DEP0025947DA - Verfahren zur nachträglichen Änderung der tiefsten Eigenresonanzfrequenz von Lautsprechermembranen - Google Patents
Verfahren zur nachträglichen Änderung der tiefsten Eigenresonanzfrequenz von LautsprechermembranenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein sehr einfach durchzuführendes Verfahren zur nachträglichen Änderung der tiefsten Eigenresonanzfrequenz von Lautsprechermembranen bei fertig zusammengebauten Lautsprechern.
Bekanntlich werden die konischen Lautsprechermembranen, insbesondere bei sogen. Tauchspulsystemen aus Papiermasse gegossen und besitzen eine relativ hohe Steifigkeit in ihrem schwingenden Teil. Am unteren, konisch verengten Teil ist die eigentliche Tauchspule befestigt, durch welche die verstärkten tonfrequenten elektrischen Ströme fliessen. Diese Tauchspule befindet sich in einem sehr starken magnetischen Feld und bringt, sobald sie von den verstärkten tonfrequenten Wechselströmen durchflossen wird, die Lautsprechermembran zum kräftigen Schwingen. Am offenen, konisch erweiterten Teil ist diese Lautsprechermembran derart umgebogen, dass ein flacher Ring entsteht, dessen ebene senkrecht zur Achse des Lautsprecherkonus steht. Dieser flache Ring dient nun zur Befestigung der Membran am Lautsprecherchassis.
Es hat sich nun gezeigt, dass zwischen dem Befestigungsring und dem schwingenden, konischen Teil der Membran ein elastisches Zwischenglied vorgesehen sein muss, da sonst die Eigenresonanzfrequenz des Lautsprechers sehr hoch liegen würde, sodass die tiefen Frequenzen sehr schlecht oder überhaupt nicht wiedergegeben werden. Man hat daher früher zur Erzielung eines elastischen Zwischengliedes einen ringförmigen Streifen aus weichem Material - z.B. aus Leder, Filz o.dgl. - zwischen den schwingenden und den nicht schwingenden Teil der Membran eingefügt. Auch hat man den ringförmigen Rand dünner gehalten als den übrigen Teil der Membran. Diese bekannten Verfahren verursachen jedoch einen nicht unerheblichen Aufwand, wenn auch ihr Zweck einer Senkung der Eigenresonanzfrequenz des Lautsprechers im allgemeinen erreicht wurde. Ferner kommt noch hinzu, dass auch bei dieser Fertigungsart die Eigenresonanzfrequenz des einmal fertig zusammengebauten Lautsprechers festlag und nachträglich nicht mehr geändert werden konnte. Man musste es daher bisher in Kauf nehmen, dass jeder einzelne Lautsprecher trotz sorgfältiger und gleichmässiger Fertigung seine spezifische Eigenresonanzfrequenz aufweist, die gegenüber der Eigenresonanzfrequenz eines zweiten Lautsprechers gleicher Fertigung oft nicht unwesentlich abweicht. Man war daher bisher gezwungen, wenn man Lautsprecher von möglichst tiefer und etwa gleicher Eigenresonanzfrequenz benötigte - z.B. für Theater, Kinos etc. - aus einer grösseren Anzahl von fertigen Lautsprechern die zueinander passenden auszusuchen.
Alle diese Schwierigkeiten werden durch das erfindungsgemässe, äusserst einfache Verfahren behoben, welches gestattet, bei einem fertig zusammengebauten Lautsprecher die Eigenresonanzfrequenz noch nachträglich wesentlich zu ändern, insbesondere wesentlich herabzusetzen. Dies geschieht gemäss der Erfindung in der Weise, dass nach Anfeuchtung des elastischen Zwischengliedes zwischen dem schwingenden und dem nicht schwingenden Teil der Lautsprechermembran eines fertig zusammengebauten Lautsprechers mit einer relativ rasch verdampfenden Flüssigkeit - z.B. Spiritus oder gegebenenfalls Wasser - die Lautsprechermembran mittels einer dem Lautsprecher zugeführten niedrigen Wechselstromfrequenz von beispielsweise 50 Per./sek. so lange in Schwingungen versetzt wird, bis die Flüssigkeit restlos verdampft ist.
Will man die Eigenresonanzfrequenz eines Lautsprechers noch nachträglich - also nach seinem Zusammenbau - erhöhen, so wird gemäss dem weiteren Vorschlag der Erfindung das elastische Zwischenglied zwischen dem schwingenden und dem nicht schwingenden Teil der Lautsprechermembran mit einer Schellack- oder Nitroharzlösung o.dgl. bestrichen. Bis zur vollständigen Trocknung dieser Lösung findet keine Erregung der Lautsprechermembran statt. Durch diese letztere Behandlung des elastischen Zwischengliedes erlangt dieses eine höhere Steifigkeit, sodass hierdurch die Eigenresonanzfrequenz des Lautsprechers erhöht wird. Man kann also durch das erfindungsgemässe Verfahren die Eigenresonanzfrequenz eines Lautsprechers auch nach dessen Zusammenbau in einfachster Weise sowohl erniedrigen als auch erhöhen.
Diese Behandlung des elastischen Zwischengliedes erfolgt entlang dem nicht schwingenden Teil der Lautsprechermembran und zwar konzentrisch zu ihm.
Bekanntlich wird der untere, konisch verengte Teil der Lautsprechermembran durch eine sogen. Spinne aus Hartfasergewebe o.dgl., also aus einem Stoff von grosser innerer Dämpfung, oder durch eine sogen. Zentriermembran gehalten. Diese Zentriermembran besteht aus dem gleichen Stoff wie die eigentliche Lautsprechermembran. Sie ist mit ihrem äusseren Rand fest eingespannt und ist in ihrer Mitte mit dem unteren, konisch verengten Teil der Lautsprechermembran fest verbunden. Es ergibt sich hier also die gleiche Aufgabe, eine Möglichkeit zur nachträglichen Aendereung der Steifigkeit für das elastische
Zwischenglied zwischen dem schwingenden und dem nicht schwingenden Teil der Zentriermembran zu schaffen. Dies geschieht gemäss der Erfindung in der oben für die eigentliche Lautsprechermembran dargelegten Weise.
In der Zeichnung ist beispielsweise zur Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahren eine konische Lautsprechermembran im Schnitt gezeigt. Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das erfindungsgemässe Verfahren auch für ebene oder gebogene Membranen aus saugfähigen Stoffen Geltung hat.
Die in der Zeichnung dargestellte Lautsprechermembran besteht aus dem konischen, schwingen Teil 1, der an seinem oberen, offenen Rande derart umgebogen ist, dass ein Ring 3 entsteht, der zur festen Einspannung der Membran im Lautsprecherchassis dient. Zwischen diesem nicht mitschwingenden Teil 3 und dem schwingenden Teil 1 ist ein mehr oder weniger elastisches Glied 2 vorhanden, das mit dem Teil 1 und Teil 3 ein einziges zusammenhängendes Stück bildet und wie diese aus dem gleichen Werkstoff - z.B. Papiermasse - besteht. Zur Schaffen einer gewissen, wenn auch geringen Elastizität weist dieses Zwischenglied 2 konzentrisch verlaufende Sicken auf. Am unteren verengten Teil des Konus ist die Tauchspule 7 befestigt, die durch die Zentriermembran 4, 5, 6 gegenüber dem Polschuh des Lautsprechermagneten - in der Zeichnung nicht dargestellt - genau zentriert ist.
Ein derartiger Lautsprecher besitzt eine Eigenresonanzfrequenz, die entsprechend den gegebenen Zufälligkeiten in der Fertigung etwa zwischen 80 - 120 Hertz liegen. Die genaue
Eigenresonanzfrequenz kann erst nach Fertigstellung des Lautsprechers ermittelt werden. Will man diese Eigenresonanz nachträglich herabsetzen, ohne die oben erwähnten Hilfsmittel - z.B. elastisches Zwischenglied aus Leder, Filz o.dgl. - zwischen dem schwingenden Konus 1 und dem nicht mitschwingenden Befestigungsring 3 einfügen zu müssen, so kann dies erfindungsgemäss durch Anfeuchten des Zwischengliedes 2 am fertig gestellten Lautsprecher mittels einer verdampfenden Flüssigkeit - z.B. Spiritus o.dgl. - erreicht werden, indem nach der Anfeuchtung des Zwischengliedes der Lautsprecher mittels einer ihm zugeführten Wechselstromfrequenz von etwa 50 Hertz so lange erregt wird, bis die Flüssigkeit restlos verdunstet ist. Hierbei wird das Zwischenglied 2 gewissermassen weichgeknetet, wodurch die Eigenresonanzfrequenz des Lautsprechers auf weniger als 50 Hertz herabgesetzt werden kann.
In der gleichen Weise wird auch die Zentriermembran des Lautsprechers behandelt, wobei das Zwischenglied 4 ebenfalls angefeuchtet wird. Es ist lediglich darauf zu achten, dass die Befestigungsränder 3 der Lautsprechermembran 1 bzw. der Rad 5 und der schwingende Teil 1 bzw. Teil 6 nicht unnötigerweise angefeuchtet werden.
Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens sind ohne weiteres zu erkennen. Zunächst kann das vorgeschlagene Verfahren, wie bereits dargelegt, an fertig zusammengebauten Lautsprechern angewendet werden. Ferner fälle die umständliche und kostspielige Zwischenfügung eines elastischen Gliedes aus Leder, Filz o.dgl. zwischen den schwingenden und nicht schwingenden Teilen des Lautsprechers fort. Ausserdem verträgt der
die erfindungsgemäss behandelte Membran wesentlich grössere Amplituden, d.h. grössere Lautstärken und weist gegenüber den üblichen Membranen eine grössere Lebensdauer auf.
Claims (3)
1) Verfahren zur nachträglichen Aenderung der tiefsten Eigenresonanzfrequenz von Lautsprechermembranen, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Zwischenglied (2) zwischen dem schwingenden (1) und dem nicht schwingenden Teil (3) der Lautsprechermembran eines fertig zusammengebauten Lautsprechers entweder mit einer relativ rasch verdampfenden Flüssigkeit - z.B. Spiritus oder Wasser - oder mit einer Schellack-Nitroharzlösung o.dgl. bestrichen wird, und dass bei Verwendung einer relativ rasch verdampfenden Flüssigkeit die Lautsprechermembran mittels einer dem Lautsprecher zugeführten niedrigen Wechselstromfrequenz von beispielsweise 50Per/sek so lange in Schwingungen versetzt wird, bis die Flüssigkeit restlos verdampft ist, während bei Verwendung einer Schellack- oder Nitroharzlösung o.dgl. keine Erregung der Lautsprechermembran bis zur vollständigen Trocknung der aufgebrachten Lösung erfolgt.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung des elastischen Zwischengliedes (2) entlang dem nicht schwingenden Teil (3) der Lautsprechermembran konzentrisch erfolgt.
3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zwischen dem schwingenden (6) und dem nicht schwingenden Teil (5) einer am unteren Ende der konischen Lautsprechermembran angeordnete elastische Zwischenglied (4) in der gleichen Weise wie die Lautsprechermembran behandelt wird.
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