DEP0022759DA - Befestigung der Glasscheiben und Fensterrahmen bei Stahlbetonbauten, insbesondere bei Gewächshäusern. - Google Patents
Befestigung der Glasscheiben und Fensterrahmen bei Stahlbetonbauten, insbesondere bei Gewächshäusern.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsanordnung, die in gleicher Weise für die Glasscheiben wie auch für die Fensterrahmen von Stahlbetonbauten, insbesondere von Gewächshäusern aus Stahlbeton geeignet ist, und die eine Anwendung von Kitt und dergl. entbehrlich macht.
Derartige kittlose Verglasungen sind an sich bei Stahlkonstruktionen bekannt. Sie bestehen aus einer eisernen Deckschiene, die mittels Schraubbolzen gegen die auf der Stahlsprosse liegenden Glasscheiben gepresst wird, wobei zwischen den Glasscheiben und der Sprosse Dichtungen aus Gummi, Asbest oder Teerstrick vorgesehen sind. Derartige Verglasungen sind sowohl im Material als auch in der Unterhaltung teuer, da die Dichtungen keine lange Lebensdauer haben und daher öfter ausgewechselt werden müssen. Sie finden praktisch wegen der hohen Kosten nur bei Eisenkonstruktionen Anwendung, wogegen man bei Stahlbetonbauten die Verglasung bisher mit Kitt durchgeführt hat. Der Kitt muss aber mindestens alle zwei Jahre gestrichen werden, wenn er dicht bleiben soll. Trotzdem verliert er mit der Zeit seine Elastizität und erhärtet. Die Folge davon ist, dass die Scheiben auf die Dauer nicht dicht sind und bei starken Temperaturschwankungen, besonders aber auch wegen der ungünstigen Beanspruchung derselben durch das Schrumpfen und Erhärten des Kitts, springen.
Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung durch eine kittlose Befestigung vermieden, die sich in gleicher Weise sowohl für die Verglasung als auch für die Rahmen der Belüftungsfenster eignet und
vollkommen dicht ist. Sie ist gekennzeichnet durch Anordnung einer Liste aus Holz oder einem anderen elastischen wetterfesten Werkstoff, welche die auf der Aussenfläche der Sprosse aus Stahlbeton beiderseits und im Abstand voneinander aufliegenden Ränder der Glasscheiben bzw. Rahmen abdeckt und eines in der Stahlbetonsprosse verankerten, die Leiste durchdringenden Befestigungsmittels, wie z.B. eines Stehbolzens aus Messing, aus einer anderen Kupferlegierung oder aus verzinktem Stahl, dessen über die Leiste hinausragendes Ende ein Gewinde mit Mutter trägt, um die Leiste mit einstellbarem Druck gegen die Ränder der Glasscheiben bzw. Fensterrahmen zu pressen. Die Hauptvorteile der neuen Anordnung sind die einfache, spannungsfreie und dichte Befestigung der Scheiben und Rahmen sowie ihre leichte Auswechselbarkeit, die besonders dann von Wert ist, wenn im Winter die Scheiben zum Zwecke des Durchfrierens der Gewächshäuser herausgenommen oder wenn die Reste zerbrochener Scheiben entfernt werden sollen. Die Erfindung hat weiterhin den Vorteil, dass, da Glasscheiben und Flanschen der Fensterrahmen annähernd die gleiche Stärke besitzen, nach Belieben Glasscheiben und Lüftungsfensterrahmen gegeneinander vertauscht werden können. Will man also ein oder mehrere Lüftungsfenster zusätzlich einbauen, so braucht man nur die Scheiben nach Lösung der Muttern und Abnahme der Holzleisten herauszunehmen und an deren Stelle die Fensterrahmen einzubauen und umgekehrt. Die Wahl von Holz, wie z.B. Eichen- oder Kiefernholz, als Baustoff für die Leiste erlaubt nicht nur eine leichte und billige Herstellung und Montage der Verglasung sondern verbürgt auch eine elastische spannungsfreie Befestigung von der in der Praxis vollkommen ausreichenden Witterungsbeständigkeit, die gegebenenfalls noch durch einen Anstrich mit fäulnishindernden Mitteln erhöht werden kann.
Die Stehbolzen bestehen mit Rücksicht auf die Korrosionsgefahr aus Messing oder einer ähnlichen Kupferlegierung, da sich gezeigt hat, dass sich Messing ebenso wie Eisen in Beton einbetten lässt. Statt dessen kann aber auch der Stehbolzen aus verzinktem Eisen bestehen. Die Mutter, die zweckmässig als Flügelmutter wegen der leichteren Handhabung ausgebildet ist, kann aus Eisen hergestellt sein, welches mit einem vor Rost schützenden Ueberzug aus Messing oder Zink versehen ist.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgedankens sind in dem von
den Holzleisten, den Scheiben bzw. Rahmenrändern und der Wasserrille begrenzten Raum Abstandhalter, vorzugsweise in Form von um die Stehbolzenschäfte gelegten Ringen aus Holz, Messing oder Kunststoffen angeordnet. Anstelle von Messing kann hier auch eine andere Kupferlegierung oder auch verzinktes Eisen treten. Diese Abstandhalter erleichtern die Montage der Glasscheiben und verhindern deren seitliche Verschiebung nach der Verglasung. Durch diese neue Art der Befestigung wird ausserdem an Arbeitslohn gespart.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäss der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigen:
Abb. 1 einen senkrechten Querschnitt durch eine Stahlbetonsprosse, die auf der einen Seite eine Glasscheibe und auf der anderen Seite den Winkeleisenrahmen eines Fensters trägt,
Abb. 2 eine Ansicht auf die Verglasung von oben.
Auf der Stahlbetonsprosse 1) liegen die Glasscheiben 2) und der Winkeleisenflansch 3) des Fensterrahmens 4) mit Scheibe 5) zu beiden Seiten der Wasserablaufrille 6). In der Sprosse 1) ist ferner der Messingbolzen eingegossen, dessen vorstehendes, mit Gewinde versehenes Ende die Flügelmutter 8) trägt, die aus Eisen besteht und zweckmässig verzinkt oder vermessingt ist. Mittels dieser Flügelmutter und der darunter liegenden Unterlagscheibe 9) werden die Holzleiste 10) gegen die Glasscheibe 2) und den Winkeleisenflansch 3) und diese gegen die Oberfläche der Betonsprosse angedrückt. Dadurch wird sowohl eine spannungsfreie Befestigung als auch eine genügende Abdichtung nach aussen erzielt, das die Aussenflächen der in Stahlformen gegossenen Sprossen glatt und eben sind. Zur Erleichterung der Montage der Glasscheiben und Einhaltung des Abstandes sind die Stehbolzen 7) mit Ringen 11) versehen, deren Aussendurchmesser etwa der Breite der Wasserablaufrille entspricht.
Claims (2)
1.) Befestigung der Glasscheiben und Fensterrahmen bei Stahlbetonbauten, insbesondere bei Gewächshäusern, gekennzeichnet durch Anordnung einer Leiste aus Holz oder einem anderen elastischen wetterfesten Werkstoff, welche die auf der Aussenfläche der Sprosse aus Stahlbeton beiderseits und in Abstand voneinander aufliegenden Ränder der Glasscheiben bzw. Rahmen abdeckt, und eines in der Stahlbetonsprosse verankerten, die Leiste durchdringenden Befestigungsmittels,
wie vorzugsweise eines Stehbolzens aus Messing, einer anderen Kupferlegierung oder verzinktem Stahl, dessen über die Leiste hinausragendes Ende ein Gewinde mit Mutter trägt, um die Leiste mit einstellbarem Druck gegen die Ränder der Glasscheiben bzw. Fensterrahmen zu pressen.
2.) Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem von den Holzleisten, den Scheiben bzw. Fensterrahmen und der Wasserablaufrille begrenzten Raum Abstandhalter, vorzugsweise in Form von um die Stehbolzenschäfte gelegten Ringen aus Holz, Messing oder Kunststoffen angeordnet sind.
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