DEP0035316DA - Integrationsschaltungsanordnung - Google Patents

Integrationsschaltungsanordnung

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DEP0035316DA
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voltage
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conductive
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English (en)
Inventor
Alan Dower Paignton Devon Blumlein
Original Assignee
Electric & Musical Industries Ltd., Hayes, Middlesex
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Description

Die Erfindung betrifft eine elektrische Schaltungsanordnung zum Ausführen von Integrationen.
Es ist oft erwünscht eine Spannung zu erzeugen, welche das Zeitintegral einer gegebenen Spannung darstellt, und es wurden Schaltungen dieser Art vorgeschlagen, welche einen mit einem Kondensator in Serie geschalteten Widerstand aufweisen, wobei die am Kondensator auftretende Spannung dem Zeitintegral der zugeführten Spannung proportional ist, vorausgesetzt, dass die am Kondensator auftretende Spannung niemals einen im Vergleich mit der angelegten Spannung kleinen Wert überschreiten kann. Diese Beschränkung ist in der Praxis unerwünscht, da sie gewöhnlich die Verstärkung der integrierten an dem Kondensator auftretenden Spannung erforderlich macht, und diese Verstärkung Verzerrung und dadurch Fehler bei der Integration herbeiführen kann.
Gegenstand der Erfindung ist die Schaffung einer elektrischen Schaltungsanordnung zum Ausführen von Integrationen, bei welcher die erwähnte Beschränkung vermieden ist.
Gemäss der Erfindung ist die Schaltungsanordnung zum
Ausführen von Integrationen gekennzeichnet durch eine Quelle der zu integrierenden Spannung, welche zeitlich variabel ist, einem Impedanzwiderstand und eine Kapazität, welche in Serie an die Spannungsquelle angeschlossen sind, wobei die an der Kapazität auftretende Spannung einen Wert überschreiten kann, welche im Vergleich mit der zu integrierenden Spannung klein ist, durch eine weitere mit der genannten Impedanz und der Spannungsquelle in Serie geschaltete Impedanz, und durch eienn thermionischen Verstärker, dessen Eingangs- und Ausgangskreis mit der Widerstandsimpedanz bzw. der weiteren Impedanz so verbunden sind, dass negative Rückkopplung zwischen diesen Ausgangs- und Eingangskreisen über die Kapazität vorhanden ist, wobei die Anordnung derart ist, dass Änderungen in dem Ladestrom der Kapazität, herrührend von der an der Kapazität auftretenden Spannung, welche in Abwesenheit des Verstärkers die Integration ungenau machen würden, praktisch vermieden sind, wodurch in dem Ausgangskreis eine Spannung entwickelt wird, welche genau dem Zeitintegral der zu integrierenden Spannung entspricht.
Die Schaltungsanordnung zum Ausführen von Integration kann eine erste Quelle einer zu integrierenden Spannung, einen Impedanzwiderstand und eine Kapazität, welche in Serie an der Spannungsquelle angeschlossen sind, eine zweite Quelle einer zu integrierenden Spannung, einen zweiten Impedanzwiderstand, welcher in Serie mit der genannten Kapazität an die zweite Spannungsquelle angeschlossen sind, aufweisen, wobei die an der Kapazität auftretende Spannung einen Wert überschreiten kann, welcher im Vergleich mit einer der beiden zu integrierenden Spannungen klein ist, wobei eine weitere Impedanz mit der genannten Kapazität und den Spannungsquellen in Serie geschaltet sind, und wobei ein thermionischer Verstärker vorgesehen ist, dessen Eingangskreis mit den genannten Impedanzwider- ständen verbunden ist, und dessen Ausgangskreis mit der genannten weiteren Impedanz so verbunden ist, dass negative Rückkopplung zwischen den genannten Ausgangs- und Eingangskreisen über die Kapazität vorhanden ist, wobei die Anordnung derart ist, dass Änderungen des Ladestromes der Kapazität infolge der an ihr auftretenden Spannung, welche in Abwesenheit des Verstärkers die Integration ungenau machen würden, praktisch verhindert sind, wodurch in dem Ausgangskreise eine Spannung erzeugt wird, welche genau die Summe der Zeitintegrale der Spannungen der Spannungsquellen dargestellt.
Die Schaltungsanordnung zum Ausführen von Integration kann eine Quelle der zu integrierenden Spannung aufweisen, welche angenähert konstant ist, einen Impedanzwiderstand und eine Kapazität, welche in Serie an die Spannungsquelle angeschlossen sind, wobei die an der Kapazität auftretende Spannung einen Wert überschreiten kann, welcher im Vergleich mit der zu integrierenden Spannung klein ist, wobei eine weitere Impedanz mit der Kapazität und der Spannungsquelle in Serie geschaltet ist, und wobei ein thermionischer Verstärker vorgesehen ist, dessen Eingangs- und Ausgangskreise mit dem Impedanzwiderstand bzw. der weiteren Impedanz so verbunden sind, dass negative Rückkopplung zwischen den Ausgangs- und Eingangskreisen über die Kapazität auftritt, wobei die Anordnung derart ist, dass Änderungen des Ladestromes der Kapazität infolge der an der Kapazität entwickelten Spannung, welche in Abwesenheit des Verstärkers die Integration ungenau machen würde, praktisch verhindert sind, wobei in dem Ausgangskreis eine mit der Zeit angenähert linear zunehmende oder abnehmende Spannung auftritt.
Falls gewünscht können Mittel zum periodischen Unterbrechen der Integration vorgesehen sein, sodass die Ausgangsspannung sägezahnförmig wird.
Die Erfindung kann auch dazu verwendet werden, um Impulse zu erzeugen, welche um eine regelbare Zeit in Bezug auf zugeführt Impulse verzögert sind.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Schaltungsanordnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Schaltungsanordnung,
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform, welche zur Erzeugung einer Spannung von sägezahnförmiger Wellenform geeignet ist.
Fig. 3 zeigt die Wellenform der Spannung, welche im Betrieb an einzelnen Punkten der in Fig. 2 dargestellten Schaltungsanordnung auftritt, und
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform, welche zur Erzeugung einer Spannung von sägezahnförmiger Wellenform geeignet ist.
Die Ausführungsform nach Fig. 1 weist einen Integrationskreis auf mit einem Widerstand 1, einer Kapazität 2 und einem Widerstand 3, welche in Serie geschaltet sind, sowie einer thermionischen Röhre 4, deren Gitter an den Verbindungspunkt des Widerstandes 1 mit der Kapazität 2, und deren Anode an den Verbindungspunkt der Kapazität 2 mit dem Widerstand 3 angeschlossen ist. Die Kathode der Röhre 4 ist mit dem negativen Pol der Anodenspannungsquelle 5 verbunden, deren positiver Pol an das der Kapazität 2 entgegengesetzte Ende des Widerstandes 3 angeschlossen ist. Der zu integrierende Spannung wird zwischen dem der Kapazität 2 entgegengesetzten Ende des Widerstandes 1 und der Kathode der Röhre 4, d.h. also an dem
Integrationskreis angeschlossen. Nicht dargestellte Mittel dienen dazu das Gitter der Röhre 4 so vorzuspannen, dass kein Gitterstrom fliesst. Die dem Zeitintegral der angelegten Spannung entsprechende Spannung wird zwischen der Anode und der Kathode der Röhre 4 erzeugt.
Im folgenden ist die Wirkungsweise dieser Schaltungsanordnung beschrieben. Bei Anlegen der zu integrierenden Spannung fliesst Strom in den Integrationskreis, wodurch der Kondensator 2 geladen wird. Bei Abwesenheit der Röhre 4 würde unter der Annahme, dass die zu integrierende Spannung eine konstante Spannung ist, die Spannung im Kondensator 2 gegen den Wert der angelegten Spannung hin steigen, und, sobald die an dem Kondensator auftretende Spannung einen Wert überschreitet, welcher im Vergleich mit der angelegten Spannung klein ist, würde der Ladestrom aufhören der angelegten Spannung direkt proportional zu sein, und die Integration würde nicht mehr genau sein. Infolge der Anwesenheit der Röhre 4 wird jeder Tendenz des Ladestromes, infolge der an dem Kondensator 2 auftretenden Spannung abzunehmen, durch negative Rückkopplung über den Kondensator 2 entgegengewirkt, da eine Abnahme des Ladestromes den Spannungsverlust im Widerstand 1 verringert und das Gitter der Röhre 4 positiver macht, wodurch der Anodenstrom der Röhre stärker und dadurch der Spannungsabfall im Widerstand 3 grösser wird, was die Ladespannung am Kondensator 2 erhöht. Dadurch wird dem Abfall des Ladestromes, welcher sonst durch die am Kondensator 2 auftretende Spannung entstehen würde, entgegengewirkt, und der Ladekreis bleibt eine lange Zeit konstant.
Es kann nachgewiesen werden, dass die zwischen der Anode und der Kathode der Röhre 4 auftretende Spannung angenähert proportional dem Zeitintegral der angelegten Spannung ist, vorausgesetzt, dass die Kreisfrequenzen der Fourier-Komponenten der angelegten Spannung der Bedingung genügen, wobei G die Verstärkung der Röhre 4 in Abwesenheit der Kapazität 2, g die Konduktanz der Röhre 4, R der Wert des Widerstandes 1 und C der Wert der Kapazität 2 ist. Da in der Praxis der Produkt GRg gewöhnlich wenigstens .10(exp)6 ist, dann eine genaue Integration über einen grossen Frequenzbereich mit guter Verstärkung bewirkt werden, sodass es möglich ist, ohne einen merklichen Fehler bei der Integration, integrierte Spannungen mit Amplituden zu erzeugen, welche wesentlich grösser sind als die Amplitude der angelegten Spannung.
Es ist ersichtlich, dass die vorstehend beschriebene Anordnung zur Integration von Spannungen beliebiger Wellenform geeignet ist, deren Fourier-Komponenten der obigen Bedingung genügen. Falls gewünscht, kann sie zur Integration einer konstanten Spannung verwendet werden, in welchem Falle der Wert der integrierten Spannung während der Zeitperioden, welche im Vergleich mit 2 (Pi) GCR klein sind, entweder gleichmässig zu- oder abnimmt.
Ferner kann falls gewünscht, gleichzeitig mehr als eine Spannung integriert werden. Beispielsweise kann eine zweite Spannung dem Gitter der Röhre durch einen weiteren dem Widerstand 1 ähnlichen Widerstand zugeführt werden, und die an der Anode der röhre 4 auftretende Spannung stellt dann die Summe der Zeitintegrale der ersten bzw. zweiten Spannung dar.
Die in Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung kann zur Erzeugung von sägezahnförmigen Wellenformen dadurch verwendet werden, dass man verschiedene konstante in aufeinander folgenden
Zeitperioden zu integrierende Spannungen vorsieht, oder dass man eine zusätzliche in abwechselnden Zeitperioden zu integrierende Spannung vorsieht. Ein Ausführungsbeispiel der letzterwähnten Anordnung wird im folgenden anhand der Fig. 4 beschrieben.
In Fig. 4 sind entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen, wie in Fig. 1 und 2. Die Anordnung nach Fig. 1 ist im Prinzip beibehalten, jedoch ist ein weiterer Widerstand, durch den Weg Anode/Kathode eines Ventils 12 vorgesehen, welches zwischen dem einen Beleg des Kondensators 2 und Erde eingeschaltet ist, und welches wie im folgenden beschrieben wird, mittels Impulsen, welche durch die Diode 13 zugeführt werden, abwechselnd leitend und nichtleitend gemacht wird. Ein Gitterkondensator 14 und ein Ableitungswiderstand 15, sowie ein Widerstand 16 im Kathodenkreis der Röhre 4 haben nur den Zweck, die Vorspannung an der Steuerelektrode der Röhre 4 so zu regeln, dass kein Gitterstrom fliesst. Ein Widerstand 18 ist, zwischen der Kathode des Ventils 12 und Erde eingeschaltet. Das Gitter des Ventils 12 ist an eine nicht dargestellte Vorspannungsquelle angeschlossen, derart, dass das Ventil 12 normalerweise leitend ist. Die Kathode der Diode 13 ist mit der Kathode des Ventils 12 verbunden, und die Anode der Diode ist an eine nicht dargestellt Vorspannungsquelle angeschlossen, welche das Potential dieser Anode abwechselnd erhöht und verringert. Wenn die Anodenspannung der Diode 13 positiv ist, leitet die Diode, und die Kathodenspannung des Ventils 12 steigt auf angenähert den Wert der Spannung der genannten Anode, worauf das Ventil 12 über den Unterbrechungspunkt hinaus vorgespannt wird und die Röhre 4 in der Art arbeitet, wie es in Fig. 1 beschrieben ist, um eine hohe positive Spannung zu integrieren, und die Spannung an der Anode der Röhre 4 fällt gleichmässig. Wenn jedoch die Anorde der Diode 13 negativ wird, wird die Diode nichtleitend, und damit das Ventil 12 leitend, sodass eine zweite Spannung, nämlich die Spannung an der Kathode des Ventils 12 durch den Widerstand Anode/Kathode des Ventils 12 an das Steuergitter der Röhre 4 angelegt wird. Auf diese Weise werden zwei Spannungen gleichzeitig integriert, ersten die hohe positive dem oberen Ende des Widerstandes 1 zugeführte Spannung, und zweitens die erheblich kleinere Spannung der Kathode des Ventils 12, und es kann die Einrichtung getroffen werden, dass der Kondensator 2 sich entladet und die Spannung an der Anode der Röhre 4 gleichförmig ansteigt. Auf diese Weise wird eine sägezahnartige Spannung an der Anode der Röhre 4 erzeugt, wobei die relative Dauer der ansteigenden und abfallenden Teile der Sägezahn-Wellenform durch die Spannungen bestimmt wird, welche dem Widerstand 1 und der Kathode der Röhre 12 zugeführt werden, sowie durch den Wert des Widerstandes 1 und des Widerstandes des Weges Anode/Kathode des Ventils 12, wobei dieser letztere durch Wahl des Wertes des Kathodenwiderstandes 18 geregelt werden kann.
Es ist auch möglich das Zeitintegral einer konstanten Spannung durch periodisches Zurückführen der integrierten Spannung auf einen vorausbestimmten Wert in eine sägezahnartige Wellenform zu verwandeln. Eine Ausführungsform einer derartigen Schaltungsanordnung wird im folgenden anhand der Fig. 2 und 3 beschrieben. In Fig. 2 sind entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen wie in Fig. 1. Das dem Kondensator 2 abgekehrte Ende des Widerstandes 1 ist an einem Punkt geeigneter Spannung der Anodenspannungsquelle 5 angelegt, sodass die zu integrierende Spannung eine konstante Spannung ist. Die Röhre 4 ist in diesem Fall eine Pantode, und die Spannungen an dem Schirmgitter und Fanggitter der Röhre 4 werden von einem Potentiometer zugeleitet, welches zwischen einem Punkt geeigneter Spannung an der Spannungsquelle 5 und dem negativen Pol der Vorspannungsquelle 6 liegt, deren positiver Pol mit dem negativen Pol der Spannungsquelle 5 verbunden ist. Das Potentiometer besteht aus den Widerständen 7, 8 und 9, welche in Serie geschaltet sind, wobei dem Widerstand 8 ein Kondensator 10 parallel geschaltet ist. Das Schirmgitter der Röhre 4 ist an dem Verbindungspunkt der Widerstände 7 und 8 angeschlossen, während das Fanggitter der Röhre 4 an den Verbindungspunkt der Widerstände 8 und 9 angeschlossen ist.
Es ist eine nur in einer Richtung leitende Vorrichtung vorgesehen, welche durch die Diode 11 gebildet ist. Die Anode dieser Diode ist mit der Anode der Röhre 4 verbunden, und ihre Kathode liegt an einem Punkt geeigneter Spannung der Spannungsquelle 5.
Diese Anordnung arbeitet zunächst in der anhand der in Fig. 1 beschriebenen Weise, wobei die Spannung an der Anode der Röhre 4 infolge der Integration der konstanten über den Widerstand 1 an das Steuergitter der Röhre 4 angelegten Spannung ständig gleichmässig abnimmt, wird sie gegebenenfalls die Röhre 4 auf einen Betriebspunkt am Knie der Anodenspannung/Anodenstrom-Charakteristik dieser Röhre bringen, wobei dann der Strom zum Schirmgitter auf Kosten des Anodenstromes ansteigt, wodurch die Schirmgitterspannung infolge des erhöhten Spannungsabfalls, welcher durch den erhöhten Schirmgitterstrom im Widerstand 7 entsteht, fällt. Infolge der Kopplung zwischen dem Schirmgitter und dem Fanggitter bewirkt dieser Abfall der Schirmgitterspannung, dass auch die Spannung des Fanggitters fällt, wodurch der Schirmgitterstrom weiter ansteigt. Hierdurch fällt die Spannung des Fanggitters schnell auf einen so negativen Wert, dass der Anodenstrom der Röhre 4 vollständig unterbrochen wird. Die Spannung an der Anode der Röhre 4 steigt dann schnell, und dieser Spannungsanstieg hält das Gitter der Röhre sehr positiv, wodurch ein grosser Schirmgitterstrom erhalten und das Fanggitter sehr negativ wird. Wenn die Spannung der Anode gegen die Spannung der Quelle hin ansteigt, verringert sich der Grad des Ansteigens, die Gitterspannung fällt, wobei der Strom zum Schirmgitter abnimmt, und die Spannungen an dem Schirmgitter und dem Fanggitter steigen und ermöglichen, dass ein Stromfluss zur Anode beginnt, und die Röhre 4 nimmt dann schnell volle Leitfähigkeit an. Der durch den Anodenstrom verursachte Abfall der Anodenspannung wird dem Steuergitter zugeführt, welches genügend negativ ist, um den Gitterstrom aufzuheben, und die Integration beginnt von neuem.
In der vorstehenden Beschreibung ist weder auf den Kondensator 10 noch auf die Diode 11 Bezug genommen, welche beide nicht wesentlich sind. Der Vorteil des Kondensators 10 besteht darin, dass er dem Fanggitter ermöglicht, schnelle Spannungsänderungen am Schirmgitter vollkommen zu folgen. Durch die Diode 11 wird der Vorteil erreicht, dass sie den Spannungsanstieg der Anode der Röhre 4 auf den Wert der an die Kathode der Diode angelegten Spannung begrenzt, und dadurch die Amplitude der sägezahnartigen Wellenform stabilisiert, welche an der Anoden der Röhre 4 auftritt. Wenn daher die an der Anode der Röhre 4 auftretende Spannung die Spannung der Kathode der Diode 11 erreicht, wird die Diode leitend, die Anodenspannung derselben kann nicht weiter ansteigen, und daher fällt die die Gitterspannung infolge des Aufhörens des Anstieges der Anodenspannung. Der Strom zum Schirmgitter nimmt dann ab und die Schirmgitterspannung nimmt zu, was seinerseits einen schnellen Anstieg des Anodenstromes in der Röhre 4 infolge des Anstieges der Spannung am Fanggitter dieser Röhre herbeiführt. Auf diese Weise wird die Röhre wieder auf voll leitenden Zustand gebracht, wenn die Anodenspannung die Spannung der Kathode der Diode 11 erreicht, welche eine regelbare konstante von den Charakteristiken der Röhre 4 unabhängige Spannung ist.
Die Wirkungsweise der soeben beschriebenen Anordnung wird durch Fig. 3 verdeutlicht, in welche die an einzelnen Punkten der Schaltungsanordnung nach Fig. 2 auftretenden Spannungen dargestellt sind. In dieser Figur sind auf der Abscissen-Achse die Zeit, und auf der Ordinatenachse die Spannungen aufgetragen. Die horizontale gestrichelte Linie E(sub)1 gibt die Spannung der Quelle 5 an, und die durch die gestrichelte Linie E(sub)2 bezeichnete Spannung ist diejenige der Kathode der Diode 11. Die Spannung der Anode der Röhre 4 ist durch die volle Linie A, die Spannung am Schirmgitter dieser Röhre durch die volle Linie B, die Spannung des Steuergitters durch die volle Linie C, und die Spannung am Fanggitter durch die volle Linie D dargestellt. Es sei erwähnt, dass die Zeit des Rückkehrhubes, welcher dem ansteigenden Teil des Sägezahns entspricht, im Vergleich zum Integrationshub absichtlich vergrössert dargestellt ist, um die Wirkung der Anordnung klar zu machen. Der Anstieg der Anodenspannung während der Rückkehrperiode ist, wie ersichtlich, exponentialförmig und in Abwesenheit der Diode 11 würde sie sich, wie durch die gestrichelte Linie dargestellt, bis zur Spannung E(sub)1 der Quelle 5 fortsetzen, bis die Röhre 4 in der beschriebenen Weise infolge der Abnahme des Grades des Ansteigens der Anodenspannung wieder leitend wird.
Die Erfindung ist auch für die Erzeugung von Impulsen anwendbar, welche um eine regelbare Zeit in Bezug auf zugeführte Impulse verzögert sind. So kann die in Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung dazu benutzt werden, um eine konstante Spannung mittels eines der zugeführten Impulse zu integrieren, und es können Mittel vorgesehen werden, um weitere Impulse zu erzeugen, wenn die Spannung der Anode der Röhre 4 auf einen vorausbestimmten Wert fällt. Die zeitliche Verzögerung ist dann proportional der Differenz zwischen der erwähnten vorausbestimmten Spannung und der Anodenspannung der Röhre 4, wenn diese Röhre durch den zugeführten Impuls wirksam wird, und umgekehrt proportional der Spannung, welche integriert wird. Falls gewünscht, kann eine weitere Spannung und ein weiterer Widerstand in Serie zwischen Steuerelektrode und Kathode der Röhre 4 eingeschaltet werden, in welchem Fall die Verzögerung umgekehrt proportional der Summe der beiden Integrationskreisen einzeln zugeführten Spannungen ist. Die röhre 4 kann entsprechend eine Multielektrodenröhre sein, sodass sie durch Anlegen einer positiven Vorspannung wirksam wird, welche von den zugeführten Impulsen zu einer zweiten Steuerelektrode der genannten Röhre abgeleitet werden, und die verzögerten Impulse können dadurch erzeugt werden, dass man die Anodenspannung der Röhre 4 einen Multivibrator auslösen lässt, wenn sie auf einen vorausbestimmten Wert fällt. Oder es kann eine Schaltungsanordnung entsprechend Fig. 2 verwendet werden, bei welcher die Anodenspannung automatisch auf ihren Wert vor dem Beginn der Integration zurückgebracht wird, und die Spannungsänderungen, welche auftreten, wenn die Röhre 4 nichtleitend wird, können dazu verwendet werden, um die verzögerten Impulse zu erzeugen, beispielsweise durch Auslösen eines Multivibrators.

Claims (10)

1.) Integrationsschaltungsanordnung zur Erzeugung einer Spannung, welche dem Zeitintegral der zu integrierenden Spannung genau entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die zu integrierende Spannung an die Serienschaltung eines Impedanzwiderstandes (1) und einer Kapazität (2) angelegt ist und eine zweite mit der genannten Impedanz und der genannten Spannungsquelle in Serie geschalteten Impedanz (3) mit dem Eingangs- und Ausgangskreis eines thermionischen Verstärkers so verbunden ist, daß eine negative Rückkopplung zwischen dem Ausgangs- und Eingangskreis über die Kapazität vorhanden ist, und durch die Anordnung Änderungen des Ladestromes der genannten Kapazität (2), herrührend von der an ihr auftretenden Gegenspannung, welche in Abwesenheit des Verstärkers die Integration ungenau machen würden, praktisch vermieden sind.
2.) Integrationsschaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu integrierende Spannung angenähert konstant ist.
3.) Integrationsschaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu integrierende Spannung sich mit der Zeit verändert.
4.) Integrationsschaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ei9ne zweite Spannungs- quelle vorgesehen ist, die zusammen mit einem dritten Widerstand in Reihe mit der Kapazität (2) liegt.
5.) Integrationsschaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Mittel, welche geeignet sind, falls die Spannung in dem Ausgangskreis einen vorbestimmten Wert erreicht, ein Ventil (4) in der Verstärkeranordnung nichtleitend zu machen, wobei die Anordnung derart ist, daß die Spannung an dem Kondensator auf ihrem ursprünglichen Wert gebracht wird, und die in dem Ausgangskreis erzeugte Spannung Sägezahnform aufweist.
6.) Integrationsschaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (4) eine weitere Elektrode hat, welche durch eine Schirmgitterelektrode von der Steuerelektrode getrennt ist, daß zwischen der Schirmgitterelektrode und ihrer Vorspannungsquelle eine Impedanz eingeschaltet ist, und die genannten Mittel eine derartige Kopplung haben, daß Spannungsänderungen der Schirmgitterelektrode der weiteren Elektrode zugeführt werden, wobei der Strom zur Schirmgitterelektrode zunimmt, wenn die Anodenspannung des Ventils auf einem vorausbestimmten niedrigen Wert fällt und die weitere Elektrode negativ vorspannt, so daß das Ventil nichtleitend wird.
7.) Integrationsschaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Impedanzwiderstand (1) von dem Weg Anode/Kathode einer weiteren thermionischen Röhre (12) gebildet ist, bei welcher Schaltmittel vorgesehen sind, welche bewirken, daß die Röhre aufeinanderfolgend leitend und nichtleitend wird, wodurch die in dem Ausgangskreis erzeugte Spannung sägezahnartige Wellenform hat.
8.) Integrationsschaltungsanordnung nach den Ansprüchen 3 bis 6 zum Erzeugen von Impulsen, welche um eine regelbare Zeit in Bezug auf zugeführte Impulse verzögert sind, gekennzeichnet durch Mittel, welche bewirken, daß die zugeführten Impulse den Verstärker wirksam machen, und durch Mittel, welche geeignet sind, einen verzögerten Impuls zu erzeugen, wenn die Spannung des Ausgangskreises einen vorausbestimmten Wert erreicht, oder wenn das Ventil des Verstärkers nichtleitend wird, wobei die Anordnung derart ist, daß die Verzögerung der verzögerten Impulse in Bezug auf die zugeführten Impulse proportional der Differenz zwischen der Spannung im Ausgangskreis ist, wenn der Verstärker wirksam ist, und dem vorausbestimmten Wert der erwähnten Spannung, der der Ausgangsspannung, bei welcher die Röhre nichtleitend wird, und umgekehrt proportional der Spannung der genannten Qu8elle oder, im Falle von mehreren Spannungen, der Summe der Spannungen der genannten Quellen ist.
9.) Integrationsschaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazität zwischen der Steuerelektrode und der Anode einer thermionischen Röhre eingeschaltet ist, und daß ein Ende des Impedanzwiderstandes (1) und ein Ende eines weiteren Impedanzwiderstandes, falls ein solcher vorhanden ist, mit der Steuerelektrode verbunden ist bzw. sind, wobei ein Ende der weiteren Impedanz mit der Anode verbunden ist.
10.) Integrationsschaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, bei welcher eine in einer Richtung leitende Vorrichtung zwischen dem Ausgangskreis und einem Punkt konstanter Spannung so eingeschaltet ist, daß die in einer Richtung leitende Vorrichtung leitend wird, wenn die Spannung in dem Ausgangskreis den Wert der konstanten Spannung erreicht, und eine weitere Spannungsänderung in dem Ausgangskreis verhindert wird.

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