DEP0020160DA - Doppelt wirkender Bremsnachsteller für Eisenbahnfahrzeuge - Google Patents

Doppelt wirkender Bremsnachsteller für Eisenbahnfahrzeuge

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DEP0020160DA
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DE
Germany
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brake
adjuster
brake drum
control rod
spindle
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Expired
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English (en)
Inventor
Ludwig Kaiserslautern Scheib sen. +
Original Assignee
Scheib, Katharina, Kaiserslautern
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Description

Die bekannten, einfach oder doppelt wirkenden Bremsnachsteller, welche mit nicht selbsthemmender Spindel und Mutter arbeiten, bremsen beim selbsttätigen Ausschrauben infolge zu kleinen Kolbenhubes die nicht selbsthemmende Mutter bis zu einem bestimmten Grade ab. Beim Rückgehen und Verkürzen des Gestänges muß diese Sperrmutterabbremsung wieder überwunden werden, und dazu ist bei einfach wirkenden Nachsteller eine zu große Kraft in der Antriebsvorrichtung notwendig, die von der Rückzugfeder des Gestänges hergegeben werden muß. Als Folge davon kann es vorkommen, daß das ganze Gestänge nicht mehr in seine Ursprungslage zurückgeht und die Nachstellung nur unvollkommen erfolgt. Noch schlimmer sind die Nachteile bei den doppelt wirkenden Nachstellern, weil hier mit sehr starken Rückzugskräften, die durch Bremsrückzugfedern erzeugt werden, gearbeitet werden muß und daher eine entsprechend stärkere Bauart der gesamten Einrichtung erforderlich ist. Außerdem geht die Kraft, welche notwendig ist, um die starken Federn in Arbeitsstellung zu bringen, der Bremskraft verloren.
Diese Überstände zu beseitigen, ist Zweck der Erfindung.
Es zeigt
Abb. 1 einen teilweisen Schnitt und Seitenansicht,
Abb. 2 eine Ansicht der Bremstrommel.
Der Nachsteller besteht erfindungsgemäß im wesentlichen aus:
1. der Spindel 1 mit der Sperrmutter 2,
2. dem kraftübertragenden Gehäuse 3 mit der Bremstrommel 4,
3. der Steuervorrichtung 11 mit der Greifvorrichtung 12.
Die im Zuggehäuse 3 liegende Zugspindel 1 trägt in bekannter Weise eine Sperrmutter 2, welche mit geringem Spiel nach rechts durch das Kugellager 5 und nach links durch eine im Gehäuseinnern gelagerte Bremstrommel 4 gehalten wird. Diese Bremstrommel 4 wird abgebremst durch die Federbremse 7 sowie durch die Stützfeder 6, die die Bremstrommel 4 derart stark gegen das Bremsnachstellergehäuse 3 drückt, daß hier eine stark hemmende Reibwirkung entsteht. Hierdurch wird erreicht, daß sich bei Spannung im Gestänge die Sperrmutter 2 zuerst mit der Bremstrommel 4 kuppelt und sich bei Eintritt einer bestimmten Spannung mit dieser selbsttätig ausschraubt, bis der Normalhub erreicht ist. Um dem weiteren Selbstausschrauben Einhalt zu bieten, muß in diesem Augenblick die Bremstrommel 4 samt Sperrmutter 2 blockiert werden. Diesem Zwecke dient die Steuerstange 11, die an ihrem linken Ende mit der Greifvorrichtung 12 verbunden ist und an ihrem rechten Ende in eine den Bolzen 16 am Bremshebel 10 umfassenden Schleife 17 ausläuft. Eine die Steuerstange 11 beeinflussende Feder 18 zwingt dieselbe und mit ihr die Greifvorrichtung 12 dauernd nach rechts. Die Steuerstange 11 hat eine Aussparung 20, durch die in der Ruhelage die Bremstrommel 4 durch die Steuerstange in ihrer Umdrehung nicht gehemmt wird.
Die Steuerstange hat zweierlei Tätigkeit zu erfüllen:
1. die vollständige Blockierung der Bremstrommel 4 und damit des gesamten Bremsnachstellers,
2. die Steuerung einer auf der Zugstange 1 sitzenden Greifvorrichtung.
Das erstere wird durch Eintritt des Steuerstangenkörpers 11 in den Umdrehungsbereich der mit Rasten 21 versehenen Bremstrommel 4 erreicht, was jedoch nur stattfinden kann, wenn der Normalhub durchmessen ist und der Bolzen 16 die Steuerstange 11 nach links schiebt.
Die zweite Tätigkeit ist das Verschieben der Greifvorrichtung 12 bei zu großem Kolbenhube und darauf folgendem Beiziehen der Zugstange 1 in das Nachstellergehäuse hinein.
Die Wirkungsweise der Nachstellvorrichtung ist folgende:
In der Ruhelage ist die Greifvorrichtung 12 fest gegen das
Gehäuserohr 13 gezogen. Die Aussparung 20 in der Steuerstange 11 steht genau unter der Bremstrommel 4 und hindert deren Drehung nicht. Die Sperrmutter 2 steht am rechten Kugellager 5 an, und die Bremstrommel 4 ist durch die Federbuchse 7 sowie durch die Stützfeder 6 einer bestimmten Umdrehungshemmung unterworfen.
Beim Bremsziehen bewegen sich die beiden Ausgleichhebel 10 gegeneinander. Die Sperrmutter 2 kuppelt sich infolgedessen mit der Bremstrommel 4. Das Bremsgestänge verliert sein freies Spiel und erhält nach und nach höhere Spannung, so daß allmählich die Drehhemmung der Bremstrommel 4 überwunden wird und die Sperrmutter 2 unter Mitnahme der Bremstrommel 4 sich dreht und ausschraubt. Zu gleicher Zeit durchschleift der Bolzen 16 die Schleife 17 der Steuerstange 11 und stößt in dem Augenblick die Steuerstange 11 nach links, in welchem der Normalhub erreicht ist. Durch dieses Verschieben tritt der Körper der Steuerstange 11 in den Umdrehungsbereich der Bremstrommel 4 und greift in eine der Aussparungen 21 ein, wodurch die Bremstrommel 4 samt der Sperrmutter 2 blockiert wird. Ist der Kolbenhub zu groß, dann wird die Steuerstange 11 weiter nach links gedrückt und mit ihr die rutschende Greifvorrichtung 12. Je größer der augenblickliche Kolbenhub ist, um so mehr entfernt sich die Greifvorrichtung von dem Gehäuserohr 13 bei gleichzeitig stärkerem Zusammendrücken der Feder 18.
Beim Bremslösen gegen die Bremshebel 10 wieder zurück. Die Steuerstange folgt unter dem Zwange der zusammengedrückten Feder 18 nach rechts und nimmt die Zugstange 1 so lange mit, bis die Greifvorrichtung 12 an dem Gehäuserohr 13 ansteht. Die derart beigezogene Zugspindel hat im Innern die Sperrmuttter 2 von der Bremstrommel 4 gelöst, gegen das Kugellager 5 gedrängt und sie eingeschraubt, d.h. den Bremsnachsteller auf Normalhub eingestellt. Die Ausgleichhebel 10 gehen noch mehr zurück, und der Bolzen 16 durchläuft wieder die Schleife. Die Aussparung 20 an der Steuerstange 11 hat ebenfalls ihre Anfangsstellung eingenommen und läßt der Bremstrommel 4 nun freien Lauf, so daß der Bremsnach- steller sich bei zu kleinem Kolbenhube ohne Hindernis entsprechend ausschrauben kann, jedoch wieder untere Überwindung der Drehhemmungen an der Bremstrommel 4.

Claims (2)

1. Doppelt wirkender Bremsnachsteller für Eisenbahnfahrzeuge mit nicht selbsthemmender Zugspindel und Mutter, die bei Zug im Gestänge zweck Nachstellens desselben mit dem kraftübertragenden Gehäuse des Nachstellers gekuppelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung unter Zwischenschaltung einer dauernd abgebremsten Bremstrommel (4) erfolgt und auf der Zugspindel (1) eine Greifvorrichtung (12) sitzt, welche durch die gegen das Nachstellergehäuse abgefederte Steuerstange (11) bei übernormalem Kolbenhub über die Zugspindel geschoben wird, während beim Lösen der Bremse die Zugspindel durch die unter Federspannung stehende Steuerstange in das Nachstellergehäuse gezogen wird, wobei sich die Sperrmutter aus ihrer Kupplung mit der Bremstrommel löst und sich ohne große Kraftaufwendung einschraubt.
2. Bremsnachsteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremstrommel (4) durch eine Steuerstange während der Zurücklegung des Normalhubes entblockt ist und erst bei Überschreitung des Normalhubes vollständig verblockt wird.

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