DEP0019656DA - Vorrichtung zum Verspiegeln gläserner Hohlkörper - Google Patents

Vorrichtung zum Verspiegeln gläserner Hohlkörper

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DEP0019656DA
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hollow bodies
hollow
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Oswald Greiner
Original Assignee
Greiner & Hausser GmbH, Neustadt bei Coburg
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Description

Gegenstand der Erfindung ist eine zum Verspiegeln gläserner Hohlkörper bestimmte Vorrichtung, welche mit einer die mit geeigneten flüssigen Chemikalien gefüllten Hohlkörper in rüttelnde Bewegung versetzenden und durch ein heisses Bad führenden Einrichtung versehen ist. Es findet vorzugsweise eine Fördereinrichtung Verwendung, welche mit die Hohlkörper aufnehmenden Haltevorrichtungen ausgerüstet ist, die in schwingende und/oder vibrierende Bewegung versetzbar sind. Diese Fördereinrichtung ist, wenigstens teilweise, von einer heizbaren Kammer umgeben. Dabei ist zweckvoll die Ausbildung derart getroffen, dass die Haltevorrichtungen zwecks Entleerung der Hohlkörper nach Verlassen der Heizkammer um etwa 180° wendbar z. B. drehbar oder kippbar sind.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper an federnden Tragarmen eines Förderbandes anbringbar und diese Arme durch in ihren Bewegungsbereich einragende Rasten schwingbar sind.
Dabei ist das Förderband durch ein Gehäuse geführt, derart, dass die aufgehängten Hohlkörper über eine in dem Gehäuse befindliche Heizvorrichtung hinweggleiten. Das endlose Förderband ist vorzugsweise über zwei mit wagrechter Achse angeordneten Scheiben geführt, sodass die Hohlkörper am oberen Förderbandstrang ungefähr aufrecht, also mit nach oben gerichteter Öffnung, am unteren Förderbandstrang dagegen in umgekehrter Lage, demnach mit nach unten gerichteter Öffnung an den Haltevorrichtungen hängen. Dem unteren Strang des Förderbandes ist dabei ein Auffangtrog für die aus dem umgekehrten Glashohlkörper auslaufende Flüssigkeit zugeordnet.
Durch die Erfindung werden die Übelstände beseitigt, welche dem Verspiegeln von hohlen Gegenständen aus Glas bisher anhaften. Es wird bis jetzt derart vorgegangen, dass die Verspiegelung meist rein manuell durchgeführt wird, indem in die Hohlkörper die an sich bekannten chemischen Flüssigkeiten eingefüllt und nach dem Beifügen von Reduktionsmitteln die Hohlkörper mit der Hand geschüttelt, wiederholt in ein heisses Wasserbad eingetaucht, anschliessend ausserhalb des Bades wiederum geschüttelt und schliesslich durch Umdrehen entleert werden. Diese Arbeitsweise ist ziemlich mühsam und zeitraubend. Es ist deshalb zum Einen die Fertigungsgeschwindigkeit je Zeiteinheit verhältnismässig gering, zum Andern der Fertigungsvorgang mit ziemlich hohen Lohnkosten belastet. Darüberhinaus ist mangelhaft, dass die Hände der Arbeiter durch das wiederholte Eintauchen der Hohlgefässe in heisses Wasser sehr stark angegriffen und aufgeweicht werden. Deshalb und weil auch die Chemikalien auf die Dauer zerstörend auf die Haut wirken, sind erhebliche Krankheitserscheinungen der Hände unausbleiblich, die schmerzhaft und schwer heilbar sind sowie zu Leistungsminderungen führen. Es sind ausserdem Verunreinigungen sowie Beschädigungen der Kleidungsstücke selbst bei sorgfältiger Handhabung nicht vermeidbar. Ferner ergibt sich bei dieser Arbeitsweise viel Ausfall durch Bruch, der eine weitere Steigerung der Gestehungskosten zur Folge hat.
Im Gegensatz dazu ist duch die Erfindung das Verspiegeln von gläsernen Hohlkörpern auf maschinellem Weg ermöglicht. Die Verspiegelung kann daher rascher und müheloser, somit preisgünstiger durchgeführt werden. Es brauchen die gefüllten Hohlkörper nur an den Haltevorrichtungen, die beispielsweise als Klammern ausgebildet sein können, angebracht und nach Beendigung des Verspiegelungsprozesses wieder abgenommen zu werden. Die Rüttelbewegungen sowie die Erhitzung erfolgen selbsttätig, während die Hohlkörper mit dem Förderband die vorgesehene Wegstrecke zurücklegen. Dabei ist gewährleistet, dass die flüssigen Chemikalien die Innenwände der Hohlkörper dauernd umspülen, mithin eine einwandfreie Spiegelschicht erzeugt wird. Die dauernde Beaufschlagung der Innenwände geschieht dabei gleichmässiger als beim Schütteln der Hohlkörper von Hand. Es ergibt sich somit erfindungsgemäss auch ein besseres Arbeitsresultat. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist aber ausserdem die durch die Erfindung erreichbare Verbesserung der Arbeitsverhältnisse der mit der Verspiegelung Beschäftigten, deren Hände ebensowenig wie ihre Kleidungsstücke mit heissem Wasser oder den benutzten Chemikalien in Berührung kommen, also vor Verunreinigung und Beschädigung geschützt sind.
In fertigungstechnischer, namentlich werkstoffmässiger und preislicher Hinsicht besonders wichtig ist der weitere Vorteil, dass fast kein Bruch mehr entsteht und dass die Erzeugung mit erhöhtem Ausstoß je Zeiteinheit möglich ist.
Ein Ausführungsbeispiel einer gemäss der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung ist auf der Zeichnung in schaubildnerische Darstellung schematisch gezeigt.
Über die beiden Scheiben a und b, von welchen nur eine angetrieben zu sein braucht, ist das Förderband c gelegt. Dieses ist mit einer Mehrzahl von seitlich abstehenden Armen d versehen, welche zweckvoll federnd sind. Diese Tragarme besitzen an ihrem freien Ende eine geeignete Haltevorrichtung z. B. eine Klammer e, mittels welcher die zu verspiegelnden Hohlkörper festgehalten werden.
In den Bewegungsbereich der Tragarme e, welche die Bewegung des Förderbandes c mitmachen, ragen Rasten ein, welche, wenn die Tragarme über sie hinweggleiten, bewirken, dass die federnden Arme in Schwingungen geraten, wodurch die Hohlkörper in schüttelnde Bewegung versetzt werden, die zu der dauernden Bespülung der Hohlkörper-Innenwände mit der Verspiegelungsflüssigkeit führen. Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel ist zu diesem Zweck eine Schiene f vorgesehen, welche zahnartige Erhöhungen g aufweist. Es können selbstverständlich auch andere Rasteneinrichtungen gewählt werden.
Der obere Strang des Förderbandes c ist durch ein Gehäuse h geführt, in welchem eine Heizvorrichtung i sich befindet.
Diese ist so angeordnet, dass die Hohlkörper in ihrem Heiz- bzw. Strahlungsbereich über sie hinweggeführt werden. Es erfolgt als in der Heizkammer die notwendige Erhitzung der Hohlkörper und deren Inhalts. Wenn die Hohlkörper an den Haltevorrichtungen so aufgehängt sind, dass die zur verspiegelnden Teile unterhalb der Haltevorrichtungen sich befinden, so kann anstelle einer mit Luft gefüllten Heizkammer ein erhitztes Flüssigkeitsbad treten, in welches die Hohlkörper eintauchen, während sie sich in seinem Bereich befinden.
Die Hohlkörper werden nach dem Verlassen der Heizkammer um 180° gewendet, sodass ihre Öffnung nach unten gerichtet ist. Aus diesem Grunde ist beim gezeichneten Ausführungsbeispiel die Fördereinrichtung so ausgebildet, dass die beiden Scheiben a und b mit ungefähr horizontaler Achse angeordnet sind. Infolgedessen befinden sich die Hohlkörper in umgekehrter Lage, solange sie durch den unteren Strang des Förderbandes weiterbewegt werden. Während dieser Zeit fliesst der Inhalt der Hohlkörper in den Auffangtrog k aus. Damit die völlige Entleerung der Hohlkörper gewährleistet ist, kann auch entlang des unteren Förderbandstranges eine Rastenschiene f vorgesehen sein, sodass die Hohlkörper auch während der Entleerung dauernd gerüttelt werden. Wenn es sich um Hohlkörper mit genügend grosser Öffnung handelt, kann die untere Rastenschiene entfallen.
Die Vorrichtung kann doppelwirkend ausgebildet werden, indem die Federarme das Förderband nach beiden Seiten überragen. In diesem Falle empfiehlt es sich, in der geeignet gross gehaltenen Heizkammer zwei Heizvorrichtungen vorzusehen.
In Abweichung vom gezeichneten Ausführungsbeispiel kann die Erfindung auch mit Hilfe einer Fördereinrichtung verwirklicht werden, bei welcher die Antriebs- bzw. Führungsscheiben a und b mit senkrechter Achse angeordnet sind. In diesem Falle mögen die federnden Tragarme d am Förderband drehbar gelagert sein, sodass die Hohlkörper nach Verlassen der Heizkammer durch Drehen der Tragarme um 180° gewendet werden können. Die Drehung der Arme kann von Hand oder durch geeignete Anschläge o.dgl. bewirkt werden.
Es ist selbstverständlich möglich, durch Magazinierung das Anbringen und das Abnehmen der Hohlkörper an bzw. von den Haltevorrichtungen automatisch zu vollziehen, sodass auch insoweit die Handarbeit entfällt.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise an Glaskugeln veranschaulicht, wie sie als Christbaumschmuck verwendbar sind. Sie ist aber auch für alle sonstigen Hohlkörper wie z. B. Verpackungsgläser aller Art, insbesondere Parfümflakons u.dgl. geeignet.

Claims (7)

1) Vorrichtung zum Verspiegeln gläserner Hohlkörper, bestehend aus einer Einrichtung, in der die mit geeigneten flüssigen Chemikalien gefüllten Hohlkörper zwangsläufig in rüttelnde Bewegung versetzt und durch ein heisses Bad hindurchgeführt werden.
2) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Fördereinrichtung(c), welche mit die Hohlkörper aufnehmenden Haltevorrichtungen (d, e) versehen ist, die in schwindende und/oder vibrierende Bewegung versetzbar sind.
3) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung wenigstens teilweise von einer heizbaren Kammer (h) umgeben ist.
4) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtungen (d, e) zwecks Entleerung der Hohlkörper nach dem Verlassen der Heizkörper um etwa 180° wendbar z. B. dreh- oder kippbar sind.
5) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper an federnden Tragarmen (d) eines Förderbandes anbringbar und diese Arme durch in ihren Bewegungsbereich einragende Rasten (g) schwingbar sind.
6) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband oder wenigstens das tragende Ende der daran befestigten Tragarme durch ein Gehäuse (h) geführt und dieses derart mit eienr Heizvorrichtung (i) ausgerüstet ist, da die Hohlkörper im Bereich des Gehäuses über die Heizvorrichtung in deren Heiz- bzw. Strahlungsbereich hinweggleiten.
7) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 - 6, gekennzeichnet durch ein endloses, über zwei mit waagerechter Achse angeordnete Scheiben (a, b) geführtes Förderband (c), dessen unterem Strang ein Auffangtrog (k) zugeordnet ist.

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