DEP0027256DA - Strickmaschine mit zwei Nadelbetten - Google Patents
Strickmaschine mit zwei NadelbettenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Strickmaschinen mit zwei Nadelbetten und ist damit zur Herstellung von Strickware geeignet, bei der einige der gestrickten Maschen auf die Vorderseite und andere Maschen auf die Rückseite der Ware abgeschlagen werden.
Bezüglich solcher Maschinen ist die Erfindung für die Stricknockensysteme zur Betätigung der Nadeln verwendbar, die Maschen ziehen, sodass die Vorderseiten der Maschen auf der Rückseite der Ware sich befinden, wie bei Rippen-, Kräusel-, Interlock- und Links-Linkswaren.
In Hinblick hierauf ist die Erfindung verwenbar bei Stricknockensystemen, bei denen in Zusammenhang mit dem Abschlagnocken Wächterkämme vorgesehen sind.
Der Zweck eines Wächterkammes besteht bekanntlich darin, die Nadeln daran zu hindern, daß sie sich beim Abschlagen zu weit bewegen, besonders wenn bei der Herstellung von feinen Rippen- oder Interlockware Zwischenraum zwischen den beiden Nocken, der als Bahn für die Strickfüsse dient, nicht richtig eingestellt ist. Wenn die Bahn zu breit ist, so ist die Abschlagbewegung übermässig und es werden häufig Linien reihenweise in der Strickware verursacht. Überdies besteht die Gefahr eines Zerschneidens der Maschen besonders, wenn die Maschine von Hand gedreht wird. Das Auftreten von Linien verdirbt das Aussehen von fein gestrickter Ware, und durch das Zerschneiden von Schlingen entstehen unerwünschte Löcher, die für die Herstellung selbstverständlich schädlich sind. Wenn ein Abschlagnocken für eine besondere Maschenlänge eingestellt wird, so ist natürlich auch eine entsprechende Einstellung des Wächternockens wünschenswert.
Für gewöhnlich sind die Nocken einzeln herstellbar, und wenn die beiden Einstellungen nicht genau gemacht werden, wird die Bahn zwischen ihnen zu breit, sodass die erwähnten Nachteile entstehen.
Gemäss der Erfindung besteht ein Zweck darin, die Stricknockensysteme der beschriebenen Art zur Verhinderung dieser Nachteile zu verbessern.
Zu diesem Zweck besteht ein wesentliches Merkmal der Erfindung darin, dass ein Abschlagnocken und sein zugehöriger Wächternocken gleichzeitig eingestellt werden können. Wenn also der Zwischenraum oder die Bahn zwischen den beiden Nocken einmal eingerichtet worden ist, so wird sie bei einer Einstellung der Nocken niemals verändert.
Gemäss der Erfindung sind die Nocken auf einem Teil oder Glied befestigt, welches beiden gemeinsam und beweglich an der betreffenden Stelle des Nockensystems angeordnet sind. Dieser Teil kann gleitbar oder drehbar sein und entweder von Hand oder selbsttätig eingestellt werden. Bei einer Maschine mit zwei oder mehr Garnzuführungsstellen oder Strickstellen, können die zwei oder mehr Teile oder Glieder einzeln eingestellt werden, oder sie können auch unter einander gekuppelt oder verbunden sein derart, dass sie gleichzeitig verstellt werden können.
Die Erfindung ist vorzugsweise für Rundstrickmaschinen mit zwei Nadelbetten bestimmt und in dieser Hinsicht in erster Linie wieder für Maschinen mit Zylinder und Scheibe mit Zungennadeln.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung ist ein besonderes Ausführungsbeispiel auf den Zeichnungen veranschaulicht und zwar für das Scheibennockensystem einer Maschine mit Zylinder und Scheibe für die Herstellung von Interlockware.
Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch einen Teil des Maschinenkopfes und zeigt die innere und äussere Scheibe nebst Scheibennockendeckel soweit es erforderlich ist, die Verwendung eines Abschlagnockens und zugehörigen Wächterkammes zu veranschaulichen.
Fig. 2 ist eine Ansicht von unten auf einander grenzende Abschnitte oder Abteilungen des Scheibennockendeckels und zeigt einstellbare Abschlag- und zugeordnete Wächternocken des inneren und äusseren Scheibennockensystems.
Fig. 3 ist eine schaubildliche Ansicht von unten auf die eine der Abteilungen des Scheibennockendeckels und zeigt deutlicher die Art, auf welche die Abschlagnocken und zugehörigen Wächternocken der beiden Systeme eingestellt werden.
Fig. 4 ist eine schaubildliche Ansicht von unten auf einen einstellbaren Schlitten, auf dem ein Abschlagnocken nebst Wächternocken befestigt ist.
In den Zeichnungen sind die einzelnen Teile des Scheibennockendeckels 1 mit S bezeichnet, und mit 2 ist der drehbare, scheibenförmige Träger der Scheibe bezeichnet. Dieser ist am Rande ausgespart, um eine äussere Scheibe 3 für das Einsetzen von Strickwerkzeugen und eine radial genutete innere Scheibe 4 einzusetzen, sodass die beiden Scheiben bezw. Scheibenringe 2 verschieden und unabhängig betätigte Sätze von Scheibennadeln aufnehmen können, wie dies bei einer Maschine mit Zylinder und Scheibe für Interlockware üblich ist. Der drehbare Nadelzylinder der Maschine ist in Fig. 1 mit 5 bezeichnet.
Jeder Teil des Scheibennockendeckels 1 trägt auf der unteren Seite einen Abschlagnocken 6 und einen zugehörigen Wächternocken 7, die sich in dem äusseren Scheibenschloss zur Einwirkung auf die Scheibennadelfüsse der äusseren Scheibe 3 befindet, sowie einen Überschlagnocken zugehörigen Wächternocken 9 in dem inneren Scheibenschloss für eine ähnliche Wirkung auf die Füsse der Scheibennadeln in dem inneren Scheibenring 4. Gemäss der Schrauben 10 auf längsverschieblichen Schlitten 11 befestigt, die für radiale Einwärts- und Auswärtsbewegung in Führungskanälen 12 auf der Unterseite der Abschnitte S angeordnet sind. Die Schlitten sind mit radial angeordneten Stellschrauben 13 versehen, auf deren Innenenden Ritzel 14 befestigt sind, welche sich im Eingriff mit einem gezahnten Ring 15, Fig. 1, befinden. Es ist also gemäss Fig. 2 und 3 jeder Abschlagnocken 6 und sein Wächternocken 7 gemeinsam auf demselben Schlitten 11 befestigt. In ähnlicher Weise ist jeder Abschlagnocken 8 und der zugehörige Wächternocken 9 gemeinsam auf einem anderen Schlitten befestigt. Die einstellbaren Nockenschlitten uf der Unterseite mit längsverlaufenden Kanälen 16 zur Aufnahme von entsprechende gestalteten Rippen 17 der Nocken versehen, um die Nocken genau seitlich mit Bezug auf die Schlitten gemäss Fig. 4 zu sichern. An dem inneren Ende jedes einstellbaren
Nockenschlittens 11 ist ein seitliches Gewindeauge 18 zum Einschrauben einer Stellschraube 13 angebracht. Das äussere Ende jeder Schraube 13 liegt gegen einen Teil des Scheibennockendeckels 1 an, wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich ist.
Gemäss Fig. 1 steht jeder Nockenschlitten 11 unter der Wirkung einer Druckfeder 19, die zwischen einem Vorsprung 20 der Oberseite des Schlittens und der entgegen gesetzten Wand einer Aussparung 21, die die Feder umgibt, des Scheibennockendeckels eingesetzt ist. Infolge dieser Ausbildung werden die Schlitten 11 nach aussen gedrückt, sodass die äusseren Enden der Schrauben 13 ständig in Berührung mit dem Scheibennnockendeckel gehalten werden. Wenn also die Ritzel 14 durch eine Drehung des Zahnringes 15 in der einen oder anderen Richtung gleichzeitig gedreht werden, so werden die Stellschrauben 13 in den Gewindeaugen 18 gedreht mit dem Ergebnis, dass alle Nockenschlitten entweder radial einwärts oder radial auswärts längsbewegt werden, um eine entsprechende Einwärts- oder Auswärtsverstellung aller Abschlag- und Wächternocken gleichzeitig zu bewirken. Für eine einfache Darstellung sind die Stellschrauben und Ritzel in Fig. 2 nur bei einem einzigen Abschnitt S gezeichnet. Die Nockenschlitten 11 können in Stellung durch feste Scheibennocken gen alten werden, die an der Unterseite des Scheibennockendeckels befestigt sind oder durch nicht gezeigte Halteschrauben. Eine Vorrichtung geeigneter Art kann zum Drehen des gezahnten Ringes 15 in der einen oder anderen Richtung durch Hand oder selbsttätig verwendet werden.
Da gemäss der Erfindung jeder Wächternocken zusammen mit dem zugehörigen Abschlagnocken einstellbar ist, wird der Zwischenraum oder die Bahn T zwischen den beiden Nocken stetsgleichbleibend alten, um sich der Länge der von den Nadeln zu ziehenden Schlingen anzupassen, mit dem Hauptvorteil, dass das Entstehen von reihenweise Linien in der Ware vermieden wird.
Die Erfindung kann natürlich auch bei Maschinen mit nur einer Garnzuführungsvorrichtung verwendet werden.
Die Anwendung der Erfindung kann vielfach erfolgen. So kann die vorliegende Verbesserung beispielsweise angewendet werden bei Rippennockensystemen von Rundstrickmaschinen mit 2 achsial zu einander liegenden Zylindern und entsprechenden Nockengehäusen oder Trägern und Nadeln in jedem Zylinder oder
Doppelnadeln, die durch Stößer betätigt werden und von einem Zylinder zum anderen übertragbar sind, oder auf andere Maschinen, bei denen die Nadeln nicht unmittelbar durch die Nockensysteme betätigt werden, sondern über Stösser, und auf Maschinen mit Hakennadeln oder mit Zungennadeln.
Claims (5)
1.) Strickmaschine mit zwei Nadelbetten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschlagnocken und der zugehörige Wächternocken so angeordnet sind, dass sie gleichzeitig eingestellt werden können.
2.) Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocken auf einem Teil oder Glied befestigt sind, welches beiden gemeinsam und in dem betr. Teil des Nockensystems beweglich angeordnet ist.
3.) Strickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil oder das Glied, an welchem die zugehörigen Abschlag- und Wächternocken befestigt sind, gleitbar angeordnet ist.
4.) Strickmaschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil oder das Glied von Hand einstellbar ist.
5.) Rundstrickmaschine nach Anspruch 1-4 mit Zylinder und Scheibe, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschlagnocken und ein zugehöriger Wächternocken beide auf einem Teil oder Glied befestigt sind, dann in dem Scheibennockendeckel oder Ring oder in einem Teil desselben an der oder an jeder Strickstelle angeordnet und mit einem Mittel, beispielsweise einer Schraube oder einem anderen von Hand oder selbsttätig betätigbaren e radiale Einstellung der zusammengehörigen Nocken gemeinsam zu bewirken.
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