DEP0035207DA - Schlitzgesteuerter Zweitaktmotor mit Spülpumpe - Google Patents
Schlitzgesteuerter Zweitaktmotor mit SpülpumpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen schlitzgesteuerten Zweitaktmotor mit einer einen schlitzgesteuerten Einlaß aufweisenden Spülpumpe, deren Arbeitsraum immer in offener Verbindung mit den Spülschlitzen des Motorzylinders steht.
Die Bemessung der Höhe der Spülschlitze im Motorzylinder ist unter anderem abhängig von der Drehzahl des Motors. Bei hoher Drehzahl müssen die Schlitze höher sein als bei niedriger Drehzahl. Je größer der Kurbeldrehwinkel wird, während dessen die Spülschlitze geöffnet sind, desto mehr wird der Spielraum, der für die Anordnung der Spülpumpe in Bezug auf den Kurbeldrehwinkel übrig bleibt, eingeengt. Bei der Anordnung der Spülpumpe muß nun darauf geachtet werden, daß sie während der Öffnungszeit der Spülschlitze keine starke Saugbewegung macht. Es ist für die Wirkungsweise des Motors günstig, wenn das Spülmittel durch die Spülpumpe bei der Eröffnung der Spülschlitze bereits auf einen gewissen Druck gebracht worden ist. Das Spülmittel strömt dann zu Beginn der Spülung mit einer hohen Geschwindigkeit in den Motorzylinder ein und spült diesen gut aus. Der Kolben der Spülpumpe kann sich im Augenblick des Schließens der Spülschlitze in der Nähe seines Verdichtungstotpunktes bewegen.
Die Erfindung besteht nunmehr darin, daß der Verdichtungstotpunkt des Motorkolbens zeitlich um ungefähr 105 bis 150° Kurbeldrehwinkel nach dem Verdichtungstotpunkt des Pumpenkolbens erreicht wird, wobei zweckmäßig bei niedrigen Motordrehzahlen ein kleinerer und bei höheren Motordrehzahlen ein größerer Wert des angegebenen Winkelbereiches zur Anwendung gelangt. Durch die Erfindung ergibt sich die günstigste Wirkungsweise der Spülpumpe.
In der Zeichnung ist schematisch das Triebwerk eines Zweitaktmotors gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Der Zylinder des Motors ist mit 1 bezeichnet. In ihm befinden sich die Spülschlitze 2 und die Auspuffschlitze 3. 4 ist der Kolben des Motors, der über die Pleuelstange 5 mit der Kurbelwelle 6 in kraftschlüssiger Verbindung steht. Der Zweitaktmotor ist mit einer Spülpumpe ausgerüstet, die einen schlitzgesteuerten Einlaß aufweist. 7 ist der Zylinder der Spülpumpe, in dem sich der Einlaßschlitz 8 befindet. Der Kolben der Spülpumpe ist mit 9 bezeichnet. Er steht über eine Pleuelstange 10 mit der Kurbelwelle 9 in kraftschlüssiger Verbindung. 11 ist die Kurbel der Spülpumpe und 12 die des Motors. Der Arbeitsraum 13 der Spülpumpe steht durch eine Leitung 14 immer in offener Verbindung mit den Spülschlitzen 2 des Motorzylinders 1. Das Triebwerk ist in einer Stellung gezeichnet, in der sich der Kolben 9 der Spülpumpe in seinem Verdichtungstotpunkt befindet. Die Förderung des Spülmittels ist in dieser Stellung des Spülpumpenkolbens 9 beendet. Damit kein Zurücksaugen des Spülmittels aus dem Zylinder 1 des Motors erfolgt, muß der Kolben 4 des Motors die Spülschlitze 2 bereits verschlossen haben oder eben im Begriff sein, sie zu schließen. Dies ist aus der Abb. ersichtlich. Wenn man die Triebwerke von Motor und Pumpe so zueinander anordnet, so daß der Verdichtungstotpunkt des Motorkolbens zeitlich um ungefähr 105 bis 150° Kurbeldrehwinkel nach dem Verdichtungstotpunkt des Pumpenkolbens erreicht wird, erhält man für die Wirkungsweise des Motors die günstigsten Verhältnisse. Man erreicht dabei, daß das Spülmittel bei Beginn der Öffnung der Spülschlitze 2 durch den Kolben 4 bereits unter Druck gebracht worden ist. In Abhängigkeit von der Drehzahl des Motors kommt nunmehr ein Wert des angegebenen Winkelbereiches in Frage, und zwar verfährt man zweckmäßig so, daß bei niedrigen Motordrehzahlen ein kleinerer und bei höheren Motordrehzahlen ein größerer Wert des angegebenen Winkelbereiches zu Anwendung gelangt. Bei dem dargestellten Zweitaktmotor beträgt der Kurbeldrehwinkel (Lambda), um den der Motorkolben 4 gegenüber dem Spülpumpenkolben 9 erfindungsgemäß nacheilt, ungefähr 135°.
Die Erfindung läßt sich mit Vorteil sowohl bei Diesel- als auch bei Vergasermotoren anwenden.
Claims (1)
- Schlitzgesteuerter Zweitaktmotor mit einer einen schlitzgesteuerten Einlaß aufweisenden Spülpumpe, deren Arbeitsraum immer in offener Verbindung mit den Spülschlitzen des Motorzylinders steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdichtungstotpunkt des Motorkolbens zeitlich um ungefähr 105 bis 150° Kurbeldrehwinkel nach dem Verdichtungstotpunkt des Pumpenkolbens erreicht wird, wobei zweckmäßig bei niedrigen Motordrehzahlen ein kleinerer und bei höheren Motordrehzahlen ein größerer Wert des angegebenen Winkelbereiches zur Anwendung gelangt.
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