DE515046C - Lautsprecher, dessen schwingungserzeugendes System in einen Resonanzkoerper eingebaut ist - Google Patents
Lautsprecher, dessen schwingungserzeugendes System in einen Resonanzkoerper eingebaut istInfo
- Publication number
- DE515046C DE515046C DESCH81658D DESC081658D DE515046C DE 515046 C DE515046 C DE 515046C DE SCH81658 D DESCH81658 D DE SCH81658D DE SC081658 D DESC081658 D DE SC081658D DE 515046 C DE515046 C DE 515046C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- vibration
- membrane
- resonance body
- generating system
- loudspeaker
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R1/00—Details of transducers, loudspeakers or microphones
- H04R1/20—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics
- H04R1/22—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics for obtaining desired frequency characteristic only
- H04R1/28—Transducer mountings or enclosures modified by provision of mechanical or acoustic impedances, e.g. resonator, damping means
- H04R1/2807—Enclosures comprising vibrating or resonating arrangements
- H04R1/2811—Enclosures comprising vibrating or resonating arrangements for loudspeaker transducers
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Otolaryngology (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Audible-Bandwidth Dynamoelectric Transducers Other Than Pickups (AREA)
Description
Bereits zu Beginn der Entwicklung des Telephons und besonders in neuester Zeit sind zahlreiche
Versuche unternommen worden, Resonanzkörper verschiedenster Art mit Telephonmembranen
mechanisch zu verbinden (koppeln), um eine bessere Wiedergabe akustischer Schwingungen
zu erzielen. Auch haben diese Versuche gewisse Erfolge gehabt. Betrachtet man die
bislang bekannten Systeme auf die Art der in
ίο ihren Elementen auftretenden Schwingungen, so
muß man feststellen, daß alle Teile ihre Bewegungen zu gleicher Zeit und in gleicher Richtung
ausführen. Es muß also die ganze Masse der schwingenden Elemente direkt bewegt werden,
so daß das ganze System zu stehenden Schwingungen veranlaßt wird. Diese Vergrößerung der
schwingenden Masse weist schwingungstechnisch einen großen Nachteil auf. Es ist bekannt, daß
Rundfunkdarbietungen im Kopfhörer durchaus brauchbar zu hören sind, und daß Verzerrungen
erst dann auftreten, wenn die Membran zu größeren Amplituden veranlaßt wird. Der Grund
für diese Verzerrungen liegt auch darin, daß die Membran infolge ihrer zu kräftig bewegten Masse
eine zu große Trägheitsenergie besitzt.
Die Forderungen, die man an die Konstruktion eines Lautsprechers stellen muß, sind daher
folgende:
1. Kleine Amplitude der Schwingung der Membran,
2. geringe Masse der Membran.
Diesen beiden Anforderungen gleichzeitig zu genügen, ist nicht leicht möglich. Bei bekannten
Systemen wird die Amplitude der Schwingung der Membran zwar klein gehalten, jedoch ist die
zweite Bedingung nicht erfüllt, weil die bewegten Massen verhältnismäßig groß sind, und somit die
Trägheitsenergie als Produkt aus Masse und Beschleunigung, welche Verzerrungen hervorruft,
nicht genügend klein ist. Der nachfolgend beschriebene Lautsprecher ist, im Schwingungsknoten der Membran gekoppelt, Gegenstand der
Erfindung.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist ein Schnitt dargestellt, aus dem der grundsätzliche
Aufbau zu erkennen ist. In den rechteckigen Rahmen α ist der Riegel b eingelassen. Auf den
oberen Rand des Rahmens α ist eine dünne Platte c aus resonanzfähigem Material, z. B. Holz,
gelegt. In der Mitte dieser Platte befindet sich 5" eine kreisförmige Öffnung, vor die mittels zweier
unter sich verbundener Ringe f die Membran e fest eingespannt ist. Die Ringe f sind durch zwei
oder mehrere Stützen g gegen den Riegel b abgestützt. Konzentrisch unter der Membran e befindet
sich das Magnetsystem h, das auf dem Riegel b aufmontiert ist und durch die Stellschraube
i zu oder von der Membran bewegt werden kann. Fig. 2 zeigt die Rückansicht der
Anordnung. Die Bezeichnungen sind dieselben wie in Fig. 1. Die dem Magnetsystem h zugeführten
Wechselströme setzen die Membran e in Schwingungen, derart, daß sie sich in ihrer
Mitte ausbaucht (Schwingungsbauch). An ihrem Rande dagegen ist sie mittels der abgestützten
Ringe f eingespannt, so daß sie dort praktisch
keine Bewegung in Richtung der angreifenden magnetischen Kräfte ausführen kann (Schwingungsknoten).
Bei jeder Schwingung erteilt jedoch die Membran e den Ringen f einen Impuls,
der sich nun als fortschreitende Schwingung allseitig über den Resonanzkörper ausbreitet.
Der Resonanzkörper bewirkt bekanntlich ein schnelles, aber lautstarkes Abklingen der ihm zugeführten
Schwingungen. Sein Strahlungsvermögen wirkt also dämpfend auf den Schwingungserzeuger,
d. h. auf die Membran. Nun wäre es an sich noch möglich, daß die Schwingungen, nachdem
sie sich im Resonanzkörper ausgebreitet haben, wieder in das erzeugende System (Membran)
zurückfluten würden, da ja die fortschreitenden Schwingungen am Rande des Resonanzkörpers
reflektiert werden und nach nochmaligem Durchlaufen des Resonanzbodens teilweise
wieder zu den Ringen gelangen und dort ■ao auch die Membran zu unbeabsichtigten Schwingungen
veranlassen wurden. Die abgestützten Ringe haben aber einen größeren Querschnitt als
der Resonanzboden, und somit werden diese zurückflutenden Schwingungen gemäß den Gesetzen
über die Ausbreitung fortschreitender Schwingungen in inhomogenem Medium an den
Ringen nach Art einer festen Wand abermals reflektiert.
Wird also die Membran e in Schwingungen versetzt, so gibt sie ihre Energie an den Resonanzkörper
c ab, sie selbst bleibt dann in Ruhe, bis sie von neuem durch das Magnetsystem angestoßen
wird, während der Resonanzboden c die ihm zugeführte Energie schnell und kräftig ausstrahlt.
Es sind also die eingangs gestellten Bedingungen erfüllt. Die Amplitude der Schwingung
der Membran wird verringert, ohne daß die Masse der Membran zunimmt. Die Verzerrungen, die
die Trägheitsenergie der Membran hervorruft, können auf diese Weise bis zur Unmerklichkeit
vermindert werden.
Aus dieser Bauart ergeben sich gegenüber anderen Lautsprechern folgende Vorteile.
Die Verminderung der Trägheitsenergie gestattet eine größere Klangreinheit und Wahrung
der Klangfarbe. Die indirekte Kopplung ermöglicht den Anschluß der verschiedenartigsten Resonanzkörper,
wodurch man eine gleichmäßige sowohl der hohen als auch der tiefen Tonlagen erreichen kann und das Mitschwingen des Resonanzbodens
in dessen Grundton vermeidet. Das Ausstrahlungsvermögen des Resonanzkörpers bewirkt ein schnelles und kräftiges Abklingen der
Schwingungen, und somit wird die erforderliche Auflösung der Akkorde und Vermeidung von
Schwebungen zweier kurz aufeinanderfolgenden Schwingungszüge erreicht. Der Vorzug der
Blockierung wurde bereits dargelegt. Von besonderer Bedeutung ist noch die Erzielung eines
guten Wirkungsgrades. Da die Membran nur mit geringer Amplitude schwingt, ist eine Verringerung
des Luftspaltes zwischen den Magnetpolen und der Membran möglich. Die Erfindung weist
also bedeutende Verbesserungen gegenüber vorhandenen Systemen auf.
Claims (2)
1. Lautsprecher, dessen schwingungserzeugendes System in einen Resonanzkörper eingebaut
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwingungserzeugende System mit dem Resonanzkörper derart mechanisch verbunden
ist, daß an den Verbindungsstellen des schwingungserzeugenden Systems mit dem Resonanzkörper,
vorzugsweise durch Abstützung, Schwingungsknoten entstehen.
2. Lautsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Verbindungsstellen
eine Querschnittsänderung vorhanden ist, derart, daß eine Rückwirkung vom Resonanzkörper
auf das schwingende System des Lautsprechers praktisch unterdrückt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH81658D DE515046C (de) | 1927-02-11 | 1927-02-11 | Lautsprecher, dessen schwingungserzeugendes System in einen Resonanzkoerper eingebaut ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH81658D DE515046C (de) | 1927-02-11 | 1927-02-11 | Lautsprecher, dessen schwingungserzeugendes System in einen Resonanzkoerper eingebaut ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE515046C true DE515046C (de) | 1931-01-08 |
Family
ID=7442335
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH81658D Expired DE515046C (de) | 1927-02-11 | 1927-02-11 | Lautsprecher, dessen schwingungserzeugendes System in einen Resonanzkoerper eingebaut ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE515046C (de) |
-
1927
- 1927-02-11 DE DESCH81658D patent/DE515046C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69608351T2 (de) | Hochfrequenzlautsprecher | |
| DE1167896B (de) | Elektroakustischer Wandler | |
| DE102016108690A1 (de) | Vibrierender Aktor | |
| DE1093825B (de) | Elektrisches Tonwiedergabegeraet | |
| DE515046C (de) | Lautsprecher, dessen schwingungserzeugendes System in einen Resonanzkoerper eingebaut ist | |
| DE533263C (de) | Trichterloser Lautsprecher | |
| DE3506139C1 (de) | Lautsprechersystem für eine qualitativ hochwertige Tonwiedergabe | |
| CH313481A (de) | Schallerzeuger, insbesondere für Kraftfahrzeuge | |
| CH218774A (de) | Magnetisches Mikrofon. | |
| DE1222982B (de) | Elektromagnetischer Miniaturwandler, insbesondere fuer Hoerhilfen | |
| DE830354C (de) | Lautsprecher fuer die Wiedergabe hoher Frequenzen mit druckentlasteter Membran | |
| DE1167897B (de) | Anordnung zur Frequenzgangverbesserung fuer elektroakustische Wandler | |
| DE3641055C2 (de) | ||
| DE1109736B (de) | Elektroakustische Einrichtung zur Wiedergabe tiefer Toene | |
| DE575492C (de) | Lautsprecher | |
| WO2000038474A2 (de) | Tiefton-membranlautsprecher | |
| DE373941C (de) | Sprechmaschinentrichter | |
| AT119322B (de) | Lautsprecher. | |
| DE3108827C2 (de) | Vorrichtung zur Schwingungserzeugung der Luftsäule innerhalb eines Resonanzkörpers, insbesondere Orgelpfeife | |
| AT155936B (de) | Mikrophon. | |
| AT34313B (de) | Einrichtung zur schriftlichen Aufzeichnung von Tönen oder Sprachlauten bzw. Verbindungen derselben. | |
| DE1073838B (de) | Wiedergabeeinrichtung für elektronische Musikinstrumente mit weitem Tonbereich, insbesondere für Orgeln | |
| DE428868C (de) | Kegelfoermige akustische Membran | |
| DE141548C (de) | ||
| AT131527B (de) | Tonwiedergabeeinrichtung. |