DEP0013208DA - Sicherungskörper für verstellbare eiserne Gruben- stempel. - Google Patents
Sicherungskörper für verstellbare eiserne Gruben- stempel.Info
- Publication number
- DEP0013208DA DEP0013208DA DEP0013208DA DE P0013208D A DEP0013208D A DE P0013208DA DE P0013208D A DEP0013208D A DE P0013208DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- stamp
- walls
- load
- fuse body
- lock
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 title description 6
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 title description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 4
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 3
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 3
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 3
- 238000005065 mining Methods 0.000 description 3
- 239000011435 rock Substances 0.000 description 3
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 2
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 2
- 230000006866 deterioration Effects 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000003466 welding Methods 0.000 description 1
Description
RAl89064
Dr.-Ing, Arnold Haarmana ^?**^ <2?2j£ 5 * 9e 1948 Be·""
Sicherungskörper in Stempelschlössern bei verstellbaren eisernen Grubenstempeln,,
Verstellbare eiserne Grubenstempel in den verschiedensten Ausführungen finden heute fast durchweg im Grubenbetrieb für
die Stützung des Hangenden im Streb Verwendung» Sie bestehen im wesentlichen aus zwei Teilen, und zwar aus dem Unterstempel mit
Schloss und aus dem in diesem gleitenden Oberstempels um ein Anpassen
des Stempels an die verschiedensten Flözmächtigkeiten zueT-iaöglichen» Durch das Schloss wird der Stempel in seiner ausgezogenen
der Flözmächtigkeit angepassten Lage verriegelt, und zwar entwe der starr oder gewollt nachgiebig« Die gewollte Nachgiebigkeit wire
durch die Einlegung einer Quetscheinlage im Stempelschloß erreicht, die bisher üblicherweise aus Holz in ungepreßtem oder vorgepreßtem
Zustand bestand«,
Während man früher auf dem Standpunkt stand, der Stempel müsse dem Gebirgsdrucke nachgeben, haben neuere Erkenntnisse
auf dem Gebiete des Gebirgsdruckes gezeigt, daß das Gebirg© unbedingt starr abgefangen werden muß* wenn eine Aufblätterung der Hangendschichten
und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen verhindert werden sollen» Man erblickt daher heute in der Nachgie bigkeit
des Stempels lediglich eine Notwendigkeit für einen Überlastungsschutz für den Stempel, um diesen bei zu hoher Belastung gegen Zerstörung
zu schützen«, Diese Gefahr ist bei den nachgiebigen Stempelausführungen bis zu einem gewissen Grade vermieden, jedoch sind
derartige Stempel wiederum zu weich, indem die Nachgiebigkeit bereits zu einem Zeitpunkt der Belastung einsetzt, zu dem der Stempel
noch starr sein soll, und nicht erst dann, wenn der Druck des Hangenden den Stempel gefährdende Ausmasse annimmt« Is verschlechtert
sich daher wegen ungenügender Anfangstragfähigkeit des Ausbaues (tor Zustand des Hangenden infolge allzu grosser Gebirgssenkung in einen
solchen Masse, dass der Einsatz 1eistungssteigernder Gewinnungs- und Lademaschinen wegen des schlechten Hangenden unmöglich gemacht wircL
Es ist daher bei einem neuzeitlichen Abbaustempel anzustrechem Gröaste Starrheit des Stempels bis fast an dessen Bruchgrenze, dann
aber eine Nachgiebigkeit durch Einlage eines rechtzeitig ansprechenden Sicherungskörpers in das Stempelschloss, um bei weiter zunehmendem
Gebirgsdruck eine Überlastung des Stempels und damit dessen Beschädigung oder Zerstörung zu verhüten*
Untersucht man nun die Frage, ob die heute im Gruben~ betrieb zur Verwendung gelangenden nachgiebigen Abbaustempel ein
derartiges Sicherungselement besitzen, so muss man diese Präge unbedingt verneinen« Denn die heute für die Erzielung der !Nachgiebigkeit
übliche ins Stempelschlqss gelegte Holzeinlage spricht viel zu früh an, um die verlangte anfängliche Starrheit des Stempels zu gewährleisten»
Auch vorgepreßte Holzeinlagen führen nicht zu dem angestrebten Ziel, da sie, wie praktische Druckversuche gezeigt haben,
den Stempel immer noch eine zu weiche Eigenschaft verleihen« Ausserdem behält das Holz auch nach Zerstörung seiner Faser allzusehr
einen Zusammenhang, indem es bei weiterem Zusammenpressen wieder starr wird. Die Holzeinlagen geben daher dem Stempel bei ansteigender
Lage die Eigenheit steigender Starrheit, während gerade di© entgegengesetzte Eigenheit erwünscht und angestrebt wird, wie anfangs
erwähnt wurde« Holzeinlagen eignen sich daher nicht als- Sicherungselemente Wollte man bei nachgiebigen Stempeln die hier übliche
Holzeinlage durch eine massive Metalleinlage ersetzen, so würde der Stempel seine Nachgiebigkeit verlieren, also gänzlich starr
werden und dadurch der Gefahr der Zerstörung bei Überlastung durch den Gebirgsdruck unterliegen. Was benötigt wird ist also nicht ein
Quetschkörper, welcher anfänglich weich ist und bei steigender Zusammendrückung von grösserer Härte und Widerstandsfähigkeit wird?
sondern umgekehrt ein Sicherungskörper, welcher anfänglich von hoher
Iragkraf-t ist und bei Erreichung eines gewollten Höehstdruckes nach« gibt* Ein derartiger Sicherungskörper würde dem Abbaustempel die angestrebte
erforderliche Eigenschaft verleihen.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Sicherungsk'ör— per für Abbaustempel mit einer Einlage im Stempelschloss, wobei die
Erfindung darin besteht? dass der die Einlage bildende Sicherungs— körper unter steigender Belastung anfänglich von hoher Tragfestig—
keit ist 9 dagegen bei Erreichung eines gewollten Höehstdruckes aber
durch seitliches Ausweichen seiner tragenden Wände nachgibt, zu welchem Zweck der, Sicherungskörper eine dies ermöglichende geeignet©
Formgebung besitzt und aus einem geeignetem Werkstoff hergestellt ist«,
Verschieden© Ausführungsformen derartiger Körper sind denkbary wie beispielsweise die verschiedenen Abbildungen der Zeichnung
zeigen, womit aber noch nicht alle Ausführungsmöglichkeiten erschöpft sind«
Um auf möglichst geringem Raum eine möglichst hohe Festigkeit bei geringem Werkstoffaufwand au erzielen, ist es zweckmässig,
den Sicherungskörper als Hohlkörper auszubilden, wobei sich solche aus S„tahl am geeignesten erwiesen haben» So zeB„ kann man als
Sicherungseinlage für das Stempelschloss ein Rohr 1 verwenden, wie es die Abb, 1 der Zeichnung zeigt« Der Hohlraum im Körper ermöglicht
eine gute Nachgiebigkeit, während die geringe Wandstärke einen grossen Hub der pressenden Backen 2 und 3 (beim Zweck der Verwendung die
Schlosselemente) gewährleistet«
Anstelle des einfachen Bohres kann auch ein Doppelrohr 4 nach Abbe 2 als Sicherungskörper Verwendung finden» Dies hat den
Vorteil einer geringeren Wandstärk® bei gleicher Stützkraft, da in diesem Falle bei der Zusammenpressung vier tragende Rohrwände zu
verformen sind. Infolge der geringeren Wandstärke ist ein grösserer Gesamthub zwischen den Baken 2 und 3 zu erzielen, bevor die Rohre
völlig platt gedrückt sind, wonach der Körper wieder die unerwünsch-
te starre Eigenhalt erhalten würde«
Will man den Unterschied zwischen der anfänglichen Unnachgiebigkeit des Körpers und seiner späteren Nachgiebigkeit besonders
gross gestalten, so gibt man den Einzelrohren 5 eine ovale Form, wie dies die Abb„ 5 zeigt» Der Körper wird dabei so in das Stempelschloss
eingelegt, dass die lange Achse des Ovals in Richtung des ausgeübten Druckes zu liegen kommt« Je weniger gekrümmt die langen
Wände des Ovals sind, desto härter ist die Anfangseigenheit des erzählten Druekkurve»
In weiterer Verfolgung deses Gedankens kann man die in der Druckrichtung liegenden Wände auch völlig gerade gestalten
und kommt damit zu einem Vierkantrohr S9 wie die Abb« 4 wiedergibt»
Wird ein solches Vierkantrohr, welches naturgemäss auch rechteckigen Querschnitt haben kann, in die Schlosstasche des Stempels
eingelegt, so wäre es möglich aber unerwünscht, wenn die tra~ genden Wände beim Kachgeben nach aussen hin ausweichen würden« Sie
legten sich dann gegen die Seitenwandung der Sehlosstasehe und stützten sich gegen diese ab, was zu einer Versteifung des Sicherungskörpers
führen würde und wodurch ein sicheres Ansprechen des Körpers zu einem vorbestimmten Punkt der Belastungskurve in Frage gestellt wäre0
Um dies zu vermeiden, wird in weiterer Ausbildung des Erfindungsgedankens vorgeschlagen, den Sicherungskörper so auszubilden,
dass seine tragenden Wände gezwungen sind, sich nach innen zu verformen» Dies wird mit Sicherheit durch eine geringe Verformung
der tragenden Wände in Richtung der gewünschten Ausweichbewegung, also nach dem Innern des Sicherungskörpers hin, erreichtoAbb* 5
zeigt einen derartigen Körper I9 wobei 8 und 9 die gedrückten Wände
und 1o und 11 die tragenden Wände des Körpers 7 darstellen, der aus Stahlblech geeigneter Stärke hergestellt sein kann« Die tragenden
Wände Io und 11 sind, wie die Abbildung zeigt, etwas· naeh dem Innern des Hohlkörpers hin durchgedrückt, sie müssen also unter der Beiast-
ung - durch Pfeile ist die &iehtung des Druckes und des Gegendruckes der Schlosselemente angedeutet - in der vorbestimmten Richtung
nach, dem Innern des Hohlkörpers zu ausweichen,, Dadurch wird der Hohlkörper unabhängig von jeglicher Beeinflussung durch benachbarte Wände der Schlosstasche9 wie dies bei einem Ausweichen
der tragenden Wände des Hohlkörpers nach aussen zu der fall sein würde*
loch ®in weiterer Vorteil wird durch die Durchwölbung der tragenden Wand© des Hohlkörpers nach dessen Innern hin erreicht»
Drücken sich nämlich die ursprünglich etwa gerade tragenden Wände nach aussen hin durch, so biegen sich erfahrungsgemäss die belasteten
Wände 8 und 9 nach dem Innern des Hohlkörpers hin durch. « Dies führt soweit, dass eine etwa vorhandene Schweissnaht aufplatzten
kann und dauert solange, bis sich die Flächen der Wände 8 und 9 berühren, worauf der Siche'rungskSrper eine erhöhte Festigkeit gegen
weitere Zusammendrückung bekommte Dies würde der gewünschten Druckeigenheit, die eine möglichst gleichmässige sein soll, zuwider laufen*
Wird aber erfindungsgemäss der Sicherungskörper so ausgebildet, dass sich die tragenden Wände 1o und 11 nur nach innen
durchwölben, so haben die belasteten Wände 8 und 9 das Bestreben, sich nach aussen hin durchzubiegen« Daran werden sie aber durch die
Druckbacken 2 und 3 des Stempelschlosses gehindert« Infolgedessen hat der ganze Sichierungskörper eine erhöhte Festigkeit« Es kann
daher zur Erreichung einer bestimmten Festigkeit ein dünnerer Werkstoff gewählt werden als bei einem Hohlkörper, dessen tragende Wände
sich nach aussen wölben,, Der ganze Körper kann also aus dünnem Blech hergestellt werden und wird dadurch außerordentlich billig,
zumal bei dem Vorschlag auch noch Sehweissnähte zulässig sind* Man ist also nicht gezwungen, für die Herstellung des Sicherungskörpers
teueren nahtlosen Werkstoff zu verwenden»
Ist der Hohlkörper quadratischen oder rechteckigen Querschnittes, so zwigt er gelegentlich die ITeigung, sich par alle logrammartig
zu verschieben, wenn die drückenden Flächen des Schlosskörpers etwas Seitenbewegliehkeit aufweisen« Um dieser Neigung vorzubeugen,
wird der Querschnitt des Sicherungskörpers 12 zweckmässig trapezförmig gestaltet", wie dies die Abb* 6 zeigt. Hier ist eine
trapezförmige Ausführungsform mit geraden tragenden Wänden 13 und 14 wiedergegeben, zweckmässig ist aber auch hier, die Wände nach innen
hin vorzuformen, wie oben für den quadratischen und rechteckigen Korper beschrieben«
Wird bei einem trapezförmigen Körper 15 die Einknieklinie 16 der tragenden Wände 17 und 18, wie beispielsweise bei der
Abb» 5 vorgeschlagen, in halbe Höhe des Körpers gelegt, so lässt sich der Körper 15 nicht mehr so mühlos zusammenfalten wie ein
quadratischer oder rechteckiger Körper* Es käme nämlich dann beim PaltungsVorgang die Einknieklinie auf die Grundfläche zu liegen und
der trapezförmige Körper könnte nur bei ständiger Verschiebung der Einknieklinie weiter falten, was dem gleichmässigen Ablauf der
Druckkurve hinderlich wäre« Es wird deshalb zweckmässig bei einem trapezförmigen Sicherungskörper die Einknicklinie nicht in halbe Höhe
des Körpers gelegt, sondern es ist wegen der unsymmetrischen Verhältnisse vorteilhaft^ diese aussermittig zu legen, wie es beispielsweise
die Abb» 7 zeigt, bei der die Einknieklinie 16 der Seitenwände 17 und 18 oberhalb der Mitte des Körpers liegt, und zwar so, dass der
gefaltete Schlusszustand ohne besondere Verschiebung der Einknieklinie erreicht werden kann» Je nach der Formgebung des Körpers kann es
auch zweckmässig sein, die Einknieklinie unterhalb der Mitte des Körpers zu legen«
Haturgemäss kann auch der trapezförmige Körper als
Doppelkörper 19 ausgebildet werden« Man erreicht dann die zu der AbTa0.2
erwähnten Vorteile und kommt dann etwa zu der in Abbildung 8 dargestellten Ausführungsfornu
Claims (1)
- FA 376142-7.6.50lo fee^odtoalle noB^t!* 9&0 ?iÄ*&lBiciit. teist irdt» Cc&β ft # pöcä?tos© Äca? "Sli&^ö^ aio, ist®utio© sist Q&t WbTpMt^Sf @st4ßtoa liöteoawob»! tie lasgp Aohoo üqbbisüsod da^ KBwg&s aiio siiscsfeöola©v.'ti.'tiütio al δοοÄEU»pa?Selfcaii 1 bis 3$tJ(i tos© ^3 IiIo 11össö s^ ems asifes?Q2?c?a t
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2539208C2 (de) | Grubenstempel | |
| EP2147191B1 (de) | Hydraulikstempel mit rechteckigen sicherungsdrähten | |
| DE29507774U1 (de) | Ausbaustütze für den untertägigen Berg- oder Tunnelbau | |
| DE2410772B2 (de) | Hülsenförmiger Einsatz zur Befestigung von Ankern in Bohrlöchern | |
| DE2536044A1 (de) | Schrottpresse | |
| DE602695C (de) | Verstellbarer, nachgiebiger, eiserner Grubenstempel | |
| DE1902043A1 (de) | Grubenausbauelement | |
| DE2507319B2 (de) | Schildausbaugestell | |
| DEP0013208DA (de) | Sicherungskörper für verstellbare eiserne Gruben- stempel. | |
| DE818184C (de) | Sicherungskoerper fuer verstellbare eiserne Grubenstempel | |
| DE1238420B (de) | Stempel aus Holz fuer den Ausbau von Untertageraeumen, insbesondere fuer den Streckenausbau | |
| DE963951C (de) | Nachgiebiger Grubenausbau, insbesondere Streckenausbau | |
| DE2644649B2 (de) | Schildausbaugestell | |
| DE3145939C2 (de) | Schachtausbau mit einem tragenden, gleitenden Innenausbauzylinder | |
| DE2622888A1 (de) | Schildausbaugestell | |
| DE745603C (de) | Zweiteiliger nachgiebiger Grubenstempel | |
| DE910765C (de) | Grubenstempel | |
| DE2153496C3 (de) | Schreitendes Strebausbaugestell | |
| DE851787C (de) | Grubenstempel aus Metall | |
| DE928943C (de) | Ausziehbarer Grubenstempel | |
| DE2918653C2 (de) | Kappschuhausbildung und Anordnung für einen aus Holzstempeln und profilierten Kappen bestehenden Untertageausbau | |
| AT313833B (de) | Ausbaurahmen | |
| DE8235289U1 (de) | Hydraulischer Zylinder, insbesondere Grubenstempel, mit kombinierter Funktion | |
| AT290365B (de) | Hydraulisch betätigtes Gerät zum mechanischen Zerlegen von Gestein | |
| DE939623C (de) | Aus Kappe und Stempel bestehender Grubenausbau |