DEP0014352DA - Anordnung zur Skalenbeleuchtung bei Rundfunkemfangsgeräten. - Google Patents
Anordnung zur Skalenbeleuchtung bei Rundfunkemfangsgeräten.Info
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Description
Bei den neuerdings überwiegend gebauten Allstrom-Kleinempfängern wird im allgemeinen auf die Verwendung von Glühlämpchen für die Skalenbeleuchtung verzichtet. Solche Lämpchen werden nämlich üblicherweise in Reihe mit den Heizfäden der Verstärkerröhre geschaltet und ersetzen einen sowieso erforderlichen Vorwiderstand. Da nun meistens die Allstrom-Kleinempfänger mit Röhren ausgerüstet sind, deren Heizfäden für 50 mA berechnet sind, müßten die Beleuchtungslämpchen ebenfalls für 50 mA ausgelegt sein. Außerdem muß noch ein Urdox-Widerstand - ebenfalls für 50 mA - miteingeschaltet werden, um den Anheizüberstrom abzufangen.
Glühlämpchen für 50 mA u. Urdox-Widerstände f. die gleiche Stromstärke, die an sich schon recht teuer sind, werden aber z.Zt. überhaupt nicht angefertigt, so daß die Hersteller solcher Kleingeräte davon absehen, eine Skalenbeleuchtung vorzunehmen.
Andererseits ist es sehr erwünscht, auch diese Geräte mit einer Skalenbeleuchtung zu versehen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Schirmgitterspannung der Mischstufe u. gegebenenfalls weiterer Stufen durch eine Glimmlampe zu stabilisieren. Gemäß der Erfindung wird nun ein Überlagerungsempfänger mit solcher Schaltung in einfacher Weise dadurch mit einer Skalenbeleuchtung versehen, daß die Stabilisierungs-Glimmlampe gleichzeitig als Skalenbeleuchtungslampe dient. Dabei tritt noch ein weiterer Vorteil ein. Beim Abstimmen auf einen Sender steigt infolge der Regelung der Mischröhre der Glimmlampenstrom an. Da die Leuchtstärke der Glimmlampe bei größerem Strom erheblich größer ist, leuchtet die Glimmlampe bei bester Einstellung des Gerätes am hellsten auf. Die Glimmlampe wird somit zu einem Abstimmanzeiger in "Hellschaltung", d.h. die Skala wird bei einer Abstimmung auf einen Sender am hellsten beleuchtet.
Die Glimmlampe erfüllt demnach bei dem Gegenstand der Erfindung drei Aufgaben:
a) sie stabilisiert die Schirmgitterspannung u. führt dadurch gewisse Verbesserungen der Geräteeigenschaften herbei (Verbesserung der Schwundregelung usw.);
b) sie dient zur Beleuchtung der Skala;
c) sie stellt einen Abstimmanzeiger in "Hellschaltung" dar.
Die Glimmlampe darf im vorliegenden Fall nur sehr wenig Strom verbrauchen, da die bei solchen Kleingeräten verwendeten Gleichrichterröhren nur wenig Strom abgeben können. Aus diesem Grunde ist es zu empfehlen, eine Zwergglimmlampe, die sogenannte "Signallampe", zu benutzen. Diese Lampe ist zwar ohne weiteres zur Stabilisierung verwendbar, jedoch steigt ihr Strom bei stark einfallenden Sendern so hoch an, daß der Glaskolben geschwärzt wird. Zur Vermeidung dieses Übelstandes wird der Regelwiderstand der Glimmlampe mit dem Lautstärkeregler des Gerätes so gekuppelt, daß bei größerer Lautstärke der Vorwiderstand der Glimmlampe vergrößert und damit der Glimmlampenstrom herabgesetzt wird. Ein stark einfallender Sender läßt die Glimmlampe heller aufleuchten, d.h. es fließt mehr Strom hindurch. Die Lautstärke ist für den Hörer dann im allgemeinen zu hoch. Er wird mit dem Lautstärkeregler die Lautstärke herunterregeln.
Durch die Kupplung mit dem Regelwiderstand der Glimmlampe wird in diesem Falle der Glimmlampenstrom herabgesetzt und damit die Glimmlampe vor Überlastung geschützt.
Statt des regelbaren Vorwiderstandes kann auch ein mit dem Lautstärkeregler sinngemäß gekuppelter regelbarer Widerstand parallel zur Glimmlampe in Verbindung mit einem Schutz-Vorwiderstand eingeschaltet sein.
Diese Schaltung kann für alle "Hellschaltungen" mit Glimmlampen mit Vorteil angewendet werden.
Die Abb. 1 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung. Die von der beispielsweise als Tiode-Hexode ausgebildeten Mischröhre 1 erzeugten Zwischenfrequenzspannungen gelangen über die Bandfilter 2 und 3 zum Gitter 4 der in der Endröhre 5 zusammen mit der Endstufe 6 untergebrachten Entladungsstrecke 7. Die in der Entladungsstrecke 7 verstärkten Spannungen werden über die Bandfilter 8 und 9 an den Gleichrichter 10 gelegt. Durch die Zwischenfrequenzverstärkung steht am Gleichrichter 10 eine verhältnismässig hohe Spannung zur Verfügung, so dass die über den Widerstand 11 an das Gitter 12 der Mischröhre 1 gelegte Regelspannung ebenfalls verhältnismässig hohe Werte annimmt. Der Gleichrichter 10 wirkt gleichzeitig als Demodulator für die Zwischenfrequenz und steuert das Gitter 13 der Endstufe. Zur Stabilisierung der Schirmgitterspannungen der Mischröhre und der Zwischenfrequenz-Verstärkerstufe ist eine Glimmlampe 14 vorgesehen.
Die Abb. 2 veranschaulicht eine besondere Anordnung der Glimmlampe. Bei dieser Anordnung ist die Glimmlampe 21 auf dem Abstimmzeiger 22 des Einstellelementes hinter der Skala 23 angeordnet.
In dem Ausführungsbeispiel ist ein Klein-Überlagerungsempfänger mit einer zwei Entladungsstrecken aufweisenden Endröhre und einer Triode-Hexode als Mischröhre dargestellt. In dieser Schaltung ist die Anordnung gemäß der Erfindung besonders vorteilhaft, vorzugsweise wegen der "Hellschaltung". Selbstverständlich kann der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke auch bei anderen Geräten sinngemäß angewendet werden, insbesondere auch bei solchen, bei denen keine kombinierten Röhrensysteme verwendet werden.
Claims (3)
1.) Überlagerungsempfänger, bei dem die Schirmgitterspannung für die Mischstufe mittels einer Glimmlampe stabilisiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabilisierungs-Glimmlampe gleichzeitig als Skalenbeleuchtungslampe dient.
2.) Empfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Skalenbeleuchtungslampe auf dem mit dem Einstellelement verbundenen Abstimmzeiger angeordnet ist.
3.) Empfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Glimmlampe ein Regelwiderstand in Vor- oder Parallelschaltung zugeordnet ist, der mit dem Lautstärkeregler so gekuppelt ist, daß beim Herabregeln der Lautstärke der Glimmlampenstrom herabgesetzt wird.
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