DEP0035146DA - Einrichtung zum Einschleusen des Schüttgutes in pneumatische Transportleitungen, insbesondere Blasversatzsysteme - Google Patents
Einrichtung zum Einschleusen des Schüttgutes in pneumatische Transportleitungen, insbesondere BlasversatzsystemeInfo
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Description
Zum Einschleusen des Schüttgutes in pneumatische Transportsysteme sind bisher vorwiegend zwei Arten von Einrichtungen, sogenannte Blasmaschinen, bekannt geworden. Es handelt sich dabei entweder um Einrichtungen nach Art des bekannten Zellenrades oder um Bunkersysteme mit besonderen Zuteilern. Beide Maschinenarten besitzen aber eine Reihe von beträchtlichen Mängeln.
Zellenradmaschinen weisen einen hohen Preßluftverlust auf, weil das Volumen der einzelnen Zellen nach Abgabe des Schüttgutes ganz ins Freie entspannt werden muß. Auch ist der Verschleiß der Zellenräder beträchtlich.
Der wesentliche Nachteil der Bunkermaschine mit Einschleussystem ist der große Raumbedarf, wodurch deren Anwendung namentlich in unterirdischen Grubenbetrieben sehr erschwert wird. Außerdem sind die Bunkermaschinen sehr kostspielig.
Nach der Erfindung wird beim Einschleusen des Schüttgutes in pneumatische Transportsysteme das verdichtete Schüttgut benutzt, um die unter erhöhtem Druck stehende Transportleitung an der Einschleusstelle gegen die Atmosphäre abzudichten. Dieser Leitgedanke wird erfindungsgemäß vorzugsweise so verwirklicht, daß man das Schüttgut in einer kontinuierlich arbeitenden Schneckenpresse verdichtet, wobei der
dichtende Abschluß durch das Schüttgut entweder am Ende der Schneckenpresse innerhalb deren Schneckengängen oder in einer sich daran anschließenden rohrartigen Druckkammer von gleichbleibendem oder sich verjüngendem Querschnitt erfolgt. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Preßschnecke vorteilhaft konisch ausgeführt, derart, daß sie sich nach dem Druckende hin verjüngt, wobei eine axiale Einstellbarkeit der Preßschnecke relativ zu ihrem Gehäuse vorgesehen ist. Man kann jedoch bei etwaigem Verschleiß der Schneckengänge oder des Schneckengehäuses leicht durch axiale Verstellung die Preßschnecke satt gegen die Wandung des Gehäuses anliegend halten, wodurch die Preßwirkung beträchtlich verbessert wird.
Preßschnecke und Gehäuse werden erfindungsgemäß aus verschleißfesten und gegebenenfalls auswechselbaren Hartgußteilen zusammengesetzt, wobei an dem Schneckengehäuse geeignete Mittel, wie vorspringende Leisten oder Nocken vorgesehen sind, um eine Rotation des Schüttgutes zusammen mit der Preßschnecke zu verhindern.
Die Stärke des von der Preßschnecke in den Blastrog der Einschleusmaschine abgegebenen Schüttgutes kann durch Veränderung der Drehzahl der Schnecke oder auch durch Anordnung eines Regulierschiebers am Druckende der Schnecke bzw. am Ende der sich daran anschließenden Druckkammer beeinflußt werden.
Die Erfindung ergibt eine wirksame und praktische ohne Druckmittelverlust arbeitende Einschleusvorrichtung, die auch bei Unterbrechen des Schüttgutstromes eine wirksame Abdichtung sichert.
Es ist zwa schon vorgeschlagen worden, als Aufgabevorrichtung für Blasversatzmaschinen eine Förderschnecke zu benutzen. Die Förderschnecke ist dabei jedoch nicht im Sinne einer Schneckenpresse ausgebildet, so daß sie nicht jene stopfenartige Verdichtung des Versatzgutes im Aufgaberohr herbeizuführen vermag, die zur Erzielung einer ausreichenden Abdichtung des Blasversatzsystems notwendig ist.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Einrichtung zum Einschleusen nach der Erfindung schematisch dargestellt und zwar zeigt:
Abb. 1 einen Schnitt durch eine Einschleuseinrichtung,
Abb. 2 eine Oberansicht der Einrichtung und
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie a-b der Abb. 1.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Einrichtung ist auf einem etwa plattenförmigen Gestell 1 das Gehäuse 2 einer Preßschnecke 3 gelagert, die von der Welle 4 getragen wird. Die Schneckenwelle 4 ist außerhalb des von dem Schüttgut erfüllten Raumes in den Lagern 5 und 6 gelagert. Sie wird von dem Motor 7 über ein geeignetes Untersetzungsgetriebe 8 angetrieben.
Wie Abb. 1 erkennen läßt, sind die Schneckengänge im Bereich des Aufgabetrichters 9 im wesentlichen mit gleichem äußeren Durchmesser ausgeführt. Sie verjüngen sich dann aber konisch, wie bei 10 angedeutet. An das engere Ende des Schneckengehäuses 2 schließt sich eine Druckkammer 11 an, die von dem Schüttgut, das durch die Preßschnecke verdichtet ist, ganz ausgefüllt ist. Die Kammer 3 ist bei der dargestellten Ausführungsform ebenfalls verjüngt. Sie öffnet sich an ihrem engeren Ende in einen Entspannungsraum 12, in welchem sich das verdichtete Gut auflockert, so daß es im Blastrog 13, in den das Gut fällt, leicht von dem durch die Rohrleitungen 14 zutretenden Transportluftstrom erfaßt und in die Transportleitung 15 abgeblasen werden kann.
Die Abdichtung des unter dem erhöhten Druck der Transportluft stehenden Blastroges 13 und des damit verbundenen Entspannungsraumes 12 erfolgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in der Druckkammer 11 durch den darin gebildeten Stopfen aus verdichtetem Schüttgut. Am Ende der Druckkammer 11 kann ein Schieber 16 o.dgl. vorgesehen werden, durch den die Menge des aus der Druckkammer 11 abgegebenen Schüttgutes beeinflußt werden kann.
Die Abdichtung in der Druckkammer 11 ist, wie ersichtlich, unabhängig von der Aufgabe von Schüttgut in den Trichter 9, weil sich die Gänge der Preßschnecke in die Druckkammer nicht fortsetzen und der dort gebildete Gutstopfen unverändert bleibt, wenn die Preßschnecke leer läuft. Die Preßschnecke 3 und ihr Gehäuse, sowie die Wandung der Druckkammer 11 werden vorteilhaft aus einem verschleißfesten Material hergestellt, vorzugsweise aus Hartgußteilen zusammengesetzt. In der Wandung des konischen Teiles des Schneckengehäuses, d.h. in derjenigen Zone des Schneckengehäuses, in welchem die Verdichtung stattfindet, sind Mittel vorzusehen, um eine Rotation des in den Schneckengängen liegenden Schüttgutes zu verhindern oder doch so weit herabzusetzen, daß die gewollte Verdichtung in den Schneckengängen erreicht wird.
Claims (6)
1.) Einrichtung zum Einschleusen des Schüttgutes in pneumatische Transportleitungen, insbesondere Blasversatzsysteme, unter Anwendung einer Förderschnecke für das Schüttgut, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderschnecke als Preßvorrichtung zum Verdichten des einzuschleusenden Schüttgutes ausgebildet ist, die sich am einen Ende in den Blastrog öffnet und am anderen Ende in die Atmosphäre, so daß der Abschluß des unter erhöhtem Druck stehenden Leitungssystems gegen die Atmosphäre durch das verdichtete Schüttgut erfolgt.
2.) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Druckseite der Preßschnecke eine rohrartige Kammer von gleichbleibendem oder sich verjüngendem Querschnitt anschließt, die von dem verdichteten Schüttgut ausgefüllt wird.
3.) Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßschnecke sich konisch nach der Druckseite verjüngt und relativ zu ihrem Gehäuse axial einstellbar ist.
4.) Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem durch das verdichtete Schüttgut erfüllten Raum und dem Blastrog eine erweiterte Kammer zur Entspannung des Gutes angeordnet ist.
5.) Einrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßschnecke und das Gehäuse aus verschleißfesten, vorzugsweise auswechselbaren Hartgußteilen zusammengesetzt sind.
6.) Einrichtung nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schüttgutstrom mit Hilfe eines am Ende der Druckkammer (11) vorgesehenen Stellschiebers (16) regelbar ist.
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