DEP0027024DA - Verfahren zum Gelatinieren und Weichmachen von Vinylpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zum Gelatinieren und Weichmachen von Vinylpolymerisaten

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DEP0027024DA
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phthalic acid
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polymers
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English (en)
Inventor
Georg Dipl.-Chem. Dr. Wuppertal von Hessling
Original Assignee
Dr. Kurt Herberts & Co. vorm. Otto Louis Herberts, Wuppertal
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Description

Es wurde gefunden, dass die bei der Umsetzung von höheren Glykolen mit Phthalsäure erhältlichen Ester wertvolle Gelatinierungs- und Weichmachungsmittel für Polymerisate halogenierter Vinylverbindungen, besonders für Polyvinylchlorid sind.
Als Ester im Sinne der vorliegenden Erfindung kommen vorzugsweise solche Verbindungen in Betracht, die durch Umsetzung von höheren Glykolen mit solchen Mengen Phthalsäure oder Phthalsäurederivaten gebildet sind, dass beide Hydroxylgruppen verestert sind. Man kann aber auch Verbindungen verwenden, bei denen ein Teil der Hydroxylgruppen noch unverestert geblieben ist. Als höhere Glykolen kommen vorzugsweise Diole der Octan-, Decan- und höhere Reihen in Betracht. Die Paraffinketten können dabei gerade oder verzweigt sein. Besonders gute Weichmacher und Gelatinierungsmittel werden dann erhalten, wenn man nicht von einheitlichen Diolen, sondern von Körpergemischen ausgeht wie sie bei der technischen Herstellung von höheren Diolen anfallen. Solche Gemische enthalten im allgemeinen 50% oder mehr an höheren Diolen, während der Rest aus niederen Diolen oder auch aus einwertigen Alkoholen bestehen kann. Beispielsweise fallen Gemische dieser Art bei der Weiterverarbeitung von Kohlenwasserstoffen der Diycetylen-Reihe an.
Als Phthalsäuren sollen gemäß der vorliegenden Erfindung in erster Linie die Phthalsäure selbst, daneben aber deren Substitutionsprodukte, wie die chlorierte Phthalsäure, verwendet werden. Als gut brauchbar für die Zwecke der vorliegenden Erfindung hat sich neben Phthalsäure die Tetrachlorphthalsäure erwiesen.
Um die in Betracht kommenden Polyvinylverbindungen zu gelatinieren oder weich zu machen, verwendet man die vorerwähnten Ester zweckmäßig in Mengen von etwa 1/2 bis 2/3 der angewendeten Mengen an Polyvinylverbindungen.
Die Herstellung der angewandten Ester, die nicht zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung gehört, kann in folgender Weise erfolgen:
Punkt 1 und 2 gestrichen!
siehe Seite 7

Claims (3)

1. Verfahren zum Gelatinieren oder Weichmachen von Vinylpolimerisaten, dadurch gekennzeichnet, dass den Polymerisaten Ester aus höheren Diolen der aliphatischen Reihe und Phthalsäure oder Phthalsäurederivaten zugesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Ester aus Diolen der Octan-, Decan- oder höhere Reihen und Phthalsäure verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass deren Polymerisaten neben einem Ester der erwähnten Art noch ein Ester aus einem niederen Diol der aliphatischen Reihe oder einem einwertigen Alkohol und Phthalsäure zugesetzt wird.
Die Beispiele 1 und 2 zur Patentanmeldung:
Beispiel I
550 Gewichtsteile eines Weichharzes das in an sich bekannter Weise durch Veresterung von 296 Gewichtsteilen Phthalsäure mit 596 Gewichtsteilen eines Glycolgemisches, das ca. 40% zweiwertige Alkohole der Octan- bzw. Decanreihe enthält, gemäß dem in
Patent ...(Patentanmeldung H 4323 IVd/120) beanspruchten Verfahren hergestellt worden ist, werden mit 1000 Gewichtsteilen Polyvinylchlorid auf der Walze bei einer Temperatur von 160-175°C in üblicher Weise gelatiniert. Man erhält ein hell- bis dunkelgelb gefärbtes, völlig durchgelatiniertes Fell, das sehr elastisch und gut kältebeständig ist.
Beispiel II:
1000 Gewichtsteile Polyvinylchlorid werden mit einer Mischung von 300 Gewichtsteilen Weichharz (hergestellt entsprechend den im Beispiel I enthaltenen Angaben) und 200 Gewichtsteilen Diocylphthalat auf der Walze bei einer Temperatur von 160-175°C in üblicher Weise gelatiniert. Man erhält ein Felle mit ähnlichen Eigenschaften wie in Beispiel I beschrieben.

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