DEP0022051DA - Schraubenverdichter bzw. -motor - Google Patents
Schraubenverdichter bzw. -motorInfo
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- DEP0022051DA DEP0022051DA DEP0022051DA DE P0022051D A DEP0022051D A DE P0022051DA DE P0022051D A DEP0022051D A DE P0022051DA
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Description
Iktiebolaget Imo-Industri, Lindhagensgatan 132,
Stockholm, Schweden
"Schraubenkompressor bzw. -motor"
Schraubenkompressoren unterscheiden sich von Schraubenpumpen für nicht komprimierbare Fluida dadurch,
dass bei Schreubenkompressoren das im Gewinderaum zwischen den miteinander zusammenwirkenden Rotoren und dem
Gehäuse eingeschlossene Volumen auf geeigneten Druck komprimiert wird, bevor es mit dem Auslass in "Verbindung
gesetzt wird. Üblicherweise wird auf der Druckseite das Gewindevokmen durch eine Wand abgeschlossen, die nach den
Schraubenenden hin abdichtet, wobei das eingeschlossene Gewindevolumen komprimiert wird. Auf der Saugseite kann
bei einem Schraubenkompressor der Einlass frei sein, indem die Gewindegänge unabhängig von der Schraubenlänge in
einer gev/issen Winkellage ein Gewindevolumen gegen die
Saugseite abschliessen, wonach dieses Volumen während der fortdauernden Rotation der Schrauben komprimiert wird,
bis eine Auslassöffnung freigelegt und das komprimierte Volumen ausgetrieben wird.
Diese bekannte Anordnung besitzt gewisse Nachteile, in erster Linie infolge der Schwierigkeit, die Auslassöff-
—2—
nung für das komprimierte Medium in geeigneter "Weise anzuordnen. In gewissen Fällen ist sie in die Endwand selbst
verlegt worden, Vvrobei der Abschluss und die Freigabe
dadurch erfolgt, dass die Schraubenenden mit einem gewissen erforderlichen Spielraum in gewissen Drehlagen der
Schrauben die Auslassöffnung abdecken und sie in anderen
La-gen freigeben. In anderen Fällen ist der Auslass radial, d.h. in die zylindrischen Teile des Gehäuses verlegt worden,
wobei die Gewinde spitzen für die Absperrung des Gewindevolumens von der jeweiligen Verbindung mit dem Auslass benutzt
werden. Mgn kann auch diese Anordnungen miteinander kombinieren.
Keines dieser Verfahren ist indessen befriedigend. Der nur radiale Auslass ist unzweckmässig, da ein gewisser Teil des
Schraubenvolumens zwischen den Seiten der Schraubenenden und der .Wand verbleibt, nachdem ein Teil des Gewindevolumens ausgetrieben
und der radiale Auslass durch die fortdauernde Rotation der Schraubenenden abgeschlossen ist. Für dieses verbleibende
Volumen muss somit ein Auslass geschaffen werden, und' zwar entweder dadurch, dass ein weiterer Auslass in der
Wand angebracht wird, oder dadurch dass Durohtritte in
den Schrauben selbst angeordnet werden, was Verluste zur Folge hat.
Ein Auslass durch die Endwand ergibt kein besseres Resultat. Dieser Auslass muss an einer solchen Stelle angebracht
werden, dass man nicht vermeiden kann, dass bei fortdauernder Rotation der Schrauben Gewindegänge mit niedrigerer
Kompression - bei kurzen Schrauben sogar die Einlasseite des Kompressors - mit der Druckseite in direkte Verbindung kommen,
—3 —
wodurch -grosse Verluste, störende Geräusche und Vibrationen ^entstehen.
Gemäss der Erfindung , die sich auf solche Schraubenkompressoren bezieht, beijdenen miteinander zusammenwirkende Schrauben
von einem Gehäuse umschlossen sind, das am Hochdruckende mit einer mit einem Auslasskanal versehenen Endwand ausgerüstet
ist, gegen die die entsprechenden Schraubenenden abdichten, werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass die eine von
zwei miteinander zusammenwirkenden Schrauben an dem gegen die Endwand abdichtenden Ende mit einem die Gewindegänge abschliessenden
Ventilorgan versehen wird, das für jeden Gewindegang mit mindestens einer Ventilöffnung ausgerüstet ist,
die in der Nähender einen Gewindeseite so angebracht ist, dass die Ventilöffnungen während eines gewissen Teiles jeder
Umdrehung sich nach dem in der Endwand angeordneten Auslasskanal öffnen. Das mit Ventilöffnungen versehene Organ kann
entweder an der mit konkaven Gewindeseiten versehenen Schrauben angebracht werden, wobei die Ventilöffnungen in der Nähe
der in der Rotationsrichtung gerechnet hinteren Gewindeseiten (vorderer Teil des Gewindeganges) angeordnet werden, oder an
der mit konvexen Gewindeseiten versehenen Schraube, wobei die Öffnungen in der Uähe der in der Eotationsrichtung gerechnet
vorderern Gewindeseiten (hinterer Teil des Gewindeganges) angeordnet werden.
Zweck der beschriebenen Anordnung ist, in gewissen Gewindelagen
dem komprimierten Volumen zu gestatten, möglichst unbehindert durch den Auslass abzuströmen, jedoch in
anderen Gewindelagen zu verhindern, dass das unter Kompression
stehende Gas den Gewinderaum während des Kompressionsvorganges
verlässt.
Die Erfindung hilft auch einer anderen Schwierigkeit
a"b. Bei allen Schraubenkompressoren erfolgt die !Kompression
jedes Gewindevolumens für sich, wobei jedes Gewindevolumen aus mindestens zwei Teilen besteht, nämlich einem Gewindegang
in der einen der beiden miteinander zusammenwirkenden Schrauben und einem Gewindegang in der anderen Schraube, und
wobei diese beiden Gewindegänge miteinander durch einen verhältnismässig engen Durchtritt an der Stelle verbunden Bind,
wo die Schrauben miteinander im Eingriff stehen. Es ist offenbar nicht erwünscht, dass im gewissen Lagen der Auslass
von den beiden Teilen der miteinander verbundenen Gewindegänge
nur von dem einen Gang aus erfolgt, da in diesem Falle ein effektforderndes Überströmen durch den engen Durchtritt
zwischen den beiden Teilen stattfinden muss.
Erfindungsgemäss wird daher der Auslasskanal ausserhslb
des Ventilorganes so ausgeformt, dass er/sich auch nach
den Gewindegängen in der nicht nit einem Ventilorgan versehenen Schraube öffnet. Der an sich bekannte Schraubenkompressor
mit einer zentralen Schraube, die zweckmässig mit konvexen Gewindeseiten versMian ist, welche mit zwei
Seiten-schrauben zusammenarbeiten, die in diesem Pall mit
konkaven Gewindeseiten ausgeführt werden, ist besonders deswegen
vorteilhaft, weil jeder Gewindegang bei jeder Umdrehung den Eompressionsvorgang zweimal durchläuft, sodass die
Kapazität des Kompressors verdoppelt wird. Weder diese Anordnung und noch weniger eine solche, bei der eine
-5-
Zentralschraube mit drei oder mehr Seitenschrauben zusammenarbeitet,
hat indessen praktische Anwendung gefunden, und zwar deswegen, weil der für den Auslass zur Verfugung stehende
Raum zu klein wird. Durch die besondere Anordnung des Auslasses gemäss vorliegender Erfindung wird diese Schwierigkeit
beseitigt, auch wenn es sich um mit hohen Drehzfeahlen arbeitende Kompressoren handelt. Ein weiterer hierdurch erreichter
Vorteil besteht darin,dass es möglich wird, eine ungrade Gewindezahl, zweckmässig fünf, für die zentrale Schraube
zu benutzen, wenn zwei Seitenschrauben zur Anwendung kommen,
wodurch die Kompressionen abwechselnd erfolgen,. Wendet
man fünf Gewinde an, so erhält man zehn Kompressionen während jeder Umdrehung, mit dem Resultat, dass eine gleichmassigere
Ausströmung erreicht wird.
Erfindungsgemäss kann man auch durch Vergrössarung der
Schraubensteigung für eine gewissen Gewindelänge einen grösseren Effekt für ein gewisses Schraubenvolumen dadurch
erzielen, dass man an der Hiederdruckseite eine entsprechende
Ventilanordnung anbringt, wie sie oben für die Hochdruckseite beschrieben ist. Eine derartige Effekterhöhung ist bei
bekannten Schraubenkompressoren dadurch erzielt worden, dass man eine dichtende Wand auch an der Hiederdruckseite längs
eines Teiles der Endfläche der Schrauben anordnete, wodurch es möglich wurde, die Gangsteigung zu erhöhen. Eine derartige
Wand bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass ein© gewisses Gewindevolumen in entsprechender Weise abgesperrt
wird, wie oben für das entgegengesetzte Schraubenende beschrieben wurde, aber während am Druckende dieses Volumen
-6-
während der Rotation der Schrauben sich vermindert, ward der
Verlauf am Einlassende der entgegengesetzte. Das Vakuum, das hierdurch Entsteht, und das darauffolgende plötzliche
Einströmen, ,wenn das Volumen vom Einlass ausgefüllt wird, ist indessen wenig wünschenswert.
Erfindungsgemäss wird daher in diesem Fall auch an der
Einlasseite ein Ventilorgan an einer der beiden Schrauben angebracht. Man kann auch hier neben dem Ventilorgan
eine Wand anbringen, die mit Einlassnuten versähen ist, und hat dann die Möglichkeit, das Ventilorgan an der Schraube
anzubringen, an der man es wünscht, und zwar in voller Übereinstimmung mit der Anordnung auf der Druckseite undysymmetrisen
zu dieser.
Einfacher ist es indessen, die Endwand fortzulassen und dem Medium die freie Füllung^sämtlicher Schraubengänge
mit Ausnahme des Ganges bzw. dsr Gänge zu gestatten, die vom Ventilorgan abgesperrt sind.
Erfindungsgemäss wird dabei das Ventilorgan, wenn es
an der mit konvexen Gewindeseiten versehenen Schraube angebracht wird, mit mindestens einer Öffnung für jeden Gewindegang
ausgerüstet, wobei die öffnungen in der Hähe der in. der Rotat'ionsrichtung gerechnet vorderen Gewindeseiten (d.h.
im hinteren Teil des G-ewindeganges) anzubringen sind.
Imtfolgenden ist die Erfindung in ihrer Anwendung als
Kompressor näher beschrieben. Sie kann indessen, wie ohne ■weiteres klar sein dürfte, auch bei Schraubenmotoren Benutzung
finden, die von einem expandierenden Medium mit einem gewissen Einlassdruck getrieben werden, wobei die
-7-
Strömungsrichtung des Me/tums und die Rotationsrichtund der
Anordnung denen bei Schraubenkompressoren entgegengesetzt sind.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 1-5
veranschaulicht, wobei Pig. 1 einen Längsschnitt, Pig. einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 1 unter Fortlassung
der Schrauben, Fig. 3 und 4 in etwas grösserem Masstab die Schrauben-gänge an der Auslasseite in zwei verschiedenen Lagen
und Fig. 5 ebenfalls in etwas grösserem Masstab eine Endansicht der Schrauben im Schnitt nach der Linie I-B der
Fig. 1 zeigen.
Fig. 6 veranschaulicht eine zweite Ausführungsform
im gleichen Masstab wie die vorhergehenden Figuren.
In Fig. 1 ist mit 1 eine Schraube 1 bezeichnet, die mit fünf Linksgewinden und einem Antriebsachszapfen 2 versehen
ist. Mit 3 und 4 sind zwei Schrauben mit je vier Rechtsgewinden bezeichnet, die mit der Schraube 1 im Eingriff
stehen. Ein Gehäuse 5 ist mit zylindrischen Bohrungen versehen, die dem Schraubenumfang mit erforderlichem Spielraum
angepasst sind. An dem Gehäuse 5 sind zwei Endwände 6,7 mittels Schrauben 19 befestigt. Mit 8,9,10 und 11 sind
Kugellager bezeichnet, die die Schrauben 1,3 und 4 mittels Endzapfen tragen. An dem einen-Ende der Schrauben sind
Zahnräder 12,13 auf den Endzapfen mittels Muttern H-15 befestigt.
Die Endwände 6 und 7 sind an der Aus sense ite durch
Schutzdeckel 16,17 abgedeckt, und auf dem Deckel 16 ist eine dem Antriebsachszapfen 2 angepasste Dichtung 18 angebracht.
-8-
Die lager 8 und 9 werden in der Längsrichtung durch Sicherungsringe 20 und die Entzapfen der Schrauben mittels
Muttern 21,22 an diesen lagern festgehalten, wodurch sich die
Schrauben in ihr'er Längsrichtung nicht verschieben können.
An dem einen Ende des mit Gewinde versehenen Teiles der Schrauben 3 und 4 sind zwei scheibenförmig ausgebildete
Ventilorgane 23, 24 befestigt. Die Schrauben 3,4 werden in einer solchen Lage gehalten, dass ein unbedeutender Spielraum
zwischen der Endwand 6 und den Ventilscheiben gebildet wird. Jede Ventilscheibe ist mit vier Löchern 25 versehen,
wie sich aus Pig. 3 und 4 ergibt. In der Endwand 6 befinden sieh zwei Nuten 26, die in Pig. 2-4 dargestellt sind.
Von diesen Nuten gehen zwei Auslasskanäle 27 aus, die mit Gewinde versehene Anschlüsse aufweisen und in Pig. 2 gestrichelt
dargestellt sind.
Am entgegengesetzten Ende des mit Gewinde versehenen
Schraubenteils ist ein als Scheibe 28 ausgebildetes Ventilorgan an der Schraube 1 so befestigt, dass sich deren innere
Fläche bei der Rotation der Schrauben mit unbedeutendem Spielraum der Endfläche der Gewindegänge der Schrauben 3 und
anpasst. In der Ventilscheibe 28 finden sich fünf Öffnungen 29, die in Pig. 5 gezeigt sind. Die Ventilscheibe 28 dichtet
nicht gegen die Endwand 7 ab, vielmehr verbleibt ein freier Raum 30, der durch eine Reihe Bohrungen 31 mit der Aussenluft
in Verbindung steht.
Die Anordnung wirkt auf folgende Weise:
Wird der Antriebsachszapfen 2 von einer äusseren Kraftquelle in der Pfeilrichtung in Drehung versetzt, rotieren
die Schrauben 3 und 4 unter Vermittlung der Zahnräder 12 und
in entgegengesetzter Dichtung.
Die mittlere Schraube 1 ist mit fünf epizykloidtförmi-
gen Gewinden konvexer Form versehen, während die Seitenschrauben
3 und 4 je vier epizykloidförmige Gewinde konkaver Porm aufweisen. Die Zahnräder 12 und 13 haben ein
Übersetzungsverhältnis 5:4» sie besitzen zweckmässig spiralförmige
Zähne und weisen den gleichen Steigungswinkel wie die Gewindegänge in der Nähe des Bodens der Antriebsschraube
auf. Die Gewinde sind so ausgeführt, dass sie bei der Rotation mit unbedeutendem Spielraum zusammenarbeiten, wobei
die Zahnräder so eingestellt sein sollen, dass Reibung an den Gewindegängen vermieden wird.
Bei der Rotation der Schrauben wird luft oder ein anderes Gas durch die Öffnungen 31 von aussen in den Raum 30
eingesaugt* Man kann zweckmässig auch seitlich Einlasse
an den Gewindegängen in gewissen Lagen vorsehen. Die nach dem Raum 30 zu offenen Räume zwischen den Gewindegängen weiden
dabei ausgefüllt, und bei der Rotation der Schrauben erfolgt ein Abschluss dieser Zwischenräume der Reihe nach durch
die Yentilscheibe 28. Ein derartiger Zwischenraum, der aus einem Gewindegang in der Antriebsschraube und einem mit diesem
kommunizierenden Gewindegang in einer der beiden Seitenschrauben besteht, wird bei fortdauernder Rotation zwischen
den Gewindegangen, dem Gehäuse 5>
der Endwand 6 und den Ventilscheiben 23,24 eingeschlossen. Bei der Rotation der Schrauben
wird dieses eingeschlossene Gewindevolumen komprimiert, bis die Öffnungen 25 in einer gewissen Lage das Gewindevolumen
mit den Hüten 26 und den Auslässen 27 verbinden,
wonach das komprimierte Gas ausgetrieben wird.
-TO-
Der Arbeitsverlauf ergibt sieh im einzelnen aus Fig. 3-5.
Pig. 3 zeigt die Lage der Gewindegänge an der Auslasseite unmittelbar nach dem Abschluss des Gewindevolumens
von der Einlasseite. Ein in Fi.g 3 mit 33 bezeichneter Gewindegang ist am Einlassende des Kompressors mit einem Gewindegang
34 der Seitenschraube 3 verbunden.
Fig. 5 zeigt das andere Ende der Schrauben in der gleichen Schraubenlage wie in Fig. 3· -^ie beiden Gewindegänge
33 uiid 34 sind in dieser Lage durch die mit 35 in Fig.
bezeichnete Öffnung zwischen den Gewindegängen verbunden. Die Ventilscheibe 28 der Antriebsschraube 1 schliesst diese
Öffnung gegen die Einlasseite ab, wodurch der Gang geschlossen ist.
Bei der fortdauernden Rotation der Gewinde nehmen die beiden Gewindegänge 33 und 34 die I%en 36 und 37 -ein,
wobei das Volumen vermindert wird und die Kompression erfolgt.
Bei weiterer Rotation nehmen sie die Lage 39 in Fi.g 3 ein.
Hat die Kompression den in Fi.g 4 durch die Lagen 40
und 41 gekennzeichneten Punkt erreicht, treten die Gänge
mit dem Auslass in Verbindung, d.h. die Kompression ist beendet, und es beginnt die Ausstossung. Der Gang 41 tritt
dabei durch die Öffnung 25 in der Ventilscheibe 24 mit dem einen Nutenzweig 26 in Verbindung. Gleichzeitig entsteht eine
direkte Verbindung zwischen dem Gang 40 der Schraube 1 und dem anderen Zweig der Mut 26. Diese in bestimmter Weise
ausgebildete Nut öffnet sich mit ihrem einen Zweig nach der Ventilscheibe 24 und mit ihrem anderen Zweig direkt
nach dem Ende der Antriebsschraube. Der Zweck ist, dass
-11-
sich die Gewindegänge der Seitenschraube und der mittleren Schraube gleichzeitig nach dem Auslass öffnen, damit das
komprimierte Gas nicht von dem einen Teil des Gewindeganges nach dem anderen Teil durch den engen Durchtritt zwischen
den Schrauben überzuströmen braucht. Während der fortdauernden Rotation der Schrauben steht das eingeschlossene Gewindevolumen
gleichzeitig mit den beiden Mutenzweigen 26 bis kurz vor der in Fig. 4 unten gezeigten Lage in Verbindung.
Ausserdem beisteht weiterhin eine Verbindung zwischen dem mit 42 bezeichneten, eingeschlossenen Gangvolumen und der Öffnung
25» wenn diese die Nut 26 verlässt. Das stets mit der
Öffnung 25 in Verbindung stehende Gewindevolumen 42 ist, wenn
die Öffnung 25 die Nut 26 verlässt, so klein, dass es ausser Betracht gelassen werden kann.
Die Ventilscheiben 23 und 24 sind erforderlich,
um ein direktes Durchströmen von der Auslassnut 26 nach der Binlasseite
zu #ermeiden, Dies ist in Fi.g 4 unten gezeigt.
Die halbmondförmige öffnung 43 zwischen zwei Gangseiten markiert nämlich den Anfang eines Gangzwischen-raumes, der
sich nach der Einlasseite zu erweitert. Würde keine Ventilscheibe vorhanden sein, so würde diese Öffnung mit der
Auslassnut 26 in direkter Verbindung stehen und ein kurzes, aber heftiges Zurückströmen des komprimierten Gases die
Folge sein.
Auf der Saugseite dient die Ventilscheibe 28 dem gleichen Zwecfc. Sie ist jedoch nicht notwendig, wenn man den
Schrauben eine so grosse Länge gibt, dass die Einlasseite durch die Gänge selbst verschlossen ist, wenn die Gewindegänge
sich in der auf der Druckseite mit 33 und 34 bezeich-
-n-
neten lage befinden. Die in Fig. 5 gezeigte, freie Öffnung
verschwiiiäet nämlich, wenn die Schrauben hinreichend verlängert
werden. Da indessen das eingesaugte Volumen durch die Verlängerung der Schrauben nur äusserst wenig vergrössert
wird, erzielt man einen grösseren Gewinn für ein gewissen Gewindevolumen durch Verkürzung der Schrauben
und ein Verschliessen der Einlasseite.
Um dieses Ziel zu erreichen, war es bisher üblich, die Endwand 7 so anzuordnen, dass das Einlassende an dieser
Stelle abgedeckt wird. Die abzudeckende Fläche ist indessen grade der linsenförmige Teil der Enfläche, der dem Eingriff
der Gewindegänge ineinander entspr/icht. Fun wird jedoch an dieser Stelle ein eingeschlossenes Volumen zwischen
den Gewindegängen und dieser dichtenden Seitenwand gebildet, das während der Rotation der Schrauben von einem
unbedeutenden Wert auf das in Fi.g 5 mit 44 bezeichnete
Volumen anwächst. Hier muss ein Vakuum entstehen, das plötzlich ausgefüllt wird, wenn dieses Volumen seinen
maximalen Wert erreicht hat und, wie in Fig. 5 gezeigt ist, sich nach der Einlasseite öffnet. Die einzige Möglichkeit,
dies zu verhindern, besteht in der Anordnung eines Einlasses, der dem Gas gestattet, dieses Volumen
kontinuierlich auszufüllen und ein Vakuum zu vermeiden, sowie in der gleichzeitigen Sicherstellung , dass der Gewindegang
auf der anderen Seita des Gewindes der konvexen Schraube
von der Einlasseite abgeschlossen wird. Wie aus Fi«gs 5
hervorgeht, öffnen die Öffnungen 29 den Zulass zu dem
Volumen 44, wo sonst ein Vakuum entstehen würde, in
-13-
voll ausreichender Weise, während die Öffnung 35 von der Einlasseite gleichzeitig abgeschlossen ist. Der
Verlauf ist somit dem an der Auslasseite, der oben beschrieben ist, analog, wo die Öffnungen 25 dem komprimierten Gras
gestatten, aus dem Gewindevolumen 45 abzuziehen (Pig. 3)?
aber den GangZwischenraum 46 abschliessen.
Es ist möglich, auch auf der Auslasseite nur eine
Ventilscheibe an der mit Konvexen Gängen versehenen Schraube vorzusehen, wie in Pig. 6 gezeigt ist. Diese Schraube muss
dann mit Auslassöffnungen 47 in der Nähe der Vorderseite des konvexen Gewindes versehen werden. Wie man sehen
kann, wird jedoch die Auslassöffnung 47 klein und erhält
eine nicht vorteilhafte form, weswegen es vorzuziehen ist, statt dessen Ventilorgane an den mit konkaven G^windeseiten
versehenen Schrauben anzuordnen.
Die beschriebenes Ausführungsform zeigt eine zentrale
Schraube mit konvexen Gewindeseiten, die mit zwei Schrauben mit konkaven Gewindeseiten zusammenarbeitet. Die Anordnung
wird die gleiche, wenn man die bekannte Kombination einer Schraube des einen Typs mit nur einer Schraube des anderen
Typs wählt, oder wenn man eine aentrale Schraube einer der beiden Typen anwendet, die mit mehr als zwei Seitenschrauben
zusammenarbeitet. Die hier beschriebene Aus führungsform
hat jedoch besondere Vorteile, die bereits oben erwähnt sind. Mehr als zwei Seitenschrauben zu wählen, ist nur
bei äusserst geringer Kompression praktisch, da der Drehwinkel der ichrauben während eines Kompressionsverlsufes
in diesem Fall zu klein wird, um eine nennenswerte Kompression sowie eine ausreichende Auslasszeit zu gestatten.
-14-
-H-
Dazu kommt, dass es von wesentlicher Bedeutung ist, eine ungrade Zahl Gewindegänge an der zentralßn
Schraube zu wählen, da\die Auspuffe durch die beiden Auslässe dann abwechseln und die Ausströmung gleichmassiger
wird. Es ist weiter wichtig, keine grössere Zahl Gewindegänge als notwendig zu wählen, da^die
Gangtiefe sonst begrenzt wird.
Durch die Anwendung von Ventilorganen am Auslass und durch die besondere Form der Auslassöffnung
wird die Ausströmgeschwindigkeit gering, auch wenn nur die geringe Zahl von fünf Gängen an der Zentralschraube
vorhanden ist, was vQn wesentlicher Bedeutung ist.
Im vorhergehenden ist die Anordnung unter der Voraussetzung beschrieben, dass sie als Kompressor arbeitet.
Sowohl die Einzelheiten wie der Arbeitsverlauf der Anordnung bleiben bei Anwendung als Motor gleich, der von
einem komprimierbaren Medium unter Druck angetrieben wird.
wehv9 Seiler, Stahmann
Claims (8)
1.) Schraubehkompressor, bei dem miteinander zusammenwirkende
Schrauben (1,3,4) von einem Gehäuse (5) umschlossen sind, das am Hochdruckende mit einer mit einem Auslasskanal
(26,27) versehenen Endwand (6) ausgerüstet ist, gegen die die entsprechenden Schraubenenden abdichten, dadurch gekennzeichnet,
dass die eine (3 bzw. 4) von zwei miteinander zussfflmenwirkenden Schrauben (1,3 bzw. 1,4) an dem gegen die
Endwand (β) abdichtenden Ende mit einem die Gewindegänge (33»34) abschliessenäen Ventilorgan (23 bfew. 24) versehen
ist, das für jeden Gewindegang mit mindestens einer Ventil-Öffnung (25) ausgerüstet ist, die in der Nähe der einen
Gewindeseite so angebracht ist, dass die Ventilöffnungen (25) während eines gewissen Teiles jeder Umdrehung sich nach dem
in der Endwand (6) angeordneten Auslasskanal (26,27) öffnen.
2.) Schraubenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit Ventilöffnungen (25) versehene
Ventilorgang (23 bzw. 24) an der mit konkaven Gewindeseiten versehenen Schraube (3 bzw.4) angebracht ist, wobei die Ventilöffnungen
in der BTähe der in der Rotationsrichtung gerechnet hinteren Gewindeseiten, d.h. im vorderen Teil des
Gewindeganges angeordnet sind.
3.) Schraubenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit Ventilöffnungen (25) versehene
Ventilorgen (23 bzw. 24) an der mit konvexen Gewindeseiten versehenen Schraube (1) angebracht ist, wobei die Ventilöffnungen
in der Nähe der in der Rotationsrichtung gerechnet vorderen Gewindeseiten, d.h. im hinteren Teil des
-16-
Gewindeganges angeordnet sind.
4.) Schraubenkompressor nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventilorgan (28) auch an der Niederdruckseite der mit konvexen Gewindeselten versehenen
Schraube (1) angebracht und mit mindestens einer Ventilöffnung (29) für jeden G-ewindegang (33) in der Nähe der in
der Rotationsrichtung gerechnet hinteren Gewindeseite, E.h. im vorderen Teil des Gewindeganges versehen ist.
5.) Schraubenkompressor nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventilorgan auch
an der Niederdruckseite der mit konkaven Gewindeseiten versehenen Schraube angebracht und mit mindestens einer
Ventilöffnung für jeden Gewindegang in der Nähe der in der Rotiäl ons richtung gerechnet vorderen Gewindeseite, d.h.
im hinteren Teil des Gewindeganges versehen ist.
6.) Schraubenkompressor nach einem der Ansprüche
1-3, dadurch gekennzeichnet, dass dar Auslasskanal (26,27) sich auch nach den Gewindegängen in der Schraube bzw.
in den Schrauben öffnet, die nicht mit Ventilorganen versehen sind.
7.) Schraubenkompressor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einer
ungraden Zahl, zweckmässig fünf, Gewindegängen mit konvexen Gewindeseiten versehene Schraube (1) mit zwei Seiten-schrauben
(3,4) mit konkaven Gewindeseiten zusammenarbeitet, wobei die Gewinde sich während der Auslassperiode
nach zwei symmetrisch angeordneten Auslasskanälen (26,27) öffnen.
8.) Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
-17-
dadurch gekennzeichnet, dass sie als Motor arbeitet, der von einem expandierenden Medium mit einem gewissen Einlassdruck
getrieben wird.
taittlMi
9 Seilet, Stehmann
Family
ID=
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