DEP0014082MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. Mai 1955 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kinoaufnahmeapparat mit einem Objektivträger, insbesonders
mit einem drehbaren solchen und mit einer ortsfesten Reflex-Suchvorrichtung, welche ein zwischen
Objektiv und Verschluß eingefügtes Prisma aufweist.
Derartige Apparate sind bekannt, weisen jedoch den Nachteil auf, daß die hintere Seite des Prismas
zwecks Reinigung nicht leicht zugänglich ist.
Der erfindungsgemäße Apparat bezweckt diesem Nachteil abzuhelfen; er unterscheidet sich von den
bekannten Apparaten, dadurch, daß das Prisma in einem in bezug auf das Grehäuse des Apparates angelenkten
Rahmen enthalten ist, so daß eine Schwenkung des Rahmens es gestattet, das Prisma
in eine Stellung zu versetzen, in welcher die Reinigung seiner hinteren Seite möglich wird.
Die Zeichnung stellt beispielsweise schematisch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Apparates dar.
Fig. ι ist eine Vorderansicht, in welcher der drehbare Objektivträger sich in einer Stellung befindet,
in welcher das Prisma freigelegt ist;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht, in welcher das Prisma in einer Stellung sichtbar ist, welche die
Reinigung seiner hinteren Fläche gestattet;
509 699/233
P 14082 IX/57 a
Fig. 3 ist ein Schnitt nach III-III der Fig. ι;
Fig. 4 und 5 zeigen in größerem Maßstabe zwei Ansichten des Prismas und seines gelenkigen Rahmens.
Fig. 4 und 5 zeigen in größerem Maßstabe zwei Ansichten des Prismas und seines gelenkigen Rahmens.
- Der teilweise dargestellte Kinoaufnahmeapparat weist ein Gehäuse i, einen Träger 2 für den Objektivträger,
einen drehbaren Objektivträger 3, eine Reflexsuchvorrichtung VR, einen Verschluß 4 und
ein Bildaufnahmefenster 5 auf. Die Filmebene ist durch F bezeichnet.
Die Reflexsuchvorrichtung VR besteht aus einem
Okular 6 und einer Reihe von Linsen und Prismen, von denen ein Prisma P zwischen dem nicht dargestellten Objektiv und dem Verschluß 4 eingefügt
ist. Das Prisma/3 weist eine halbreflektierende
Fläche 7 auf, weiche dazu dient, einen Teil des Strahlenbündels, das vom Objektiv auf den Film
geht,"gegen das Okular 6 zu reflektieren, wie es durch den axialen Strahl 8 auf der Fig. 3 dargestellt
ist. Auf seiner oberen Seite weist das Prisma/3 eine mattierte Fläche 9 auf, auf welcher das reflektierte
Bild erscheint. Das Prisma P ist in einem Rahmen 10 angeordnet, welcher gegenüber der
Fläche 9 ein Fenster 11 aufweist, dessen Öffnung derjenigen des Fensters eines Projektionsapparates
entspricht.
Eine mit einer der Seiten des Rahmens 10 starr verbundene Achse 12 kann sich mit ihren Enden in
Lagern drehen, welche in Lappen 13 eines Plättchens 14 vorgesehen sind. Dieses letztere weist an
seinem, den Lappen 13 entgegengesetzten Ende zwei längliche Öffnungen 15 auf, durch welche es mittels
Schrauben 17 an einem weiteren Plättchen 16 befestigt
ist. Zwei Schrauben 18 sind auf das Plättchen
14 geschraubt, durchdringen es und stützen sich auf das dahinterliegende Plättchen 16 ab.
Außerdem besitzt das Plättchen 14 noch eine längliche Öffnung 19, welche dazu vorgesehen ist, mit
einem mit dem Plättchen 16 fest verbundenen Ansatz 20 zusammenzuwirken, um eine horizontale
Verschiebung des Plättchens I4 auf dem Plättchen 16 sicherzustellen. Eine auf dem Plättchen 14 befestigte
Blattfeder 21 stützt sich auf den Rahmen 10 und trachtet danach, ihn gegen eine Schraube 22 (s. Fig. 1)
angedrückt zu halten, wenn das Prisma sich in seiner Arbeitslage befindet.
Das Plättchen 16 weist zwei längliche Öffnungen 23 auf, durch welche es am Träger 2 mittels
Schrauben 24 (s. Fig. 3) befestigt ist.
Eine im Träger 2 vorgesehene Ausnehmung 25 (s. Fig. 3) erlaubt es, einen Filter zwischen Objektiv
und Prisma/5 einzufügen.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich ist, bilden die Plättchen 14 und 16 eine Stütze,
auf welcher der Rahmen 10, in welchem sich das Prisma P befindet, angelenkt ist. Ist das Prisma in
seiner Arbeitsstellung, wie in Fig. 1 dargestellt, so wird der Rahmen 10 durch die Feder 21 gegen die
in den Revolverträger"2 eingeschraubte Schraube 22 angedrückt.
Die Bildeinstellung auf der mattierten Fläche 9 erhält man durch die Abschiebung des Prismas P
parallel zur optischen Achse des Objektivs. Dank den beiden Schrauben 18 und der Schraube 22 ist
diese Verschiebung möglich. Die Elastizität des Plättchens 14 erlaubt es den Schrauben 18, den Abstand
zwischen seinem die Lappen 13 tragenden Ende und dem Plättchen 16 zu verändern. Das
Prisma P kann so entsprechend der optischen Achse des Objektivs verschoben werden, wobei die
Schraube 22 gewährleistet, daß diese Verschiebung des Prismas P parallel zu demselben geschieht.
Die Zentrierung des Fensters 11 gegenüber dem Fenster 5 erfolgt einerseits durch die vertikale Verschiebung
des Plättchens 16 auf dem Träger 2, dank den länglichen Öffnungen 23, und andererseits
durch die horizontale Verschiebung des Plättchens 14 auf dem Plättchen 16, dank den länglichen
Öffnungen 15.
Soll die hintere Seite des Prismas P gereinigt
werden, so stellt man den Objektivträger 3 in die Lage zurück, in welcher das Prisma/3 vollständig
freiliegt, wie in der Fig. 1 dargestellt. Wie aus dieser Figur ersichtlich, weist der Objektivträger 3 ■
eine ziemlich halbrunde Form auf, so daß er in einer gewissen Winkellage das vom Rahmen 10 getragene
Prisma P erscheinen läßt. Dann erfaßt man das freie Ende des Rahmens 10, zieht ihn nach
außen und bewirkt die Drehung der Achse 12 in den Lappen 13 entgegen der Wirkung der Feder 21,
bis der Rahmen ungefähr im Winkel von 900 verschoben worden ist. Diese Stellung ist in Fig. 5
gestrichelt dargestellt. Dank der dem Rahmen 10 gegebenen Form hört dann die Wirkung der Feder
21 auf. In dieser Stellung des Rahmens 10 ist die hintere Seite des Prismas P zwecks Reinigung vollständig
zugänglich (s. Fig. 2).
Nach erfolgter Reinigung wird der das Prisma P tragende Rahmen 10 in seine Arbeitsstellung zurückgeführt
(s. Fig. 1), und der Objektivträger kann derart verschoben werden, daß eines seiner
Objektive vor das Prisma P zu stehen kommt.
Wie aus vorstehendem ersichtlich ist, ermöglicht die Konstruktion des beschriebenen Apparates auf
leichte Art und Weise die Reinigung der hinteren Seite des Prismas P, welches sich zwischen dem
Objektiv und dem Verschluß befindet.
Claims (6)
1. Kinoaufnahmeapparat mit einem Objektiv- ■ träger, insbesondere mit einem drehbaren
solchen und mit einer ortsfesten Reflexsuchvorrichtung, welche ein zwischen Objektiv und
Verschluß eingefügtes Prisma aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Prisma (P) in
einem in bezug auf das Gehäuse (1) des Apparates angelenkten Rahmen (10) enthalten ist, so
daß eine Schwenkung des Rahmens (10) es gestattet, das Prisma (P) in eine Stellung zu versetzen,
in welcher die Reinigung seiner hinteren Seite möglich wird.
2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (10) gegenüber
einer mattierten Fläche (9) des Prismas
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(P), auf welcher das Bild erscheint, ein Fenster (11) aufweist, dessen Öffnung derjenigen des
Fensters eines Projektionsapparates entspricht.
3. Apparat nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (10) auf einer mit dem Gehäuse (1) des Apparates
fest verbundenen Stütze angelenkt ist, welche durch zwei Plättchen (14 und 16) gebildet ist,
von denen das erste (16) einstellbar auf dem Gehäuse (1) des Apparates befestigt ist, während
das zweite (14) ebenfalls einstellbar auf dem ersteren (16) befestigt ist und zwei im
wesentlichen parallel zur optischen Achse des Objektivs angeordnete Lappen (13) trägt,
welche die Gelenkachse (12) des Rahmens (10) auf der Stütze tragen, derart, daß eine Zentrierung
des Fensters (ti) des Rahmens (10) in bezug auf das Fenster (5) der Bildaufnahme des
Apparates möglich wird.
4. Apparat nach einem der, Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze
des Rahmens (10) parallel zur optischen Achse des Objektivs einstellbar ist, so daß die Einstellung
des Bildes auf der mattierten Fläche (9) des Prismas (P) möglich wird.
5. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein elastisches Organ (21)
vorgesehen ist, um den Rahmen (10) in der Arbeitsstellung des Prismas (P) zu halten.
6. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Objektivträger (3) von annähernd halbrunder Form ist, so daß eine seiner Winkellagen es gestattet, das Prisma (P)
vollständig freizulegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 699/233 3.56
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