übrigen nicht ausschließlich auf die elektroakustische Erzeugung von Glokkenklängen beschränkt, sie eignet sich vielmehr auch ganz allgemein zur Nachbildung bestimmter Tonspektren.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Erzeugung von Glockenklängen auf elektroakustischem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere gleichzeitig angeschlagene und durch Tonabnahmeglieder (12, 13, 14, 15) abgetastete schwingende Körper mit verschiedener Tonhöhe, z. B. Stimmgabeln (2, 3, 4, 5), das Frequenzspektrum einer Glocke aus Teiltönen nachbilden.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude und/oder die Dämpfung der Teiltöne unabhängig voneinander regelbar sind.
- 3. Anordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfung durch verschiebbare Stücke (27, 28, 29, 3o) aus Filz oder ähnlichem Dämpfungsmaterial regelbar ist, welche Stücke ,(a7, 28, 29, 3o) bei Verwendung von Stimmgabeln (2, 3, 4, 5) vorzugsweise zwischen deren Schenkeln eingeklemmt sind.
- 4. Anordnung nach einem der Ansprüche i bis 3, gekennzeichnet durch Telephonsysteme (16, 17, 18, i9) als Tonabnahmegiieder, vor deren Magnetpolen der schwingende Körper, z. B. ein Schenkel einer Stimmgabel, mit gewissem Luftspalt angeordnet ist.
- 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Luftspaltes zur Amplitudenregelung einstellbar ist.
- 6. Anordnung nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tonabnahmeglieder (16, 17, 18, i9) auf einem gemeinsamen, gegenüber den schwingenden Körpern (2, 3, 4, 5) beweglich gelagerten, vorzugsweise gefederten Träger (22), befestigt sind.
- 7. Anordnung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch am Träger (22) der Tonabnahmeglieder (16, 17, 18, i9) befestigte Schwungmassen (25,26).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP38397A DE820528C (de) | 1949-04-01 | 1949-04-01 | Anordnung zur Erzeugung von Glockenklaengen auf elektroakustischem Wege |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE820528C true DE820528C (de) | 1951-11-12 |
Family
ID=7375860
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP38397A Expired DE820528C (de) | 1949-04-01 | 1949-04-01 | Anordnung zur Erzeugung von Glockenklaengen auf elektroakustischem Wege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE820528C (de) |
-
1949
- 1949-04-01 DE DEP38397A patent/DE820528C/de not_active Expired
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