AT123216B - Einrichtung zur Erzeugung von Musik mittels Saiten. - Google Patents

Einrichtung zur Erzeugung von Musik mittels Saiten.

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AT123216B
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Austria
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strings
electrical
currents
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generating music
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Walther Dr Nernst
Stephan Dr Franko
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Walther Dr Nernst
Stephan Dr Franko
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  Einrichtung zur Erzeugung von Musik mittels Saiten. 



   In den üblichen Musikinstrumenten werden mechanische Schwingungen auf dem Umwege über
Resonanzböden oder durch geeignet geformte Luftrichter in Musik umgesetzt. Bei der Übertragung auf grössere Entfernung werden die von den Musikinstrumenten erzeugten Luftschwingungen von einem beeinflussten Organ aufgenommen und, gewöhnlich nach entsprechender Verstärkung, als elektrische Schwingungen weitergeleitet. 



   Im Sinne der Erfindung werden die in den verschiedenen Musikinstrumenten auftretenden mecha- nischen Schwingungen direkt, d. h. nicht auf dem Umwege über Luftwellen, auf ein Beeinflussungsorgan elektrischer Ströme übertragen, um, gegebenenfalls nach entsprechender Verstärkung, als elektrische
Wechselströme in Lautsprechern zur akustischen Wirkung zu gelangen, wobei dann die in dem betreffenden Instrument direkt erzeugten Töne praktisch fast ganz in den Hintergrund treten. Es braucht daher z.

   B. auch eine angeschlagene Saite nicht, wie es bisher bei allen benutzten Saiteninstrumenten der Fall ist, auf einen Resonanzboden zu wirken, der akustische Lautwellen ausreichender Stärke erzeugt und auf dem Umweg über diese ein Beeinflussungsorgan erregt, sondern es gibt die schwingende Saite ihre
Energie an das Beeinflussungsorgan ab, und da dieser Energieanteil nötigenfalls praktisch beliebig ver- stärkt werden kann, so wird die schliesslich von den Lautsprechern, welche von dem Beeinflussungsorgan gesteuert werden, abgegebene Musik ausserordentlich lauter als die von der schwingenden Saite direkt erzeugte. 



   Hienach besteht die Erfindung in einer Einrichtung zur Erzeugung von Musik mittels Saiten, welch letztere zu Schwingungen angeregt werden und durch   trägheits-und masselose elektrische   Ein- wirkung, wie z. B. Induktionswirkung in Spulen, elektrische Ströme erzeugen oder beeinflussen, die, vorzugsweise hinreichend verstärkt, auf akustische Schallerreger einwirken. Als solche Schallerreger kommen beispielsweise ein oder mehrere Lautsprecher in Betracht. Die Übertragung der erzeugten oder beeinflussten Ströme auf die Schallerreger kann unmittelbar oder aber mittelbar erfolgen, letzteres beispielsweise nach Fernübertragung etwa mit Hilfe von elektrischen Trägerwellen. 



   Durch die Erfindung werden ganz neuartige Saiteninstrumente geschaffen. Die Beschaffenheit der Saiten, Material, Länge und Eigengewicht kann nun ausschliesslich unter dem Gesichtspunkt gewählt werden, dass Schwingungen der gewünschten Klangfarbe erzeugt werden. Darauf aber, dass auch eine hinreichende Schwingungsenergie erzeugt wird, um einen mehr oder minder grossen Resonanzboden zum mechanischen Mitschwingen sicher und mit ausreichender Energie anzuregen, braucht keinerlei   Rücksicht   genommen zu werden. Darum können mit Saiteninstrumenten gemäss der Erfindung ebenso
Töne bisher unbekannter Reinheit als auch Klangfarbe hervorgerufen werden. Trotzdem kann ebenso die Stärke als auch das Nachklingen in jedem gewünschten und darum gleichfalls bisher unerreichten
Masse eingestellt werden. 



   Zur Schwingungsanregung werden in erster Linie   klavier-oder geigenartige Vorrichtungen   benutzt, die in genau gleicher Weise (Klaviatur, Violinbogen) vom ausübenden Künstler betätigt werden, wie die bisher benutzten Musikinstrumente. 



   Zum besseren Verständnis ist in der Zeichnung eine Geige in der Ausführung gemäss der Erfindung schematisch gezeichnet. Die Schwingungen der Saiten   1,   die auf einen beliebigen Rahmen 2 in üblicher
Weise durch Wirbel 3 über einen Steg   4   auf einer Unterlage 5 gespannt sind, bringen Steg   4   und Unter- lage 5 zum Mitschwingen, welch letztere, aus Eisen gefertigt, dicht über einem Telephonmagneten 6 

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 EMI2.1 
 und beispielsweise auf die Gitterstreeke einer elektrischen Verstärkerröhre einwirken, in deren Anodenkreis ein Lautsprecher geschaltet ist. 



     Natürlich   kann die Verstärkung der   elektrischen   Schwingungen beliebig gross und insbesondere regelbar gewählt werden. Es können ein oder mehrere. Lautsprecher im gleichen oder in einem ändern
Raum hiedurch gesteuert werden. In jedem Fall wird das Spiel des Geigers, Klavierspielers usw. genau wiedergegeben, da alle Feinheiten auf die Saiten übertragen und von diesen unmittelbar in elektrische
Stromschwankungen in dem Beeinflussungsorgan umgeformt werden. Lediglich die Klangfarbe und   - stärke   ist durch den Lautsprecher, im besonderen durch seine Membran und die eingestellte Energie- stärke, mit welcher die Membran bewegt wird. bestimmt. 



   Die gemäss der Erfindung erzeugten oder beeinflussten Ströme müssen nun auch nicht gegebenen- falls über   Verstärker,'Wiedergabeapparate   erregen, sondern es können die so erregten oder beeinflussten
Ströme Schwingungen anderer Frequenz, insbesondere hochfrequente Schwingungen beeinflussen und   derart eine Rundfunkverbreitung usw. erzielt werden. Die gemäss der Erfindung erzeugten niederfrequenten  
Ströme werden dann beispielsweise in der üblichen Art auf   hochfrequente Trägerwellen aufgedriiekt   und am Empfangsort in gleichfalls bekannter Art detektiert und dann auf akustische Wiedergabeapparate zur Einwirkung gebracht mit denselben Vorteilen, welche für die grundsätzliche Erfindung hier bereits auseinandergesetzt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Erzeugung von Musik mittels Saiten, deren   Schwingungsanregnng beispiels-   weise durch   klavier-oder geigenartige Vorrichtungen   erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die zu   Schein-   gungen angeregten Saiten durch trägheit-un masselose elektrische Einwirkung, wie z. B.   Induktions-   wirkung in Spulen, Ströme erzeugen oder beeinflussen, die, vorzugsweise hinreichend   verstärkt.   auf 
 EMI2.2 
 etwa mit Hilfe von Trägerwellen einwirken.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus magnetisierbarem Material ganz oder teilweise bestehende oder aber mit solchem verbundene Saiten Mikrophone (z. B. Telephonmagnete) lediglich auf elektrischem Wege und somit ohne Zwischenschaltung von Resonanzböden, Stegen EMI2.3 EMI2.4
AT123216D 1929-02-07 1930-02-07 Einrichtung zur Erzeugung von Musik mittels Saiten. AT123216B (de)

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