DEP0013103DA - Elektrische Bestrahlungs- und Beleuchtungslampe mit Gasentladungsröhre. - Google Patents
Elektrische Bestrahlungs- und Beleuchtungslampe mit Gasentladungsröhre.Info
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Description
Es haben in der letzten Zeit Hochdrucklampen besondere Bedeutung gewonnen, bei denen im Betrieb hohe Drucke von 10 und mehr Atm. herrschen. Solange es sich hierbei um Quecksilberhochdrucklampen handelt, tritt der hohe Innendruck nur während des Betriebes auf. Man braucht deshalb Vorsichtsmaßnahmen gegen etwaige Explosion des Entladungsgefäßes nur während des Betriebes vorzusehen, weil nach einer bereits sehr kurzen Abkühlung der gefährliche Innendruck vollkommen verschwunden ist. Nun gibt es aber auch solche Hochdrucklampen, die eine Füllung mit einem permanenten Gas, z.B. Xenon, enthalten, bei denen also auch in Betriebspausen ein hoher Druck herrscht. Wenn man eine solche Lampe, z.B. in der medizinischen Praxis verwendet, muß man jede Gefahr für das Bedienungspersonal ausschließen, die z.B. ja auch dann besteht, wenn man die Entladungsröhre in die Lampe einsetzt oder herausnimmt.
Gemäß der Erfindung wird daher die Strahlenquelle in ein allseitig geschlossenes Schutzgehäuse eingebaut, dessen Strahlenaustrittsöffnung mit einem Maschennetz geschlossen ist und das Schutzgehäuse ist außen mit einer Vorrichtung zum leichten Ein-, bzw. Ansetzen an die Bestrahlungslampe, bzw. an das Stativ versehen. Das Prinzip des neuen Schutzes besteht
also darin daß die Lampe stets in einem allseitig geschlossenen Gehäuse untergebracht wird, in dem auch bereits der Versand erfolgt, während die Teile, mit denen der Strom zugeführt, bzw. die Halterung vorgenommen wird, außen an diesem Gehäuse angebracht sind. Auf diese Weise wird jede Gefahr des Bedienungspersonals vermieden, sodaß eine solche Lampe ohne Bedenken auch in der allgemeinen medizinischen Praxis angewendet werden kann. Die Sockelteile können z.B. aus einem normalen Glühlampensockel, insbesondere nach Art des Swansockels, bzw. Sofittenlampensockels bestehen. Bei den letzten befinden sich an den entgegengesetzten Seiten des Gehäuses zwei Konuskontakte, die gleichzeitig den Strom zuführen und die Entladungsröhre halten.
Um den Strahlungsfluß, der von der Lampe geliefert wird, gut auszunutzen, wird entweder das Schutzgehäuse als Reflektor ausgebildet, oder aber es ist im Innern ein besonderer Hilfsreflektor vorgesehen.
Bei geeigneter Wahl der Abmessungen des Maschennetzes kann dessen Absorption ziemlich gering gehalten werden. Man wird etwa mit Öffnungen von 2 mm Durchmesser auskommen, aber einen hochwertigen, sehr dünnen Draht für das Metallgewebe verwenden. Wenn bei der Explosion noch kleine Teilchen des zerplatzten Quarzgefäßes durch die Maschen hindurchfliegen, könnten diese niemals erhebliche Schädigungen herbeiführen, weil sie keine wesentlichen Wärmemengen aufgenommen haben, und weil sie auch durch die Luft stark abgebremst und stark abgekühlt werden. Wichtig ist jedoch, daß das Maschennetz nur mit Werkzeugen abnehmbar ist, sodaß es nicht von Unbefugten leichtfertig entfernt werden kann.
Einen noch besseren Schutz erhält man, wenn das Schutzgehäuse aus zwei gegeneinander drehbaren koachsialen Halbzylindern besteht, die nur während der Bestrahlung die Strahlenaustrittsöffnung freigeben, die aber trotzdem durch ein Maschennetz geschlossen ist. Ein derartiges Schutzgehäuse kann man nämlich in Betriebspausen vollkommen schließen.
In den Abbildungen sind zwei verschiedene Formen des Erfindungsgedankens zum Teil schematisch dargestellt. Eine Höchstdrucklampe 1, z.B. eine Xenon-Höchstdrucklampe mit einem Betriebsdruck von 35 Atm. befindet sich im Innern eines Gehäuses 2, und zwar mittels der beiden Schellen 3 gehalten. Das Gehäuse 2 ist auf seiner Vorderseite durch ein Drahtnetz 4 geschlossen. An den beiden Seitenwänden sind zwei Konuskontakte 5 angebracht, die durch Isolierstücke 6 von dem Gehäuse 2 getrennt sind. Das Gehäuse 2 mit der eingebauten Xenonlampe 1 und den beiden Kontakten 5 bildet die Einheit, die dem Gebraucher in die Hand gegeben wird, sodaß dieser niemals eine ungeschützte Höchstdrucklampe erhält. Der Gebraucher setzt dann dieses Schutzgehäuse in den Tragarm 7 seiner Bestrahlungslampe ein. In den Arm sind innerhalb eines Isolierstückes 8 federnd gelagerte Kontaktteile 9 angebracht, die mit der Zuführung 10 verbunden sind. Bei einer Reparatur der Strahlenquelle wird das gesamte Schutzgehäuse 2 eingeschickt.
Bei der zweiten Ausführungsform der Abb. 2 und 3 besteht das Schutzgehäuse aus zwei Metallzylindern 11 und 12, die um ihre gemeinsame Achse drehbar sind. Nur der Innenzylinder 12 ist mit einem Schutznetz 4 ausgerüstet. Innen ist hinter der Höchstdrucklampe 1 ein Hilfsreflektor 13 untergebracht, der die Strahlung in gewünschter Weise bündelt. Auf der einen Seitenfläche des zylindrischen Schutzgehäuses ist ein Bajonettsockel 14 zum Einsetzen in eine Bestrahlungslampe, bzw. ein Stativ vorgesehen, während an der anderen Seitenfläche ein Handgriff 15 zum Verdrehen der beiden Halbzylinder 11 und 12 gegeneinander angebracht ist. In Betriebspausen kann man hierdurch das Schutzgehäuse vollständig schließen, daß bei einer etwaigen Explosion auch nicht die kleinsten Teilchen durch das Schutzgitter nach außen treten können.
Claims (6)
1.) Elektrische Bestrahlungs- und Beleuchtungslampe mit einer Gasentladungsröhre, die unter einem dauernden Druck von mehr als 10 Atm. steht, insbesondere mit einer Xenonfüllung, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlenquelle in ein allseitig geschlossenes Schutzgehäuse eingebaut ist, dessen Strahlenaustritts-Öffnung mit einem Maschennetz geschlossen ist, und daß das Schutzgehäuse außen mit einer Vorrichtung zum leichten Ein-, bzw. Ansetzen an die Bestrahlungslampe bzw. an das Stativ versehen ist.
2.) Elektrische Bestrahlungs- und Beleuchtungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungen des elektrischen Stromes gleichzeitig für die Halterung der Lampe benutzt werden.
3.) Elektrische Bestrahlungs- und Beleuchtungslampe nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Glühlampensockel, insbesondere nach Art des Swansockels, bzw. Sofittenlampensockels.
4.) Elektrische Bestrahlungs- und Beleuchtungslampe nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzgehäuse innen als Reflektor ausgebildet ist, und/oder mit einem besonderen Hilfsreflektor versehen ist.
5.) Elektrische Bestrahlungs- und Beleuchtungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Maschennetz derart befestigt ist, daß es nur mit Werkzeugen abnehmbar ist.
6.) Elektrische Bestrahlungs- und Beleuchtungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzgehäuse aus zwei gegeneinander drehbaren, koachsialen Halbzylindern besteht, die nur während der Bestrahlung die Strahlenaustrittsöffnung freigeben.
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