DEP0034213DA - Probierbrille - Google Patents
ProbierbrilleInfo
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Description
Abgesehen von verhältnismäßig kostspieligen Instrumenten zur subjektiven Brillenglasbestimmung wird zur Bestimmung von Augengläsern in allen sonstigen Fällen eine Probierbrille verwendet. Diese wird bislang in der Weise benutzt, dass man unter Einbeziehung des Sehschärfenverlaufs systematisch so oft Probegläser auswechselt, bis das beste Sehvermögen und damit zugleich das im einzelnen Fall in Frage kommende Korrektionsglas ermittelt ist.
Die Brillenbestimmung nach dieser Methode erfordert neben der Probierbrille den sogenannten Probiergläserkasten, der eine große Anzahl wertvoller Einzelgläser (Probegläser) sphärischer und zylindrischer Wirkung enthält. Das systematische Ausprobieren verschiedener Einzelgläser in der Probierbrille ist umständlich, zeitraubend und für den Patienten unangenehm.
Außerdem gestaltet sich die Bestimmung von astigmatischen Korrektionsgläsern zum Ausgleich des sogenannten Astigmatismus (Stabsichtigkeit) besonders schwierig.
Jedes Auswechseln eines zylindrischen Probierglases macht nämlich in allen Fällen die erneute genaue Einstellung der Zylinderachse erforderlich. Dieses ist je nach Stärke des vorliegenden Astigmatismus so oft notwendig, bis das richtige astigmatische Korrektionsglas gefunden ist. Es ergibt sich daher, dass bei jeder länger dauernden Brillenglasbestimmung nach den üblichen Verfahren, besonders bei stärkerer astigmatischer Korrektion, als Folge des dadurch erforderlichen häufigeren Gläserwechsels, neben erheblichem Zeitverlust, Beeinträchtigungen der Genauigkeit der Endresultate auftreten.
Diese wesentlichen Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, dass eine Probierbrille zur Brillenglasbestimmung mit zwei gleichstarken, gegenläufig verdrehbar sphärozylindrischen (planzylindrischen oder kreuzzylindrischen) Linsen entgegengesetzter Vorzeichen und einer die gegenseitige Stellung der Linsen anzeigende Skala ausgestattet ist, die vorzugsweise als Dioptrienskala ausgebildet ist. Die sonst üblichen zylindrischen Probegläser werden durch die Erfindung überflüssig.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt in vereinfachter Darstellung die Probierbrille,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Einsatz,
Fig. 3 eine Draufsicht und
Fig. 4 einen senkrechten Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1.
Die übliche Probierbrille ist auf jeder Seite für das Einsetzen von drei Gläsern 1, 2, 3 und einer hinteren Abdeckscheibe 4 eingerichtet. Nach der Erfindung wird anstelle des Glases 3 der veränderliche sphärozylindrische Einsatz eingesetzt, für den der Zwischenraum 5 zwischen dem Glas 3 und der Scheibe 4 zusätzlich ausgenutzt werden kann.
Der Einsatz (Fig. 2) besteht aus einer Platte 6, die ein Gehäuse 7 mit ringförmigen Führungen für Fassungen 8, 9 der Gläser 10, 11 trägt.
Die Fassungen sind an ihrem Umfange als Zahnkränze 13, 14 ausgebildet und können mittels einer Griffschraube 15 gegenläufig gedreht werden. Der Bolzen 16 der Griffschraube trägt übereinander die beiden Zahnräder 17, 18. Das Zahnrad 17 steht über ein Zwischenrad 19 mit dem Zahnkranz 13, das Zahnrad 18 über die Zwischenräder 20, 21 mit dem Zahnkranz 14 in Verbindung. Die jeweilige gegenseitige Einstellung der Gläser 10, 11 ist an der Skalenscheibe 22 ablesbar.
Soll mit dem neuen Gerät ein Korrektionsglas bestimmt werden, so wird zunächst in an sich bekannter Weise die Achse des zu korrigierenden Auges festgestellt, dann werden mit dieser die Achsen der sphärozylindrischen Linsen 10, 11 des neuen Einsatzes zur Deckung ge-
bracht, und nun brauchen diese Gläser 10, 11 lediglich durch Drehen an der Stellschraube 15 des Einsatzes in eine gegenseitige Lage verdreht zu werden, die das richtige astigmatische Korrektionsglas ergibt und an der Skala 22 abgelesen werden kann.
Claims (2)
1. Probierbrille zur Brillenglasbestimmung, gekennzeichnet durch zwei gleichstarke gegenläufig verdrehbare sphärozylindrische (planzylindrische oder kreuzzylindrische) Linsen entgegengesetzter Vorzeichen oder einer die gegenseitige Stellung der Linsen anzeigenden Skala, vorzugsweise Dioptrienskala.
2. Probierbrille bzw. Einsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassungen (8, 9) der übereinander angeordneten Gläser (10, 11) als Zahnkränze (13, 14) ausgebildet sind, mit denen die an einer Griffschraube (15) sitzenden Zahnräder (17, 18) über Zwischenräder (19 bzw. 20, 21) in Eingriff stehen oder mit direktem Zahntrieb der Zahnkränze (13, 14) betätigt werden.
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