DEP0017855DA - Sichtvorrichtung für körnige oder staubförmige Stoffe. - Google Patents
Sichtvorrichtung für körnige oder staubförmige Stoffe.Info
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Description
Es sind Vorrichtungen zum Sichten pulverförmiger oder feinkörniger Stoffe bekannt, bei denen die Sichtung unter Ausnützung der Fliehkraft in einem Wirbel eines spezifisch leichteren Trägermittels erfolgt, dessen Stromlinien von größeren zu kleineren Krümmungsradien verlaufen, wobei das Grobgut außen an der Begrenzung des Sichtraumes, das Feingut zusammen mit dem Trägermittel axial abgeführt wird. Ein derartiger Sichter besteht aus einem flachen, oben und unten abgeschlossenen Kreiszylinder, der vom Wirbel vollständig erfüllt ist. Die Gutzuführung erfolgt zusammen mit der Trägerluft, entweder durch gekrümmte Leitschaufeln entlang des ganzen Umfanges des Sichtraumes, oder in einzelnen Trägerluftstrahlen, die durch relativ enge Querschnitte in den Sichtraum eintreten.
Derartige Sichter arbeiten mit sehr hohen Geschwindigkeiten des Trägermittels und haben dementsprechend hohen Kraftbedarf. Außerdem ist wegen der geringen axialen Ausdehnung des Sichtraumes ihr Durchsatz recht klein. Schließlich sind durch die Abmessungen der Eintrittsquerschnitte des Trägermittels und der Auslaßöffnungen für das Grobgut die größten Kornabmessungen bestimmt, die der Sichter noch verarbeiten kann.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß zur Sichtung ein Zyklon verwendet werden wird, dessen Wibelsenke durch besondere Mittel gestört wird. Es ist bekannt, daß jedem als Abscheider wirkenden Zyklon, der unter günstigsten Betriebsbedingungen arbeitet, bei bestimmten äußeren Abmessungen ein Grenzkorn zugeordnet ist, unterhalb dessen Abmessungen kein Staub abgeschieden werden kann. Kleinere Teilchen werden vom austretenden Trägermittel mitgerissen. Als Abscheider arbeitet der Zyklon nur dann mit höchstem Wirkungsgrad, wenn bestimmte Geschwindigkeiten und bauliche Abmessungen eingehalten und alle Bedingungen für störungsfreie Ausbildung der Wirbelsenke eingehalten werden. Hierzu gehört unter anderem auch vollständige Dichtheit der Apparatur, insbesondere des am kegeligen Teil des Zyklons angeschlossenen Staubbunkers.
Erfindungsgemäß wird nun ein Zyklon durch besondere Mittel bewußt gestört, so daß er unter schlechten Bedingungen arbeiten muß und nur die gröbsten Anteile des ihm zugeführten körnigen Gutes abscheiden kann, während die feinen Staubteilchen mit dem Trägermittel abgeführt werden. Leitet man nun diesen Trägermittelstrom einem Abscheider, z.B. einem Schlauchfilter oder einem zweiten Zyklon zu, dessen Abmessungen und Geschwindigkeitsverhältnisse günstigst gewählt sind, so werden in diesem nachgeschalteten Abscheider auch die feinen, aus dem ersten Zyklon mitgerissenen Teilchen ausgeschieden und können im Bunker abgezogen werden. Die Kombination des gestörten Zyklons mit dem nachgeschalteten Abscheider arbeitet somit als Sichter, der es erlaubt, das aufgegebene Staubgemisch in einen groben und einen feinen Anteil zu zerlegen.
Die Störung der Wirbelsenke im ersten Zyklon wird zweckmäßig dadurch herbeigeführt, daß ihm "Störluft" zugeführt wird, z.B. zwischen Bunker und Kegelmantel. Auch durch Verminderung der Eintauchtiefe des Auslaßrohres wird die Wirbelsenke ungünstig beeinflußt. Es ist zweckmäßig, den ersten Zyklon, den "Sichterzyklon", mit Trägermittelgeschwindigkeiten zu betreiben, die wesentlich größer, z.B. doppelt
so groß sind, als seinen optimalen Bedingungen entsprechen würde. Durch eine dieser geschilderten Maßnahmen oder eine Kombination mehrerer gelingt es, die Korngrenze des Sichters zu variieren.
Die Vorteile des Sichters gemäß der Erfindung liegen darin, daß auch Gemenge sehr grober Körnungen mit feinen Anteilen mit hohen Durchsatzleistungen gesichtet werden können. Es ergeben sich auch besondere Vorzüge, wenn es sich um Stoffgemenge handelt, die sich aus sehr heterogenen Bestandteilen zusammensetzen, wie z.B. kleine, aber schwere Teile und große, oder stäbchenförmige, aber leichte Teile. Der Widerstand der gesamten Apparatur ist so klein, daß anstelle von Hochvakuumpumpen, wie sie für die eingangs geschilderten Sichter nötig sind, einfache Ventilatoren verwendet werden können. Alle Teile des Sichters können aus Blech hergestellt werden, und es sind keine maschinell bearbeiteten Teile erforderlich.
Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Der Sichterzyklon 1 ist mit einem nachgeschalteten Abscheider 2 - im gezeichneten Beispiel wieder ein Zyklon größerer Abmessungen - verbunden, und das ganze System ist an einen Ventilator 3 angeschlossen, der Luft durch die Zyklone saugt. Das zu sichtende Körnungsgemisch wird dem bei 4 eintretenden Trägermittelstrom durch eine Aufgabevorrichtung 5, z.B. eine Walze, zugegeben. Die Störluft für den Zyklon 1 tritt bei 6 ein und kann ein Ventil 7 geregelt werden. Das im Zyklon 1 abgeschiedene Grobgut sammelt sich im Bunker 8. Der mit dem Feingut noch beladene Trägermittelstrom verläßt den Zyklon 1 durch das Auslaßrohr 9, das in seiner Eintauchtiefe veränderlich ist, und wird dann dem zweiten Zyklon, dem Abscheidezyklon 2, zugeführt. Das Feingut sammelt sich im Bunker 10.
Claims (3)
1. Sichtvorrichtung für körnige oder staubförmige Stoffe aus verschieden großen und/oder verschieden schweren und/oder verschieden geformten Teilchen unter Ausnützung der Fliehkraft, nach Art eines Zyklonstaubabscheiders, dadurch gekennzeichnet, daß der Zyklon (1) Mittel aufweist, durch die seine Wirbelsenke gestört wird.
2. Sichtvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Einrichtungen (6, 7) mit denen Störluft in das Innere der Sichtvorrichtung eingeführt werden kann, und/oder durch Mittel, mit denen die Eintauchtiefe des Auslaßrohres (9) am Zyklonaustritt verändert werden kann.
3. Sichtvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des Trägermittels höher ist, als sie bei Verwendung der Vorrichtung als Abscheider zur Erzielung des besten Wirkungsgrades erforderlich ist.
Sichtvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an das Auslaßrohr (9) der Sichtvorrichtung ein der Abscheidung des Feingutes dienender normaler Zyklon angeschlossen ist.
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