DEP0032175DA - Brems- bzw. Kupplungsflächenbelag für Schlösser von Grubenstempeln. - Google Patents
Brems- bzw. Kupplungsflächenbelag für Schlösser von Grubenstempeln.Info
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Description
In den Schlössern von zweiteiligen Grubenstempeln müssen bekanntlich hohe Kräfte durch Bremswirkung aufgenommen werden. In derartigen Grubenschlössern sind Keile oder keilähnlich wirkende Element vorgesehen, die teils untereinander und teils unmittelbar am abzubremsenden und zu verriegelnden Stempelteil anliegen. Insbesondere bei den sogenannten Schleppkeilen ist der Vorgang derart, dass unter erheblichen Flächendrücken zwischen Keil und beweglichem Stempelteil sich diese beiden Elemente eine Strecke weit relativ zueinander bewegen, bis der Druck schliesslich so gross wird, dass eine Verriegelung stattfindet.
Die in den Schlössern auftretenden Kräfte sind einerseits abhängig von der durch den Stempel aufzunehmenden Last und andererseits von dem Reibungsbeiwert, der zwischen Keil oder Bremsfläche einerseits und dem festzustellenden Element, meist unmittelbar dem Oberstempel andererseits auftritt. Ist der Reibungsbeiwert verhältnismässig niedrig, so werden die aufzuwendenden Kräfte verhältnismässig gross, um die Verriegelung herbeizuführen. Es ist daher schon vorgeschlagen worden, die Brems- oder Kupplungsflächen in Schlössern der Grubenstempel mit einem Belag zu versehen, der höhere Reibwerte gewährleistet, als dies bei Reibung von Stahl auf Stahl der Fall wäre.
Als Beläge, die den Reibwert erhöhen, sind bisher ausschliesslich metallische Stoffe verwendet worden, und zwar insbesondere Aluminium und Aluminiumlegierungen. Auf diese Weise wird zwar eine Erhöhung des Reibwertes herbeigeführt, da aber immer noch Metall auf Metall reibt,
ist der Reibungswert immer noch vergleichsweise niedrig. Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, diesen Uebelstand zu beseitigen und Werkstoffe anzugeben, die eine Erhöhung der Reibung zwischen den gegeneinander abzubremsenden Teilen herbeiführen.
Die Verhältnisse, die in einem Grubenstempelschloss der erwähnten Art obwalten, sind nicht mit den üblichen Verhältnissen zu vergleichen, unter denen Bremswirkungen ausgeübt werden. Die spezifischen Flächendrücke, die bei diesen Bremsungen auftreten, sind unvergleichlich viel höher, als die Flächendrücke, die beobachtet werden können, wenn beispielsweise Kraftwagen oder dergleichen abgebremst werden. Der Fachmann war daher stets der Auffassung, es müssten Werkstoffe verwendet werden, die vergleichsweise hohe Festigkeit, und vor allem auch einen hohen inneren Zusammenhalt, aufweisen, damit unter den hohen Drücken kein Zerreissen oder Verzerren der Oberflächenschichten des Bremsbelages eintritt, und er glaubte, dass diese Eigenschaften nur bei metallischen Werkstoffen gegeben seien. Offenbar ist dies der Grund, der dazu geführt hat, das bisher nichtmetallische Werkstoffe als Belag für die Brems- und Kupplungsflächen in Grubenstempelschlössern nicht vorgeschlagen worden sind, obwohl solche Stoffe weit höhere Reibungswerte zu erzielen gestatten.
Der Erfinder hat nun erkannt, dass gerade nichtmetallische Stoffe mit grossem Vorteil verwendet werden könnten und zwar insbesondere in der Art, wie sie für Bremstrommelbeläge, Treibscheibenfutter, Reibräder und dergleichen verwendet werden. Es hat sich gezeigt, dass diese Stoffe sich - selbst bei hohen und höchsten Drücken in den Stempelschlössern - einwandfrei verhalten und eine sichere Abbremsung gewährleisten, ohne dass irgendwelche Schäden am Bremsbelag selbst auftreten, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass die Bewegungsgeschwin-
digkeit der abzubremsenden Teile gering ist, eine Tatsache, die von der Fachwelt bisher ausser Acht gelassen wurde.
Die nichtmetallischen Stoffe, die gemäss der Erfindung als Belag vorgeschlagen werden, können in den verschiedensten Formen verwendet werden, so beispielsweise in der Art der organischen Werkstoffe.
Es können sogenannte Kunstharzpresstoffe, mit oder ohne Textilgewebeeinlage, ferner auch Faserstoffplatten verwendet werden, wobei im letztgenannten Falle die Platten schichtweise zusammengefügt und miteinander verleimt sein können.
Es ist ferner möglich, in die Beläge zur Vergrösserung der Festigkeit, wie an sich bekannt, metallische Einlagen einzubringen, beispielsweise in Form eines Drahtnetzes oder dergleichen.
Es ist des weiteren möglich, Kombinationen von nichtmetallischen Stoffen verschiedener Art zu benutzen, beispielsweise, indem in eine Kunstharzmasse nach Art der Schleifscheibenherstellung, Korund oder sonstige keramische Stoffe in Pulverform oder gekörnt eingelassen werden.
Claims (6)
1. Brems- oder Kupplungsflächenbelag für Schlösser von Grubenstempeln, gekennzeichnet durch die Verwendung von nichtmetallischen Stoffen insbesondere in der Art, wie sie für Bremstrommelbeläge, Treibscheibenfutter, Reibräder oder dergleichen verwendet werden.
2. Belag nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung organischer Werkstoffe.
3. Belag nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch an sich bekannte metallische Einlagen.
4. Belag nach Anspr. 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch die Verwendung von Kunstharzpresstoffen mit oder ohne Textilgewebeeinlage.
5. Belag nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Faserstoffplatten, gegebenenfalls in mehrschichtiger Anordnung und Verleimung der einzelnen Platten miteinander.
6. Belag nach den Ansprüchen 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach Art einer Schleifscheibe in einer Grundmasse, vorzugsweise aus Kunstharzpresstoff, Korund oder sonstige keramische Werkstoffe in Pulverform oder gekörnt eingelassen sind.
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