DEP0013698MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. März 1955 Bekanratgemacht am 25» Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zwecks Verstärkung der Tonabs-trahlung einer
Mundharmonika kann man einen elektroakustischer! Wandler benutzen, der ,in irgendeiner Form, in
direkter mechanischer Verbindung mit der Mundharmonika steht. Dabei ist die Anbringung so zu
gestalten, daß der Spieler nicht behindert wird und daß Nebengeräusche nicht verstärkt werden. Andererseits
sollen bestimmte Frequenzgebiete, beispielsweise die Tiefen, eine besondere Verstärkung
erfahren, da gerade die tiefen Töne nur schwach abgestrahlt werden. Ak eine weitere wichtige
Forderung muß von der Aufnahmevorrichtung verlangt werden, daß sie für verschiedene Typen und
Größen von Mundharmoniikas und anderer vom Mund geblasener Harmonikas verwendet werden kann.
Es ist bekannt, ein Mikrophon an der Wand eines Musikinstrumentes so zu befestigen, daß es
durch die Schwingungen der Wand erregt wird, wobei zwischen der Wand und dem Mikrophon
eine dämpfende Filzschicht vorgesehen ist.
Bei einer weiteren bekannten Anordnung wird die Mündung eines Blasinstrumentes mit einer
Kappe abgedeckt, die durch eine mit Löchern versehene Membran abgeschlossen ist, deren Schwingungen
auf. einen elektromechanischen Wandler übertragen werden.
Nach einem anderen, bekannten Vorschlag wird ein Blasinstrument in eine starre Hülle eingesetzt,
durch welche nur das Mundstück und die Betätigungsorgane heraussagen. Die Hülle ist im wesent-
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P 13698 VIIId/51 f
lichen schalldicht geschlossen, mit schallabsorbierendem Material ausgekleidet und enthält gegenüber
der Mündung des Instruments den elektro-
.:.'. '■'akustischen.Wandler, der durch schalldämpfendes
Material von der starren Wand der Hülle getrennt ist. Außerdem ist ein '. unter Zwischenlage einer
Dämpfungsschicht im Mundstück des Blasinstrumentes angeordneter Wandler vorgesehen.
Ein weiterer bekannter Vorschlag betrifft die
ίο Kopplung eines Mikrophons mit einem Musikinstrument
über ein oder mehrere selektive Gebilde. Im Gegensatz zu diesen bekannten Schallabtasteinrichtungen,
bei denen das Wandlerelement lediglich gegenüber dem Tonerzeuger durch Zwischenstücke
gepuffert ist oder bej denen.eine im wesentlichen,
schalldichte, innen mit schallabsorbierendem Material ausgekleidete Hülle das Musikinstrument
umgibt, handelt es sich bei dem Anmeldungsgegenstand um eine Befestigungsvorrichtung, die den
Tonerzeuger bzw. die Abtastelemente zusammenhält und infolge ihrer Materialeigenschaften eine
Dämpfung des abgestrahlten Schalles bewirkt., .,
Bei einer Aufnahmevorrichtung zum Unterbringen von einem oder mehreren akustischen'Wandlern
für Mundharmonikas verschiedener Größen, bei der : das die Wandlerelemente umfassende Gehäuse
kappenförmig über die Mündung des Blasinstrumentes gestülpt ist und dieses hält, besteht erfin-,
dungsgemäß dieses Gehäuse aus elastischem1 Material,
z.B. Gummi, Kunststoff od. dgl. ■ .:.-.., ^
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es- bedeutet
Abb. ι die Anbringung des Halters an einer.
Mundharmonika,
Abb. 2 die Halterung in Trogform mit einer Befestigung durch eine Druckfeder,
Abb. 3 den Doppelhalter an zwei mit je einem Abtastelement versehenen Trögen.
40. Abb. ι zeigt ein erstes Ausführungs.beispiel. Ein
Beutelt aus Gummi oder einem anderen, geeigneten, elastischen Material enthält im Innern einen
akustischen Wandler, der über eine Anschluß-' schnur am einen Verstärker angeschlossen werden
kann. Zur Anbringung des Beutels an eine Mundharmonika dienen vier Laschen B, durch welche
ein Gummiring C geht. Mit Hilfe des Gummiringes wird der Beutel auf der äußeren Schale der Mundharmonika
D aufgespannt. An Stelle des Gummiringes C kann auch durch die Laschen B eine haarriadelförmig
gebogene Metallfeder E geschoben werden, welche die Laschen gegen die Schalen des
Instrumentes drückt. . ;
Um den Luftaustritt aus der Mundharmonika zu gewährleisten, sind im Inneren des Beutels, und
zwar hinter den Laschen, entsprechende Abstandstücke F vorgesehen, so daß ein in einer bestimmten
Lage festlegbarer Sitz des Beutels erreicht wird, Zur Versteifung der Form ist der Rand, des
Beutels im Inneren mit. einer Gummiwulst G versehen. . . ■ '
Abb. 2 zeigt eine andere Ausführung der Aufnahmevorrichtung. ■...:.
In einer i.Art Trag «i aus, elastischem, Material,
z. B. wieder Gummi, befindet sich der akustische' Wandler. Wiederum enthält der Trog entsprechende
Abstandstücke b, die diesen in. die richtige Lage
bringen. Die Halterung erfolgt mittels der Gummilaschen c, die im Inneren eine Druckfeder
aus Flachstahl^ aufnehmen.' ·-■'·
In Abb. 3 wird eine.weitere,Möglichkeit der Anbringung
einer Haltevorrichtung1 an eine iLrhündgeblasene
Harmonika beschrieben. Bei diesem Instrument geht der Luftaustritt durch die beiden
seitlichen Schalen. Die Gummiaufnahme besteht aus zwei trogähnlichen Gebilden R. Jede Hälfte
enthält einen akustischen Wandler. Um tiefe oder hohe Frequenzen bevorzugen zu können, kann der
Wandler, in dem. Ti'dg iri, der Nähe der hohen
Stimmen ;;oder· in, der Nahe der tiefen Stimmen
sitzen. Es können auch mehrere akustische Wandler in dem Trog Aufnahme finden. Der Gummi-..behälter
hat wiederum Distanzstücke 6" zwecks entsprechender Regelung der vorbeistreichenden Luft.
Die beiden Hälften.werdeii[ mittels eines metallisehen
Verbinders T zusammengefügt. Auf Grund der Elastizität des Gummis in Verbindung mit
seinem hohen Reibungskoeffizienten wird bewirkt, daß die Aufnahmevorrichtung fest auf den Schalen .
der Harmonika sitzt.
Mit Hilfe der eingebauten akustischen Wandler lassen sich außer der eigentlichen Verstärkung der
Muridhärmonikatöne zusätzlich Geräusche erzeugen,
man bringt z. B. an dem Wandler einen kleinen Besen an, dessen Kratzgeräusehe verstärkt wiedergegeben
werden, oder man bringt einen kleinen Hammer an, um Klopfgeräusche zu erzeugen, so
daß' man Trommel, Jazzbesen u. ä. nachahmen kann. Für besondere Zwecke lassen sich die Aufnahmevorrichtungen
derart gestalten, daß sie an die Mundharmonika fest anschließen. Durch entsprechende,
vorgesehene Luftlöcher, die von Hand geschlossen und geöffnet werden können, läßt sich
die Klangfarbe weitgehendst beeinflussen. Man, kann z. B. 'Vibrationen erzeugen.
Die Aufriahmevorrichtungen können weiterhin
dazu benutzt werden, elektrische Schaltteile aufzunehmen, um mit Hilfe entsprechender Widerstände
und Kondensatoren elektrische Regelungen durchzuführen, z. B. abschneiden der Tiefen oder abschneiden
der Hohen durch Drücken entsprechender mechanischer Tasten.
Für sehr große Mundharmonikas lassen sich zwei, drei oder mehrere oben beschriebener Haltevorrichtungen,
in entsprechender Weise an die Mundharmonika ansetzen, ohne einen Eingriff in ■
die Mundharmonika selbst vornehmen zu müssen.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Aufnahmevorrichtung zum Unterbringen von einem oder mehreren akustischen Wandlern für Mundharmonikas verschiedener Größen, bei der das die Wandlerelemente umfassende Gehäuse kappenförmig über die Mündungen des Blasinstrumentes gestülpt ist und dieses hält, :659/65P 13698 VIIId/51 fdadurch gekennzeichnet, daß dieses Gehäuse aus elastischem Material besteht, z. B. Gummi, Kunststoff od. dgl.
- 2. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Gehäuse mittels einer oder mehrerer Druckfedern (d, E, T) an das Gehäuse der Mundharmonika angepreßt wird.
- 3. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Aufnahmevorrichtung Abstandstücke vorgesehen sind, so daß ein geregelter Luftstrom zwischen Haltevorrichtung und den Schalen der Mundharmonika gewährleistet ist.
- 4. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Aufnahmevorrichtung (A, R, b) mechanische oder elektrische Glieder eingebaut sind, wodurch andere Musikbegleitinstrumente, z. B. Trommel, Becken, Jazzbesen, Vibrationselemente u. &., nachgeahmt werden können.5· Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch, gekennzeichnet, daß sie verschiedene Einzelöffnungen aufweist, durch deren Öffnen und Schließen der Frequenzverlauf der elektroakustischen Wandler verändert werden kann.In Betracht gezogene Druckschriften:
■Deutsche Patentschrift Nr. 582 297;
österreichische Patentschrift Nr. 129503;
britische Patentschrift Nr. 26 077 aus dem Jahre 1913;USA.-Patentschrift Nr. 2 138 500.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 659/65 10.56
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