DEP0019146DA - Schalteinrichtung für Wechselgetriebe von Motorfahrzeugen, insbesondere Motorzweirädern - Google Patents
Schalteinrichtung für Wechselgetriebe von Motorfahrzeugen, insbesondere MotorzweirädernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung für Motorfahrzeuge und ist besonders als mit dem Fusse betätigte Schaltung für Motorzweiräder geeignet.
Bei einer Schalteinrichtung für Wechselgetriebe von Motorfahrzeugen mit einem aus seiner Ruhelage nach beiden Richtungen verschwenkbaren und bei Entlastung wieder in seine Ruhestellung zurückkehrenden Schalthebel wird nach der Erfindung mit dem Schalthebel außer dem gebräuchlichen Klinkenschaltwerk eine vor diesem zur Wirkung kommende, durch eine Kurve o.dgl. gesteuerte Einrichtung für das Ausheben der Kupplung zwangsläufig betätigt.
Sie hat also gegenüber den bekannten Schaltungen dieser Art eine Einrichtung, mittels welcher beim Umschalten auf einen anderen Gang die Kupplung vorher selbsttätig gelöst und nach beendigtem Schaltvorgang wieder geschlossen wird. Hierdurch erübrigt sich die sonst beim Umschalten nötige Bedienung der Kupplung, so dass sich hierdurch nicht nur eine sehr merkbare Erleichterung der Handhabung ergibt, sondern auch Beschädigungen
des Getriebes durch Bedienungsfehler vermieden werden. Ausserdem kann aber nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung durch unmittelbare Betätigung oder unter Zuhilfenahme eines Gestänges oder Seilzuges die Kupplung in üblicher Weise aus- bzw. eingerückt werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung zweier in der Zeichnung wiedergegebener Ausführungsbeispiele. Es zeigen:
Abb. 1 eine schaubildliche Darstellung der Schalteinrichtung.
Abb. 2 eine etwa abgeänderte Einzelheit.
Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Schalteinrichtung für ein Motorradgetriebe mit drei Gängen mit einer Schaltgabel, wobei es unbenommen bleibt, diese auch an mehrgängige Getriebe mit zwei Schaltgabeln zur Anwendung zu bringen und auch die Betätigungsart den jeweiligen Verhältnissen anzupassen.
Im Getriebegehäuse 1 ist die Schaltwelle 2 gelagert, auf welcher wiederum die Schaltbüchse 3 gelagert ist, die mit ihrem Schaltfinger 4 in den Kurvenschlitzen 5 der Schaltgabel 6 eingreift und da diese mittels der Führungsstücke 7 auf der Schaltbüchse geführt ist, bei einer Verdrehung derselben eine, deren jeweiligen Stellung entsprechende, axiale Lage einnimmt, die mittels der Schaltbrille 8 auf die nicht dargestellten Verschiebezahnräder des ebenfalls nicht abgebildeten Getriebes übertragen wird. Auf der Schaltwelle 2 sitzt drehsteif die Kurvenscheibe 9, welche die Lagerbolzen 10 und 10' besitzt, auf denen die mit dem Druckfederchen 11 gespannten Schaltklinken 12 und 12' gelagert sind. Diese greifen in die auf die Schalt-
büchse eingefrästen Kerben 13 und nehmen beim Verdrehen der Schaltwelle durch den Fusshebel 14 die Schaltbüchse 3 in der jeweiligen Richtung mit, wodurch die nötige Verschiebung der Verschiebezahnräder des Getriebes bewerkstelligt wird.
Um nach jedem Schaltvorgang die Schaltwelle in ihre Anfangsstellung zurückzuführen, ist die Kurvenscheibe 9 mit der Rückstellkurve 14 versehen, durch welche die Schaltwelle mittels des Rückstellbolzens 15 durch die Druckfeder 16 zurückgedrückt wird. Der Anschlagstift 17, welcher im Getriebegehäuse 1 festsitzt, durchdringt die Kurvenscheibe 9 und begrenzt durch die Länge des Bogenschlitzes 18 den Ausschlag der Schaltwelle, wobei er gleichzeitig immer eine der nicht in Tätigkeit befindlichen Schaltklinken anhebt und dadurch verhindert, dass sie beim Zurückgehen die Schaltwalze mit zurückdreht. In die Rastenzähne 19 der Schaltbüchse 3 greift der Haltebolzen 20 ein, welcher durch die Feder 21 ein Verdrehen derselben durch die Reibung beim Zurückgehen der Schaltwelle verhindert. Die Kurvenscheibe besitzt ausserdem noch die Anhebekurve 22, durch welche sofort beim Beginn der Verdrehung der Schaltwelle 2 die auf dem Stift 23 der Kupplungsdaumenwelle 24 gelagerte Rolle 25 angehoben wird und dadurch über die Daumenwelle das Anheben der nicht dargestellten Kupplung durch den Druckstift 26 bewirkt. An dem Daumenhebel sitzt noch der Hebel 27, durch welchen die Daumenwelle ebenfalls zum Anheben der Kupplung verdreht werden kann, wobei hierzu ein Gestänge oder ein Drahtzug vorgesehen werden kann.
Anstelle einer Daumenwelle kann nach Abb. 2 auch eine Druckschnecke 28 Anwendung finden, welche durch den Hebel 29 verdreht wird, der mittels der Rolle 30 in die Anhebekurve 22
eingreift.
Bei mehr als dreigängigen Getrieben ist es zweckmässig, zwei Schaltgabeln anzuordnen, die auf die gleiche Weise mit der Schaltbüchse in Verbindung stehen.
Durch die erfindungsgemässe Gestaltung der Schaltung wird eine erhebliche Vereinfachung erzielt, da die beweglichen Teile auf der Schaltwelle angeordnet sind und durch Verlegung der Kurve 5 in die äussere Schaltgabel kann, ohne dass die Steigung der Kurbenbahn zu steil wird, auf eine sonst nötige Zahnradübersetzung mit einer besonderen Schaltwalze oder Schaltscheibe verzichtet werden.
Claims (5)
1. Schalteinrichtung für Wechselgetriebe von Motorfahrzeugen, vorzugsweise Motorzweirädern, bei der das Wechseln der Gänge durch einen aus seiner Ruhelage zu bewegenden Schalthebel je nach der Bewegungsrichtung dieses Hebels auf- oder abwärts erfolgt und bei welcher der Schalthebel nach seiner Entlastung in seine Anfangsstellung zurückkehrt, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Schalthebel (2) ausser dem gebräuchlichen Klinkenschaltwerk für die Gangschaltung eine vor diesem zur Wirkung kommende, durch eine Kurve (22) o.dgl. gesteuerte Einrichtung (9, 23) für das Ausheben der Kupplung zwangsläufig betätigt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Schalthebelwelle (2) befestigte Schaltscheibe (9) zur Aufnahme der Schaltklinkenlagerbolzen (10, 10'), welche gleichzeitig auch die für die Rückführung der Schaltwelle in die Anfangsstellung dienende Rückstellkurve (14) und den Begrenzungsschlitz (18) für den Höchstausschlag der Schalteinrichtung aufweist, auch die für die Kupplungsbetätigungseinrichtung (23, 24, 26) benötigte Kurve (22) besitzt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Rückstellkurve (22) der Schaltscheibe (9) ein federnder Rückstellbolzen (15, 16) zusammenwirkt.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Betätigungskurve (22) für
Kupplung geschaltete Zwischenglied (24) mit einer Bedienungsmöglichkeit (27) durch Gestänge, Drahtzug oder unmittelbare Betätigung ausgestattet ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltbüchse (3) rohrförmig ausgebildet ist und auf dieser wiederum die Schaltgabel (6) geführt ist, welche bügelförmig ausgebildet ist und an ihrem gebogenen Ende den zu ihrer axialen Verschiebung dienenden Kurvenschlitz (5) aufweist, welcher über den Schaltfinger (4) mit der Schaltbüchse in Verbindung steht.
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