DEP0024681DA - Verfahren und Vorrichtung zur Filmsynchronisierung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur FilmsynchronisierungInfo
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Description
In der Tonfilmtechnik war es bisher bei der Filmsynchronisierung üblich, die einzelnen Schallvorgänge, wie Musik, Geräusche u.dgl. vornehmlich auf Filmbänder aufzunehmen und dann gemeinsam untereinander zu synchronisieren. Es wurden auch einzelne Schallvorgänge, we z.B. das gesprochene Wort, auf Magnetbänder aufgenommen, jedoch war es bisher noch nicht bekannt, alle bei der Filmsynchronisierung erforderlichen Schallvorgänge gleichzeitig von Magnetbändern abzuspielen. Der Grund hierfür war offenbar, dass man keine geeignete Apparatur hatte, die den gleichzeitigen Start und synchronen Lauf sämtlicher Magnetbandgeräte gewährleistet.
Erfindungsgemäss wird nun vorgeschlagen, bei der Filmsynchronisierung keine Filmbänder, sondern nur Magnettonbänder zu verwenden und sämtliche mit den Schallvorgängen beaufschlagten Magnettonbänder gemeinsam synchron untereinander und synchron mit dem Projektor zwecks Mischung und Synchronisierung mit dem Bild
wiederzugeben. Bei dem erfindungsgemässen Verfahren werden also nur Magnetband-Wiedergabegeräte benutzt und gemeinsam abgespielt, worin die Erfindung gesehen wird.
Die hierbei erforderlichen Bedingungen sind:
1.) Synchroner Anlauf aller Bandspieler
2.) Synchroner Lauf untereinander während der ganzen Abspielzeit
3.) Synchroner Lauf mit dem Bildprojektor
4.) Genaue Kennzeichnung des Anfangs der Szenen auf den einzelnen Magnetbändern.
Zur Erfüllung der ersten Bedingungen lässt man die Gummiandruck-Rolle des Magnetbandgerätes sich nicht automatisch an die Tonrolle anlegen, sondern sie wird bereits vor Beginn des Anlaufs mit Hilfe einer Kippfeder angedrückt. Um Bedingung 2) einzuhalten, ist es erforderlich, sämtliche Bandspieler von einem kräftigen Synchron-Motor über Kupplungen und Getriebe anzutreiben. Zur Erzielung des Synchronismus mit dem Projektor gemäss Bedingung 3) werden mit den Synchron-Motor des Projektors und der Bandspieler je ein Halte-Motor gekuppelt. Derartige sogenannte Synchron-Halte-Motoren sind an sich aus der Tonfilm-Herstellungstechnik bekannt. Es wird für den Bildprojektor und den Bandspieler je ein Synchronhaltemotor an die Achse des Antriebsmotors angekuppelt. Der Synchronhaltemotor entspricht einem normalen Drehstrom-Asynchronmotor mit dreiphasiger Läuferwicklung und Schleifringen. Die Schleifringe der beiden Asynchronmotoren sind parallel geschaltet und die Ständerwicklungen ebenso wie diejenigen der Antriebsmotoren an ein gemeinsames Drehstromnetz angeschlossen, wobei durch passende Schalter-
anordnungen dafür gesorgt ist, dass zuerst die Haltemotoren angeschaltet werden. Liegt nun die Ständerwicklung an Spannung, so wird in der Läuferwicklung eine EMK der Frequenz (Omega) induziert, die bei Motoren des gleichen Typs als gleich gross angenommen werden kann. Sind die parallel geschalteten Läufer in Phase, so entsteht kein Ausgleichsstrom; wird jedoch ein Läufer relativ zum anderen um einen räumlichen Winkel verdreht, so bewirkt der nun entstehende Ausgleichsstrom ein ausgleichendes Drehmoment. Der beim Hochlaufen langsamer laufende Motor wird entsprechend beschleunigt, so dass der Synchronismus auch während des Anlaufvorganges sichergestellt ist. Dasselbe gilt für den Auslaufvorgang. Somit wird durch die Synchronhaltemotoren stets der synchrone Lauf der Antriebsmittel für Bandspieler und Projektor sichergestellt.
Für die genaue Kennzeichnung der Anfänge der Magnetbänder verwendet man die auf dem Bildstreifen vorhandenen, der Filmszene vorausgehenden Startzeichen, die man auf dem Magnetband entweder von Hand oder automatisch (ähnlich wie beim Morseschreiber) sichtbar markiert. Die Markierungen werden dann beim Einlegen in den Bandspieler vor dem Anlauf mit besonders hierfür vorgesehenen Marken, z.B. dem Luftspalt des Hörkopfes, zur Deckung gebracht.
Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass man zur Erzielung des Gleichlaufs mit dem Film das Magnetband mit der gleichen Perforation versehen kann, wie sie der Film aufweist, wodurch der Verwendung des Magnetbandgerätes bei der Filmindustrie weitere Möglichkeiten eröffnet werden.
Der Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens liegt im Ersparen wertvollen Rohfilmmaterials und der erhöhten Wiedergabegüte.
Claims (6)
1.) Verfahren zur Filmsynchronisierung, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche zu synchronisierenden Schallvorgänge, z.B. Musik, Sprache, Geräusche u.dgl. auf Magnettonbänder aufgenommen und diese Magnettonbänder gemeinsam synchron untereinander und synchron mit dem Projektor zwecks Mischung und Synchronisierung mit dem Bild wiedergegeben werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummiandruckrolle des Magnetbandgerätes bereits vor Beginn des Anlaufs mit Hilfe einer Kippfeder angedrückt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetbänder mit der gleichen Perforation zum Antrieb versehen werden wie der Film.
4.) Verfahren nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfänge der Magnetbänder anhand der auf den Bildstreifen vorhandenen, der Filmszene vorausgehenden Startzeichen markiert werden.
5.) Umspielgerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Magnetbandspieler durch einen Synchronmotor über Kupplungen und Getriebe angetrieben sind.
6.) Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Antrieb der Magnetbandspieler und des Projektors je ein Synchronhaltemotor gekuppelt ist.
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