DEP0012722DA - Isolierschutz für Wärme oder Kälter führende Rohrleitungen o. dgl. - Google Patents
Isolierschutz für Wärme oder Kälter führende Rohrleitungen o. dgl.Info
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Description
Wärme oder Kälte führende Rohrleitungen, wie solche in der gesamten Industrie sowie auch sonstwo für die verschiedensten Zwecke in großem Umfange verwendet werden, müssen bekanntlich mit einem Schutz in Form einer auf die Rohre aufgebrachten Isolierschicht versehen werden, um einen Wärme- oder Kälteverlust durch Ausstrahlen der Wärme oder Kälte aus den Rohren auf dem Wege zu ihrem Verwendungszweck zu vermeiden.
Bisher wurden nun die die Strahlungs-und ähnliche Verluste vermeidenden Isolierschichten auf die Rohre aufgebracht, indem man zunächst auf die Rohre eine Grundschicht aus Asbest, Glas- oder Schlackenwolle in Schnüren oder Matten aufbrachte, die dann durch Umwickeln mit einem Draht oder einem Drahtgeflecht auf dem Rohr befestigt und über die dann ein Brei aus Kieselgur, Haaren oder Heu gestrichen wurde. Es erfolgte dann ein Hartabstrich zum Glätten der Isolationsschicht mit Ton oder Gips als Grundkörper, der bei Leitungen in geschlossenen Räumen mit Jute oder Mull verfestigt wird. Bei Außenleitungen kommt noch ein witterungsbeständiger Außenschutz hinzu, der durch Umwickeln mit teergetränkter Pappe oder durch Umziehen mit einem Blechmantel hergestellt wird, wobei solche aus Schwarzblech noch einen zusätzlichen Rostschutzanstrich benötigen. Alle diese vorerwähnten Arbeiten können vorwiegend nur von Hand und meist auch nur von Fachkräften ausgeführt werden, sie sind daher sehr zeitraubend und dementsprechend auch sehr teuer, sodaß sich das Verlegen isolierter Rohrleitungen sehr kostspielig gestaltet, insbesondere wenn es sich um das Verlegen beträchtlicher Rohrleitungslängen handelt.
Um nun das Isolieren Wäre oder Kälte führender Rohrleitungen bei gleicher Güte wesentlich zu vereinfachen und zu verbilligen und dabei auch wesentlich schneller zu gestalten, schlägt die vorliegende Erfindung vor, als
Isolierschicht Preßstoff oder ähnliche Werkstoffe in Form von Folien, Körpern o.dgl. auf die zu isoilierenden Rohre aufzubringen, wobei die Preßstoffschicht einen größeren Innendurchmesser als der Außendurchmesser des zu isolierenden Rohres besitzt. Der Zwischenraum zwischen dem Rohr und der Preßstoffschicht wird dabei mit den üblichen bekannten Isolierstoffen, wie Asbest, Glas- oder Schlackenwolle o.dgl. vor oder nach dem Aufbringen der Preßstoffschicht ausgefüllt. So z.B. kann der Außenmantel aus Preß- oder ähnlichen Werkstoffolien hergestellt werden, die durch geeignete Vorrichtungen, wie Schnellenbänder o.dgl., zum geschlossenen Körper um das zu isoilierende Rohr gehalten werden und deren Abstand von dem Rohr durch Abstandhalter o.dgl. gesichert ist. Die Abstandhalter können nach Ausfüllen des Zwischenraumes mit den Isolierstoffen wieder entfernt werden. Auch kann man die Einrichtung so treffen, daß fabrikmäßig hergestellte Körper in Form zusammensetzbarer Schalen o.dgl. Körper aus Kunstharzpreßstoff oder einem ähnlichen Werkstoff mit einem größeren Innendurchmesser als der Außendurchmesser des zu isolierenden Rohres aufgebracht werden, wobei der Zwischenraum zwischen dem Körper und dem Rohre ebenfalls mit bekannten Isolierstoffen ausgefüllt wird. Eine derartige Isolierung unter Benutzung der heute bekannten Preß- und Kunststoffharzstoffe ist im Gewicht leicht, genügend temperaturbeständig, gut isolieren und ohne zusätzlichen Anstrich auch wetterfest, sie ersetzt also voll und ganz die bisherige umständliche und teuere Isolierung. Ihr gegenüber hat sie den Vorteil, daß die Isolierschicht in nur wenigen Arbeitsgängen und ohne Einsatz besonders geschulter Leute auf dem schnellsten Wege hergestellt werden kann, es wird also durch den erfindungsgemäßen Vorschlag bedeutend an Kosten gespart. Das ist heute besonders von großer Wichtigkeit, da durch die Kriegseinwirkungen eine Unmenge von Rohrleitungen beschädigt und ihrer gesamten Isolierschicht beraubt worden sind, also eine neue Isolierung erhalten müssen.
In der Zeichnung ist in Abb. 1 der erfindungsgemäße Vorschlag in einem Ausführungsbeispiel im Schnitt in Form fabrikmäßig hergestellter Schalen veranschaulicht, womit
jedoch noch nicht alle Möglichkeiten der Verwirklichung des Erfindungsgedankens erschöpft sind. Abb. 2 zeigt in Seitenansicht die aus 2 Schalen gebildeten Körper in ihrem Verband zur Leitung.
Nach der gezeichneten Ausführung setzt sich der Außenmantel aus einem aus den beiden Schalen 1 und 2 bestehenden Körper aus Kunstharzpreßstoff oder einem ähnlichen Werkstoff zusammen, wobei die Längsräder 3 der Schalen 1 und 2 zur Erschwerung des Eindringens von Wasser und Feuchtigkeit sowie zur Sicherung der Lage der beiden Schalen zueinander übereinandergreifen. Zum Zwecke der Verbindung der einzelnen Schalen zum Körper und dieser miteinander werden die Schalen 1 und 2 mit Flanschen 4, Muffen oder dgl. Befestigungsmitteln versehen, die mit den Schalen 1 und 2 in einem Arbeitsgang auf dem Preßwege hergestellt werden und mittels denen die einzelnen Körper zur Gesamtisolierung miteinander verbunden werden. Durch Versetzten der Teilfuge der einzelnen Schalenkörper können die beiden Schalen im Leitungsverband zum Körper zusammengehalten werden, indem man die untere Schale eines Körpers mit der oberen Schale des benachbarten Körpers verbindet. Es können aber auch die beiden Schalen durch zusätzliche Flanschen an der Teilfuge zum Körper verbunden werden. Anstelle der Verbindung durch Flanschen oder dgl. können die einzelnen Schalen auch durch Schweißen zum Körper und letztere zur Gesamtisolierung miteinander verbunden werden. Der Zwischenraum zwischen dem Rohr 6 und dem im Innendurchmesser gegenüber dem Rohr grösseren Körpern wird mit bekannten Isolierstoffen 7 ausgefüllt, wobei diese vor oder nach dem Aufbringen der Körper aufgebracht bezw. eingebracht werden können.
Claims (1)
- 2.) Isolierschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenmantel aus Preß- oder ähnlichen Werkstoffolien hergestellt wird, die durch geeignete Vorrichtungen zum Mantel um das zu isolierende Rohr gehalten und ihrem Abstand vom Rohr gesichert sind, wobei die den Abstand sichernden Mittel nach Ausfüllung des Zwischenraumes mit Isolierstoffen wieder entfernt werden.4.) Isolierkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einzelnen Teilen, z.B. aus Schalen besteht, deren Stirn- oder Längsflächen mit einem Absatz ineinandergreifen.5.) Isolierkörper nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ihn bildenden einzelnen Teile an ihren Stirn- oder Längsflächen mit Flanschen, Muffen oder ähnlichen Befestigungsmitteln versehen sind.6.) Isolierkörper nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ihn bildenden Einzelteile mit ihren Befestigungsmitteln in einem Arbeitsgange auf dem Preßwege hergestellt sind.7.) Isolierkörper nach anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der einzelnen Teile zum Gesamtkörper durch Verschweißung erfolgt.
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