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Die Erfindung betrifft einen feststehenden Verbundrahmen für Fenster, Türen od. dgl., dessen wetterseitig liegende Metallprofile über im Abstand voneinander auf dem Umfang des Stockrahmen verteilte Halterungen befestigt sind und eine umlaufende Dichtung aufweisen, die den Spalt zwischen Stock-und Flügelrahmen abdichtet.
Bei bekannten Anordnungen besteht der Metallrahmen aus vier miteinander nicht verbundenen Profilen, so dass es sich nur scheinbar um einen Rahmen handelt. Zur statischen Festlegung dieses sogenannten Metallrahmen müssen sich die einzelnen Metallprofile direkt auf dem Holzrahmen abstützen, so dass die Metalleisten zusammen mit dem Holzrahmen statisch gesehen praktisch eine Einheit bilden. Die Montage der einzelnen Metallprofile ist dabei aufwendig ; ausserdem ist in den Ecken, wo die Metallprofile aneinander stossen, keine Abdichtung gewährleistet. Ein wesentlicher Nachteil besteht auch darin, dass keine wirksame Luftsperre zwischen Holz- und Metallrahmen gewährleistet ist. Bei Raumüberdruck z. B. kann somit feuchte Innenluft entweichen. Dadurch entsteht ein Feuchtigkeitstransport vom Innenraum in ungeeignete Zonen, wo dann Kondensat entsteht.
Bei einer aus der AT-PS Nr. 271849 bekannten Ausführungsform, einer Einrichtung zur Befestigung von Metall-Profilschienen an Fenster- oder Türrahmen aus Holz ist ebenfalls ein aus untereinander unverbundener Einzelprofilen bestehender Rahmen vorgesehen, bei dem die Profilschienen mittels Holzschrauben am Holz befestigt sind, u. zw. mittels Haltestücken mit T- oder V-förmigen Querschnitt. Dabei ist an der Profilschienenrückseite eine in deren Längsrichtung verlaufende Nut mit T- oder V-förmigen Querschnitt vorgesehen, in welcher die Haltestücke verschiebbar sind.
Zum Durchstecken der Holzschrauben sind in den Profilschienen Bohrungen vorgesehen, die durch eine Dichtleiste aus elastischem Werkstoff abgeschlossen werden, die sich mit dem Ende ihres freien Schenkels an eine Dichtleiste der Profilschiene des Flügelrahmens in der Schliessstellung anlegt. Nachteilig ist bei dieser bekannten Ausführung, dass sich die Profilschienen an mehreren Stellen unmittelbar am Holzrahmen abstützen, unter anderem neben der die Nut der Profilschiene begrenzenden Stirnfläche auch durch einen hiezu im Abstand liegenden, über ihre ganze Länge verlaufenden Steg. Es ist dadurch eine Hinterlüftung des jenseits dieses Steges bis zur Nut der Profilschiene reichenden Raumes ausgeschlossen.
Ausserdem ist keine Dichtung zwischen den Profilschienen und den Holzteilen des Verbundrahmens vorgesehen, da ja die Profilschienen breitflächig unmittelbar am Holzrahmen anliegen. Die Dichtung selbst kann erst nach der Montage der Profilschienen am Holzrahmen in die Nut der Schiene eingesetzt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Konstruktionen insoweit zu verbessern.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die Metallpofile einen vorgefertigten Rahmen bilden, der unter Wahrung eines allseitigen Abstandes über Klemmhalterungen vor dem Stockrahmen gehalten ist und sich neben der dem Flügelrahmen benachbarten Seite der Klemmhalterungen über die Dichtung gegen den Stockrahmen abstützt.
Bei der neuen Konstruktion ist also der Metallrahmen, als vorgefestigt, einstückig ausgebildet und gewährleistet somit an den vier Rahmenecken eine absolute Dichtigkeit. Er kann ausserdem bereits vor seiner Montage mit der Dichtung versehen werden. Dieser Metallrahmen ist gegenüber dem Holzrahmen auf den Klemmhalterungen quasi fliegend gelagert, wobei sich der Metallrahmen an keiner Stelle direkt gegen den Holzrahmen abstützt. Ausserdem ist zwischen Holz- und Metallrahmen durch die vorgesehene Dichtung eine wirksame Luftsperre gegeben, die jeden Feuchtigkeitstransport wirksam unterbindet. Die Abdichteigenschaften der Dichtung ergeben sich aus dem Anpressdruck, mit dem die Klemmhalterungen den Metallrahmen gegen den Holzrahmen spannen. Die Dichtung bildet also eine echte Zwischenlage zwischen Holz- und Metallrahmen.
Wesentlich für die Erfindung ist dabei weiterhin, dass sich der Rahmen an der dem Flügelrahmen abgekehrten Seite der Klemmhalterungen gegen diese selbst abstützt.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die Klemmhalterungen im Querschnitt etwa U-förmig ausgebildet sind, wobei ein U-Schenkel eine Rasterung aufweist, die eine Hinterschneidung eines Längenschenkels des Metallrahmen hintergreift. Dabei dient der Längsschenkel des Metallrahmen zweckmässig zugleich auch als Aufnahme für die Dichtung.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung ist dann gegeben, wenn sich nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Rahmen über eine mit ihrer Stirnkante gegen die Rahmenebene weisende Längsleiste gegen eine Verlängerung des U-Steges der Klemmhalterungen abstützt. Der Dichtdruck zwischen Metallund Holzrahmen infolge des Anpressens der Dichtung führt zu einem Kippmoment, das über die vorstehend erläuterte Längsleiste aufgefangen wird, die sich gegen die Klemmhalterungen abstützt. Diese
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Wirkung wird noch dadurch verstärkt, dass der Flügelrahmen gegen die Lippe der gleichen Dichtung drückt.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch das untere horizontale Profil eines feststehenden Verbundrahmens und eines geschlossenen Flügelrahmens.
Die Ausbildung des Flügelrahmens entspricht der in der DE-OS 2108268 erläuterten Konstruktion.
Der feststehende Verbundrahmen weist einen wetterseitigliegenden Metallrahmen --1-- auf, der über Klemmhalterungen --2-- an einem Holzrahmen --3-- befestigt ist. Die Klemmhalterungen --2-- sind im Abstand voneinander auf dem Umfang des Holzrahmens --3-- verteilt und im Querschnitt etwa U-förmig ausgebildet, wobei ein U-Schenkel--4--eine Rasterung--5--aufweist, die eine Hinterschneidung --6--
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Metallrahmens--1--hintergreift.Klemmhalterungen --2-- über eine umlaufende Dichtung --9-- gegen den Holzrahmen --3-- ab.
Auf der andern Seite der Klemmhalterungen --2-- stützt sich der Metallrahmen --1-- über eine mit ihrer Stirnkante --10-- gegen die Rahmenebene weisende Längsleiste --11-- gegen eine Verlängerung --12-- des U-Steges --13-- der Klemmhalterungen --2-- ab.
Der Längsschenkel-7-des Metallrahmens-l-dient zugleich auch als Aufnahme für die Dichtung Letztere weist zusätzlich noch eine freistehende Lippe --14-- auf, die als Weichanschlag für den Flügelrahmen --8-- dient.
Demnach ist der einstückig ausgebildete Metallrahmen --1-- über die Klemmhalterungen --2-- fliegend gegenüber dem Holzrahmen --3-- gelagert. Die Abdichtkräfte zwischen Dichtung --9-- und Holzrahmen - sowie zwischen Lippe --14-- und Flügelrahmen --8-- werden in Form eines Kippmomentes über die Längsleiste --11-- von der Verlängerung --12-- des U-Steges --13-- aufgefangen.