DEP0013265DA - Stahldraht für hoch vorgespannte Einlagen in Stahlbeton, insbesondere Stahlsaitenbeton - Google Patents

Stahldraht für hoch vorgespannte Einlagen in Stahlbeton, insbesondere Stahlsaitenbeton

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DEP0013265DA
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Expired
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English (en)
Inventor
Franz Dr.-Ing. Lippstadt Greis
Wilhelm Dr.-Ing. Dortmund Püngel
Original Assignee
Westfälische Union Aktiengesellschaft für Eisen- und Drahtindustrie, Hamm
Publication date

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Description

Bei dem sogenannten Stahlsaitenbeton werden anstelle weniger Einlagen mit verhältnismässig grossem Durchmesser viele kleinquerschnittige Einlagen in den Beton eingebettet und zwar in Form von Stahldrähten von 2 bis 5 mm Durchmesser, die sehr hoch - im allgemeinen mit etwa 140 kg/mm(exp)2 - vorgespannt werden. Da die Vorspannung im Bereich der elastischen Verformung liegen muss, die Stahldrähte an sich eine sehr hohe Zugfestigkeit aufweisen müssen (etwa 200 - 250 kg/mm(exp)2), werden die Stahldrähte nach dem üblichen Ziehprozeß noch einer zusätzlichen Behandlung durch Richten und Anlassen unterworfen, durch welchen Vorgang die 0,03%-Dehngrenze heraufgesetzt wird.
Nach dem Abbinden des Betons werden die vorgespannten Drähte wieder entlastet. Sie suchen ihre ursprüngliche Gestalt durch Verkürzen ihrer Länge und Vergrösserung des Querschnittes wieder anzunehmen, soweit es sich um elastische Verformungen gehandelt hat. An der Längenverkürzung und der Querschnittsvergrösserung werden sie gehindert, im wesentlichen durch die Haftung zwischen Beton und Draht, wie auch durch den Gegendruck des Betons auf den Draht. Nun hat sich herausgestellt, dass bei Verwendung glatter Drähte die Haftung zwischen Beton und Draht, die die Längenverkürzung verhindert, in manchen Fällen nicht ausreicht. Es sind deshalb bereits Mittel in Vorschlag gebracht worden, um die Haftung zu vergrössern, z.B. Verwendung von von der Kreisform abweichenden Querschnitten, z.B. Ovaldrähte, die man gegebenenfalls sogar um ihre Längsachse verdrillt hat oder man hat mehrere miteinander verdrillte Runddrähte verwendet.
Abgesehen davon, dass diese die Haftung vergrössernde Maßnahmen nicht in allen Fällen ausreichen, behindern sie die normale Fertigung des Drahtes und ergeben Schwierigkeiten bei der Auslegung und Vorspannung der Drähte in den für das
Umgiessen mit Beton vorgesehenen Formen.
Bei großquerschnittigen Einlagen für vorgespannten Beton hat man besondere Verankerungsmittel in Form von wulst- oder scheibenförmigen, periodisch auf die Länge der Bewehrungsstäbe verteilten Querschnittsverbreiterungen vorgeschlagen. Querschnittsverbreiterungen sind im normalen Fertigungsgang für drahtförmiges Gut nicht zu erzeugen.
Die Erfindung geht deshalb einen ganz anderen Weg, indem sie nicht Querschnittsvergrösserungen anbringt, sondern den in üblicher Weise gezogenen Strahldraht mit periodisch wiederkehrenden Abflachungen versieht, die mit verhältnismässig einfachen Mitteln ohne Störung des normalen Ziehprozesses hergestellt werden können. Die vorerwähnte Sonderbehandlung zur Erhöhung der Dehngrenze kann ohne weiteres auch bei der Herstellung des erfindungsgemäß mit Abflachungen versehenen Stahldrahtes durchgeführt werden.
Die Abflachungen betragen zweckmässig nicht mehr als 15% der Drahtdicke, dass ist etwa diejenige Grenze, bis zu der man die Verformung ohne Absinken der Zugfestigkeit des Drahtes treiben kann.
Eine Erhöhung der Haftwirkung kann noch dadurch erreicht werden, dass die aufeinanderfolgenden Abflachungen gegeneinander in ihrer Abflachungsebene fortlaufend versetzt sind, zweckmässig durch Versetzung der Ebene um 90°.
Zwei Ausführungsbeispiele eines Drahtes nach der Erfindung sind in den Abbildungen 1 bis 5 jeweils in Ansicht und im Schnitt dargestellt. Die aufeinanderfolgenden Abflachungen a sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 bis 5 in der Abflachungsebene jeweils um 90° gegeneinander versetzt. Der gegenseitige Abstand s und die Länge a der Abflachungen werden zweckmässig nicht kleiner als die Drahtdicke d gewählt. Die Form der Abflachung wird im wesentlichen durch die Forderung bestimmt, dass bei dem Aufbringen der Abflachungen die Festigkeitseigenschaften nicht herabgesetzt werden dürfen. Daraus ergibt sich, dass scharfkantige Übergänge tunlichst zu vermeiden sind. Bei der Abflachung kann, wie es in den Ausführungsbeispielen dargestellt ist, zugleich eine geringfügige Querschnittsverbreiterung erzielt werden dadurch, dass man den Werkstoff seitlich über die durchlaufende Oberfläche des Drahtes heraustreten läßt, was eine zusätzliche Vergrösserung der Haftung ergibt.
Die Herstellung dieses mit Abflachungen gemäß der Erfindung versehenen Stahldrahtes erfolgt zunächst in der üblichen Weise im Kaltziehverfahren, worauf der so gezogene glatte Draht einem Richtvorgang unterworfen wird. Die Herstellung der Abflachungen wird dann zweckmässig vor dem Anlassen vorgenommen.

Claims (3)

1.) Stahldraht für hoch vorgespannte Einlagen in Stahl-Beton, insbesondere Stahlsaitenbeton, dadurch gekennzeichnet, daß er über seine Länge in periodischen Abständen mit Abflachungen versehen ist.
2.) Stahldraht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinanderfolgenden Abflachungen in ihren Abflachungsebenen zueinander versetzt angeordnet sind.
3.) Stahldraht nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abflachungen nicht mehr als 15% der Drahtdicke betragen.

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