DEP0028581DA - Verfahren zur Herstellung trockener Stärkeprodukte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung trockener StärkeprodukteInfo
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Description
Kartoffelstärke hat von allen Stärkearten die grössten und schwersten Körner. Deswegen haben Kartoffelstärkesuspensionen die Eigenschaft, sich schneller als Suspensionen anderer Stärkearten, die aus kleineren Körnern bestehen, abzusetzen; so setzen sich z.B. Tapioka- und Reismehl kaum oder nur äusserst langsam ab. Obiges gilt nicht nur für gewöhnliche Kartoffelstärke, sondern auch für modifizierte, aber noch nicht verkleisterte Kartoffelstärken, z.B. für die sogenannte oxydierte Kartoffelstärke. Es ist bekannt, dass derartige Kartoffelstärkepräparate heutzutage öfters als Ersatz für andere Stärkearten bzw. Stärkepräparate verwendet werden. Das Publikum hat aber im allgemeinen ein nicht begründetes Vorurteil gegen Kartoffelstärke, weshalb es erwünscht ist, der Kartoffelstärke und deren Derivaten mit Bezug auf das Absetzen von Suspensionen in Wasser oder wässerigen Flüssigkeiten, z.B.
Milch, in höherem Masse die Eigenschaften anderer Stärkearten zu erteilen. Auch ist es für verschiedene technische Anwendungen wichtig, das Absetzen von Suspensionen von Kartoffelstärkeerzeugnissen beim Transport von Stärkeaufschlämmungen in der Fabrik herabzusetzen.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung trockener Kartoffelstärkeprodukte, deren wässrige Suspensionen sich nicht oder nur wenig absetzen, welches darin besteht, dass modifizierter oder nicht modifizierter, nicht verkleisterter Kartoffelstärke ein kaltquellendes bzw. kaltlösliches Polysaccharid in einer Menge von höchstens 1,5%, berechnet auf das Trockengewicht der Stärke, zugesetzt wird.
Besonders geeignet für die vorliegenden Zwecke ist Quellstärke, d.h. das Produkt, das dadurch erhalten wird, dass eine Mischung von Stärke oder einem Stärkederivat mit wenig Wasser kurze Zeit auf eine hohe, über der Verkleisterungstemperatur liegende Temperatur erhitzt wird, wobei die Masse zu einer dünnen Schicht ausgepresst und zu gleicher Zeit oder unmittelbar nachher getrocknet wird.
Mit Quellstärkemengen von 0,5 bis 1,5%, berechnet auf das Trockengewicht der Kartoffelstärke, erzielt man ausgezeichnete Ergebnisse.
Es empfiehlt sich, die Quellstärke, die nach dem beschriebenen Verfahren in Form von Schuppen erhalten wird, vorher fein zu mahlen bzw. zu verpulvern, da in diesem Falle die erwünschte Wirkung in beträchtlich erhöhtem Masse auftritt. Vorzugsweise wird die Quellstärke derart fein gemahlen und gegebenenfalls gesiebt, dass in der trockenen
Mischung die Teilchen mit dem bloßen Auge nicht mehr sichtbar sind.
Auch bei Anwendung anderer in der Kälte quellender bzw. löslicher Polysaccharide ist es erwünscht, dies in fein pulverisierter Form hinzuzufügen. Die anzuwendenden Mengen dieser Stoffe sind von ihren Eigenschaften, z.B. von der Viskosität, abhängig.
Überraschenderweise hat es sich herausgestellt, daß die Neigung zum Absetzen wässeriger Suspensionen von Kartoffelstärke und von modifizierten, aber noch nicht verkleisterten Kartoffelstärken in der beschriebenen Weise vollständig aufgehoben oder jedenfalls stark herabgesetzt werden kann, ohne daß die Viskosität der Suspension wesentlich erhöht wird. Setzt man z.B. einem aus löslicher Kartoffelstärke bestehenden Kindermehl eine kleine Menge Quellstärke zu, so erhält man ein Produkt, das sich beim Anrühren mit Wasser oder Milch genau so verhält wie Kindermehl aus Reismehl und Suspensionen bildet, die sich fast nicht absetzen. Für die Praxis ist diese Eigenschaft sehr wertvoll. Auch zur Verbesserung von aus Kartoffelstärke hergestelltem Puddingmehl ist die Erfindung sehr wichtig, während sie auch zum Stabilisieren von in der Technik verwendeten Suspensionen von Kartoffelstärke oder deren Derivaten angewendet werden kann. Diese Suspensionen lassen sich, dank ihrer niedrigen Viskosität, leicht, sogar durch enge Rohrleitungen, befördern.
Beispiel
Eine in üblicher Weise hergestellte Quellstärke wird zu einem feinen Pulver gemahlen. 1 g dieses pulverisierten Produktes wird innig mit 100 g Kindermehl gemischt, das dadurch hergestellt worden ist, indem eine Kartoffelstärkesuspension so lange bei einer Temperatur von etwa 50°C und einem pH von 7 mit Wasserstoffsuperoxyd behandelt wird, bis dieses ganz oder nahezu ganz verbraucht ist, und die in dieser Weise behandelte Stärke zentrifugiert und getrocknet wird.
Claims (3)
1.) Verfahren zur Herstellung trockener Kartoffelstärkeprodukte, deren wässerige Suspensionen sich nicht oder nur wenig absetzen, dadurch gekennzeichnet, daß modifizierter oder nicht modifizierter, nicht verkleisterter Kartoffelstärke ein kaltquellendes bzw. kaltlösliches Polysaccharid in einer Menge von höchstens 1,5%, berechnet auf das Trockengewicht der Stärke, zugesetzt wird.
2.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als kaltquellendes bzw. kaltlösliches Polysaccharid Quellstärke verwendet wird.
3.) Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Quellstärke vorher fein gemahlen bzw. pulverisiert wird.
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