<Desc/Clms Page number 1>
Metallener Fensterrahmen
Im Zuge der Rationalisierung der Herstellung und Montage von Fenstern mit Metallprofilen werden nicht nur für die Flügelrahmen, sondern auch für die im Mauerwerk zu verankernden
Aussenrahmen möglichst vielseitig verwendbare Profile verwendet.
So ist es beispielsweise heute durchaus üblich, für alle vier Seiten des Aussenrahmens identische
Profile zu verwenden, die auf Gehrung geschnitten und zusammengesetzt die äussere Begrenzung der
Fensteröffnung bilden. Die öffnungsseitige Fläche dieser Profile ist so ausgebildet, dass an ihr weitere
Profile befestigt werden können, die zur Aufnahme z. B. von Storen, Oberlichtern, Schiebe-, Wendeund Kippflügelfenstern usw. dienen.
In gleicher Weise wird bisher auch der Wetterschenkel als unabhängiges Profil hergestellt und am unteren horizontalen Profilrahmenteil des Aussenrahmens befestigt. Die Befestigung solcher Wetterschenkel am Rahmenprofil erfolgt meist mittels Schrauben, was das Herstellen von genau placierten Schraubenlöchern erfordert und eine sehr präzise, zeitraubende und damit kostspielige Bearbeitung verlangt. Zudem können die Dilatationsverhältnisse der so verbundenen Teile ungleich sein, was zu Spannungen und sogar zu Deformationen führen kann. Dies wird besonders der Fall sein, wenn es sich nicht bloss um verhältnismässig kleine Zimmerfensterflügel oder Balkontüren handelt, sondern z. B. um fest verglaste Schaufensterfronten, die eine Länge von 100 m und mehr haben können.
Dies gilt sowohl für Konstruktionen mit verschraubten Rahmen-und Wetterschenkelprofilen wie auch für solche, bei denen Rahmen und Wetterschenkel ein Stück bilden.
Es sind auch Rahmenkonstruktionen mit selbständigen Wetterschenkelprofilen vorgeschlagen worden, bei denen die Wetterschenkel auf verschiedene Weisen am Rahmen festgeklemmt sind ; diese sind aber für hölzerne Fensterrahmen entworfen und deshalb für reine Metallrahmen nicht brauchbar.
Ausser den bereits erwähnten Gründen, welche getrennte Rahmen- und Wetterschenkelprofile vorteilhaft erscheinen lassen, ist noch zu berücksichtigen, dass besonders bei grossen Verglasungsfronten die Stossstellen der Rahmen-und der Wetterschenkelprofile nicht zusammenfallen dürfen, damit kein Wasser ins Innere des Rahmens eindringen kann. Auch wird die Montage, besonders das Abdichten der Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk, erleichtert, wenn der vorspringende Wetterschenkel nach erfolgtem Einsatz des Rahmens angebracht werden kann.
Die Erfindung betrifft nun einen den geschilderten Anforderungen entsprechenden metallenen Fensterrahmen mit auf dessen Aussenschenkel unter Klemmwirkung befestigtem Wetterschenkel, dessen Kennzeichen darin besteht, dass der Wetterschenkel eine Nut zum Aufstecken auf die obere Kante des Aussenschenkels des Fensterrahmens, sowie an seiner unteren Seite einen in der Nähe der Nut angeordneten, federnden Längsflansch aufweist, der im aufgesteckten Zustand des Wetterschenkels unter Eigenfederung gegen die Aussenfläche des Aussenschenkels des Fensterrahmens anliegt.
Die Zeichnung zeigt einen Vertikalschnitt durch eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, u. zw. einen Metallrahmen für eine flügellose Verglasung.
In der Zeichnung bezeichnet-l-die untere Kante der im Mauerwerk zur Aufnahme des Fensters vorgesehenen Öffnung. Im Mauerwerk ist ein Aussenprofilrahmenteil--2--verankert, der
<Desc/Clms Page number 2>
zusammen mit drei weiteren, identisch ausgebildeten und ebenfalls im Mauerwerk rings um die Fensteröffnung verankerten Profilrahmenteilen (nicht dargestellt) den Aussenrahmen des Fensters bildet.
Die der Fensteröffnung zugewendete Seite des Rahmenteiles --2-- ist in bekannter Weise so ausgebildet, dass an ihr weitere Profilelemente zur Aufnahme z. B. von Dreh-, Wende-, Kippflügelfenstern befestigt werden können. Im dargestellten Beispiel nimmt jedoch der Rahmenteil --2-- direkt zwischen zwei in die Fensteröffnung ragenden, parallelen Schenkeln-3, 4- eine feste Doppelverglasung--5--auf. Diese Verglasung--5--ruht auf in die Rinne --6-- zwischen den Schenkeln --3,4-- eingeführten Abstandhaltern --7-- und ist zwischen gummielastischen Dichtungselementen-8 bzw. 9-gelagert, die den Raum zwischen der Verglasung --5-- und der Innenseite der Schenkel--3 bzw. 4--abdichten. Mit--10--ist die Kittmasse bezeichnet.
Das Profil-11--des Wetterschenkels, der am Aussenprofilrahmenteil-2-befestigt werden soll, hat an seiner dem Rahmenteil --2-- zugewendeten Seite eine vertikale Nut-12--. In diese Nut--12--passt genau das freie Ende-12-des Schenkels-4-des Rahmenteiles-2--.
EMI2.1
aufgesetzt ist.
Damit alle Wetterschenkel in einer Flucht zu liegen kommen, können in an sich bekannter Weise (nicht dargestellt) Anschlussstücke unter dem geneigten Teil der Wetterschenkel in die parallel dazu liegenden Nuten eingeschoben werden, so dass sie zum Teil in den einen und zum Teil in den anschliessenden Wetterschenkel greifen.
Die dargestellte schraubenlose Befestigung des Wetterschenkelprofils-11-am AussenrahmenprofUteil--2-wird noch weiter dadurch verbessert, dass die innenseitige Fläche des Endes --13-- des Schenkels --4-- an der Stelle ihres Eingriffes in die Nut-12-eine reibungserhöhende Aufrauhung, z. B. durch horizontale Rippen--17--, aufweist. Selbstverständlich könnte eine solche Aufrauhung auch auf der gegenüberliegenden Seite des Endes--13--und/oder an den Innenflächen der Nut--12--vorgesehen werden.
Bemerkenswert ist, dass die dargestellte Befestigung des Wetterschenkelprofils am Aussenrahmen ohne irgendwelche Werkzeuge oder andere Hilfsmittel, wie Schrauben u. dgl. rasch, einfach und sauber vorgenommen werden kann und im Bedarfsfalle auch leicht wieder gelöst werden kann. Ausserdem sind beim fertig montierten Fenster keine das Aussehen des Rahmens beeinträchtigende Befestigungsorgane sichtbar.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Metallener Fensterrahmen mit auf dessen Aussenschenkel unter Klemmwirkung befestigtem
EMI2.2
Aufstecken auf die obere Kante (13) des Aussenschenkels (4) des Fensterrahmens (2) sowie an seiner unteren Seite einen in der Nähe der Nut (12) angeordneten, federnden Längsflansch (14) aufweist, der im aufgesteckten Zustand des Wetterschenkels unter Eigenfederung gegen die Aussenfläche des Aussenschenkels (4) des Fensterrahmens anliegt.
EMI2.3