DEP0016604DA - Vom oberen Rande aus elektrisch beheiztes Gefäß - Google Patents

Vom oberen Rande aus elektrisch beheiztes Gefäß

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DEP0016604DA
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Hanyzer, Bruno, Berlin
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Description

Deckelbeheizte elektrische Back- und Bratgeräte sind in mannigfaltiger Ausgestaltung bekannt. Bei diesen Geräten ist der Heizkörper unmittelbar im Deckel eingebaut. Die Aufteilung der für den Back- und Bratprozess benötigten Ober- und Unterhitze erfolgt dadurch, dass die vom Deckel abstrahlende Wärme die Oberhitze und die vom Deckel über eine metallische Berührung mit dem oberen Gefäßrand in die Gefäßwand und den Gefäßboden abgeleitete Wärme die Unterhitze erzeugt. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, anstelle eines fest in den Deckel eingebauten Heizkörpers eine lose zwischen Deckel und Gefäßrand einzusetzenden Heizkörpers vorzusehen, um den Heizkörper vor Nässe zu schützen. Da inzwischen auch Konstruktionen auf den Markt kamen, bei denen der im Deckel eingebaute Heizkörper vor Nässe geschützt lag, hat der lose Heizkörper in der Praxis keinen Anklang gefunden, so dass heute allgemein nur fest im Deckel angeordnete Heizkörper im Gebrauch sind.
Erfindungsgemäß wird ein vom oberen Rande aus elektrisch beheiztes Gefäß vorgeschlagen, das einen sich nach außen erstreckenden Rand aufweist, der auf der elektrischen Heizung bzw. deren Verkleidung aufliegt und diese mit möglichst großer Fläche metallisch berührt.
Im Gegensatz zum deckelbeheizten Gerät kommt bei der Erfindung die Wärme nicht von innen nach außen an den Gefäßrand, sondern von außen nach innen. Der Heizkörper kann dabei beliebig Gestalt haben, vorausgesetzt, dass er eine Auflage des Gefäßrandes ermöglicht. Der Heizkörper kann also ringförmig sein für runde Gefäße, eckig für eckige Gefäße oder auch nur aus geraden Stangen bestehen, auf denen das Gefäß mit zwei gegenüberliegenden Seitenrändern aufruht.
Der Vorteil einer derartigen Ausbildung der Elektroheizung für ein Back-, Brat- oder Kochgeräß ist darin zu sehen, dass man das Gefäß einfach in den Heizkörper einhängen kann, wobei es sich empfiehlt, den Gefäßdeckel ebenfalls mit einem dem Rande des Gefäßes räumlich entsprechenden Rand auszustatten. Dadurch, dass der Gefäßdeckel mit seinem Rande unmittelbar auf möglichst breiter metallischer Fläche auf dem entsprechend geformten Gefäßrand aufliegt, wird die vom Heizkörper auf den Gefäßrand übertragene Wärme weiter auch auf den Gefäßdeckel übertragen. Infolgedessen kann der Gefäßdeckel wiederum durch Strahlungswärme Oberhitze erzeugen, während in der Gefäßwand die Wärme zum Gefäßboden geleitet wird und dort die Unterhitze ergibt.
Für den Fall, dass Oberhitze unerwünscht ist, kann man den Deckel so gestalten, dass er nach Umklappen um 180° den Gefäßrand in möglichst geringem Umfang gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer z.B. an seiner Oberseite angeordneten Isolierung oder einer nach oben sich erstreckenden Ausbuchtung o.dgl. anliegt. Sobald außer der Unterhitze für den entsprechenden Back- oder
Bratprozess auch wieder Oberhitze benötigt wird, lässt sich der Deckel dann einfach umdrehen, um die für die Oberhitze nötige Wärme vom Gefäßrand aufzunehmen.
Vorteilhaft ist die Verkleidung des Heizkörpers an einem Gestell angeordnet und mit diesem genügend kräftig ausgebildet, um das Gefäß mit Inhalt zu tragen. Beispielsweise kann der Heizkörper in den oberen, umgebogenen Rand eines Hohlzylinders eingebttet sein.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele veranschaulicht, und zwar zeigt:
Abb. 1 einen Schnitt durch ein rundes Gefäß mit Ringheizung,
Abb. 2 einen gleichen Schnitt, bei dem der Deckel des Gefäßes um 180° gedreht ist,
Abb. 3 einen Schnitt durch ein viereckiges, längliches Gefäß mit stangen- oder schienenartigen Heizkörpern.
In einem Gestell 1 beliebiger Ausführung ist ein Back- oder Bratgefäß 2 eingehängt oder eingeschoben. Das Gestell 1 in Form eines Hohlzylinders nach Abb. 1 und 2 trägt in seinem oberen umgebogenen Rand einen ringförmigen elektrischen Heizkörper 3. Gestell 1 und Heizkörper 3 können bei eckigen Gefäßen eckig, bei ovalen Gefäßen oval ausgebildet sein. Bei einschiebbaren, kuchenblechähnlichen Gefäßen ohne Deckel gemäß Abb. 3 ist der Heizkörper stangenförmig ausgebildet und die den Heizkörper 3 tragende Verkleidung etwa in mittlerer Höhe mit dem kastenförmigen, oben geschlossenen Gestell 1 verbunden. Das Gestell 1 ist mit der den Heizkörper 3 tragenden Verkleidung so kräftig ausgebildet, dass von diesen das Gefäß 2 samt Inhalt getragen werden kann. Ein Deckel 4 schließt gemäß Abb. 1 und 2 das Gefäß 2 ab. Am Deckel 4 ist ein Isolierring 5 angebracht.
Erfindungsgemäß erstreckt sich der obere Rand des Gefäßes 2 nach außen, derart, dass er auf den Heizkörper 3 bzw. dessen Verkleidung aufliegen kann. Wie die Berührungsflächen 6 im einzelnen gestaltet werden, hängt von dem jeweiligen Verhältnissen ab. Ausschlaggebend ist, dass die Fläche des Gefäßrandes eine der Fläche des Heizkörpers oder dessen Verkleidung angepasste Form aufweist. Auch der Deckel berührt in einer entsprechend angepassten Form flächenmäßig den Gefäßrand.
Wenn man auf Oberhitze verzichten will, kann man den Deckel weglassen oder ihn entsprechend Abb. 2 um 180° umklappen, wobei ein Isolierring vorgesehen ist, der in diesem Fall eine zu starke Wärmeabnahme vom Rand des Gefäßes 2 verhindert. Anstelle eines Isolierringes lässt sich auch eine schmale Wulst in die Randverbreiterung des Deckels einwalzen, die im wesentlichen die gleiche Wirkung wie die Isolierung hat. Man kann sich auch damit begnügen, das Material des Deckels 4 an verschiedenen Stellen durchzuschlagen und auf diese Weise eine punktförmige Auflage zwischen dem Deckel 4 und dem Gefäß 2 im erforderlichen Ausmaß vorzusehen, um den Wärmeübergang vom Gefäß auf den Deckel auf ein Mindestmaß zu beschränken.
Die Erfindung vermeidet es, in solchem Maße wie beim bekannten Bratofen eine Vorwärmung von Metallteilen vorzusehen, wodurch eine bedeutende Stromersparnis erzielt wird. Gegenüber einer Nennaufnahme von etwa 1200 W bei normalem Bratofen wird die Höchstleistung eines gleichen Zwecken dienendes Gerätes gemäß der Erfindung bei 800 W liegen, wobei es gleichgültig ist, ob es sich um einen kreisrunden, ovalen oder geraden Heizkörper handelt.

Claims (5)

1) Vom oberen Rande aus elektrisch beheiztes Gefäß, dadurch gekennzeichnet, dass es einen nach außen sich erstreckenden Rand aufweist, der auf der elektrischen Heizung (3) bzw. deren Verkleidung aufliegt und diese mit möglichst großer Fläche (6) metallisch berührt.
2) Gefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (4) ebenfalls mit einem dem Rand des Gefäßes (2) in der Formgebung entsprechenden Rand ausgestattet ist.
3) Gefäß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (4) nach Umklappen um 180° dem Gefäßrand in möglichst geringem Umfang gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer z.B. an seiner Oberseite angeordneten Isolierung (5) oder einer nach oben sich erstreckenden Ausbuchtung o.dgl. anliegt.
4) Gefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung des Heizkörpers (3) an einem Gestell (1) angeordnet und mit diesem genügend kräftig ausgebildet ist, um das Gefäß (2) mit Inhalt zu tragen.
5) Gefäß nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper (3) in den oberen umgebogenen Rand eines Hohlzylinders (1) eingebettet ist.

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